WM-Spielplan zur Weltmeisterschaft – jetzt downloaden

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Am 14. Juni ist es endlich soweit: Die 21. Fußball-Weltmeisterschaft wird in Russland angepfiffen. Bis zum 15. Juli spielen 32 Mannschaften aus fünf Kontinentalverbänden um den Titel. Wer diesmal zu den Favoriten zählt, in welchen Stadien gespielt wird und weitere interessante Fakten rund um die Fußball-Weltmeisterschaft haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst. Zusätzlich gibt es unseren WM-Spielplan als Download, mit dem Sie kein Spiel der WM verpassen!

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Zum ersten Mal in der Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaft ist Russland Gastgeber des Turniers. Auch eine Fußball-Europameisterschaft hat das Land bisher nicht ausgerichtet, dafür aber schon zwei Olympische Spiele (die Sommerspiele 1980 in Moskau und die Winterspiele 2014 in Sotschi). Im Dezember 2010 setzte sich Russland bei der Abstimmung gegen die Gemeinschaftsbewerbungen Spanien/Portugal und Niederlande/Belgien sowie gegen England durch.

Der Weg nach Russland – Die Qualifikation

Gut drei Jahre vor dem Turnier begann die Qualifikation. In insgesamt 866 Spielen wurden die 32 Teilnehmer für die Weltmeisterschaft bestimmt. Da Russland als Gastgeber automatisch für das Turnier qualifiziert ist, gab es in der europäischen Qualifikation noch 13 Startplätze zu vergeben. Die 54 UEFA-Mannschaften spielten in neun Gruppen zunächst um die direkte Qualifikation. Dies gelang mit dem jeweiligen Gruppensieg Belgien, dem amtierenden Weltmeister Deutschland, England, Spanien, Polen, Serbien, Island, Frankreich und Europameister Portugal. Die acht besten Gruppenzweiten erhielten im Anschluss noch die Chance, sich durch die Play-offs für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Diese Chance nutzen die Schweiz, Kroatien, Dänemark und Schweden. Letztere siegten dabei gegen Italien, welche zum zweiten Mal nach 1958 die Qualifikation für die Endrunde verpasst haben.

Die 53 afrikanischen Verbände der CAF mussten bis zu drei Runden überstehen, um sich für das Turnier zu qualifizieren. Zunächst spielten die 26 Verbände in Hin- und Rückspiel gegeneinander, die in der Weltrangliste am schlechtesten platziert waren. Die Gewinner der ersten Runde trafen dann in einem erneuten Hin- und Rückspiel auf die restlichen Teilnehmer. Die Sieger, wobei kein Team aus der ersten Runde sich in der zweiten Runde durchsetzen konnte, wurden für die letzte Runde in fünf Gruppen mit jeweils vier Teams gelost. Am Ende qualifizierten sich Ägypten, Marokko, Nigeria, Senegal und Tunesien als Gruppensieger für die WM. Der aktuelle Afrikameister Kamerun hingegen wird nicht am Turnier teilnehmen.



Australien entscheidet Play-off Krimi für sich

In Asien hatten sich alle 46 Verbände der AFC für die Qualifikation gemeldet. In drei Runden, wobei die erste im K.-o.-Modus und die beiden letzten im Meisterschaftsmodus gespielt werden, setzten sich am Ende Iran, Japan, Saudi-Arabien und Südkorea als direkte Qualifikanten durch. Australien und Syrien mussten in die vierte Runde, in der nach Hin- und Rückspiel der Sieger in den sogenannten interkontinentalen Play-offs antreten darf. Australien setzte sich nach Verlängerung im Rückspiel knapp durch und siegte in den anschließenden Play-offs gegen Honduras. Damit ist Australien als fünftes Team aus der asiatischen Qualifikation bei der WM vertreten.

Die Verbände der Nord- und Zentralamerikanischen und karibischen Fußballkonföderation (CONCACAF) haben in insgesamt fünf Runden die drei Vertreter für die WM bestimmt. Dabei setzten sich Costa Rica, Mexiko und Panama als direkte Qualifikanten durch. Honduras musste trotz Punktgleichheit mit Panama in die interkontinentalen Play-offs und verlor dort gegen Australien. Als große Überraschung ist das Scheitern der USA zu erwähnen. Diese hatten ihre Gruppe in der vierten Runde souverän gewonnen, belegten in der entscheidenden Runde allerdings nur den vorletzten fünften Platz. So findet erstmals seit 1986 wieder eine Weltmeisterschaft ohne die Vereinigten Staaten von Amerika statt.

Die südamerikanische Qualifikation der CONMEBOL fand in nur einer Runde statt. Alle zehn Teams spielten in einer Gruppe jeweils zweimal gegeneinander. Die besten vier Teams sind in diesem Modus direkt für die WM qualifiziert. Dies gelang nach einer äußerst spannenden Schlussphase der Qualifikation Argentinien, Brasilien, Kolumbien und Uruguay. Das fünftplatzierte Team Peru setzte sich anschließend in den interkontinentalen Play-offs gegen Neuseeland durch, welches die ozeanische Qualifikation für sich entscheiden konnte. So hat sich die Hälfte der CONMEBOL-Teams für die WM qualifiziert.

Allyouneed WM-Spieler

Der fünfte Stern für Deutschland. Am 14. Juni geht die Weltmeisterschaft los! Mit unserem WM-Spielplan haben Sie die komplette Übersicht über alle Spiele.

Die WM-Gruppen

Am 1. Dezember 2017 wurden in Moskau die acht Gruppen der Weltmeisterschaft ausgelost. Dabei durften nicht mehrere Teams aus dem gleichen Kontinentalverband einer Gruppe zugelost werden. Ausnahme dabei bildeten die Mannschaften aus dem europäischen Kontinentalverband UEFA, von denen maximal zwei in einer Gruppe spielen dürfen.

Gruppe A Gruppe B Gruppe C Gruppe D
Russland Portugal Frankreich Argentinien
Saudi-Arabien Spanien Australien Island
Ägypten Marokko Peru Kroatien
Uruguay Iran Dänemark Nigeria
Gruppe E Gruppe F Gruppe G Gruppe H
Brasilien Deutschland Belgien Polen
Schweiz Mexiko Panama Senegal
Costa Rica Schweden Tunesien Kolumbien
Serbien Südkorea England Japan

 

Die komplette Übersicht über alle Begegnungen liefert Ihnen unser WM-Spielplan:

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Eröffnungsspiel auf Augenhöhe

In der Gruppe A bestreitet Gastgeber Russland das Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien. Zum ersten Mal seit der Einführung der Weltrangliste im August 1993 ist der Gastgeber das am schlechtesten platzierte Team und trifft erstmals auf die Mannschaft, die den vorletzten Platz belegt. Zugleich darf Saudi-Arabien als erstes asiatisches Team ein WM-Eröffnungsspiel bestreiten. Bei der bislang einzigen WM in Asien, die 2002 in Japan/Südkorea stattfand, bestritt der damals amtierende Weltmeister Frankreich das Eröffnungsspiel. Als Favorit auf den Gruppensieg gilt Uruguay, deren Star Luis Suárez zusammen mit Lionel Messi mit 21 Toren bester südamerikanischer Qualifikationstorschütze geworden ist.

In Gruppe B wird der Gruppensieg sehr wahrscheinlich im Spiel zwischen Portugal und Spanien entschieden werden. Portugal konnte mit Cristiano Ronaldo bei der letzten EM den ersten Titel ihrer Geschichte holen. Bei der Weltmeisterschaft kann das Land bis auf einen dritten Platz 1966 und Platz Vier 2006 keine Erfolge verbuchen. Auch Ronaldo hat bei seinen drei WM-Teilnahmen bislang nicht überzeugt: In 13 Spielen traf der Kapitän nur dreimal. Nachdem Spanien 2014 in der Vorrunde ausgeschieden ist und von Deutschland als Weltmeister abgelöst wurde, will man wieder an die Erfolge von 2008 bis 2012 anknüpfen. Damals haben die Spanier mit schnellem Tiki-Taka-Fußball zwei Europameisterschaften und eine Weltmeisterschaft für sich entscheiden können.

Nachdem die Franzosen vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft im eigenen Land im Finale geschlagen wurden, wollen diese bei der WM neu angreifen. Als Favorit in Gruppe C sollte den Les Bleus zumindest die Qualifikation für das Achtelfinale nicht allzu schwerfallen. Für die nötigen Tore soll Antoine Griezmann von Atlético Madrid sorgen. Kapitän und Torwart Hugo Lloris musste in seinen neun Qualifikationsspielen nur sechsmal hinter sich greifen und bietet seiner Mannschaft einen sicheren Rückhalt.

Argentinien und Brasilien scheiterten 2014 an Deutschland

Gruppe D wird von Argentinien angeführt. Der Vize-Weltmeister scheiterte bei den letzten drei Turnieren immer an Deutschland (2006: Viertelfinale, 2010: Viertelfinale, 2014: Finale) und qualifizierte sich erst in letzter Minute für das Turnier. Vor allem Lionel Messi ist es zu verdanken, dass die Mannschaft überhaupt dabei sein darf. Der Kapitän will bei seinem vierten Turnier endlich den Titel holen und nicht erneut von Deutschland gestoppt werden. Gegner in der Gruppe ist neben WM-Neuling Island auch Kroatien, das die Vorrunde bei der WM zuletzt 1998 überstanden hat. Damals wurde das Team Dritter.

Die Brasilianer wollen nach dem „Schock von Mineirão“ im Halbfinale gegen Deutschland bei der letzten WM Wiedergutmachung betreiben. Da man seit 1970 immer mindestens das Achtelfinale erreicht hat, sollte dies auch bei diesem Turnier gegen Serbien, Costa Rica und die Schweiz machbar sein. Letztere setzte sich erst in den Play-offs dank eines strittigen Elfmeters gegen Nordirland durch.

Während die schwedischen Medien die Gruppe F als „Todesgruppe“ bezeichnen, sieht die Mannschaft um Bundestrainer Joachim Löw die Gegner als „machbar“ an. Der Weltmeister muss neben den Schweden auch gegen Südkorea (zum zehnten Mal bei einer WM dabei) und Mexiko antreten. Die Amerikaner halten mit 25 Niederlagen bei WM-Endrunden einen Negativrekord. Ob Zlatan Ibrahimović den Schweden bei der WM zur Verfügung steht, ist immer noch unklar. Der 36-Jährige ist im März in die MLS zu LA Galaxy gewechselt und erzielte bei seinem Debüt gleich einen Doppelpack.

Geheimfavoriten: Belgien und Kolumbien

Belgien qualifizierte sich als erstes Team aus Europa neben den Gastgebern für die WM. Bisher ist der vierte Platz bei der WM 1986 der größte Erfolg der „roten Teufel“. Ebenfalls in Gruppe G gelost wurden die Engländer, die seit 1990 nicht mehr das Halbfinale erreicht haben. Damals scheiterten sie gegen den späteren Weltmeister Deutschland. Panama und Tunesien gelten in dieser Gruppe eher als Außenseiter.

An der Spitze der Gruppe H steht Polen. Die Mannschaft um Bayerns Robert Lewandowski ist erstmals seit 2006 wieder bei einer WM dabei. 1974 und 1982 erreichte sie Platz drei. Mit Kolumbien und James wartet nicht nur ein Vereinskollege auf Lewandowski, sondern auch der Torschützenkönig der letzten WM. Dort scheiterte die Mannschaft im Viertelfinale, erreichte jedoch trotzdem das beste Ergebnis der Geschichte. Senegal ist nach 2002 zum zweiten Mal bei einer WM dabei. Japan qualifizierte sich zum sechsten Mal in Folge für eine WM-Endrunde.

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Die Spielorte

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland wird in zwölf Stadien in elf Orten gespielt. Bis auf das Stadion in Jekaterinburg liegen alle Spielorte im europäischen Teil des Landes. Dieses sorgte bereits im Vorfeld für Lacher: Weil bisher nur 27.000 Zuschauer reingepasst haben, hat man mit zwei provisorischen Tribünen die Kapazität erhöht. Diese stehen jedoch relativ weit außerhalb der Arena.

Stadt Stadion Kapazität
Jekaterinburg Jekaterinburg-Arena 35.696
Kaliningrad Kaliningrad-Stadion 35.202
Kasan Kasan-Arena 45.015
Moskau Luschniki-Stadion
Spartak-Stadion
81.000
44.918
Nischni Nowgorod Nischni-Nowgorod-Stadion 44.899
Rostow am Don Rostow-Arena 45.000
Samara Samara-Arena 44.918
Sankt Petersburg Sankt-Petersburg-Stadion 69.500
Saransk Mordwinien-Arena 45.015
Sotschi Fischt-Stadion 47.659
Wolgograd Wolgograd-Arena 45.015

 

Deutschland bei der WM

Am 15. Mai gab Bundestrainer Joachim Löw den erweiterten Kader für die Weltmeisterschaft bekannt. Kurz danach, am 23. Mai, geht es für die Auswahl in das Trainingslager nach Südtirol. Anschließend stehen noch zwei Testspiele an: am 02. Juni in Österreich und am 08. Juni in Leverkusen gegen Saudi-Arabien. Die deutsche Nationalmannschaft wird ab dem 12. Juni ein Quartier in Vatutinki, südwestlich von Moskau, beziehen. Von dort aus hat die Mannschaft zu den meisten Spielorten kurze Anfahrtszeiten, außerdem liegt der Trainingsplatz direkt in der Nähe. Dort möchte man bis zum Finale am 15. Juli in Moskau bleiben. Als Titelverteidiger gilt das deutsche Team natürlich auch in diesem Jahr als Topfavorit. Jedoch dürften vor allem Argentinien, Spanien, Brasilien, Frankreich und Europameister Portugal etwas gegen einen erneuten Titelgewinn der Deutschen haben.

Auch bei den Schiedsrichtern ist ein deutsches Trio vertreten: Dr. Felix Brych und seine Linienrichter Mark Borsch und Stefan Lupp wurden vom Weltverband nominiert. Der Münchener durfte schon bei der letzten WM und der EM pfeifen. Insgesamt sind 36 Schiedsrichter in Russland dabei. Das sind elf mehr als bei der letzten WM in Brasilien, da in Russland erstmals der Videoschiedsrichter zum Einsatz kommt. Nach den Tests in der Bundesliga, im niederländischen Pokal, der italienischen Serie A und weiteren Ligen, gab es grünes Licht für die WM.

Ein weiterer Deutscher sitzt auf der Trainerbank von Nigeria. Gernot Rohr hält seit 2016 das Amt des Cheftrainers inne. In der Gruppe D dürfte es für die „Super-Adler“ gegen Argentinien, Island und Kroatien jedoch sehr schwer werden. Trotzdem ist schon die Qualifikation für das Turnier ein großer Erfolg für das Land.

Unser WM-Spielplan zum Download

Egal wer am Ende den Pokal in den Moskauer Himmel strecken wird: Das Turnier in Russland verspricht sehr spannend zu werden. Mit unserem Allyouneed WM-Spielplan können Sie schon jetzt sehen, welches Team wann spielt. So verpassen Sie garantiert keine Minute der Weltmeisterschaft!

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Redaktion: Sam Atebbai