Was Sie beim Nutzen von öffentlichen WLAN-Netzen beachten sollten

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Im Herbst- oder Winterurlaub schnell nach den Mails schauen, den Kontostand checken oder einen Film im Stream ansehen? Alles kein Problem mit öffentlichen WLAN-Zugängen am Urlaubsort. Mit unseren Tipps wird das ein sicheres Vergnügen.

Hotspots, also öffentliche WLAN-Zugänge, finden sich inzwischen in fast jedem Hotel, aber auch in Cafés, Kneipen, Flughäfen, in vielen Bahnhöfen oder selbst im Kaufhaus. Die Sorglosigkeit vieler Nutzer ruft aber auch Hacker und Datendiebe auf den Plan. Deswegen sollten Sie Ihren Zugriff auf das Internet unbedingt absichern.

WLAN: Offene Hotspots bergen Risiken

Gleich vorweg: Verbinden Sie sich keinesfalls einfach unbedacht mit einem fremden WLAN. Denn der Internetzugriff per Hotspot birgt immer auch Risiken. Die größte Gefahr besteht darin, dass ein Angreifer sich eventuell zwischen Hotspot und Internet geschaltet hat. Sie senden dann vertrauliche Daten wie Passwörter oder Kontoinformationen nicht an den gewünschten Server, sondern an das System des Kriminellen, der die Daten schließlich an den eigentlichen Empfänger weiterleitet. Auch die Gefahr, die sich aus der Übertragung von Computerschädlingen über den Hotspot ergibt, dürfen Sie nicht unterschätzen.

WLAN Hotspot Sicherheit

Kennen Sie diese Situation? Sie haben Ihr Reiseziel endlich erreicht, schon geht die Suche nach dem nächsten öffentlichen WLAN-Hotspot los, sei es noch am Flughafen, im Hotel, im gemütlichen Café an der Ecke oder im Fußballstadion.

Übrigens: Hinter den kriminellen Machenschaften steht selten der Anbieter des WLAN selbst. In den allermeisten Fällen bekommt er davon noch nicht einmal etwas mit. Deswegen müssen Sie sich schützen!

7 Tipps für mehr WLAN-Sicherheit bei der Nutzung von öffentlichen Hotspots

  • Achten Sie auf den Netzwerknamen: Gerade in der Nähe von Hotels oder Cafés spannen Angreifer gern Netzwerke auf, die einen ähnlich klingenden Namen wie der eigentliche Zugangspunkt tragen. Fragen Sie deswegen an der Rezeption des Hotels nach, wie der Name des Zugangspunkts korrekt lautet.
  • Deaktivieren Sie Datenfreigaben: Ob Windows oder Mac – deaktivieren Sie, wenn Sie sich mit einem Hotspot verbinden, immer die Datenfreigaben auf Ihrem System. Diese stellen einen Angriffspunkt für Hacker dar. Wenn Windows bei der Verbindung nach dem Verbindungstyp des WLAN fragt, wählen Sie „Öffentlich“ aus.
Sicherheit WLAN Hotspot

Fakt: Meistens verfügen öffentliche WLAN-Hotspots über keine Verschlüsselung. Übertragene Informationen können daher von Datendieben leicht ausspioniert werden.

  • Schalten Sie das automatische Verbinden aus: Weisen Sie das Smartphone, Notebook oder Tablet an, sich nicht automatisch mit einem WLAN zu verbinden. Dazu schalten Sie die entsprechende Option beim erstmaligen Verbinden ab.
  • Achten Sie auf AGB und Zugangsdaten: Sie müssen bei der Nutzung eines Hotspots meist die AGB des Anbieters bestätigen. Lesen Sie sich diese gut durch und achten Sie darauf, welche Daten von Ihnen gefordert und gespeichert werden.
  • Vermeiden Sie bestimmte Arten von Webseiten: Sie sollten sich nicht bei Webseiten anmelden, bei denen die Chance besteht, dass Ihre Identität, Kennwörter oder persönlichen Daten von Cyberkriminellen abgefangen werden z. B. Facebook, Twitter oder alle Webseiten, die Ihre Kreditkartendaten erfassen. Lösungsvorschlag: Wenn Sie unbedingt auf Webseiten zugreifen müssen, die vertrauliche Informationen speichern oder deren Eingabe verlangen – also soziale Netzwerke, Online-Shopping- und Online-Banking-Sites –, kann es durchaus sinnvoll sein, anstatt einer öffentlichen WLAN-Verbindung das Netzwerk Ihres Mobilfunkanbieters zu nutzen.
  • Nutzen Sie sichere Verbindungen: Geben Sie die URL zum gewünschten Angebot stets mit dem Zusatz „https“ ein, um einen per SSL gesicherten Zugriff herzustellen. Der Browser signalisiert eine solche Verbindung durch die Farbe Grün und ein Schlosssymbol. Trotzdem sollten Sie es vermeiden, über einen Hotspot vertrauliche Daten wie etwa PIN und TAN für das Onlinebanking einzugeben. Es sei denn, Sie beherzigen unseren nächsten Tipp!
WLAN Tipps Sicherheit

Ganz wichtig: Versenden Sie NIEMALS sensible Daten wie Kontonummer, Kreditkarten- oder PayPal-Informationen über offene WLAN-Verbindungen.

  • Nutzen Sie einen VPN-Zugang für das Internet: Dabei nutzen Sie einen sogenannten Tunnel durch das Netzwerk. Sie stellen eine gesicherte und verschlüsselte Verbindung zum Server des Anbieters her. Alle Anfragen und Daten, die Sie übermitteln, landen dort und werden erst von da aus weitergeleitet. Ein potenzieller Angreifer hat keine Chance, auf die Daten zuzugreifen. Es gibt eine ganze Reihe von kostenlosen sowie kostenpflichtigen VPN-Angeboten, die alle schnell auf dem Rechner eingerichtet sind, zum Beispiel Phantom VPN (Link) von Avira.

Eine VPN-App hat noch weitere Vorteile: Wer fern der Heimat Streaming-Dienste wie die Mediatheken der großen deutschen TV-Sender oder Amazon Prime nutzen möchte, um Serien und Sportsendungen anzuschauen, sieht meistens nichts, da diese Dienste im Ausland nicht nutzbar sind. So können beispielsweise einzelne Serien aus dem Amazon Prime Video Account nicht abgespielt werden. In manchen Ländern sind zudem auch YouTube-Videos nicht zu sehen. In diesem Fall kann eine VPN-App helfen. Damit können Anwender verschiedene Länder-IP-Adressen auswählen und mit ihrem Smartphone oder Tablet „virtuell“ zu Hause sein. So lässt sich auch in der Strandbar die Übertragung von sportlichen Wettkämpfen per Streaming mit deutschem Kommentar anschauen.

Reisedokumente auf dem Smartphone speichern

Zusatztipp für Ihren Herbsturlaub. Während man früher noch Fotokopien von Personalausweis, Flugticket, Impfpass und der Auslandskrankenversicherung mit in den Urlaub genommen hat, lassen sich diese Dokumente heute einfach einscannen oder fotografieren und auf dem Smartphone speichern. Bei Verlust oder Diebstahl des Geräts sollten diese persönlichen Dokumente nicht in fremde Hände gelangen. Es empfiehlt sich, diese entweder verschlüsselt zu speichern oder in einem digitalen Tresor, wie der kostenlosen Vault-App (Link) von Avira, einzuschließen. Damit bleiben private Dokumente auch wirklich privat. Und ebenso lassen sich peinliche Urlaubsfotos auf diese Weise sicher vor neugierigen Blicken verstecken.

Lesetipp der Redaktion:  Apples iPhone ist ein praktischer Begleiter. Allerdings ist es manchmal nötig, mit Tablet oder Laptop online zu gehen, weil sich damit einfach besser arbeiten lässt. In solchen Fällen kann das iPhone als mobiler Hotspot eingesetzt werden. …mehr