Akku bei Kälte: So übersteht Ihr Smartphone den Winter

0

Der Winter ist da. Wenn die Temperaturen fallen, fällt auch der Ladebalken des Handys: Wie alle Batterien besitzen auch Smartphone-Akkus bei winterlicher Kälte eine geringere Lebensdauer. Das Resultat: Der Akku ist deutlich schneller leer. Mit diesen Tipps schützen Sie sich vor dem winterlichen Stromverlust.


Jeder Smartphone- oder Digitalkamera-Nutzer kennt das Problem: Kaum verlässt man im Winter das Haus, geht die Akkuleistung in den Keller und das Gerät gibt den Geist auf. Das ist besonders ärgerlich, weil Digitalkameras und Smartphones aus dem Alltag kaum noch wegzudenken sind. Sie sind im Dauereinsatz als Fotoapparat, zum Surfen oder als Kommunikationsstation und sollten dementsprechend jederzeit einsatzbereit sein. Winterliche Kälte allerdings macht Elektrogeräten aller Art das Leben schwer.

Handy bei Kälte: Bei Frost schmiert der Akku ab

Neben offensichtlichen Problemen wie den bei Temperaturwechseln beschlagenden Displays, Objektiven und Gehäusen sind es vor allem die Akkus, die bei der Kälte seltsame Verhaltensweisen zeigen. Da rasseln Akkuanzeigen schon einmal von vollem Ladestatus auf Notstrom oder ein fast leerer Akku wird wie durch ein Wunder wieder voll.

Digitalkamera: Damit der Akku trotz winterlicher Kälte lange durchhält, empfiehlt es sich, überflüssige Funktionen abzuschalten, um dadurch den Stromverbrauch zu reduzieren.

Digitalkamera: Damit der Akku trotz winterlicher Kälte lange durchhält, empfiehlt es sich, überflüssige Funktionen abzuschalten, um dadurch den Stromverbrauch zu reduzieren.

Ursächlich für diese Effekte ist die Kälte, die den typischerweise in Kameras und Smartphones verbauten Lithium-Ionen-Akkus übel mitspielt: Durch ihre Bauweise enthalten sie zwangsläufig ein flüssiges oder gelartiges Elektrolyt, das bei zunehmender Kälte immer fester wird. Dadurch laufen die Prozesse innerhalb eines Lithium-Ionen-Akkus langsamer ab.

Das Resultat sind sinkende Kapazitäten bis hin zum Totalausfall. Ärgerlich dabei: Bei typischen Akkus beginnt dieser Prozess schon bei gar nicht so winterlichen 10° Celsius. Zum Glück gibt es Mittel und Wege, den kältebedingten Stromverlust einzudämmen.

Akku-Tipps: Mehr Akkuleistung bei kaltem Wetter

Geräte warm halten
: Es liegt auf der Hand: Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Akku bei Kälte an Kapazität verliert, dann halten Sie ihn warm. Kameras und Smartphones sollten also bei winterlichen Temperaturen am besten in der Innentasche der Jacke transportiert und nur herausgeholt werden, wenn Sie sie wirklich benötigen. Das Auskühlen des Akkus geschieht natürlich nicht plötzlich, ihm wirkt zum Beispiel die Wärme der Hand und auch die Abwärme des Prozessors und anderer Komponenten im Smartphone entgegen. Trotzdem haben Smartphone und Kamera bei großer Kälte nichts in Rucksäcken, dünnen Außentaschen oder dem Handschuhfach verloren.

Nicht im kalten Zustand laden: Wenn der Akku bereits ausgekühlt ist und das Smartphone oder die Kamera kurz davor sind, den Dienst zu quittieren, ist die naheliegendste Option, das Gerät an das Netzteil anzuschließen oder den Akku zu laden. Tun Sie das nicht! Denn ein unterkühlter Lithium-Ionen-Akku ist nicht in der Lage, seine Ladekapazität voll auszunutzen. Schlimmer noch: Der Akku kann nachhaltigen Schaden nehmen und später selbst bei Zimmertemperatur weniger Kapazität aufweisen. Warten Sie mit dem Aufladen also lieber eine Weile, auch wenn es schwerfallen mag.


Wichtig: Kalte Smartphone-Akkus sollten erst nach dem Aufwärmen wieder aufgeladen werden, da sie sonst ernsthaften Schaden nehmen können.

Wichtig: Kalte Smartphone-Akkus sollten erst nach dem Aufwärmen wieder aufgeladen
werden, da sie sonst ernsthaften Schaden nehmen können.

Unnötige Funktionen deaktivieren: Bei kaltem Wetter ist niemand gegen Überraschungen gefeit, die für längere Aufenthalte in der Kälte sorgen. Und genau in solchen Situationen wird das Smartphone oft dringender gebraucht als sonst. Darum sollten Sie dafür sorgen, dass das Gerät die größtmögliche Akkulaufzeit aufweist, auch wenn es unterkühlt ist. Beenden Sie dazu alle überflüssigen Apps und schalten Sie Stromfresser-Funktionen wie Hintergrundaktualisierung, Cloud-Synchronisation oder Wi-Fi und Bluetooth ab.

Große Temperaturschwankungen meiden: Gerade noch draußen vor der Tür mit dem Smartphone gechattet, dann schnell rein ins Warme. Jetzt das ausgekühlte Smartphone für ein schnelleres Aufwärmen auf die Heizung legen? Bloß nicht! Schnelle Temperaturwechsel können nicht nur den Akku, sondern das gesamte Gerät beschädigen, Lötstellen brechen lassen oder durch kondensierende Feuchtigkeit sogar Kurzschlüsse verursachen. Kamera und Smartphone sollten also, wie übrigens auch Tablet, Notebook und all die anderen Mobilgeräte, möglichst schonend auf die warme Umgebung eingestellt werden. Legen Sie Ihr Gerät doch einfach im Flur auf die Kommode und geben Sie ihm ein paar Minuten zum Aufwärmen.

Luftfeuchtigkeit ist ein Elektronik-Killer
: Brillenträger kennen den lustigen Effekt, wenn sie mit kalter Brille einen warmen Raum betreten: Plötzlich ist nichts als Nebel, die Brillengläser beschlagen. Ähnlich verhält es sich mit Smartphones und Kameras: Die Luftfeuchtigkeit in der Wärme schlägt sich auf kalten Oberflächen – Objektive, Bildschirme und Metall – nieder und kondensiert dort schlimmstenfalls zu Wassertropfen. Passiert dies im Smartphone-Gehäuse an der kalten Akku-Oberfläche, ist ein Schaden kaum zu vermeiden. Es ist also ratsam, die Wohnung auch bei Kälte häufig zu lüften, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Alternativ kann eine Plastiktüte, noch in der Kälte um das Gerät gepackt, dafür sorgen, dass nichts am Gerät selber kondensiert.

Gerät in Schutzhülle transportieren
: Schutzhüllen aus Silikon oder einem filzähnlichen Material können dabei helfen, Kälteeffekte an Kameras und Smartphones zu vermeiden. Einerseits halten sie die Wärme wie ein Mantel am Gerät, andererseits sorgen sie dafür, dass Feuchtigkeit nicht so leicht am Gerät kondensieren kann. Ideal sind dabei Rundum-Schutzhüllen aus einem weichen Stoffmaterial, die das Gerät möglichst komplett umschließen. Der Akku wird dadurch geschont und Kondenswasserproblemen kann vorgebeugt werden. Das gleiche gilt natürlich auch für Zusatzakkus oder Powerpacks.


Freisprecheinrichtung verwenden: Der Smartphone-Akku lässt sich bei Kälte am besten schonen, indem er gar nicht erst die lauschige Körperwärmeregion der Innentasche verlässt. Niemand sollte sein 800-Euro-iPhone der Kälte aussetzen in der Hoffnung, dass schon nichts passieren wird. Nutzen Sie stattdessen doch Bluetooth-Freisprecheinrichtungen im Auto oder in Kopfhörern: Dank Siri, Cortana und dem Google-Sprachassistenten können viele Funktionen genutzt werden, ohne das Handy überhaupt in die Hand nehmen zu müssen. Oftmals reicht schon das kabelgebundene Headset aus dem Lieferumfang des Handys aus – das braucht keinen Akku und kann so ohne Weiteres bei jedem Wetter eingesetzt werden.

Lesetipp der Redaktion: Befreien Sie Ihr Smartphone von Fett und Keimen. Das Allyouneed Magazin zeigt Ihnen, wie Sie Ihren mobilen Begleiter wieder sauber und keimfrei bekommen.

Tipp: Von der Kompaktkamera über die digitale Spiegelreflexkamera bis zur spiegellosen Systemkamera – Wer eine neue Kamera kaufen möchte, ist bei Allyouneed.com an der richtigen Adresse.
Kameras bei Allyouneed

Weitere Ratgeber und Tipps rund um die Sport- und Actionfotografie: