Welpenfutter: Worauf Sie unbedingt achten sollten

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Die Frage nach der optimalen Fütterung beschäftigt wohl jeden frischgebackenen Welpenbesitzer. Eine bedarfsgerechte, ausgewogene Ernährung ist besonders in den ersten Wochen und Monaten essenziell für ein gesundes Knochenwachstum des Welpen – und natürlich für die tägliche Nährstoff- und Energieversorgung. Spezielles Welpenfutter ist besonders wichtig, damit sich die Kleinen gesund entwickeln können.


Einen Welpen zu adoptieren ist eine große Entscheidung. Und es ist ein langer Weg, bis der kleine, flauschige Hundewelpe zu einem wohlproportionierten Hund herangewachsen ist. Die Ernährung und Erfahrung der ersten Lebensmonate prägen das Hundebaby maßgeblich und legen den Grundstein für seine Entwicklung. Etwa fünf Prozent ihres Körpergewichts legen Welpen innerhalb der ersten vier Wochen nach der Geburt wöchentlich zu. Zudem sind sie in den ersten Monaten besonders anfällig für Erkrankungen und Mangelerscheinungen.

Falsches Futter kann für den Kleinen langfristige Folgen haben. Das richtige Welpenfutter ist daher essenziell, damit die kleine Fellnase sich bestens entwickeln und wachsen kann.

Was zeichnet geeignetes Welpenfutter aus?

Sie sollten in jedem Fall hohe Qualitätsansprüche an das Welpenfutter stellen. Zur Auswahl stehen Trocken- und Nassfutter. Die Expertenmeinungen scheiden sich hierbei – dennoch sollten Sie sich zunächst für eine der beiden Möglichkeiten entscheiden, da das Verdauungssystem Ihres Welpen noch sehr empfindlich ist. Kombinieren sollten Sie Trocken- und Nassfutter erst, wenn der Hund erwachsen ist.
Achten Sie beim Kauf von Welpenfutter auf jeden Fall auf ein gutes Calcium-Phosphor-Verhältnis. Calcium ist in der Anfangsphase besonders wichtig für den Knochenbau. Ebenso wichtig ist ein ausreichender Eiweißanteil im Futter – empfohlen wird ein Rohproteingehalt zwischen 24 und 28 Prozent. Im Normalfall enthält spezielle Welpennahrung bereits die richtige Dosierung von Eiweiß, Fett, Kohlenhydraten und Vitaminen.

Die richtige Umgewöhnung an das Welpenfutter

Welpenfutter: Die richtige Umgewöhnung

Achten Sie beim Kauf von Welpenfutter auf ein gutes Calcium-Phosphor-Verhältnis und einen ausreichend hohen Eiweißanteil.

Bis circa zur vierten Lebenswoche erfolgt die Ernährung eines Hundebabys ganz natürlich durch Säugen beim Muttertier. Die Muttermilch enthält alle Nährstoffe, die ein Welpe braucht. Ab der vierten Woche findet die Entwöhnung statt und die kleinen Welpen bekommen das erste Mal feste Nahrung. Haben Sie den Welpen von einem Züchter bekommen, ist es ratsam, ihn nach dem aktuellen Futter zu fragen – so setzen Sie den Kleinen nicht sofort einer vollständigen Futterumstellung aus. Haben Sie sich bereits für ein Futter entschieden, können Sie dies zunächst mit dem Futter des Züchters mischen und den Welpen nach und nach an das neue Futter gewöhnen. Nach circa der achten Lebenswoche sollte die Umstellung abgeschlossen sein.


Wie häufig sollten Sie Welpen füttern?

Futtermenge und -art hängen natürlich von der Rasse, der Bewegung und dem Welpen selbst ab. Kleine Hunde können nach sechs Monaten, große Hunde erst nach knapp zwei Jahren ausgewachsen sein. Zur richtigen Dosierung des Futters sind Messbecher die perfekte Lösung. Diese gibt es häufig direkt zum gekauften Futter dazu oder sie lassen sich in Tierhandlungen besorgen. Dosierungsangaben gibt es bei dem meisten Welpenfutter gleich dazu.

Die Frage, wie häufig ein Welpe täglich gefüttert werden sollte, ist leichter zu beantworten. In den ersten zwölf Lebenswochen sollten Sie den Kleinen viermal täglich mit kleinen Portionen füttern. Ab der zwölften Lebenswoche können Sie das Welpenfutter dreimal täglich anrichten. Ab einem Alter von circa fünf Monaten reichen zwei Mahlzeiten am Tag aus. Je nach Hunderasse sollten Sie ab dem sechsten Monat auf das normale Hundefutter umsteigen. Auch hier gilt: Das Erwachsenenfutter zunächst mit dem Welpenfutter mischen und erst nach und nach vollständig auf das Erwachsenenfutter umsteigen.
Wichtig: Es ist ratsam, die Fütterungszeiten ein Hundeleben lang beizubehalten – so gewöhnt sich der Hund schon im jungen Alter an die regelmäßigen Fütterungszeiten.

Welpenfutter: Regelmäßige Fütterungszeiten

Füttern Sie den Welpen jeden Tag zu ungefähr den gleichen Zeiten, wird er sich schnell an den Rhythmus gewöhnen.

Mit was sollten Sie einen Welpen nicht füttern?

Einer der häufigsten Fehler ist die sofortige oder frühzeitige Fütterung mit Futter für bereits ausgewachsene Hunde. Dieses ist für Welpen ungeeignet, da es nicht die nötigen und passend dosierten Nährstoffe enthält, die der Welpe für die Entwicklung benötigt. Diese sind nur im Welpenfutter enthalten. Weiterhin gibt es einige Lebensmittel, die sowohl für Welpen als auch für ausgewachsene Hunde ungeeignet oder sogar lebensgefährdend sein können. Damit sollten Sie Ihren Hund auf keinen Fall füttern:

  • Avocados,
  • Erbsen und Bohnen,
  • Knoblauch,
  • Rosinen und frische Trauben,
  • Schweinefleisch,
  • Tomaten,
  • Wurst,
  • Salz,
  • Mandeln und Obstkerne,
  • Kakao und Schokolade,
  • Koffeinhaltige Getränke und
  • Zwiebeln



Welpenfutter: Zusammenfassung und Tipps

  • Achten Sie auf die korrekte Zusammensetzung von Nährstoffen im Welpenfutte
  • Verteilen Sie die Futtermenge auf mehrere Mahlzeiten am Tag (bei jungen Hunden drei- bis viermal am Tag, bei erwachsenen Tieren zweimal am Tag).
  • Füttern Sie nie direkt vor dem Spielen oder Spaziergang.
  • Legen Sie vor und nach dem Füttern Ruhepausen ein, damit Ihr Welpe in Ruhe verdauen kann.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Hund nicht zu hastig frisst – das kann Bauchschmerzen und Erbrechen verursachen.
  • Füttern Sie im Welpenalter keine Knochen oder Fleisch – abgesehen vom Verletzungsrisiko durch Knochensplitter für den Welpen und Gefahren für Milchzähne führt dies zu einem Ungleichverhältnis von Calcium und Phosphor.

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Redaktion: Sarah Neumann