Waschmaschine reinigen – So geht´s

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Die regelmäßige Reinigung der Waschmaschine sorgt für frische Wäsche und ein frisches Bett: Die Waschmaschine gehört ohne Zweifel zu den besten technischen Helfern im Haushalt. Immer wieder reinigt und pflegt sie alle beanspruchten Textilien, wie Kleidung, Handtücher, Decken und Bettwäsche. So mancher wirft gar die dreckigen Schuhe in die Edelstahl-Trommel.


Die Waschmaschine sorgt damit nicht nur für optisch saubere Kleidung, sondern steigert darüber hinaus Hygiene und Wohlbefinden. Doch was, wenn Kalk, Gerüche oder schlechte Waschergebnisse zunehmend einen Strich durch die saubere Rechnung machen? Dann ist es höchste Zeit, auch die Waschmaschine einer Reinigung zu unterziehen!

Warum die Waschmaschine reinigen?

Die praktische Maschine ersetzt die Bottiche, Bürsten und Waschbretter, mit denen früher an Flüssen und Seen gewaschen wurde. Dabei hat sich das Grundprinzip des Waschvorgangs bis heute kaum verändert: Die Kombination aus Waschmittel, Wasser und mechanischer Bewegung sorgt für das Auswaschen und Reinigen der textilen Stoffe. Die mühsamen Schritte der früheren Handarbeit werden mittlerweile von den zahlreichen Bauteilen moderner Waschmaschinen erledigt. Von Zeit zu Zeit ist es nötig, auch der Maschine eine gründliche Reinigung und Pflege zu gönnen. Das erhöht nicht nur deren Lebensdauer, sondern fördert gleichzeitig die konstante Reinigungskraft des Geräts.

Unangenehme Gerüche, Keime, Schimmel und Tierhaare

Zwar reduzieren die Energiesparprogramme der Waschmaschine unseren Stromverbrauch, doch sorgen die niedrigen Temperaturen dafür, dass Fette und Schmutz, die sich im Inneren der Maschine ablagern, nicht mehr richtig gelöst und abtransportiert werden können. Diese Verschmutzungen bleiben in der Maschine zurück und setzen sich mit Vorliebe am Dichtungsring und im Waschmittelfach ab. Anders als bei Kochwäsche werden Keime und Bakterien bei Waschgängen mit 20 bis 40 °C nicht komplett abgetötet. Diese Ablagerungen bilden den idealen Nährboden für Bakterien und Schimmel, die wiederum für unangenehme Gerüche verantwortlich sein können.

Waschmaschine reinigen um unangenehme Gerüche zu vermeiden

Sie sollten die Waschmaschine regelmäßig reinigen um unangenehme Gerüche und Schimmel zu vermeiden.

Ein weiterer Grund, warum Sie die Waschmaschine regelmäßig reinigen sollten, besteht darin, dass nach jedem Waschgang ein Rest Wasser in der Waschmaschine, im Spülfach an der Gummidichtung und auch in den Schläuchen zurückbleibt. So haben Keime ein leichtes Spiel und auch Schimmel kann sich problemlos ausbreiten – wer hier nicht rechtzeitig eingreift, macht seine Wäsche in der Maschine eher schmutziger als sauberer!

Schritt für Schritt zur sauberen Waschmaschine

Wenn die oben genannten Punkte Sie davon überzeugt haben, dass das regelmäßige Reinigen der Waschmaschine durchaus eine gute Idee ist, kann es direkt losgehen! Aber wie geht man hier eigentlich vor? Welche Mittel benötigen Sie zum Reinigen der Waschmaschine? Und wie oft sollte eine Reinigung erfolgen? Hier finden Sie die Antworten auf alle Ihre Fragen.

Waschmittelfach reinigen

Öffnen Sie nach jeder Wäsche das Waschmittelfach, damit dieses gut durchtrocknen kann.

Waschmaschine reinigen: So geht’s

  1. Gummidichtung: Hier fühlen sich Keime und Bakterien richtig wohl! In der warmen, feuchten Umgebung können sie sich ideal ausbreiten. Deshalb sollten Sie diesen Bestandteil der Waschmaschine besonders häufig und besonders sorgfältig reinigen. Ein feuchtes Tuch und Essig befreien die Gummidichtung von Verschmutzungen und bekämpfen Schimmel.
  2. Waschmittelfach: Egal ob Tabs, Pulver oder Flüssigwaschmittel, Reste des Waschmittels bleiben eigentlich immer im Spülfach zurück. Damit sich hier keine Brutstätte für Keime entwickelt, sollte das Fach regelmäßig und gut getrocknet werden. Auf diese Weise wird auch verhindert, dass Waschmittelrückstände die Rohre verstopfen.
  3. Abwasserschlauch: Spülen Sie den Schlauch der Waschmaschine von Zeit zu Zeit durch, da sich auch hier Reste von Fett, Dreck und Waschmittel festsetzen und die Leistung und Lebensdauer der Maschine beeinträchtigen können. Langfristig kann dies dazu führen, dass die Wäsche oder die Waschmaschine unangenehm zu riechen beginnt. Ist der Schlauch irgendwann komplett dicht, droht zudem Überschwemmungsgefahr. Zum Reinigen entfernen Sie den Schlauch von der Maschine (keine Sorge, hierfür ist kein großes handwerkliches Können notwendig) und weichen ihn im Waschbecken oder in der Badewanne in ein Gemisch aus heißem Wasser und einem fett- und eiweißlösenden Reinigungsmittel für mehrere Stunden ein. Bei sehr starker Verschmutzung kann alternativ ein WC- oder Abflussreiniger helfen. Anschließend spülen Sie den Schlauch mit heißem Wasser sorgfältig durch. Bei diesem Vorgehen lösen sich auch die hartnäckigsten Verschmutzungen. Ist der Abwasserschlauch ausreichend gereinigt, kann er wieder an der Maschine befestigt werden. Wie Sie den Schlauch entfernen können, hängt von dem jeweiligen Modell ab und ist in der Gebrauchsanweisung oder im Internet nachzulesen.
  4. Waschmaschinentür: Um Schimmel und Kalk vorzubeugen, sollte die Tür der Waschmaschine immer einen Spalt offenstehen. So kann restliches Wasser entweichen und die Trommel komplett trocknen.
  5. Korpus: Nicht nur von Innen, auch von Außen sollte die Maschine ab und zu geputzt werden. Wischen Sie den Korpus regelmäßig mit einem feuchten Tuch ab, damit Staub und Waschmittelreste sich dort nicht ablagern.


Pumpe und Flusensieb der Waschmaschine säubern

Wird das Wasser nicht ordnungsgemäß abgepumpt nach dem Waschvorgang? Die Pumpe könnte – neben verstopften Schläuchen – die Verursacherin des Problems sein. Die Pumpe ist ein beanspruchtes Bauteil, das mit der Zeit verschleißen kann. Die gute Nachricht: Muss die Pumpe vom Fachmann ausgetauscht werden, ist dies in der Regel kein finanzieller Totalschaden. Noch besser: Mit ein wenig Glück wird das Problem durch eine selbst durchführbare Reinigung der Pumpenregion behoben.

Die meisten Waschmaschinen besitzen unten an der Front eine Wartungsklappe, hinter der sich die Pumpe versteckt. Je nach Modell könnte ein Schraubenzieher oder anderes Werkzeug zum Öffnen der Klappe vonnöten sein. Trennen Sie das Gerät vor der Arbeit unbedingt vom Strom! Hinter der Klappe wartet ein Verschluss, den Sie einfach herausdrehen können. Mit bereitgelegten Handtüchern oder flachen Schalen wird eventuell ablaufendes Restwasser sicher aufgefangen und aufgewischt. Im Pumpenverschluss ist meist ein Flusensieb integriert, das vielleicht schon des Rätsels Lösung ist. Befreien Sie das Sieb von groben Fusseln und Fremdkörpern und waschen Sie es unter warmem Wasser aus.

Jetzt müsste der Weg zur Pumpe und dem Inneren der Waschmaschine freigelegt sein. Wer vorsichtig in den Pumpenkanal hineingreift, ertastet möglichen Schmutz oder vielleicht sogar eine verlorene Socke, die das Flügelrad blockieren kann. Nach dem Reinigen und sorgfältigen Verschließen aller geöffneten Teile sollte der nächste Waschgang unter besonderer Beobachtung stattfinden. Ist die Klappe nicht dicht verschlossen, kann Wasser aus der Maschine austreten.

Waschmaschine mit Hausmitteln reinigen

Natürlich hat der Handel auch zum Reinigen der Waschmaschine allerlei Produkte im Angebot, die neben einer bakterien- und keimfreien Trommel exotische Düfte statt Waschmaschinen-Mief versprechen. Wer auf die Chemiekeule verzichten möchte, findet hier die 4 besten Hausmittel, um die Waschmaschine zu reinigen und Verschmutzungen zu entfernen:

Waschmaschine reinigen mit Zitronensäure

Dass Zitronensäure beim Entfernen von Kalk hilft, ist kein Geheimnis. Warum also das praktische Hausmittel nicht auch zum Entkalken der Waschmaschine verwenden? Dazu geben Sie fünf bis acht Esslöffel Zitronensäure-Pulver in die Trommel. Bei einem Waschgang mit ca. 95 °C (ohne Wäsche!) werden alle Bakterien und Keime abgetötet. Schöner Nebeneffekt: Bei den nächsten Waschgängen verleiht die verbliebene Zitrone der Wäsche einen angenehmen Frischeduft. Weitere Tipps zum Entkalken der Waschmaschine mit Zitronensäure gibt’s hier: Waschmaschine entkalken mit Zitronensäure – so geht´s.

Waschtrommel reinigen

Lassen Sie die Tür der Waschmaschine immer einen Spalt offenstehen, damit restliches Wasser entweichen und die Trommel komplett trocknen.

Waschmaschine reinigen mit Natron und Essig

Dieses Duo kommt bei smarten Hausfrauen in allen möglichen Lebenslagen zum Einsatz: Natron und Essig. Diese Hausmittel können Sie auch zum Reinigen der Waschmaschine verwenden. Hierfür geben Sie 50 Gramm Natron in das Waschmittelfach und 50 Milliliter Essig in das Fach für Weichspüler und spülen dies bei einem 60 °C warmen Waschgang durch. Auch hier bitte ohne Wäsche in der Maschine waschen. Diesen Vorgang können Sie alle zwei Monate wiederholen und verhindern so, dass sich Verschmutzungen und Ablagerungen in der Maschine breitmachen.


Waschmaschine reinigen mit Backpulver

Ebenso häufig wie Natron und Essig wird auch Backpulver gerne zweckentfremdet: Nicht nur zum Bleichen, Grillrost reinigen oder ganz konservativ zum Backen kann das praktische Pulver verwendet werden – ebenso verhilft es der Waschmaschine wieder zu Glanz und Sauberkeit. Backpulver hilft nämlich hervorragend gegen Kalkablagerungen! Hierfür vermischen Sie es mit etwas Wasser zu einer Paste und geben es dann entweder direkt in die Trommel oder in das Waschmittelfach. Bei einem Waschgang von 90 °C bekämpft das Pulver Schmutz und Verkalkungen.

Waschmaschine reinigen mit Spülmaschinentabs

Was der Spülmaschine hilft, schadet auch der Waschmaschine nicht: Wer seiner Waschmaschine etwas Gutes tun, aber kein Extra-Produkt kaufen möchte, kann auf Spülmaschinentabs zurückgreifen. Diese reinigen die Waschmaschine bei einem leeren Waschgang mit 95 °C und bekämpfen Bakterien und Kalk.

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