Waschmaschine entkalken mit Zitronensäure – so geht´s

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Waschmaschine entkalken: Falls Sie auch zu denjenigen gehören, die in den 70er- und 80er-Jahren Werbefernsehen gesehen haben, dann erinnern Sie sich bestimmt noch an dieses Szenario: Ein Kundendienstmonteur empfindet blanken Horror beim Ausbau eines völlig verkalkten Heizstabs in einer Waschmaschine. Kalk kann ein echtes Problem sein, das sich aber mit Zitronensäure wirksam bekämpfen lässt.


Unser Leitungswasser enthält mal mehr, mal weniger Calciumcarbonat, das der Volksmund als „Kalk“ kennt. Das ist ganz natürlich und regional stark unterschiedlich. In Gegenden mit „hartem Wasser“ ist der Kalkanteil höher als in Gebieten mit „weichem Wasser“. Wie beim Wasserkocher in der Küche kann sich Kalk auch in der Waschmaschine ablagern und dadurch eine Reihe von Problemen hervorrufen.

Waschmaschine entkalken mit Zitronensäure

Waschmaschine entkalken mit Zitronensäure. Das Allyouneed Magazin hat die perfekte Schritt-für-Schritt-Anleitung für Sie.

Warum Sie Ihre Waschmaschine entkalken sollten

Besonders schädlich ist der Kalk, der sich an den Heizstäben der Maschine absetzt. Beim Tiefkühlschrank sorgt schon eine dünne Eisschicht für höhere Stromkosten, und ebenso muss eine verkalkte Waschmaschine mehr Energie aufwenden, um das Wasser auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. Sie verbrauchen also mehr Strom als nötig. Wird die Kalkschicht im Laufe der Zeit immer dicker, können die Stäbe beschädigt werden. In diesem Fall drohen bleibende Schäden an der Maschine.

Kalk Waschmaschine Stromverbrauch

Kalkablagerungen in Ihrer Waschmaschine lassen den Stromverbrauch ansteigen. Sie sollten Ihre Waschmaschine deshalb regelmäßig entkalken.

Auch den Wasserschläuchen setzt der Kalk langfristig zu. Die Ablagerungen machen sie auf Dauer porös und schließlich rissig. Außerdem bildet der Kalk aus Waschpulverresten und aus Fetten, die aus der Kleidung gelöst werden, unangenehm riechende Ablagerungen. Dies ist einer der Gründe, warum es in der Waschmaschine häufig riecht, oft sogar so stark, dass die frisch gewaschene Wäsche diesen Geruch annimmt.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, ist eine Entkalkung der Waschmaschine zu empfehlen. Denn was dem Wasserkocher oder Kaffeevollautomaten recht ist, ist der Waschmaschine nur billig. Die Prozedur ist nicht aufwendig und sollte zweimal im Jahr vorgenommen werden. Vorteil: Das von uns eingesetzte Hausmittel Zitronensäure ist günstig zu bekommen.


Lesetipp der Redaktion: Wenn Sie lästige Stromfresser im Badezimmer bewusst vermeiden, können Sie mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Das Sparpotenzial ist gigantisch. Das Allyouneed Magazin erklärt Ihnen, wie das in der Praxis funktioniert.

Waschmaschine entkalken: Zitronensäure ist wirkungsvoll gegen Kalk

Eine Warnung vorweg. Zitronensäure ist sehr wirkungsvoll gegen Kalk, aber auch eine verhältnismäßig starke Säure. Viel hilft hier nicht viel, vielmehr greift eine Überdosierung der Säure die Maschine an. Und weil sie so aggressiv ist, sollten Sie unbedingt die Packungshinweise des Produkts beachten. Bevor Sie sich beispielsweise während des Umgangs mit Zitronensäure ins Gesicht oder in die Augen fassen, ist zunächst gründliches Händewaschen angesagt.

Waschmaschine mit Zitronensäure entkalken

Zitronensäure ist ein altbekanntes, bewährtes und günstiges Hausmittel, um die Waschmaschine zu entkalken. Wichtig: Vermeiden Sie unbedingt eine Überdosierung der Zitronensäure.

Und verwenden Sie wirklich nur Zitronensäure, nichts anderes. Zitronensaft ist beispielsweise nicht geeignet, da die Konzentration der Säure darin viel zu gering ist. Außerdem enthält Zitronensaft Farb- und Geruchsstoffe.

Zitronensäure wird in flüssiger Form oder als Pulver angeboten. Die Flüssigkeit müssen Sie vor Gebrauch erst verdünnen. Der Umgang mit dem Pulver ist um einiges einfacher und bequemer.

Anleitung: Waschmaschine entkalken mit Zitronensäure – so geht’s

Waschmaschine entkalken mit Zitronensäure. Die Entkalkung der Waschmaschine mit Zitronensäure verläuft in ganz einfachen Schritten:

  1. Geben Sie sieben bis acht Esslöffel von dem Zitronensäure-Pulver in die Trommel Ihrer Waschmaschine.
  2. Starten Sie einen vollständigen Waschvorgang bei einer Temperatur von maximal 40 °C. Höhere Temperaturen sind nicht zu empfehlen, weil sonst aus der Säure weitere Stoffe ausflocken, die das Gerät verstopfen können. Selbstverständlich sollte sich keine Wäsche in Ihrer Waschmaschine befinden. Beim Waschen wird das Pulver nun gelöst und die Zitronensäure entsteht. Sie verteilt sich im Inneren der Maschine.
  3. Damit sich der Kalk lösen kann, müssen Sie den Waschvorgang etwa nach der Hälfte der Zeit unterbrechen. Wer eine Waschmaschine mit Pausenfunktion besitzt, aktiviert einfach eine Pause und lässt das Gerät zwei Stunden in Ruhe. Maschinen ohne Pausefunktion schalten Sie für zwei Stunden ab.
  4. Nach Ablauf der Zeit setzen Sie den Waschvorgang fort. Falls Sie Ihre Waschmaschine ausschalten mussten, starten Sie einen neuen Waschvorgang, ebenfalls bei maximal 40 °C und ohne Wäsche.
Anleitung: Waschmaschine entkalken mit Zitronensäure – so geht´s

Zitronensäure-Pulver: Geben Sie ein paar Löffel des Pulvers direkt in die Trommel Ihrer Waschmaschine.

Ist der Vorgang abgeschlossen, wurde die Maschine nicht nur erfolgreich entkalkt, sondern riecht auch wieder angenehm frisch – der Duft wird für einige Tage anhalten.

Erfahren Sie bei uns auch, wie Sie Ihr Bügeleisen richtig entkalken.


Tipp: So beugen Sie dem Kalk in Ihrer Waschmaschine vor

Gegen den Kalk im Wasser kann man nichts unternehmen. Aber den Ablagerungen in der Waschmaschine können Sie vorbeugen. In jedem handelsüblichen Waschmittel sind bereits Wasserenthärter enthalten, also Substanzen, die den Kalk binden. Deshalb sollte das Waschmittel möglichst exakt nach der Herstellerempfehlung und gemäß der Wasserhärte am Wohnort dosiert werden. Wer die Wasserhärte nicht kennt oder keine Lust hat, sich entsprechende Teststäbchen zu besorgen: Ein Anruf beim Wasserversorgungsunternehmen hilft bereits weiter.

Waschmaschine entkalken

Ein weiteres Plus: Durch das Entkalken (beispielsweise mit Zitronensäure) verlängert sich die Lebensdauer Ihrer Waschmaschine.

In Regionen mit sehr hartem Wasser ist es sinnvoll, zu jedem Waschgang einen Wasserenthärter zuzugeben. Diese gibt es flüssig oder auch ganz praktisch als Tabs. Die Zugabe eines Enthärters ist auch dann sinnvoll, wenn mit Temperaturen oberhalb von 60 °C gewaschen wird.

Wenn Sie also das Waschmittel richtig dosieren, tragen Sie nicht nur zum Umweltschutz bei, sondern verlängern auch die Lebensdauer Ihrer Maschine. Und mit dem Entkalken bleibt Ihre Maschine fit und sauber.

Lesetipp der Redaktion: Aber nicht nur Kalk bildet sich regelmäßig in der Waschmaschine. Auch unangenehme Gerüche und Schimmel können entstehen, wenn man nicht aufpasst. Erfahren Sie wie Sie die Waschmaschine richtig reinigen, um dies zu verhindern.

Weich, mittel, hart – Informationen zur Wasserhärte

Ob eigenhändig mithilfe eines Teststäbchens oder durch einen Anruf beim Wasserwerk: So oder so erfahren Sie, wie hart Ihr Wasser ist. Die Wasserhärte bezieht sich auf den Anteil des gelösten Kalks im Wasser und wird vielfach noch in der Maßeinheit °dH (Grad deutscher Härte) angegeben. Allerdings ist das Maß offiziell nicht mehr gültig. Im Rahmen der Harmonisierung mit dem europäischen Ausland gibt es drei Härtegrade:


  • weich: Entspricht weniger als 8,4 °dH. Es befindet sich so wenig Kalk im Wasser, dass kaum Ablagerungen entstehen werden. Wenn Sie die Maschine einmal pro Jahr entkalken, genügt dies.
  • mittel: Der Kalkanteil liegt zwischen 8,4 °dH und 14 °dH. Wer hier nichts unternimmt, muss auf längere Sicht mit Ablagerungen in der Maschine rechnen. Entkalken Sie die Maschine am besten zweimal pro Jahr.
  • hart: So wird Wasser mit einem Anteil von über 14°dH bezeichnet. Wenn Sie in einer Gegend wohnen, wo das Wasser derart hart ist, werden Sie mit Ihrem Wasserkocher oder Bügeleisen schon die Erfahrung gemacht haben, dass sich hier schnell Kalk ablagert. Neben der halbjährlichen Entkalkung geben Sie am besten zusätzlich zu jeder Wäsche über 60 °C Entkalker zum Waschpulver.

Lesetipp der Redaktion: Sie haben ein kleines Badezimmer mit nur wenigen Quadratmetern? Kein Problem. Schaffen Sie einfach (optisch) mehr Platz. Das Allyouneed Magazin zeigt Ihnen in diesem Ratgeber, wie Sie mit einfachen Tricks Ihr Mini-Badezimmer größer wirken lassen.

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