Mobile Bluetooth-Box: Der Teufel Rockster XS im Test

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Mobile Bluetooth-Boxen gibt es wie Sand am Meer, doch der Teufel Rockster XS ist ein ganz besonderer Vertreter seiner Gattung: Mit gutem Klang und enormer Akkulaufzeit ist er das ideale Beschallungswerkzeug für alle Outdoor-Fans.

Nach diesem schrecklich nassen Frühling freue ich mich auf den Sommer: Mit Freunden an warmen, sonnigen Tagen auf der Wiese sitzen, ein Steak auf dem Grill, den Duft der Natur in der Nase, den Sonnenuntergang im Blick und die Lieblingssongs im Ohr. Gerade letzteres sorgt für die richtige Stimmung. Allerdings sind ordentliche mobile Bluetooth-Boxen mit Akku alles andere als leicht zu finden –die Auswahl ist zwar unfassbar groß, aber die Qualität selten wirklich gut. Mit dem Teufel Rockster XS fällt die Entscheidung eine Spur leichter: Der Rockster ist ein echter Rockstar (nicht nur) auf dem sommerlichen Grillplatz.

Teufel Rockster XS: Einfache Kopplung im Test

Geladen wird der Teufel Rockster mit dem mitgelieferten Micro-USB-Kabel. Ein USB-Netzteil mit 2.100 mAh liegt ebenfalls bei, und das ist auch dringend nötig, da der Rockster gleichzeitig eine Powerbank ist: Damit der Teufel Krach machen und gleichzeitig ein Smartphone laden kann, muss er vor dem Einsatz aufgeladen werden. Dank des potenten Netzteils geht das schnell und einfach. Natürlich ist das Aufladen auch an jeder anderen USB-Ladebuchse, etwa im Auto oder am Notebook, möglich – dauert dann aber wegen der geringeren Leistung naturgemäß länger. Selbstverständlich kann der Rockster während des Ladevorgangs genutzt werden. Die Kopplung mit Mobilgeräten erfolgt mithilfe des Bluetooth-Knopfs (BT 4.0) an der Oberseite, der zwei Sekunden lang gedrückt werden muss. Anschließend kann der Teufel mit jedem Smartphone, Tablet oder Computer gekoppelt werden, ohne dass es nötig wäre, zuvor ein anderes Gerät zu entkoppeln. Das ist praktisch, wenn man in lustiger Runde schnell die Musik von dem einen auf das andere Smartphone umlegen möchte und funktioniert ähnlich einfach wie das Umstecken eines 3,5-mm-Klinkenkabels. Der zusätzliche Partymodus, der das Koppeln zweier Geräte gleichzeitig erlaubt, verbessert das Nutzererlebnis zusätzlich: So können zwei „DJs“ am Teufel Musik abspielen, ohne dass neu gekoppelt werden muss. Dabei spielt das Gerät aber keinesfalls zwei Songs gleichzeitig, vielmehr wird bei Auswahl eines neuen Liedes das alte ausgefadet. Der Teufel ist also nicht nur ein Rockstar, sondern auch ein echter Partylöwe. Allerdings kann er, anders als viele andere Bluetooth-Boxen, nicht per USB vom PC oder Mac aus angesteuert werden – hier muss ein Klinkenkabel gesteckt werden, das leider nicht beiliegt.

Teufel Rockster XS

Teuflisch: Mit vollgeladenem internem Akku hält der Teufel Rockster XS bis zu 14 Stunden durch. Damit ist er auch für lange Ausflüge bestens gerüstet.

Teufel Rockster XS überzeugt mit einem genialen Gehäusedesign

Auffällig ist das kluge Gehäusedesign des Geräts: Nach Teufel-Art in schwarz und rot gehalten, ist die kleine Bluetooth-Box auf den ersten Blick ausgesprochen kompakt. Die sechseckigen Gummifüße an den Seiten sind praktische Standfüße: Der Teufel kann sowohl horizontal als auch vertikal betrieben werden und besitzt keine echte Ober- und Unterseite. Man kann ihn stellen oder legen, der Gummifuß sorgt immer für ausreichenden Abstand der Technik zum Untergrund. Die Gummikappen haben noch einen weiteren Zweck: Darunter verbergen sich die Anschlüsse für das Ladekabel, den AUX-In-Anschluss für Mini-Klinke sowie der Ein- und Ausschalter. Zusätzlich gibt es hier eine „normale“ USB-Buchse, an die Smartphone-Ladekabel angeschlossen werden können, wodurch der Rockster gleichzeitig eine Powerbank ist. Durch seine enorme Akkuleistung von 4.400 mAh hat er genug Saft, um zum Beispiel ein iPhone aufzuladen. Alle Buchsen werden bei Nichtbenutzung mit einem Gummideckel abgedeckt.

Teufel Rockster XS

Outdoor: Das Gehäuse des Teufel Rocksters XS besteht aus dickwandigem, massivem Aluminium. Alle Außenkanten sind mit Silikon-Bumpern versehen, die Stöße effektiv abfedern.

Der Standfuß auf der gegenüberliegenden Seite des Rocksters ist mit den Bedienelementen bestückt. Hier gibt sich der Teufel klassisch: Es gibt einen Play-/Pause-Knopf, einen für Erhöhung und einen zur Senkung der Lautstärke sowie den bereits erwähnten Bluetooth-Knopf, der den Kopplungs-Vorgang einleitet. Klug ist das Gehäusedesign auch aus einem anderen Grund: Teufel verwendet massives Aluminium als Gehäusematerial, weshalb der Rockster mit 720 Gramm relativ schwer ist. Das ist allerdings kein Nachteil, vielmehr steht er durch sein hohes Gewicht in Kombination mit den Gummifüßen sogar auf unebenen Oberflächen sicher. Zudem ist er dadurch robust und für den Outdoor-Einsatz geeignet – auch weil Teufel nicht versäumt hat, das Gerät gegen Spritzwasser zu schützen. Damit ist der Rockster also wunderbar für sommerliche Grillabende am Badesee geeignet.

Der Teufel Rockster XS macht ordentlich Radau

Doch taugt der kleine Bluetooth-Lautsprecher überhaupt zur Beschallung größerer Menschengruppen in der freien Natur? Wenn Kinder quietschen und Wasser platscht, macht der Teufel trotzdem eine gute Figur: Er lässt sich sehr laut drehen, ohne dabei nennenswert an Klangqualität zu verlieren. Positiv fällt der erstaunlich satte Bass auf, der bei Geräten dieser Größenordnung eher selten zu finden ist. Selbst bei hohen Lautstärken feiert der Rockster Rock-Klassiker ebenso sauber ab wie elektronische Musik.

Teufel Rockster XS

Outdoor: Die Anschlüsse (AUX-In und USB-Anschluss) an der Unterseite des Teufel Rocksters XS sind mit einer Silikonkappe vor Nässe und Schmutz geschützt.

Besonders eindrucksvoll zeigt er das bei basslastigen Hip-Hop-Stücken. Mein persönlicher Klassiker für solche Tests ist „Lyric Files“ vom französischen Rapper Akhenaton (YouTube-Link), der unter anderem auf dem Soundtrack des Films „Taxi“ von 1998 zu finden ist. Der hat bei mir schon manchen Bluetooth-Speaker ans Limit gebracht, für den Teufel Rockster stellt er aber keinerlei Probleme dar. Zu den satten Bässen gesellen sich solide Mitten, einzig bei den Höhen wird der Klang bei hoher Lautstärke etwas unangenehm; es klirrt blechern. Dem kann man jedoch entgegenwirken, indem auf dem Smartphone am Equalizer herumgespielt wird: Auf meinem iPhone beseitigte die Einstellung „Kleine Boxen“ das Problem vollständig, da so die höheren Frequenzen jenseits von zwei Kilohertz zurückgeschraubt werden. Insgesamt ist der Klang für eine Bluetooth-Box dieser Größe jedoch herausragend. Er kann sich durchaus mit größeren Brüllwürfeln der Familie messen und reicht aus, um eine kleine Party zuhause zu beschallen. An die akustische Qualität einer echten Stereoanlage reicht die Leistung des Teufel Rocksters allerdings konzeptbedingt nicht heran – wie die meisten Bluetooth-Boxen ist hier schlicht die Größe des Resonanzraums und die Leistung der Lautsprecher das Problem.

Teufel Rockster XS

Sound: Der Outdoor-Modus hebt Mitten und Höhen an und erreicht so eine höhere Gesamtlautstärke – optimal, um sich an der frischen Luft Gehör zu verschaffen.

Fazit: Der Teufel Rockster XS ist ein hervorragender mobiler Speaker

Den kleinen Mangel bei der Wiedergabe der Höhen gleicht der Rockster durch sein kluges Design, die satten Bässe und den allgemein guten Klang locker aus. Die Ladefunktion für Smartphones ist praktisch und die Akkuleistung mit einer Betriebsdauer von über 17 Stunden bei Zimmerlautstärke mehr als ausreichend. Weniger schön ist das Fehlen einer eingebauten USB-Soundkarte, wie sie zum Beispiel bei Geräten von Jabra vorhanden ist, weshalb der Teufel nur am AUX-Kabel oder per Bluetooth mit PCs und Macs zusammenarbeitet. Zum Glück verzichtet Teufel auf die lästige Freisprecheinrichtung, die viele günstigere Bluetooth-Speaker an Bord haben. Insgesamt ist der Teufel Rockster XS einer der besten Bluetooth-Lautsprecher, die ich je in der Hand hatte – und damit für alle, die unterwegs gerne laut Musik hören, eine echte Empfehlung.

Lesetipp der Redaktion: Mit dem Bamster XS hat Teufel einen kleinen und ausgesprochen handlichen Bluetooth-Lautsprecher mit Akku für Reisende, Wanderer und Outdoor-Fans im Programm. Dessen optische und haptische Qualität überzeugt vollends auf den ersten Blick. Doch klingt er auch gut? Wir haben die kleine Boombox auf Herz und Nieren getestet.