Testsieger: Die fünf besten Multifunktionsdrucker

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Die renommierte Computerzeitschrift CHIP hat Multifunktionsdrucker miteinander verglichen. Wir stellen Ihnen die fünf Top-Geräte vor und erklären, worauf Sie beim Kauf achten müssen.

Die Arbeitsecke in den heimischen vier Wänden soll die gleiche Funktionalität wie das Büro bieten, aber nicht allzu viel Platz beanspruchen? Multifunktionsgeräte sind in diesem Fall eine mehr als sinnvolle Anschaffung. Das gilt generell auch für andere Einsatzorte, wo es darauf ankommt, möglichst viele Funktionen auf einer kleinen Standfläche zur Verfügung zu stellen. Die Computerzeitschrift CHIP (Stand: 13.05.2015) hat aktuelle Multifunktionsdrucker verschiedener Hersteller unter die Lupe genommen. Wir stellen Ihnen die fünf besten Modelle vor, die ihre Qualitäten auch im Heimbüro unter Beweis stellen.

Test: Die fünf besten Multifunktionsdrucker

Multifunktionsdrucker Platz 1: Epson WorkForce Pro WF-5620DWF

Multifunktionsdrucker

Platz 1: Epson WorkForce Pro WF-5620DWF

Knapp 300 Euro müssen Nutzer für den CHIP-Testsieger anlegen. Das Gerät ist üppig ausgestattet und kommunikativ. Es verfügt über eine Faxeinheit und kann Druckaufträge per USB, LAN, WLAN, WiFi-Direct und AirPrint entgegennehmen. Rund 30 Seiten pro Minute schafft der WorkForce sowohl im Farb- als auch Schwarzweiß-Druck und verfügt damit über ausreichende Leistungsreserven für das Büro. Mit moderaten 1,3 Cent pro Seite im einfarbigen Druck kann das Gerät von Epson auch wirtschaftlich überzeugen. Die hohe Papierkapazität von bis zu 580 Blatt spart Zeit beim Nachfüllen.

Dank des hohen monatlichen Druckvolumens von bis zu 35.000 Seiten brauchen Sie sich wegen eines zu hohen Druckaufkommens keine Gedanken mehr zu machen. Der Drucker verfügt über eine Duplexeinheit und der Scanner kann dank ADF auch für die Stapelverarbeitung genutzt werden. Der WorkForce Pro WF-5620DWF verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Strom als vergleichbare Farblaserdrucker, was unter anderem auf seine Technologie zurückzuführen ist, die für den Druck nahezu keine Wärme entwickelt.

Stichwort: PrecisionCore-Technologie. Mit der PrecisionCore-Druckkopftechnologie von Epson erzielen Sie nicht nur die hohe Qualität, für die Epson bekannt ist, sondern auch die schnelle Druckgeschwindigkeit, die für den Büro-, kommerziellen und industriellen Druck erforderlich ist.

Multifunktionsdrucker Platz 2: Hewlett Packard Officejet Pro 8600 Plus

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Platz 2: Hewlett Packard Officejet Pro 8600 Plus

Dieses Modell der Officejet-Reihe aus dem Hause HP hat von der CHIP-Redaktion das Prädikat Preis-Leistungs-Sieger erhalten. Mit einem Straßenpreis von unter 150 Euro macht der Officejet, der mit einer Faxeinheit ausgestattet ist, eine gute Figur im Homeoffice oder im privaten Haushalt. Mit 20 Seiten pro Minute im Schwarzweiß-Druck arbeitet das Gerät flott und die Kosten pro Seite sind mit 1,4 Cent im einfarbigen Druck und 6,6 Cent im Farbausdruck immer noch angemessen. Gedruckt werden kann per WLAN, LAN und AirPrint von Apple, auch doppelseitig. Und die Bedienung erfolgt ganz bequem per Display.

Multifunktionsdrucker Platz 3: Epson WorkForce Pro WF-4630DWF

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Platz 3: Epson WorkForce Pro WF-4630DWF

Der 4630DWF ähnelt dem Testsieger in vielen Belangen. Das betrifft die Schnittstellen ebenso wie die Faxmöglichkeiten. Selbst ADF und Duplex sind in dem etwas preiswerteren Modell von Epson verbaut. Die Druckkosten sind im Vergleich zu vergleichbaren Farblaserdruckern pro Seite um bis zu 50 Prozent niedriger. Da der Drucker praktisch keine Aufwärmzeit braucht, sparen Sie bei typischen Druckaufträgen außerdem auch Zeit.

Der WorkForce Pro WF-4630DWF verbraucht bis zu 80 Prozent weniger Strom als vergleichbare Farblaserdrucker. Die ergiebigen Tintentanks erfordern wenig Wartung. Dank Druckgeschwindigkeiten von bis zu 20 Seiten/Minute in Schwarzweiß und in Farbe, können Sie herausragende Drucke mit einer Auflösung von bis zu 4.800 × 1.200 dpi schnell ausgeben. Mit der Papierkapazität von bis zu 330 Blatt verschwenden Sie keine wertvolle Zeit mit dem Nachlegen von Papier. Etwas langsamer ist der 4630er in Sachen Fotodruck.

Multifunktionsdrucker Platz 4: Hewlett Packard OfficeJet Pro 8620

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Platz 4: Hewlett Packard OfficeJet Pro 8620

Etwas günstiger als der CHIP-Testsieger kommt der 8620 von HP in den Handel. Er bietet die gleiche Vielseitigkeit an Anschlüssen wie das teurere Modell und kann ebenfalls als Faxgerät genutzt werden. Der geringere Preis macht sich allerdings in Sachen Geschwindigkeit und Druckqualität bemerkbar. Der 8620 braucht für Grafik-, Foto- und Textdruck etwas länger. Abstriche müssen die Nutzer im unmittelbaren Vergleich im Hinblick auf die Druckqualität machen, was sich etwa bei der Ausgabe von Grafiken zeigt.

Multifunktionsdrucker Platz 5: Canon Maxify MB5350

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Platz 5: Canon Maxify MB5350

Keine langen Wartezeiten: Quick First Print und Druckgeschwindigkeit von 15 Seiten/Minute in Farbe bzw. 23 Seiten/Minute in Schwarzweiß. Der Maxify bietet eine maximale Druckauflösung von 600×1200 dpi und damit deutlich weniger als die bisher erwähnten Geräte. Auf Komfort muss der Nutzer aber auch beim Canon nicht verzichten. Doppelseitiger Druck und eine ADF-Einheit für den Scanner sind ebenso wie ein Faxempfänger integriert. Die Bedienung erfolgt, wie bei den anderen Modellen auch, per Display und gedruckt werden kann per Kabel (USB und Ethernet) oder kabellos (WLAN, AirPrint, WiFi-Direct).

Auch bei den Druckkosten kann der Canon mithalten. Beim Ausdruck eines Fotos in A4 gehört er sogar zu den günstigsten Modellen. Mit den separat austauschbaren XL-Tinten drucken Sie bis zu 2.500 Schwarzweiß-Seiten und 1.500 Farbseiten. Der Maxify empfiehlt sich für alle Nutzer, die nach einem preiswerten Gerät für ein kleineres Büro oder gut ausgestattetes Homeoffice suchen.

Lesetipp der Redaktion: Für Sie war kein passender Multifunktionsdrucker dabei? Wie wäre es dann vielleicht mit dem Brother MFC-J985DW? Wir haben den Office-Alleskönner getestet!

Multifunktionsdrucker: Bis zu vier Geräte auf kleinstem Raum

Mit Multifunktionsdruckern wird gleich ein ganzer Gerätepark überflüssig. Auf kleinstem Raum integrieren sie bis zu vier Funktionen: Drucker, Scanner, Fotokopierer und Fax (optional). Die Basis des Systems bildet die Druckeinheit. Ergänzt wird diese um einen Scanner, der Dokumente in den Computer einliest.

Durch die Kombination der beiden Einheiten ergeben sich die weiteren Funktionen. Werden die vom Scanner eingelesenen Daten gar nicht erst an den Computer weitergeleitet, sondern unmittelbar wieder ausgedruckt, übernimmt das Gerät die Aufgaben eines Fotokopierers. Ist zusätzlich noch ein entsprechender Empfänger integriert, können auch Faxe empfangen und gleich ausgedruckt werden. Faxvorlagen digitalisiert die Scanner-Einheit. Dank dieser Vielseitigkeit sind Multifunktionsdrucker ideale Komponenten für das Heimbüro, eignen sich aber auch als Arbeitsplatzdrucker.

Ratgeber: So finden Sie den passenden Multifunktionsdrucker

Der Preis spielt letztlich natürlich auch bei der Auswahl eines Druckers eine wichtige Rolle. Ihre Suche sollten Sie aber mit der Frage beginnen, wie groß das Druckvolumen ist und welche Druckqualität Sie wünschen. Wenn viel gedruckt werden soll, etwa in einer Arbeitsgruppe, spielt es schon eine Rolle, ob ein Drucker 12, 15 oder gar 20 Seiten in der Minute schafft.

Gleiches gilt für die Kosten pro Ausdruck. Zwar unterscheiden sich die Preise pro Seite nur um wenige Cent, aber im Laufe der Zeit können doch ganz erhebliche Beträge zusammenkommen. Betrachten Sie auch die Unterhaltungs- und Stromkosten im Stand-by-Betrieb. Das gilt besonders für den Faxbetrieb, der ja überwiegend aus Leerlauf besteht.

Nach wie vor kann nicht jeder Drucker beidseitige Ausdrucke zur Verfügung stellen. Wenn Sie die Vorder- und Rückseite des Papiers bedrucken wollen, müssen Sie sich für ein Modell mit Duplexeinheit entscheiden.
Welche Schnittstellen benötigen Sie? Genügen der Direktanschluss per USB und eine LAN-Schnittstelle, oder möchten Sie außerdem kabellos per WLAN drucken? Soll das auch ohne den Router funktionieren (WiFi-Direct)? Und wie sieht es mit dem Ausdruck von Apple-Geräten wie dem iPad oder iPhone aus? Dann benötigen Sie die AirPrint-Schnittstelle, sofern Sie nicht einen Rechner als Druckerserver abstellen wollen.

Was Duplex beim Ausdruck, ist ADF für den Scanner − einfach einen Stapel Papier auf den Scanner legen und binnen weniger Minuten die Ergebnisse auf dem Rechner haben: Das funktioniert nur mit dem automatischen Papiereinzug (Automatic Document Feeder = ADF). Die Automatik ist natürlich beim Kopieren oder Faxen genauso nützlich. Apropos Scanner: Hier spielt auch die Auflösung eine Rolle. Wie viele Bildpunkte pro Inch (dpi) werden aus Vorlagen eingelesen?

Praktisch, wenn sich alle Funktionen und Einstellungen des Druckers auch ohne eingeschalteten Computer erreichen lassen. Dazu benötigt das Gerät ein entsprechendes Display, das ausreichend groß und im Idealfall beleuchtet ist.