Teppich reinigen – Dies sind die besten Methoden für einen sauberen Teppich

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Nicht selten ist der Teppich der Mittelpunkt des Wohnzimmers. Er hält unsere Füße warm, schützt den Boden vor Abnutzung und hilft unseren Kindern dabei, krabbeln zu lernen. Doch was, wenn der Teppich unangenehm riecht oder fleckig ist? In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihren Teppich reinigen – mit Hausmitteln oder herkömmlichen Mitteln. Auch klären wir Sie auf, wie oft der Teppich gesäubert werden muss, wie Sie ihn richtig trocknen und imprägnieren.

Hat ein Gegenstand eine so wichtige Bedeutung für unser tägliches Leben wie der Teppich unter unseren Füßen, dann sollten wir ihm auch entsprechende Pflege zukommen lassen. Dafür genügt es nicht, ihn bloß zu saugen, sondern Sie müssen ihn auch regelmäßig reinigen. Nur so entfernen Sie langfristig Dreck und Bakterien. Um Ihren Teppich richtig zu reinigen können Sie auf Hausmittel oder spezielle Teppichreiniger zurückgreifen. Wir zeigen Ihnen welche Mittel helfen.

Teppich reinigen mit herkömmlichen Mitteln

Hätten Sie gerne einen hygienisch reinen Teppich, sollten Sie auf ein chemisches Reinigungsmittel setzen. Hierbei haben Sie entweder die Möglichkeit, den Teppich in der Fachreinigung säubern zu lassen – was relativ teuer ist – oder Sie nehmen die Teppichreinigung selbst vor. Welche Mittel Ihnen dabei zur Verfügung stehen, lesen Sie nun.

Teppich reinigen mit Vanish Teppichpulver

Das wohl bekannteste und bewährteste Mittel um einen Teppichboden zu reinigen ist das Teppichpulver von Vanish. Sie erkennen es an der typisch pinken Verpackung. Mit dem Pulver entfernen Sie nicht nur Schmutz und Bakterien aus Ihrem Teppichboden, sondern sorgen auch noch für eine Geruchsneutralisierung und Desinfektion. Die Anwendung des Pulvers ist ganz simpel.

Teppichreinigung mit Teppichpulver und weicher Bürste

Wenn Sie mit Teppichpulver arbeiten, streuen Sie das Pulver großzügig auf die entsprechende Stelle und arbeiten dies mit einer weichen Bürste in den Teppich ein.

Um den Teppich mit Vanish zu reinigen, streuen Sie das Pulver großzügig auf die gesamte Fläche. Anschließend arbeiten Sie es mit einer großen, weichen Bürste sorgfältig ein. Währenddessen sollten Sie den Raum gut lüften. Informieren Sie Familienmitglieder darüber, dass sie den Teppichboden erst einmal nicht betreten dürfen und halten Sie Haustiere fern. Warten Sie nun etwa 20 Minuten, bis das Pulver den Schmutz auf dem Teppichboden vollständig aufgenommen hat. Anschließend saugen Sie das Teppichpulver von Vanish einfach ab. Zurück bleibt reine Frische.
Achtung: Vanish Teppichpulver ist nicht für die Reinigung von Orient- und Seidenteppiche sowie solche aus Kokosfaser, Sisal oder Nadelfilz geeignet.

Schimmel aus dem Teppichboden entfernen mit chemischen Reinigern

Haben Sie an Ihrem teuren Teppich einen Schimmelfleck entdeckt, sollten Sie diesen schnellstmöglich entfernen. Die wirksamste Methode ist die Anwendung eines chemischen Anti-Schimmel-Produkts. Achten Sie aber darauf, dass dieses auch für Ihre Teppichart geeignet ist.

Vermutlich werden Sie ein Anti-Schimmel-Spray erwerben. Öffnen Sie für die Zeit während und nach der Behandlung unbedingt alle Fenster, da sich die Schimmelsporen sonst in Ihren Atemwegen einnisten und das Spray Ihre Lunge reizt. Sprühen Sie das Schimmelspray auf die betroffene Stelle und lassen Sie es gemäß Herstellerempfehlung einwirken. Anschließend wischen Sie die Reste mit einem Schwamm und klarem Wasser gründlich aus.

Teppichreinigung bei Schimmel

Bei Schimmelbefall Ihres Teppichs hilft ein Anti-Schimmel-Spray, das Sie direkt auf den Teppich aufsprühen. Danach einfach die Reste mit einem Schwamm und klarem Wasser abwischen.

Diese Methode sollten Sie allerdings nur anwenden, wenn lediglich kleine Bereiche des Teppichs von Schimmel befallen sind. Falls größere Stellen betroffen sind, empfehlen wir, den Teppich zu entsorgen. Sie gehen sonst ein enormes Gesundheitsrisiko ein!

Mit diesen Hausmitteln gelingt Ihnen die Teppichreinigung

Haben Sie gerade keine Möglichkeit, sich einen Teppichreiniger zu besorgen oder möchten Sie Ihren Teppich auf ökologische Weise pflegen, so können Sie auch auf Hausmittel zurückgreifen. Achten Sie aber unbedingt auf die Art Ihres Teppichs, da nicht jedes Exemplar jede Reinigungsmethode verträgt.

Teppich reinigen mit Hausmitteln

Wenn Sie beim Teppich reinigen lieber auf chemische Mittel verzichten wollen, helfen Ihnen Zitrone, Essig, Soda und weitere Hausmittel.

Sisalteppiche zum Beispiel dürfen nur trocken oder lediglich mit sehr wenig Wasser gereinigt werden, da sie sich sonst verziehen. Generell sollten diese harten Teppiche eher ausgeklopft und mit einer Bürste ausgekehrt werden. Für hartnäckige Flecken empfiehlt sich eine punktuelle Behandlung mit einem Schwamm. Sisal-, Kokosfaser- und Nadelfilzteppiche gelten als nicht gut zu reinigen und sollten daher nur in tierfreien Haushalten ausgelegt werden.

Für Lang- oder Hochflorteppiche, Seiden-, Woll- sowie Autoteppiche gilt: feucht reinigen ja – aber nicht zu nass bitte. Zudem sollten Sie bei allen Teppicharten eventuelle Flecken sofort wegtupfen und nicht eintrocknen lassen. Im Folgenden stelle ich Ihnen acht Methoden vor, wie Sie Ihren Teppich ohne Chemie wieder sauber bekommen.

Teppich reinigen mit Salz – Hilft bei der Fleckenbekämpfung

Ein Teppich hat viele Vorteile gegenüber Laminat und Parkettböden. Zum Beispiel hält er schön warm und somit die Heizkosten gering. Doch er hat auch einen entscheidenden Nachteil: Flecken bleiben manchmal auf ewig sichtbar. Vor allem bei hellen und weißen Teppichen sind diese besonders störend. Doch keine Sorge, mit einem einfachen Hausmittel lassen sich die meisten Fleckenarten mir nichts dir nichts wieder entfernen: mit haushaltsüblichem Salz.

Salz hilft nicht nur gegen Schimmel und Kalk, sondern hellt auch Teppiche wieder auf. Besonders gut hilft es bei Rotweinflecken, die gerade auf weißen Teppichen ausgesprochen ärgerlich sind. Geben Sie hierzu unmittelbar nach dem Verschütten vorsichtig das Salz auf den Fleck und reiben Sie es langsam ein. Arbeiten Sie sich dabei von außen nach innen vor, da sich der Fleck sonst noch mehr ausbreitet. Lassen Sie das Salz solange auf dem Teppich, bis die Stelle getrocknet ist. Anschließend können Sie dieses samt Fleck einfach mit dem Staubsauger absaugen.

Omas Geheimtipp zur Schmutzbekämpfung auf dem Teppichboden: Essig

Bereits unsere Großmutter wusste: Gegen Verschmutzungen im Haushalt hilft heller Essig. Wie sollte es anders sein, bekämpft dieser auch Flecken im Teppich. Dazu tauchen Sie einen fusselfreien Wischlappen oder einen Schwamm in eine Schale voll Essig und drücken ihn leicht aus. Anschließend tupfen Sie mit dem Schwamm den Fleck vorsichtig aus dem Boden. Allerdings würde ich Ihnen davon abraten, den gesamten Teppich mit Essig zu reinigen, da der Geruch doch sehr unangenehm wäre.

Auch Zitronensaft entfernt Flecken aus Ihrem Teppich

Etwas wohlriechender als Essig zur Teppichreinigung ist Zitronensaft. Dieser wirkt genauso gut gegen Flecken und kann, wenn Sie ihn in der Flasche kaufen, sogar punktuell dosiert werden. Spritzen Sie den Saft einfach auf den Fleck und wischen Sie ihn mit einem fusselfreien Tuch vorsichtig aus. Beachten Sie jedoch, dass Zitronensaft eine bleichende Wirkung hat und deshalb nur auf hellen Teppichen verwendet werden sollte.

Teppich reinigen mit Waschmittel

Geht es Ihnen vor allem darum, einen frischen Duft im Teppich zu erzeugen, können Sie ihn auch mit Waschmittel reinigen. Dazu wählen Sie kein Flüssigwaschmittel, sondern Waschpulver. Haben Sie einen hellen oder weißen Teppich, greifen Sie für die Reinigung zu Weißwaschmittel, ansonsten wählen Sie Colorwaschmittel.
Prüfen Sie zunächst an einer Ecke des Teppichs, ob das gewählte Waschpulver geeignet ist und den Teppich nicht ausbleicht. Das Waschmittel wird genauso angewendet wie Vanish Teppichpulver. Allerdings sollten Sie die Einwirkzeit des Waschmittels am besten bis zum nächsten Tag ausdehnen, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen.

Der Klassiker: Teppich reinigen mit Natron

Natron gilt als DIE Geheimwaffe unter den Hausmitteln. Auch zur Teppichreinigung lässt sich das günstige Pulver ideal einsetzen. Besonderer Clou: Natron neutralisiert Gerüche, sodass der Teppich nicht mehr länger stinkt. Dafür verzichten Sie aber auch auf den Frischeduft, den Waschpulver hinterlässt.
Natron sorgt – ebenso wie Backpulver – dafür, dass unangenehme Gerüche aus dem Teppichboden entfernt werden, ohne dass chemische Reiniger zum Einsatz kommen. Die Anwendungsweise ist dieselbe wie bei der Behandlung mit Waschpulver.

Lesetipp der Redaktion: Natron hilft nicht nur bei der Reinigung von Teppichen, sondern macht auch Polster wieder rein und frisch. Wie es funktioniert, erfahren Sie in unserem Polstereinigung-Artikel.

Reinigen Sie Ihren Teppich einfach mit Kernseife

Möchten Sie den Teppich ohne Staubsauger oder Strom reinigen, so verwenden Sie am besten Kernseife. Kernseife ist ein uraltes Mittel zur Haarwäsche, Fußpflege und Pickelbekämpfung. Doch auch auf dem Boden leistet das Hausmittel treue Dienste. So ist Kernseife ideal dazu geeignet, um die Fransen Ihres Teppichs wieder sauber zu bekommen. Hierzu legen Sie den Teppich oder Läufer mit der Oberfläche nach unten auf ein großes Strandhandtuch.

Bereiten Sie eine Waschlösung vor, indem Sie die Kernseife in heißem Wasser auflösen. Anschließend reiben Sie die Flüssigkeit kräftig in die Fransen ein und waschen den Schwamm immer wieder im Waschbecken aus. Je nach Verschmutzungsgrad sollten Sie auch das Handtuch einmal austauschen. Sind Sie mit dem Reinigen fertig, geben Sie etwas kohlensäurehaltiges Mineralwasser auf die Fransen und bürsten sie sauber. Die Kohlensäure sorgt für einen zusätzlichen Reinigungseffekt.

Ungewöhnlich: Teppich reinigen mit Schnee

Endlich mal etwas, das den tristen Winteralltag auflockert: Nutzen Sie den angehäuften Schnee, um Ihren Teppich zu reinigen. Diese Methode hört sich etwas ungewöhnlich an, wird aber schon seit mehreren Generationen angewandt. Legen Sie den Teppich zur Reinigung mit der Florseite nach unten in den sauberen Schnee. Nun klopfen Sie mit dem Teppichklopfer kräftig auf die Unterseite – so entfernen Sie Staub und Schmutz.

Teppichreinigung im Schnee

Teppich im Schnee reinigen klingt verrückt? Ist aber eine super Alternative, um den Teppich zu säubern ohne ihn ganz nass zu machen.

Anschließend legen Sie den Teppich wieder richtig herum auf Ihre Terrasse und bürsten die Florseite gut aus.
Zu guter Letzt tragen Sie den Teppich zusammengerollt in den Trockenraum und lassen ihn auf einer Stange oder einem Wäscheständer gut trocknen. Der Vorteil dieser Reinigungsmethode besteht darin, dass der Teppich nicht so schwer wird, wie wenn er komplett mit Wasser vollgesogen ist. So können Sie ihn auch nach der Reinigung noch herumtragen. Und Ihre Kinder wird’s begeistern!

Teppich mit Shampoo in der Badewanne reinigen

Wenn Sie der Meinung sind, Ihr Teppich sollte einmal dringend richtig feucht gereinigt werden, legen Sie ihn am besten in die Badewanne (Harte und Seidenteppiche ausgenommen). Diese Methode eignet sich für mittelgroße Florteppiche und Autoteppiche. Klopfen Sie Ihren Teppich zuvor gut aus und saugen Sie Krümel ab. Anschließend legen Sie ihn in die Wanne, möglichst ohne ihn zu knicken. Nun befeuchten Sie den Teppich mit der Duschbrause, ohne ihn jedoch zu nass werden zu lassen.

Danach shampoonieren Sie den Teppich mit einem milden, farblosen Haarshampoo sorgfältig ein. Benutzen Sie dafür eine sanfte Naturhaarbürste, um die empfindlichen Fasern nicht zu schädigen. Arbeiten Sie immer mit dem Strich. Nach fünf bis zehn Minuten Einwirkzeit können Sie das Shampoo wieder ausspülen.
Damit der Teppich nicht zu nass bleibt, streichen Sie ihn gut mit einer sauberen Bürste aus. Seidenteppiche können Sie nach der Reinigung mit einer dünnen Schicht Lanolin einfetten, um ihren Glanz zu bewahren. Trocknen Sie Ihren Teppich wie zuvor beschrieben.

Tipp: Kleinere Badezimmerteppiche oder Wollteppiche können Sie auch im Schonwaschgang mit Feinwaschmittel in der Waschmaschine waschen. Die Temperatur sollte dabei nicht mehr als 30 Grad Celsius betragen. Wählen Sie am besten ein flüssiges Wollwaschmittel, um die Fasern zu schonen und deren Leuchtkraft zu bewahren.

Wie oft sollte ich meinen Teppich reinigen?

Egal welche Teppichart Sie bei sich zu Hause liegen haben, Sie sollten den Teppich wenigstens zweimal pro Woche gründlich absaugen. Intensiv reinigen sollten Sie ihn jedoch nicht allzu oft, da die meisten Modelle bereits eine selbstreinigende Funktion haben, die durch eine Intensiv-Maßnahme zerstört würde.

Hochflor- und Langflorteppiche sowie Autoteppiche sollten etwa alle drei bis fünf Jahre intensiv gereinigt, Seidenteppiche in der Regel nur abgesaugt werden, da ihre Struktur sehr empfindlich ist. Aber auch hier wird empfohlen, nach 15 Jahren eine gründliche Reinigung durchzuführen. Bei harten Teppichen, zum Beispiel aus Sisal, empfiehlt sich eine punktuelle Fleckenentfernung sowie regelmäßiges Saugen. Sobald der Teppich nass wird, müssen Sie ihn entsorgen.

Eine gute Alternative zum Saugen ist die Reinigung mit einem Dampfreiniger. Dieser entfernt nicht nur Staub und Schmutz, sondern auch Milben und weitere Krankheitserreger. Diese Methode eignet sich vor allem für Allergiker. Sie erhalten gute Dampfreiniger beispielsweise von der Firma Kärcher. Für Sie selbst ändert sich beim Saugen nichts, außer dass Sie gut lüften sollten, um die Luftfeuchtigkeit gering zu halten. Außerdem müssen Sie den Teppich nach dem Reinigen trocknen lassen, ehe Sie ihn betreten können.

Teppiche richtig trocknen und imprägnieren

Kleine Teppiche legen Sie nach der Feucht- oder Nassreinigung am besten auf den Wäscheständer. Wählen Sie dazu entweder den Trockenraum im Keller oder ein schattiges Plätzchen auf der Terrasse. Sonnenstrahlen bleichen die Farben schnell aus.

Teppichreinigung mit Nass-Trockensauger

Mit einem Nass-Trocken-Sauger können Sie Ihrem Flor-Teppich das Wasser entziehen.

Größere Teppiche lassen sich nur schlecht transportieren. Diese sollten Sie generell nie wirklich nass werden lassen. Ist dies doch einmal geschehen, achten Sie unbedingt auf eine gute Belüftung des Raumes – so vermeiden Sie zudem Schimmelbildung an den Wänden. Für extreme Fälle wie beispielsweise einen Wasserrohrbruch brauchen Sie ein Spezialgerät. Mit einem Nass-Trocken-Sauger entziehen Sie dem Flor das Wasser deutlich. Ein solches Gerät können Sie übers Wochenende im Baumarkt ausleihen. Achten Sie unbedingt darauf, den Boden unter dem Teppich trocken zu legen, da dieser sonst Schaden nimmt.

Es empfiehlt sich, den gereinigten Teppich anschließend noch zu imprägnieren. Hierzu erhalten Sie im Handel verschiedene Teppichimprägnierungssprays. Diese unterscheiden sich je nach Teppichart und müssen entweder auf dem noch leicht feuchten oder auf dem trockenen Teppichboden angewendet werden. Die Teppichimprägnierung sorgt dafür, dass zukünftig Feuchtigkeit nicht mehr so leicht in das Gewebe eindringen kann.