Kosten senken, Geld sparen: 10 Stromspartipps für das Badezimmer

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Strom wird immer teurer. Grund genug, darauf zu achten, dass er nicht unnötig verbraucht wird. Wir zeigen, wo Sie im Badezimmer Strom sparen können – und so am Jahresende hoffentlich mit einer Rückzahlung und niedrigeren Abschlägen belohnt werden. 10 Stromspartipps plus Wasserhahn-Zusatztipp.


Verbraucher sollten sich bewusst machen, wann der Einsatz von elektronischen Geräten (nicht nur) im Haushalt tatsächlich nötig ist. Das senkt die Stromrechnung und optimiert den ökologischen Fußabdruck. Gerade das Badezimmer bietet hier erstaunliches Einsparpotenzial.

Rechenbeispiel: Was der Kilowattstundenpreis bedeutet

Die Höhe der Stromrechnung bemisst sich am Verbrauch, das ist bekannt. Doch wie hoch der Stromverbrauch und die Energiekosten mancher Geräte tatsächlich sind, verlangt ein wenig Kopfrechnen. Eine Kilowattstunde kostet derzeit rund 25 Cent und bedeutet, dass ein Gerät eine Stunde lang eine Leistung von 1.000 Watt benötigt hat. Oder zehn Geräte jeweils eine Stunde lang 100 Watt und so weiter.

Los geht´s: Stromspartipps für Ihr Badezimmer

Sie wollen Ihre Stromkosten im heimischen Badezimmer reduzieren? Das Allyouneed Magazin hat die richtigen Stromspartipps parat, damit Sie Ihr Vorhaben erfolgreich umsetzen können.

Stromspartipp: Kürzer föhnen

Ein schönes Beispiel ist der Föhn, weil er ordentlich Leistung braucht. Ein durchschnittliches Gerät wie der Braun Satin Hair 7 SensoDryer hat zum Beispiel eine Nennleistung von 2.000 Watt, wenn er voll aufgedreht ist. Läuft er eine Stunde, benötigt er folglich zwei Kilowattstunden Strom.

Badezimmer Föhn Strom sparen im Haushalt

Stromkosten senken. Hätten Sie es gewusst? Der Föhn ist ein echter Stromfresser im Badezimmer.

Wenn eine Familie insgesamt eine Viertelstunde pro Tag föhnt, ist die Rechnung simpel: 0,25 Stunden x 30 Tage x 2 Kilowattstunden ergibt 15 Kilowattstunden, die der Föhn im Monat verbraucht. Bei einem Kilowattstundenpreis von 25 Cent sind das 3,75 Euro auf der Stromrechnung, die nur fürs Föhnen anfallen. Im Jahr verföhnen Sie also gut und gerne 45 Euro. Deshalb gilt: Je weniger Sie den Föhn einsetzen, desto mehr Kosten können Sie im Haushalt sparen.

Stromspartipp: Weniger Geräte sind mehr

Natürlich haben Sie nicht nur einen Föhn im Badezimmer, sondern auch noch allerlei andere Geräte: Durchlauferhitzer, Badlüfter, die Beleuchtung, gegebenenfalls Waschmaschine und Wäschetrockner, um nur die größten Energiefresser zu nennen. Und dann sind da natürlich noch all die Kleingeräte: elektrische Zahnbürsten und Rasierapparate, Schermaschinen und Geräte, die immer am Strom hängen, obwohl das gar nicht nötig wäre.

Stromspartipps Haushalt Badezimmer

Das Sparpotenzial ist gigantisch: Wenn Sie lästige Stromfresser im Badezimmer bewusst vermeiden, können Sie mehreren hundert Euro im Jahr sparen. Das Allyouneed Magazin erklärt Ihnen, mit welchen Stromspartipps das funktioniert.

Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist, weshalb Sie hier schon den nächsten Stromspartipp finden: Trennen Sie Geräte wie Rasierapparat oder elektrische Zahnbürste vom Strom, wenn sie aufgeladen sind. Auf diese Weise sparen Sie zwar „nur“ einige Kilowattstunden im Jahr, aber auch wenige gesparte Euro sind gespartes Geld.


Stromspartipp: LED-Lampen einsetzen

Deutlich mehr Potenzial zum Stromsparen bietet die Beleuchtung im Haushalt. Jedes Mal, wenn Sie auf die Toilette gehen, duschen, sich rasieren oder einfach nur die Hände waschen, schalten Sie vermutlich das Licht in Ihrem Badezimmer ein. Gerade die in Stadtwohnungen üblichen Bäder ohne Tageslicht bieten hier enormes Sparpotenzial.

LED Badezimmer Strom sparen

Stromspartipp: Die Badbeleuchtung sollten Sie auf LED umstellen.

Ein typisches Licht-Setup in einem kleinen Bad besteht aus einer Deckenleuchte mit ein bis zwei hellen Glühbirnen und in aller Regel einer Spiegelbeleuchtung. Hier kommen oft Halogenstrahler zum Einsatz. Rechnerisch heißt das: vielleicht 5 Halogenstrahler à 35 Watt, dazu die zwei Deckenbirnen, die ebenfalls Halogen verwenden.

Rechnen wir hier mit 2 x 75 Watt, ergibt das einen Verbrauch von 325 Watt bzw. 0,325 Kilowatt pro Stunde. Wenn die Badbeleuchtung nur zwei Stunden täglich brennt, sind das im Jahr 365 x 0,65 Kilowattstunden x 0,25 Euro = 237,36 Euro, die Sie nur für die Badbeleuchtung aufwenden. Ein Tausch gegen LED-Lampen kann zu deutlichen Einsparungen führen: Moderne LED-Birnen und -Strahler reduzieren den Stromverbrauch im Haushalt mal eben um den Faktor 5 bis 8 und amortisieren sich dadurch trotz der höheren Anschaffungskosten binnen weniger Monate. Zumal sie deutlich langlebiger als klassische Glühbirnen sind.

Stromspartipp: Stromverbrauch von Waschmaschine und Trockner reduzieren

Ebenfalls dicke Verbraucher sind Waschmaschine und Wäschetrockner. Beide Geräte brauchen, sobald sie arbeiten, relativ viel Strom. Waschmaschine und Trockner sind – je nach Statistik – für durchschnittlich 15 Prozent des gesamten Stromverbrauchs im Haushalt verantwortlich.

Stromspartipp: Niedrigere Waschtemperaturen sparen ordentlich Strom.

Stromspartipp: Niedrigere Waschtemperaturen sparen ordentlich Strom.

Der Austausch gegen ein moderneres Gerät ist allerdings nicht immer zwingend nötig, außer Ihre Maschinen sind sehr alt. Besser: Reduzieren Sie die Wasch- und Trockentemperatur und verzichten Sie auf Zusatzprogramme. Denn die Heizelemente in beiden Geräteklassen sind die eigentlichen Stromfresser! In aller Regel wird normal verschmutzte Wäsche auch bei 30 oder 40 Grad sauber und Zusatzprogramme wie Vorwäsche oder zusätzliches Schleudern sind nur selten nötig. Trockner sollten wenn möglich mit der Funktion „Schranktrocken“ betrieben werden.


Stromspartipp: Wäschetrockner vermeiden

Auch wenn es bequem ist, sollten Sie sich fragen, ob Sie überhaupt einen Wäschetrockner benötigen. In Häusern gibt es oft Keller- oder Speicherräume, die sich zum Lufttrocknen eignen.

Stromspartipp: Wäsche auf der Leine trocknen

Stromspartipp: Wäsche auf der Leine trocknen spart nicht nur Strom, sondern schont auch die Textilien.

In Wohnungen bietet sich der Balkon an. Das schont übrigens auch die Wäsche, denn ein Trockner kann den Verschleiß von Baumwolle und anderen Textilien beschleunigen.

Stromspartipp: Filter reinigen – überall!

Viele Stromsparer übersehen die diversen Filter in den verschiedenen Geräten. Badlüfter, Waschmaschine und Trockner haben in aller Regel Filtersysteme eingebaut, die sich früher oder später zusetzen. Badlüfter haben üblicherweise einen einfachen Textilfilter, den Sie von Zeit zu Zeit reinigen, unter fließendem Wasser ausspülen, trocknen und wieder einsetzen sollten. Das ermöglicht nebenbei eine effektivere Feuchtigkeitsabfuhr – und dadurch gegebenenfalls weniger Heizkosten! Bei Waschmaschine und Trockner sind ebenfalls Filter verbaut, deren Verstopfung höheren Wasserverbrauch verursacht.

Mehr Wasser bedeutet mehr Heizarbeit – und das wiederum lässt die Stromkosten steigen. Gleiches gilt übrigens für Waschmittel in der Maschine: Hier ist weniger mehr.

Stromspartipp: Badlüfter genauer unter die Lupe nehmen

Falls Sie einen Badlüfter haben, sollten Sie hier nicht nur regelmäßig den Filter reinigen oder wechseln, sondern das Gerät als Ganzes unter die Lupe nehmen. Die Lüfter sind oft mit dem Stromschalter gekoppelt und springen direkt oder mit Verzögerung an. Wenn der Lüfter direkt anspringt, ist er ein Stromfresser: Einerseits läuft er einige Minuten nach, wenn das Licht bereits aus ist. Andererseits springt er jedes Mal an, selbst wenn Sie nur eben die Hände waschen. Im Laufe eines Jahres kann dadurch einiges an Energiekosten zusammenkommen. Stellen Sie den Lüfter also so ein, dass er erst nach einigen Minuten anspringt. Noch besser: Kaufen Sie ein smartes Gerät mit Feuchtigkeitssensor.


Stromspartipp: Lüften statt trocknen

In vielen Haushalten gibt es übrigens noch elektrische Heizkörper im Bad. Diese sind praktisch, um zum Beispiel Handtücher zu trocknen oder das Badezimmer schnell wieder zu entfeuchten. Wenn Sie ein Tageslichtbad haben, können Sie das Gerät einmotten. Kippen Sie ein Fenster und öffnen Sie die Tür, dann sorgt der Durchzug bereits für die nötige Trocknung. In Badezimmern ohne Fenster ist das nicht ganz so einfach, aber auch hier reicht es in aller Regel, die Tür offen zu lassen, die reguläre Heizung etwas aufzudrehen und gegebenenfalls den Badlüfter laufen zu lassen. Der braucht deutlich weniger Strom als ein elektrischer Heizkörper.

Allerdings sollten Sie hier Vorsicht walten lassen: Schlecht gelüftete Bäder neigen zu Schimmelbefall. Behalten Sie vor allem Silikonfugen im Spritzwasserbereich im Auge.

Stromspartipp: Durchlauferhitzer niedriger einstellen und Perlatoren reinigen

Ein weiterer echter Stromfresser sind Durchlauferhitzer. Man neigt dazu, diese sehr hoch einzustellen, um wirklich heißes Wasser zu bekommen. Das Problem ist: Das kochend heiße Wasser wird eigentlich gar nicht benötigt. Beim Duschen oder Baden setzen Sie per Mischbatterie ja immer so viel kaltes Wasser bei, dass die Temperatur für Sie angenehm ist. Sie heizen also erst einmal teuer auf, um anschließend direkt wieder abzukühlen, was unnötig viel Strom verbraucht. Unser Stromspartipp: Stellen Sie den Durchlauferhitzer besser niedriger ein.

Stromspartipp: Perlatoren reinigen

Strom sparen: Kleinigkeiten wie verkalkte Perlatoren können den Stromverbrauch in die Höhe treiben.

Übrigens: Auch verkalkte oder verschmutzte Perlatoren, Zuläufe zum Wasserhahn oder verschlissene, alte Mischbatterien können die Ursache mangelnder Heizleistung sein. Perlatoren lassen sich leicht austauschen, bei Zuläufen und Armaturen sollten Sie den Installateur befragen. Der wird einen sehr alten Durchlauferhitzer oder eine zugesetzte Mischbatterie gegebenenfalls durch ein neues Modell ersetzen.


Stromspartipp: Duschen statt Baden

Um mit dem Durchlauferhitzer zusätzlich Strom zu sparen, sollten Sie Duschen statt Baden. Jeder Liter Wasser, der erwärmt wird, muss vom Erhitzer aufgewärmt werden. Ergo sinkt mit dem Wasserverbrauch automatisch der Stromverbrauch, und das nicht zu knapp: Ein typischer Durchlauferhitzer hat eine Nennleistung von 18, 21 oder 24 Kilowatt. Das bedeutet, dass ein voll aufgedrehter Durchlauferhitzer demnach bei einer Stunde Wasserdurchfluss bis zu 24 Kilowattstunden Strom verbrauchet. Moderne Geräte haben aber zum Glück mehrere Leistungsstufen, die abhängig von der Durchlaufmenge umgeschaltet werden. Um einen 24-KW-Durchlauferhitzer voll auszureizen, muss schon an mehreren Hähnen heißes Wasser laufen.

Strom sparen: Duschen statt Baden

Duschen statt Baden: Ein Vier-Personen-Haushalt kann im Jahr – je nach Art der Warmwasserbereitung – leicht 150 bis 250 Euro Energie- und Wasserkosten sparen, wenn anstelle der Badewanne die Dusche genutzt wird. (Quelle: Stadwerke Karlsruhe)

Dennoch: Ein Vollbad kostet durch die große Durchlaufmenge von rund 150 Litern mehr Strom als eine ausgiebige Dusche, die vielleicht 50 Liter Wasser verbraucht. Zumal das Badewasser in aller Regel heißer sein muss, da es Verluste durch die Einlaufzeit, die kalte Badewanne und die größere Oberfläche gibt. Unser Stromspartipp lautet also: Entscheiden Sie sich für die Dusche statt für die Badewanne. Wasserspar-Duschköpfe können zusätzlich Strom sparen, schlicht, weil weniger Wasser durchläuft. Angenommen, mit einem normalen Duschkopf arbeitet der Erhitzer auf Stufe 2, also 2/3 Leistung (16 KW), kann er mit einem Wasserspar-Duschkopf, der zum Beispiel nur noch 7,5 statt 15 Liter Wasser pro Minute verbraucht, vielleicht auf Stufe 1 (1/3 Leistung, 8 KW) arbeiten. Effektiv würde ein solcher Duschkopf also den Stromverbrauch um 50 Prozent senken.

Zusatztipp Wasserhahn/Haushalt: Wasser sparen heißt Strom sparen

Was für Dusche und Badewanne gilt, gilt selbstverständlich auch für die regulären Wasserhähne im Bad. Wenn Sie beim Zähneputzen Warmwasser laufen lassen, müssen Sie sich nicht über eine hohe Stromrechnung wundern, denn auch hier arbeitet natürlich der Durchlauferhitzer, wenn auch auf niedriger Stufe und vielleicht nicht zwei bis drei Minuten.

Wasserhahn Wasser sparen


Das Sparpotenzial ist gigantisch: Wenn Sie lästige Stromfresser im Badezimmer bewusst vermeiden, können Sie mehreren hundert Euro im Jahr sparen. Das Allyouneed Magazin erklärt Ihnen, mit welchen Stromspartipps das funktioniert.

Über das Jahr läppert sich aber auch das, gerade wenn mehrere Personen im Haushalt dieses Verhalten an den Tag legen. Nur 5 Minuten unbedachtes Heißwasser am Tag bedeuten im Jahr 365 Tage x 1/12 Stunde x 8 KW Heizleistung = 243 Kilowattstunden Stromverbrauch. Bei einem Kilowattstundenpreis von 25 Cent sind das rund 61 Euro, die Sie sich nun wirklich sparen können.

Lesetipp der Redaktion: Wie funktioniert ein Rauchmelder? Was gilt es bei der Montage, was beim Kauf zu beachten? Rauchmelder richtig montieren: Das Allyouneed Magazin kennt die Antworten.

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