Stromkosten senken: 14 Stromspartipps für die Küche

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In der Küche ist es besonders schwer, Stromkosten einzusparen: Hier sind Geräte am Werk, die je nach Benutzung entweder permanent laufen müssen. Oder solche, die bei Bedarf in kurzer Zeit viel Leistung bringen müssen und dementsprechend viel Saft aus der Dose ziehen. Mit unseren 14 Stromspartipps reduzieren Sie den Stromverbrauch in Ihrer Küche.


Alle Jahre wieder winkt die Stromrechnung, in den meisten Haushalten trotz Energiesparlampen und moderner Geräte mit zum Teil heftigen Nachzahlungen. Neben dem Bad ist es vor allem die Küche, die die Stromkosten massiv in die Höhe treibt.

Kein Wunder, schließlich sind hier zahlreiche Stromfresser am Werk. Die Dauerläufer Kühlschrank und Gefriertruhe saugen 24 Stunden täglich am Netz, hinzu kommen in fast jedem Haushalt installierte Leistungsfresser wie Herd, Backofen, Mikrowelle, Spülmaschine, Dunstabzugshaube und Durchlauferhitzer. Und dann sind da natürlich noch all die kleinen Helferlein, von Exoten wie Reiskocher und Tischgrill über regelmäßige Unterstützer wie die Fritteuse und das Waffeleisen bis hin zu alltäglichen Energieverbrauchern wie Wasserkocher und Kaffeemaschine.

Stromspartipps Küche

Das Allyouneed Magazin verrät Ihnen 14 tolle Stromspartipps für die Küche.

Die gute Nachricht: Viele Geräte bedeuten auch viel Einsparpotenzial. Das sorgt am Ende des Jahres für genug Ersparnis auf der Stromrechnung, um besonders fiese Stromverschwender gegen effizientere Neugeräte zu tauschen. Das Allyouneed Magazin verrät Ihnen 14 Tricks, wie Sie Ihre Stromkosten in der Küche senken können.

Lesetipp der Redaktion: Wenn Sie lästige Stromfresser im Badezimmer bewusst vermeiden, können Sie mehrere hundert Euro im Jahr sparen. Das Allyouneed Magazin erklärt Ihnen, wie das in der Praxis funktioniert.

Stromkosten senken: 14 Stromspartipps für die Küche

Stromspartipp: Kühlschrank runterdrehen

So banal es klingt, so wertvoll ist dieser Tipp fürs Stromsparen: Ein Kühlschrank muss in Deutschland üblicherweise nicht mit voller Kraft laufen, dafür ist es hier, von einigen heißen Sommertagen abgesehen, nicht warm genug. Falls Ihr Kühlschrank an einem sonnigen Ort steht und er sich bewegen lässt, sollten Sie ihn an einen schattigen Platz rücken. Dann reicht normalerweise die Hälfte der Maximaleinstellung, um alle Nahrungsmittel effektiv zu kühlen. Das senkt die Stromkosten erheblich.

Stromkosten Kühlschrank

Möchten Sie im Haushalt Strom und Geld sparen? Dann sollten Sie in der Küche anfangen: Kühlschrank richtig einstellen, Wasserkocher statt Kochtopf benutzen, den Ofen mit Umluft heizen.

Prüfen Sie die Einstellung am besten sofort: Oft dreht man den Regler an heißen Tagen oder für ein kühles Bier auf Maximum und vergisst dann, die Temperatur wieder runterzudrehen. Die Folge: unnötige Stromkosten.


Stromspartipp: Auf die Kühlschrank-Bestückung achten

Wenn Sie die Temperatur Ihres Kühlschranks herunterdrehen, sollten Sie bei der Kühlung die Gesetze der Thermodynamik beachten. Ist die Tür auf, geht Kälte verloren, weshalb sie möglichst selten offen stehen sollte. Wie viel Energie dabei verbraucht wird, hängt auch davon ab, ob Ihr Kühlschrank voll oder leer ist. Beim Öffnen von leeren Kühlschränken entweicht mehr kalte Luft als bei vollen Kühlschränken. Außerdem wichtig: Unten ist es im Kühlschrank immer kälter als oben, weil Wärme nach oben steigt. Das bedeutet, dass verderbliche Ware wie Fleisch und Fisch nach unten gehört, Getränke, Soßen, rohe Eier und andere vergleichbar haltbare, aber zu kühlende Nahrungsmittel in die oberen Fächer.

Stromspartipp: Kühlschrank gegebenenfalls austauschen

In Zeiten ausgiebiger Kochexperimente in der heimischen Küche ist ein großer Kühlschrank natürlich praktisch. Wenn aber irgendwann ein kleineres Modell ausreichen würde, verschwendet er nur unnötig Energie.

A+++ Kühlschrank sparen

Beim Ersatz eines etwa 15 Jahre alten Kühlschranks der Effizienzklasse D durch ein Modell der Klasse A+++ sparen Sie im Schnitt 380 Kilowattstunden und rund 99 Euro pro Jahr. (Quelle: co2online.de)

Gleiches gilt für Altgeräte, die verbrauchen nämlich fast doppelt so viel Strom, wie die Website die-stromsparinitiative vorrechnet. Auf das Jahr gerechnet, ausgehend von 25 Cent pro Kilowattstunde, sind das immerhin rund 100 Euro zusätzliche Stromkosten. Ein Austausch kann sich also schon bei einer Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren amortisieren.

Stromspartipp: Effektiver kochen

Doch nicht nur der Kühlschrank ist ein Stromfresser. Wenn Sie zu den Nudel-Liebhabern gehören und täglich Wasser für Spaghetti, Penne und Co. zum Kochen bringen, können Sie hier massiv Strom sparen. Unser Tipp: Kochen Sie auf niedrigerer Stufe und dafür mit Deckel, der höhere Druck sorgt automatisch für eine effektive Zubereitung.

Stromkosten senken Küche Tipps

Eigentlich selbstverständlich: Beim Kochen sollte der Deckel immer auf dem Topf liegen. Ohne Deckel entweicht die Wärme nach außen und es dauert wesentlich länger, bis das Wasser kocht.

Achtung: Wenn die Nudeln im Wasser sind, sollte kein Deckel mehr benutzt werden. Kochendes Wasser kocht übrigens auch dann noch weiter, wenn Sie den Herd ein bis zwei Stufen niedriger stellen. Gleiches gilt natürlich auch für andere Gerichte. Wo der Herd 20 % niedriger eingestellt ist, werden auch 20 % weniger Strom verbraucht – eine einfache Rechnung.


Stromspartipp: Mikrowelle bei kleinen Portionen nutzen

Mikrowellen sind praktische Helfer, wenn es darum geht, schnell kleine Portionen zu erwärmen, denn sie arbeiten mit Radarstrahlen, die Wassermoleküle zum Schwingen bringen. Mehr Schwingung bedeutet mehr Hitze. Dadurch werden stark wasserhaltige Lebensmittel wie Kartoffeln oder Fleisch sehr schnell sehr warm. Die maximale Leistung einer Mikrowelle liegt zwar je nach Modell zwischen 600 und 1.200 Watt, was nach Adam Riese bedeutet, dass sie 0,6 bis 1,2 Kilowattstunden pro Stunde verbraucht. Der Trick ist jedoch, dass Mikrowellen Lebensmittel deutlich effektiver durchdringen als die Wärmestrahlung des Herds, wodurch es zumeist nur wenige Minuten dauert, bis das Essen schön heiß ist.

Stromspartipp: Effektiv garen mit der Mikrowelle

Und noch ein Mikrowellen-Tipp: Schauen Sie ins Handbuch, welche Leistung für welche Nahrungsmittel empfohlen wird. Die höchste Stufe ist nur sehr selten sinnvoll! Je niedriger die Mikrowelle eingestellt ist, desto schonender und effektiver werden Lebensmittel gegart. Auch wenn das Gerät dafür etwas länger laufen muss, spart das unter dem Strich Strom – und es schmeckt besser!

Stromspartipp: Wasserkocher statt Herd

Manchmal braucht es nur ein bisschen heißes Wasser, sei es für eine Nudelsuppe oder eine schöne Tasse Tee. In beiden Fällen ist ein Wasserkocher am effektivsten: Ein guter Wasserkocher zieht zwar ordentlich Strom – braucht aber nur kurz, um das Wasser zum Sprudeln zu bringen, was Kilowattstunden spart. Es kann sich sogar lohnen, Wasser im Wasserkocher vorzukochen und in einen bereits erwärmten Topf umzufüllen, etwa für Spaghetti. Unser Stromspartipp: Greifen Sie also öfter mal zum Wasserkocher.

Stromspartipp: Stromsparend auftauen (1)

Wenn Sie zu den Menschen gehören, die Tupperware-Töpfe einfrieren oder gerne Fisch essen, werden Sie vermutlich das Auftauprogramm Ihrer Mikrowelle verwenden. Das ist nicht wirklich sinnvoll. Gerade bei großen Portionen dauert das eine Weile, die Mikrowelle verbrät dabei rund 200 Watt pro Stunde oder mehr. Besser: Kochen Sie Wasser mit dem Wasserkocher auf, gießen Sie es zu kaltem Wasser in einen großen Topf. Die Temperatur sollte der von angenehmem Badewasser entsprechen. Stellen Sie den Herd auf kleinste Stufe, legen Sie Ihr Auftaugut in den Topf und stellen sie ihn auf die Herdplatte.

Stromspartipp: Stromsparend auftauen (2)

Eine weiterer Trick, um Stromkosten zu senken: Planen Sie Ihr Essen. Fisch schmeckt sowieso am besten, wenn er in Ruhe im Kühlschrank auftauen darf. Legen Sie ihn am Abend eingepackt auf einen Teller im Kühlschrank. Bei 7 Grad taut der Fisch binnen 12 Stunden gemächlich auf, ohne dass er verdirbt.


Stromspartipp: Tiefkühlpizza mit Umluft zubereiten

Junkfood-Fanatiker müssen jetzt stark sein: Der Backofen ist einer der ganz perfiden Stromfresser im Haushalt und sollte möglichst effektiv betrieben werden. Das bedeutet: Chicken Wings, Tiefkühlpizza und all die anderen Leckereien, die ewig brauchen, sollten von Stromsparern möglichst gemieden oder wenigstens in der effektiveren Backform „Umluft“ zubereitet werden. Denn selbst moderne Backöfen verbrauchen bis zu einer Kilowattstunde. Die Tiefkühlpizza mit einer halben Stunde Vorwärm- und Backzeit macht dann jedes Mal rund 13 Cent auf der Stromrechnung aus – bei älteren Öfen sogar noch einmal deutlich mehr.

Stromspartipp: Backofen früher abschalten und geschlossen lassen

Wenn Sie etwas backen, sollten Sie möglichst kurz vorwärmen sowie die Restwärme nutzen: Ob Tiefkühlpizza oder Kuchen, Sie können den Ofen ruhig einige Minuten vor dem Ende der Backzeit abschalten.

Backofen Restwärme nutzen

Praxis-Tipp: Nutzen Sie die Restwärme des Backofens zum Fertiggaren

Die Hitze bleibt erhalten, solange Sie nur die Ofentür zulassen und reicht in aller Regel, um die Backwaren fertig durchzugaren.

Stromspartipp: Lieber Spülmaschine als Handspülen

Nach dem Essen ist Spülen angesagt. Was viele nicht wissen: Ein moderner Geschirrspüler ist deutlich effektiver als das Spülen mit der Hand! Besonders dann, wenn Ihr Wasser mittels Durchlauferhitzer oder Elektroboiler erwärmt wird.

Kosten senken Spülmaschine

Hätten Sie es gewusst? „Spülen mit der Maschine braucht im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie als Handspülen“, so lautet das Ergebnis einer Vergleichsstudie der Universität Bonn mit 200 Haushalten in Deutschland, Italien, Schweden und Großbritannien.

Fließendes heißes Spülwasser sollte ebenfalls tabu sein, da die Durchlauferhitzer hier mit Leistungen von rund 2.000 Watt mächtig Strom ziehen. Außerdem sparen moderne Spülmaschinen Wasser: gegenüber dem Handspülen bis zu 50 Prozent!


Stromspartipp: Spülmaschine im Eco-Programm laufen lassen

Wenn Sie nicht gerade Auflaufformen und Käsefondue-Schüsseln spülen müssen, reicht es in aller Regel, die Spülmaschine im Eco-Modus laufen zu lassen. Das spart zusätzlich Strom und Wasser. Achten Sie auf vernünftige Spültabs, genügend Klarspüler und Salz in der Maschine. Wichtig: Ab und zu sollte das Gerät dann aber doch mit voller Kraft laufen. Das entfernt Fettreste, Gerüche und verlängert die Lebensdauer.

Stromspartipp: Kaffeemaschine mit Thermoskanne kaufen

Wenn Sie viel Kaffee trinken, brühen Sie vermutlich jeweils am Morgen und am Nachmittag einen schönen Filterkaffee auf. Standard-Kaffeemaschinen haben allerdings ein kleines, stromfressendes Detail: Die Heizplatte springt wieder und wieder an, um den Kaffee in der Kanne auf Temperatur zu halten. Tipp: Kaufen Sie sich eine Kaffeemaschine mit Thermoskanne und ohne Heizplatte, um Strom zu sparen.

Lesetipp der Redaktion: Ihre Wohnung ist ein Traum – nur das Schlafzimmer ist ein Alptraum für Klaustrophobiker? Keine Panik: Mit unseren 13 Tipps machen Sie selbst aus dem kleinsten Raum eine gemütliche Wohlfühl- und Ruheoase.

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