Canon EOS 100D: Coole Stop-Motion-Videos selber machen

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Mit der Stop-Motion-Technik können Sie ganz einfach kleine Trickfilme erstellen, die nicht nur spektakulär anzuschauen sind, sondern auch erstaunlich wenig Arbeit machen. Alles, was Sie brauchen, ist eine Kamera wie die Canon EOS 100D, ein Stativ und ein wenig Zeit.

Wie wäre es, einmal selber einen Trickfilm zu machen? Dazu bietet sich die Stop-Motion-Technik an, die fast so alt ist wie das Kino selbst. Ein Motiv – das kann eine Figur, eine Fläche mit Objekten oder mehrere Menschen sein – wird fotografiert, anschließend wird die Position des Motivs minimal verändert und ein weiteres Foto geschossen. Diese Einzelbilder werden dann zu einer Serie hintereinander gelegt. Mindestens 15 dieser Einzelbilder ergeben zusammen eine Sekunde Film. Dank Digitalkameras wie der Canon EOS-Spiegelreflexkamera und Computern kann das inzwischen jeder zu Hause selber machen.

Besonders beliebt als Motiv sind dabei Lego-Männchen. Gut gemacht, eignen sie sich auch hervorragend als kleine Werbefilmchen.

Stop-Motion: Uralt – und doch modern

Schon in den ersten Filmklassikern, etwa „Metropolis“ (1927) oder „King Kong“ (1933) kam die Stop-Motion-Technik zum Einsatz. In moderneren Werken wie „Ghostbusters 2“ (1989) erreichte sie ihre maximale Reife, bevor sie bis auf Weiteres von Computertechnik abgelöst wurde. Spätestens seit „Jurassic Park“ (1993) setzen Regisseure zwar auf computergenerierte Bilder. Die sind aber, so eindrucksvoll sie dank Bluescreen, passender Beleuchtung und spektakulärer Kamerafahrten auch sein mögen, letztlich nichts anderes als Trickfilme nach dem Stop-Motion-Prinzip. Das gleiche gilt für alle Zeichentrickfilme, egal ob aus dem Computer oder von Hand gezeichnet. Klassische Stop-Motion-Animation ist immer das Zum-Leben-Erwecken eigentlich lebloser Dinge, sei es die King-Kong-Figur im Hollywood-Klassiker oder das Lego-Männchen im heimischen Stop-Motion-Studio.

Was benötige ich für Stop-Motion-Filme?

Um einen Stop-Motion-Film zu erstellen, benötigen Sie neben etwas Kreativität und Zeit natürlich ein wenig Technik. Eine aktuelle Kamera, am besten eine Spiegelreflex, ist ebenso Pflicht wie ein stabiles Stativ.

Stop-Motion Canon EOS 100D

Unser Foto-Redakteur hat seinen dreisekündigen Stop-Motion-Testfilm mit einer Canon EOS 100D erstellt und auf YouTube hochgeladen.

Wer noch ein paar Euro zusätzlich investieren möchte, sollte auf eine preiswerte Tele-Festbrennweite wie Canons EF 50mm setzen – das Risiko, dass sich während der Aufnahme das Tele verschiebt, wird damit massiv gemindert. Ebenfalls sinnvoll ist die Einrichtung eines kleinen Fotostudios samt passender Beleuchtung mit Hilfe eines sogenannten Fotozelts.

Canon EOS 100D

Canon EOS 100D: Für die Bildkomposition steht Ihnen der helle, reaktionsschnelle optische Sucher oder der 7,7 cm (3,0 Zoll) 3:2 Clear View II TFT-Touchscreen mit 1.040.000 Bildpunkten zur Verfügung, über den auch die Kameraeinstellungen gesteuert werden können.

Wenn Sie Stop-Motion einfach mal ausprobieren möchten, reicht es natürlich auch, die Kamera auf ein Stativ zu stellen und das Motiv abzufotografieren.

Welche Software brauche ich für Stop-Motion?

Grundsätzlich können Sie Stop-Motion-Animationen auf dem Stativ „aus der Hand“ schießen. Dann besteht jedoch das Risiko, dass die Aufnahmen verwackeln, Sie die Kameraposition verschieben oder ähnliches. Deutlich einfacher ist es deshalb, die Kamera mit einer Aufnahmesoftware fernzusteuern. Mit dem EOS-Utility liefert Canon allen seinen EOS-Kameras das passende Programm mit.

Stop-Motion-Clip Anleitung

Stop-Motion mit der Canon EOS 100D: Die intelligente Canon Automatik mit automatischer Motiverkennung analysiert jede Szene und wählt automatisch die hierfür optimalen Einstellungen.

Verbinden Sie die Kamera wahlweise per WLAN oder USB-Kabel mit dem Rechner und starten Sie anschließend das EOS-Utility. Es zeigt das Livebild direkt auf dem Rechner an und ermöglicht es, das Foto auszulösen. Die Bilder werden direkt auf Ihrem PC oder Mac gespeichert.

Canon EOS-Utility

Mit dem EOS-Utility können Sie ganz bequem Bildfolgen per Fernauslösung aufnehmen.

Zusätzlich benötigen Sie noch ein Programm, um die Aufnahmen zusammenzufügen. Davon gibt es viele, oft sind Stop-Motion-Tools aber nicht kostenlos zu haben – Zeitraffer-Tools hingegen schon! Und die funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie die Stop-Motion-Animation: Aus einer bestimmten Anzahl von Einzelbildern wird ein Film zusammengestellt! Auf dem Mac bietet sich die Freeware Time Lapse Assembler oder Interval an.

Interval

Time-Lapse-Software wie Interval für Mac hilft, die Bilderfolgen zu einem Film zu kombinieren.

Für Windows und Linux gibt es kostenlos die etwas komplexere Software Chronolapse, die den gleichen Zweck erfüllt. Und dann können Sie im Grunde auch schon loslegen.

Anleitung: Stop-Motion-Filme erstellen – so geht’s!

  1. Nehmen Sie Ihre Kamera und schalten Sie den Bildstabilisator am Objektiv ab.
  2. Stellen Sie Ihre Kamera auf ein Stativ und richten Sie sie aus.
  3. Verbinden Sie sie per USB mit der Kamera-Software auf Ihrem PC oder Mac, etwa Canon Utility.
  4. Schalten Sie die Kamera ein und wählen Sie am Rechner „Livebild-Aufnahme“.
  5. Stellen Sie an der Kamera nun den manuellen Fokus ein und fokussieren Sie das Motiv.
  6. Drücken Sie in der Software den Auslöser.
  7. Bewegen Sie Ihr Motiv minimal, drücken Sie den Auslöser erneut.
  8. Wiederholen Sie die Schritte 6 und 7 so lange, bis Sie etwa 30 bis 60 Bilder aufgenommen haben.

Sie sollten bei der Aufnahme zunächst von einer Frame-Rate von 15 ausgehend arbeiten. Das bedeutet: 15 Einzelbilder ergeben in diesem Fall eine Sekunde Film. Für einen Kurzfilm von einer Minute müssen Sie also folgerichtig 60 x 15 = 900 Aufnahmen machen und vor jeder neuen Aufnahme Ihr Motiv ein wenig bewegen. Von daher empfiehlt es sich, zunächst mit zwei- bis dreisekündigen Sequenzen zu beginnen, um ein Gefühl für die Animation zu bekommen.

Bilder zusammenfügen

Die Bilder werden vom Canon-Utility direkt im Bilder-Ordner gespeichert, praktischerweise mit fortlaufenden Nummern. Sie haben nun die Möglichkeit, die Bilder stapelweise zu verkleinern, alternativ können Sie in den Tools Intervall oder Chronolapse angeben, dass dieser Schritt beim Export durchgeführt werden soll. Wählen Sie ein kompatibles Export-Format, etwa MPEG-4, setzen Sie die Frame-Rate auf „15“ und wählen Sie eine Filmauflösung.

YouTube

Fertige Filme können Sie direkt bei YouTube hochladen – oder mit einem Schnittprogramm weiter verfeinern.

Der anschließende Export dauert auf modernen Rechnern nicht lange. Danach haben Sie Ihren Stop-Motion-Film auf der Festplatte und können ihn sich ansehen oder wie jedes andere Videomaterial in einem Schnittprogramm verarbeiten, mit Musik unterlegen, King-Kong neu verfilmen oder das Stück bei YouTube hochladen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei!

Hier unser Beispiel mit dem Lego-Rennfahrer aus den Screenshots:

Lesetipp der Redaktion: Von der Einsteiger-Spiegelreflexkamera bis zur Profi-DSLR: In diesem Kaufratgeber finden Sie eine Übersicht über die auf dem Markt erhältlichen EOS-Modelle von Canon. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede der einzelnen Produktlinien und verraten, welche Canon EOS zu Ihren ganz persönlichen Anforderungen und Bedürfnissen passt!