Ansmann Headlight Future: LED-Stirnlampe im Test

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Hell, bequem, ausdauernd, günstig: Mit der Headlight Future will Ansmann den Allrounder unter den Stirnlampen liefern. Wir testen drinnen und draußen, was die kleine Stirnlampe mit Kopfgurt in der Praxis taugt.

Es ist kalt, es ist dunkel, es ist nass. Oder auch: Es ist Sommer 2016 in Deutschland. Meine abendlichen Jogging- und Fahrradausflüge am Rhein sind momentan durch die anhaltende Düsternis eher frustrierend als belebend. Da kommt mir die Headlight Future von Ansmann mehr als gelegen: Muss ich mich normalerweise im Juli um 21 Uhr nicht darum sorgen, gesehen zu werden, ist es momentan so früh dunkel, dass man als Jogger durchaus gefährlich lebt. Eine gute Stirnlampe ist hier die perfekte Lösung. Sie beleuchtet den Weg und damit eventuelle Stolperfallen und macht den Läufer für Autos und Radfahrer unübersehbar – nicht nur in der Großstadt ein Segen.

Gleich vorweg: Die Ansmann Headlight Future will sich von der Vielzahl von Stirnlampen mit einer besonders hellen Leuchtkraft, langer Laufzeit und einem bequemen Sitz abheben. Nach zwei Wochen im Dauereinsatz kann ich entspannt behaupten: Mission gelungen!

Stirnlampe im Test: Die Ansmann Headlight Future im Detail

Die Ansmann Headlight Future ist absolut funktional: Die 1,8-Watt-LED-Leuchte mit einem Durchmesser von knapp zwei Zentimetern sitzt in einem stabilen Kunststoffgehäuse. Der mitgelieferte Stirngurt wird an zwei seitlich angebrachten Halteklammern befestigt. Das klappt selbst bei mir als ausgewiesenem Doppellinkshänder in wenigen Sekunden – und die Lampe sitzt bombenfest. Nun noch die drei mitgelieferten AAA-Batterien in das Fach auf der „Stirnseite“ der Headlight Future einlegen und schon ist die Leuchte einsatzbereit.

Stirnlampe Ansmann

Die ultrahelle 1,8-Watt-LED und der um bis zu 70° verstellbare Neigungswinkel des Lampenkopfs garantieren eine optimale Ausleuchtung in allen Situationen.

Über einen Knopf auf der Oberseite schaltet sich die Lampe ein. Mein gut gemeinter Ratschlag: Schauen Sie auf keinen Fall direkt ins Licht, wenn Sie in den kommenden 15 Minuten noch etwas sehen möchten! Ansmann gibt die maximale Helligkeit der Headlight Future mit stolzen 4.000 Lux an, die unter idealen Bedingungen bis zu 200 Meter weit leuchten. Speziell für den Innenbereich haben die Macher einen Energiesparmodus integriert, der bei einem zweiten Klick auf den Power-Button anspringt. Hier reduziert sich die Leuchtkraft auf 30 Prozent, was immer noch genügt, um Licht in dunkle Räume zu bringen (doch dazu später mehr).

Stirnlampe: Haltegurt lässt sich an die Kopfform anpassen

Der Haltegurt der Ansmann Headlight Future lässt sich mit wenigen Handgriffen an die eigene Kopfform anpassen. Erfreulich: Weder ich mit meiner eher großen Birne noch meine zu Testern berufenen Freunde mit kleineren Köpfen hatten Probleme damit, die Stirnlampe von Ansmann sicher zu befestigen.

Future Headlight Ansmann

Die Future Headlight von Ansmann ist mit 45 Gramm ein regelrechtes Fliegengewicht und dadurch auch bei längerem Gebrauch sehr angenehm zu tragen. Das reflektierende Kopfband erhöht Sichtbarkeit und Sicherheit des Trägers.

Außerdem gab es keinerlei Beschwerden über mangelnden Tragekomfort: Nicht nur ist das Kampfgewicht der Headlight Future mit 80 Gramm (inklusive Batterien) erfreulich gering, auch drückt das Band selbst nach längerem Tragen nicht an der Stirn. Nach einiger Zeit vergesse ich, dass ich die Lampe umgeschnallt habe, was ihr definitiv hoch anzurechnen ist. Toll: Das Band bietet genug Spielraum, um sogar am Fahrradhelm Halt zu finden.

Ansmann Headlight Future in der Praxis

Genug der Theorie – wie schlägt sich die Stirnlampe von Ansmann in der Praxis? Um das herauszufinden, ging es erstmal in der Abenddämmerung aufs Rad. Hier bestätigte sich schnell der Eindruck, den ich gleich zu Anfang gewonnen hatte: Das Ding ist hell – und zwar so richtig. Ohne genau nachgemessen zu haben, glaube ich dem Hersteller, dass die Lampe tatsächlich bis zu 200 Meter weit leuchten kann. Wichtiger ist jedoch, dass die Stirnlampe durch die Diffusor-Linse dafür sorgt, dass der Lichtkegel gleichmäßig und sauber verläuft. Anstatt eines harten Schnitts geht das Licht am Rande sanft in die Dunkelheit über. Da die Ansmann Headlight Future in Sachen Helligkeit sogar die guten Lampen meines Trekkingrads übertrifft, fühle ich mich auch bei hohem Tempo in der Dunkelheit sicher. Nachdem die Lampe den Fahrradtest mit Bravour bestanden hat, ist es fast hinfällig zu erwähnen, dass sie auch beim Joggen ihren Zweck zur vollsten Zufriedenheit erfüllt hat.

Selbst vor Regen muss man dank Spritzwasserschutz und IP54-Zertifizierung keine Angst haben. Eine halbstündige Fahrt mit dem Rad durch strömenden Regen (bei Spitzengeschwindigkeiten von 30 km/h und mehr) hat die Stirnlampe von Ansmann jedenfalls schadlos überstanden!

PC, Auto und Co.: Die Stirnlampe im Hausgebrauch

Doch nicht nur unterwegs habe ich die Lampe in den vergangenen Wochen zu schätzen gelernt, auch zu Hause gehörte sie schnell zum Inventar.

Test Stirnlampe LED

Über den Ein-/Ausschalter sind zwei Helligkeitsstufen wählbar: ein 100%-Modus, mit dem man die volle Lichtleistung ausschöpfen kann. Der 30%-Energiesparmodus eignet sich speziell für den Nahbereich, wenn nur geringfügig ausgeleuchtet werden muss.

Das beginnt schon beim Abtauchen in die nerdigen Untiefen unter meinem PC-Schreibtisch. Die Lampe nimmt der Verkabelung von Geräten oder auch der Bastelei an meinem verstaubten Tower-PC einen nicht unwesentlichen Teil des Schreckens. So muss ich nicht umständlich per Taschen- oder Schreibtischlampe für die richtigen Lichtverhältnisse sorgen, sondern kann meinen Blick einfach auf das Ziel richten und mit freien Händen losarbeiten. Hier kommt ein bislang unerwähntes Feature zum Zuge: Die LED-Lampe lässt sich mit leichtem Druck in mehreren Stufen um bis zu 70 Grad im Gehäuse nach vorne neigen. So kommt der Lichtkegel immer genau da an, wo ich ihn benötige. Wie schon erwähnt schalte ich dabei per Klick in den Energiesparmodus um, der für den Heimgebrauch in fast allen Situationen genug Licht bietet. Selbst der Ausflug in meinen düsteren Rumpelkeller war mit der Ansmann Headlight ein gutes Stück komfortabler.

Stirnlampe Test

Stirnlampen sind nicht nur bei Joggern und Radfahrern, sondern auch bei Rettungsdiensten, Bergsteigern und Technikern sehr beliebt: Beide Hände bleiben frei für die Arbeit und das Licht ist immer genau an der richtigen Stelle!

Zwar bin ich nicht eben der Autoschrauber vorm Herrn, doch ich kann mir gut vorstellen, dass die Ansmann Headlight Future auch diesen Job um einiges leichter macht. Ich habe lange unterschätzt, wie sehr gutes Licht die Arbeit in vielen Situationen erleichtern kann. Durch die Stirnband-Konstruktion muss ich nicht mehr umständlich mit Taschenlampen und Co. herumhantieren, sondern habe das Licht immer im Sichtfeld. Kurzum: Die Stirnlampe aus dem Hause Ansmann ist eine hervorragende Ergänzung für den heimischen Werkzeugkasten. Fast bereue ich es, dass ich im Testzeitraum keinen Ausflug in eine Höhle machen konnte: Ich würde der Headlight Future auch hier voll und ganz vertrauen.

15 Stunden: Vielseitiger Langläufer

Das liegt auch an der absolut praxistauglichen Laufzeit: Ansmann verspricht bis zu 15 Stunden im Energiespar- und bis zu sechs Stunden im Standard-Modus. Letzteres habe ich getestet und die Lampe einfach mal dauerhaft eingeschaltet gelassen. Tatsächlich ging das Licht sogar erst nach etwas mehr als sechs Stunden aus, sodass für nahezu alle Tätigkeitszwecke genug Saft aus einer Batterieladung zu holen sein sollte.

Ansmann Headlight Future: Dank Schutzgrad IP54 ist die Stirnlampe gegen den Eintritt von Staub und Spritzwasser geschützt.

Ansmann Headlight Future: Dank Schutzgrad IP54 ist die Stirnlampe gegen den Eintritt von Staub und Spritzwasser geschützt.

Dabei habe ich übrigens die mitgelieferten Batterien vorübergehend durch AAA-Akkus ersetzt, was problemlos funktioniert hat. Im Vorfeld des Tests las ich vereinzelte Berichte, dass die Ansmann Headlight Future nicht mit Akkus zusammenarbeiten würde, was sich zum Glück als Falschmeldung herausgestellt hat. Für längere Trekking-Touren würde ich aber trotzdem eine Packung Ersatzbatterien mitnehmen. Zwar hält die Ansmann Headlight Future erfreulich lange durch, allerdings gibt es keine Anzeige für die verbleibende Energie in den Batterien. Daher gilt: lieber auf Nummer sicher gehen, um am Ende nicht doch noch im Dunkeln zu stehen.

Stirnlampe im Test: Mein Fazit zur Ansmann Headlight Future

Ich gebe zu: Als mir Allyouneed eine Stirnlampe zum Test angeboten hat, war mein erster Gedanke irgendwas mit „Was zum…???“ Doch nach ein paar Tagen mit der Ansmann Headlight Future wollte ich das gute Stück gar nicht mehr hergeben. Ob beim abendlichen Sport oder bei der heimischen Bastelei: Die Stirnlampe erfüllt ihre Kernaufgabe mit Bravour. Besonders das stabile und dennoch leichte Gehäuse samt praktischer Kippfunktion hat es mir angetan. Doch auch in Sachen Akkulaufzeit und natürlich bei der Lichtleistung (vor allem der für den Hausgebrauch ungemein praktische Energiesparmodus ist ein Segen) konnte mich die Lampe weitaus mehr überzeugen, als ich im Vorfeld gedacht hatte. Lediglich die fehlende Ladestandsanzeige ist ein kleiner Malus, die bietet aber in der Preisklasse auch kein mir bekanntes Alternativprodukt. Wer auf der Suche nach einer bequemen, zuverlässigen und vor allem extrem hellen Stirnlampe zu einem fairen Preis ist, darf bei der Ansmann Headlight Future bedenkenlos zugreifen.

Lesetipp der Redaktion: Taschenlampen gibt es wie Sand am Meer, doch nur wenige haben so viel Leuchtkraft wie die Ansmann Agent 5. Aber Leuchtkraft alleine macht noch lange keine gute Taschenlampe aus. Wir haben uns deshalb angesehen, ob sich die LED-Hochleistungstaschenlampe auch im Praxiseinsatz bewährt.