Sternschnuppen fotografieren: 8 Tipps, worauf Sie achten sollten

0

Sternschnuppen fotografieren: Wer eine Sternschnuppe sieht, soll die Augen schließen und darf sich etwas wünschen. Bei Fotografen läge der Wunsch auf der Hand: dass ihnen eine perfekte Aufnahme des Himmelschauspiels gelingt. Unsere Tipps zeigen Ihnen, wie Sie mit Ihrer Kamera tolle Bilder von Sternschnuppen machen.

Tipp: Von der Kompaktkamera über die digitale Spiegelreflexkamera bis zur spiegellosen Systemkamera – Wer eine neue Kamera kaufen möchte, ist bei Allyouneed.com an der richtigen Adresse.
Kameras bei Allyouneed

Tipp 1: Zur richtigen Zeit auf Sternschnuppen-Jagd gehen

Die besten Chancen auf tolle Sternschnuppen-Fotos haben Sie, wenn Sie sich mit Ihrer Kamera dann auf die Lauer legen, wenn ein Sternschnuppenstrom zu erwarten ist. Am bekanntesten sind die Perseiden, Lyriden und Geminiden. Schauen Sie im Sternschnuppen-Terminkalender nach, wann der nächste Schauer ansteht.

Der beste Zeitpunkt für ein gelungenes Foto ist dann, wenn die Sternschnuppenströme ihren Höhepunkt erreichen. Dabei spricht man zum Beispiel vom Perseiden- oder Geminiden-Maximum. An solchen Tagen sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde sichtbar. Streichen Sie sich diese Termine also unbedingt im Kalender rot an!

Sternschnuppen fotografieren

Für solche Fotos von Sternschnuppen mit langem Schweif müssen Sie mit langen Belichtungszeiten fotografieren.

Tipp 2: Glück mit dem Wetter haben

Zugegeben, dieser Tipp lässt sich in der Praxis schwer umsetzen. Um Sternschnuppen zu fotografieren, brauchen Sie einen klaren, möglichst wolkenlosen Himmel. In Deutschland haben wir leider nur selten solche sternenklaren Nächte.

Rückt das Sternschnuppenschauer-Maximum näher, achten Sie auf den Wetterbericht. Ist bei Ihnen zu Hause ein bedeckter Nachthimmel angesagt, während es 100 Kilometer weiter wolkenlos sein wird? Vielleicht lässt sich die Sternschnuppen-Fotografie mit einem kleinen Kurztrip verbinden!

8 Tipps: Sternschnuppen fotografieren

Halten Sie Ihre Kamera nicht nur senkrecht in den Himmel. Durch die Kombination mit anderen Bildelementen entstehen spannende Fotos.

Lesetipp der Redaktion: Von der Einsteiger-Spiegelreflexkamera bis zur Profi-DSLR: In diesem Kaufratgeber finden Sie eine Übersicht über die auf dem Markt erhältlichen EOS-Modelle von Canon.

Tipp 3: Einen geeigneten Platz zum Sternschnuppen fotografieren suchen

Falls Sie in einer ländlichen Region leben, können Sie Sternschnuppen quasi von der Haustür aus fotografieren. Städter hingegen müssen sich aufs Fahrrad oder ins Auto schwingen und ein paar Kilometer aus der Stadt hinausfahren.

Warum? Erstens brauchen Sie für die Astrofotos auch mit einem Weitwinkelobjektiv einen möglichst freien, unverbauten Blick auf den Nachthimmel. Zweitens: Die nächtliche Beleuchtung in den Städten stört. Suchen Sie sich deshalb am besten eine freie Fläche auf einem Feld oder einer Wiese, wo möglichst keine Lichtquelle in der Nähe ist.

Tipp 4: Eine optimale Kameraausrüstung mitbringen

Grundsätzlich können Sie Sternschnuppen mit jeder Kamera fotografieren, bei der Sie manuell eine lange Belichtungszeit einstellen können. Optimal ausgerüstet sind Sie mit einer DSLR oder einer spiegellosen Systemkamera, kombiniert mit einem Weitwinkelobjektiv. Haben Sie kein spezielles Weitwinkelobjektiv zur Hand, stellen Sie Ihr Zoomobjektiv auf die kleinstmögliche Brennweite. Je größer der Bildausschnitt ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Sternschnuppen einfangen.

Die besten Aussichten auf tolle Fotos haben Sie mit Kameras, die über einen großen Bildsensor verfügen. Professionelle Astrofotografen nutzen fast ausschließlich sogenannte Vollformatkameras, bei denen der Bildsensor 24 x 36 mm groß ist, in Kombination mit einem lichtstarken Weitwinkelobjektiv.

Sternschnuppenschauer fotografieren

Jackpot: Hier hat der Fotograf einen Sternschnuppenschauer perfekt erwischt.

Tipp 5: Mit praktischem Zubehör die Chance auf tolle Fotos erhöhen

Wenn Sie Sternschnuppen mit einer kurzen Belichtungszeit fotografieren, sehen Sie auf dem Bild nur ein helles Leuchten wie von einem Stern. Um eine Sternschnuppe mit ihrem typischen Schweif aufzunehmen, müssen Sie eine längere Belichtungszeit einstellen. So fängt die Kamera die Bewegung der Sternschnuppe ein. Der Nachteil bei langen Belichtungszeiten: Jede Bewegung ruiniert das Foto. Deshalb sollten Sie unbedingt ein Stativ mitnehmen und die Kamera darauf montieren. So nämlich bewegt sich Ihre Kamera während der Belichtungszeit keinen Millimeter, und Sie haben beste Chancen auf tolle Fotos.

Ebenfalls praktisch ist ein Fernauslöser. Egal ob kabelgebunden oder als Funklösung: Mit solch einem Fernauslöser bedienen Sie die Kamera, ohne Sie zu berühren. Per Knopfdruck starten und beenden Sie die Belichtung eines Fotos. Dadurch können Sie sehr bequem mit unterschiedlichen Belichtungszeiten experimentieren und müssen zudem nicht riskieren, dass Sie durch das Drücken des Auslösers an der Kamera das Bild verwackeln.

Tipp 6: Die richtigen Kameraeinstellungen wählen

Mit der Kameraautomatik kommen Sie bei der Astro- und Sternschnuppenfotografie leider nicht sehr weit. Stattdessen sollten Sie alle Einstellungen manuell vornehmen.

  1. Stellen Sie die Kamera in den manuellen Modus. Bei den meisten Kameras ist das die Einstellung „M“ am Programmwahlrad.
  2. Stellen Sie die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors von „Automatik“ auf ISO 100 um. Ansonsten versucht die Kamera, die schlechten Lichtverhältnisse durch eine Erhöhung der Lichtempfindlichkeit des Sensors auszugleichen. Das ist nicht nur unnötig, weil Sie deshalb eh mit langen Belichtungszeiten fotografieren, sondern auch schädlich, weil dadurch störendes Bildrauschen entsteht.
  3. Deaktivieren Sie den Autofokus und stellen Sie den Fokus manuell auf unendlich. Ansonsten wird die Kamera permanent verzweifelt versuchen, einen Punkt am Himmel zu finden, auf den sie scharf stellen kann.
  4. Stellen Sie eine offene Blende ein, damit möglichst viel Licht auf den Bildsensor fällt. Je kleiner der Blendenwert (zum Beispiel f/1,8), desto offener ist die Blende.
  5. Kontrollieren Sie an Ihrem Objektiv, ob dieses einen Bildstabilisator mitbringt. Falls ja, schalten Sie ihn aus. Bei Sternschnuppenfotos schadet er mehr, als dass er nutzt.
  6. Stellen Sie die Belichtungszeit auf mindestens 10 Sekunden. Experimentieren Sie ruhig auch mit längeren Belichtungszeiten von 30 Sekunden und mehr. Haben Sie einen Fernauslöser zur Verfügung, stellen Sie die Kamera auf Langzeitbelichtung. Dann können Sie per Knopfdruck die Belichtung starten und beenden.
Sternschnuppen richtig fotografieren

Durch die lange Belichtung erstrahlen bei Astrofotos künstliche Lichtquellen auf der Erde extrem hell.

Tipp 7: Viel Zeit mitbringen

Bei der Sternschnuppenfotografie ist es wie bei der Wildtierfotografie: Sie brauchen als Fotograf jede Menge Geduld. Wann genau Sie einen spektakulären Sternschnuppenregen einfangen können, lässt sich nicht auf die Stunde genau vorhersagen. Vielleicht gelingt Ihnen ein Top-Foto um Mitternacht, vielleicht auch erst um 4 Uhr morgens.

Deshalb gilt: Packen Sie sich eine große Thermoskanne mit heißem Kaffee ein – es kann ein langer Abend werden.

Tipp 8: Kontrollieren Sie die Fotos erst zu Hause am PC

Viele Fotografen haben schon den entscheidenden Augenblick bei einem Sternschnuppenregen deshalb verpasst, weil sie just in der Sekunde damit beschäftigt waren, auf dem Kamera-Display die bereits aufgenommenen Bilder durchzusehen.

Schauen Sie sich Ihre Bildersammlung lieber nach der Foto-Session auf Ihrem Computer an. Auf dem großen Monitor können Sie eh viel mehr erkennen als auf dem kleinen Kamera-Display. Und falls Sie so lange partout nicht warten möchten, nehmen Sie ein Notebook mit und verbinden Sie dieses per USB-Kabel mit Ihrer Kamera. So können Sie Ihre Bilder kontrollieren und gleichzeitig weiterfotografieren.

Fazit: Für solch spektakuläre Fotos lohnt sich jede Mühe

Wer Sternschnuppen fotografieren möchte, braucht Geduld, die richtige Ausrüstung, optimale Kameraeinstellungen und natürlich auch das nötige Glück. Doch die Mühe lohnt sich, denn die Chance auf solch spektakuläre Bilder bekommt man nur selten.

Lesetipp der Redaktion: Canon, Nikon, Sony, Panasonic, Olympus. Sichern Sie sich JETZT auf Allyouneed die besten Angebote. In unserem B-Ware-Channel bieten wir für Sie zahlreiche Produkte zu günstigen Preisen an. Übrigens: Die B-Ware ist auf Allyouneed.com bei vielen Händlern versandkostenfrei! Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Demogeräten, B-Ware und generalüberholten Produkten bei Allyouneed die absoluten Megaschnäppchen machen können!