Richtig Staubwischen: So geht´s kinderleicht

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Ob Staubwedel, Luftreiniger oder feuchtes Tuch: Es gibt viele Methoden, Wollmäusen an den Kragen zu gehen. Aber Staubwischen ist oft frustrierend. Weil Staub ständig wiederkommt. Wir erklären, wie Sie den Staub endlich loswerden und warum Orchideen dazu beitragen.


Eine aktuelle Studie von Forschern der George-Washington-Universität in Milken in den USA zeigt: Im Hausstaub stecken giftige Chemikalien. 45 verschiedene Stoffe haben die Wissenschaftler analysiert, unter anderem Phthalate, Phenole und Flammenschutzmittel wie TPHP. Diese Stoffe wirken sich negativ auf unsere Gesundheit aus und stecken etwa in Plastik oder Putzmittel. Über die Luft setzen sich winzige Partikel mit dem Hausstaub auf Boden und Möbel ab. Und sollten deswegen regelmäßig entfernt werden.

Staubwischen mit Staubwedel

Staubwischen ist eines der lästigsten Hausarbeiten. Doch Möbel & Co. müssen trotzdem regelmäßig entstaubt werden.

Doch Staubwischen ist gar nicht so einfach. Denn wer mit einem trockenen Tuch über Türen und Fußleisten wischt, wird den Staub nicht los, sondern verteilt ihn lediglich in der Wohnung. Und nach wenigen Tagen präsentiert sich wieder eine graue Schicht auf den gereinigten Möbeln. Es ist wie schon bei Cervantes Don Quijote: Man kämpft gegen Windmühlen. Und hat keine Chance, diesen Kampf jemals zu gewinnen.

Tipps fürs richtige Staubwischen

Staubwischen macht keinen Spaß, das wissen wir alle. Trotzdem sollte diese Arbeit nicht bloß einmal im Jahr verrichtet werden. Je länger Sie das Staubwischen auf die lange Bank schieben, umso mehr müssen Sie wedeln. Daher lohnt es sich, einmal in der Woche Schränke und Regale zu putzen. Gehen Sie dafür immer von oben nach unten vor. Außerdem hilft die folgende Checkliste, Staub gar nicht erst entstehen zu lassen.

  • Je trockener die Luft, umso leichter kann sich Staub ausbreiten. Stellen Sie Pflanzen auf, die für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen, etwa Orchideen oder Efeu. Diese filtern die Schadstoffe und ziehen den Staub magisch an.
  • Stellen Sie im Winter Gefäße mit Wasser auf die Heizung. Dadurch wird die Luft weniger trocken. Das Wasser verdunstet und befeuchtet die Luft, Staub kann sich weniger ausbreiten.
  • Ein Fenster, das über einen langen Zeitraum gekippt ist, lockt mehr Staub an als eines, das kurz weit geöffnet wird. Daher immer lieber Stoßlüften, so gelangt weniger Staub in die Wohnung.
  • Weniger ist mehr: Je weniger Staubfänger in der Wohnung stehen, umso weniger müssen Sie putzen.
  • Textilien reduzieren: Auf Stoff sammelt sich unglaublich viel Staub an. Wer auf Kissen und Decken dennoch nicht verzichten möchte, sollte diese regelmäßig draußen ausschütteln und mit einem feuchten Tuch abwischen – Feuchtigkeit ist der beste Freund beim Staubwischen.
  • Antistatikspray: Besprühen Sie Oberflächen mit dem Spray. Die statischen Eigenschaften werden dadurch aufgehoben und Staub wird nicht mehr automatisch angezogen. Durch das Spray bildet sich ein Schutzfilm auf der Oberfläche, der von Staub gemieden wird.

Staubwischen für Allergiker

Für Allergiker ist Staubwischen meist eine Qual. Und nicht immer findet man jemanden, der einem diese lästige Arbeit abnimmt. Eine Atemmaske ist da sehr hilfreich. Allergiker sollten immer feucht wischen. Wenn staubgesaugt wird, dann nur mit einem Staubsauger, der über entsprechende HEPA-Filter verfügt. Wem das Wedeln nicht reicht, kann auf spezielle Staubreiniger zurückgreifen. Solche Luftreiniger ziehen den Staub automatisch aus der Luft, sodass weniger Staub eingeatmet wird. Gerade für Allergiker könnte so ein Luftreiniger ein angenehmer Geselle werden.


Die besten Hilfsmittel zum Staubwischen

Er lauert unter dem Bett und hinter der Heizung. Er belagert die Fensterbank und die Bilderrahmen. Er kommt immer wieder, unaufhaltsam. Er liegt auf dem Boden, in den Schränken, fliegt durch die Luft. Die Rede ist vom Staub: Partikel von Pflanzen, Milben, Hautschuppen, Stofffasern und vieles mehr. Staubwischen ist wohl mit die lästigste Angelegenheit im Haushalt. Denn kaum hat man ihn weggefegt, kommt er auch schon wieder. Nicht nur für Allergiker kann sich Staub zu einer wahren Qual entwickeln. Ich zeige Ihnen welche Hilfsmittel am effektivsten Ihren Staub entfernen.

Der Kampf mit dem Staubwedel

Die bekanntesten Hilfsmittel, um der grauen Schicht den Garaus zu machen, sind Staubwedel und Staubtücher. Bei einem Staubwedel sollten Sie darauf achten, dass dieser magnetisch wirkt und einen Teleskopstil hat, mit dem Sie auch in Deckenecken gelangen. Ein Staubwedel aus einem ganz normalen Baumwollstoff bringt überhaupt nichts. Sie wedeln den Staub zwar temporär vom Schrank herunter, dafür verteilt er sich aber auf Boden oder Yuccapalme. Besser sind Mikrofasertücher. Die sind sehr weich und flauschig und bestehen aus Tausenden von flexiblen Fasern, in denen der Staub festgehalten wird.

Staubwischen mit Microfasertuch

Microfasertücher eigenen sich sehr gut zum Staubwischen, da sie nach jeder Benutzung in der Waschmaschine gewaschen werden können.

Der Vorteil: Mikrofasertücher können in der Waschmaschine gereinigt werden. So lassen sich die magnetischen Staubfänger gleich mehrfach verwenden.

Aber Vorsicht: Mikrofaser können empfindliche Oberflächen zerkratzen und Schleifspuren hinterlassen. Im Zweifel lieber vorher informieren, ob dieses Material für den antiken Servierwagen geeignet ist. Vor allem bereits gebrauchte Mikrofasertücher sind schlecht geeignet. Kleine Sandpartikel etwa bleiben darin haften und wirken auf das Möbelstück wie Schmirgelpapier. Bei Spiegel oder Glasplatten sollten Sie daher lieber keine Mikrofaser verwenden.


Feuchte Staubtücher für Möbel

Wer nicht auf teure Staubfänger zurückgreifen möchte, sollte ein feuchtes Staubtuch verwenden. Hier eignet sich Baumwolle – allerdings nur, wenn das Tuch nass ist. Nur so bleibt der Staub im Tuch haften. Mit einem trockenen Baumwolltuch erreichen Sie das gleiche Ergebnis wie mit dem nichtmagnetischen Staubwedel: Der Staub wandert einfach woanders hin. Das Tuch sollte allerdings nicht nass sein, sondern lediglich ein wenig feucht. Waschen Sie das Tuch regelmäßig aus und entfernen Sie die Staubreste.

Staubwischen mit feuchtem Tuch

Achten Sie beim Staubwischen mit einem feuchten Tuch darauf, dass das Baumwolltuch nicht wirklich nass, sondern nur feucht ist.

Staubtücher gibt es auch mit synthetischen Spezialfasern, die aufgrund der elektrostatischen Eigenschaft auch im trockenen Zustand verwendet werden können. Sie sind gut geeignet etwa für Möbelstücke mit einer empfindlichen Oberfläche oder Musikinstrumente wie Cello oder Klavier. Der Nachteil dieser Tücher ist, dass Sie diese nur einmal verwenden können. In der Waschmaschine verlieren sie die magnetischen Eigenschaften.

Straußenfedern gegen Staub

Auf dem Dachboden meiner Großeltern habe ich oft mit einem Staubwedel aus Straußenfedern gespielt. Dieser ist das wohl traditionellste Hilfsmittel im Kampf gegen den Staub. Aufgrund des hohen Fettgehalts der Federn bleibt der Staub perfekt daran kleben.

Vorteil: Sie können diesen Staubwedel in der Waschmaschine waschen. Damit ist er den herkömmlichen einmal benutzbaren Staubwedeln in Sachen Nachhaltigkeit weit voraus.

Staubhandschuhe für schwer erreichbare Stellen

Daneben gibt es Handschuhe, die Sie zum Staubwischen anziehen können. Diese sind besonders praktisch, wenn Sie beispielsweise Kerzenleuchter oder Vasen entstauben möchten. Mit einem Lappen ist das viel komplizierter, mit dem Handschuh können Sie einfach gezielt über den Gegenstand streichen und auch in kleinste Ecken vordringen. Außerdem lassen sich damit wunderbar große Pflanzenblätter entstauben.

Staubwischen auf dem Boden

Auch für die Reinigung des Bodens gibt es praktische Staubwischer.

Staubhandschuhe bestehen ebenfalls aus Mikrofasern und verfügen über elektrostatische Eigenschaften. Elektrische Geräte wie Fernseher oder Laptop sollten Sie jedoch nicht mit Tüchern aus statischen Materialien reinigen. Bürsten Sie die Mikrofasern nach dem Waschen wieder auf. Weichspüler und Bügeleisen haben an Mikrofasertüchern übrigens nichts zu suchen. Aber wer käme schon auf die Idee, seinen Staublappen zu bügeln?

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