iPhone 6s – warum manchmal 16 GB reichen

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Nach wie vor liefert Apple das iPhone 6s in der Grundversion mit 16 Gigabyte Speicher aus, was für heutige Anforderungen ausgesprochen knapp ist. Wer hier nicht haushaltet, wird schnell an die Grenzen der Kapazität stoßen. Zum Glück gibt es auch für chronische Speicherknappheit relativ einfache Lösungsmethoden.

Mit der 6. Generation des iPhones hat Apple seinen Fans einen Bärendienst erwiesen: Die Speicherausstattung des Grundmodells liegt, obwohl die Speichergrößen der höherpreisigen Varianten auf 64 oder 128 Gigabyte verdoppelt wurden, nach wie vor bei 16 Gigabyte – und das war schon vor Jahren ausgesprochen knapp. Rund 5 Gigabyte sind ohnehin bereits für das iOS-Betriebssystem reserviert, übrig bleiben gerade einmal 11 Gigabyte, auf denen Apps, Spiele, Fotos, Musik und Videos gespeichert werden müssen. Da stoßen selbst Wenignutzer schnell an ihre Grenzen, zumal das iPhone inzwischen auch 4K-Videos aufzeichnet und selbst einfache Spiele gerne ein halbes Gigabyte oder mehr Speicher belegen. Trotzdem gibt es Mittel und Wege, Speicherplatz zu sparen, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Wir zeigen, wie das funktioniert.

iPhone 6s: Wir zeigen Ihnen verschiedene Wege, auf denen Sie zu mehr Speicherplatz für Ihr iOS-Gerät gelangen.

iPhone 6s: Wir zeigen Ihnen verschiedene Wege, auf denen Sie zu mehr Speicherplatz für Ihr Apple-Gerät gelangen.

Möglichkeit 1: Musiksammlung verkleinern oder in die Cloud auslagern

Gerade die Musiksammlung ist ein echter Speicherfresser. Wer Songs via iTunes auf das iPhone synchronisiert, stößt beim iPhone mit 16 Gigabyte schnell an die Grenzen der Fassungskapazität. Das muss jedoch nicht sein: iTunes selbst bietet im Synchronisationsdialog die Möglichkeit, Musikdateien kleinzurechnen. Schließlich sind selbst gerippte oder gekaufte MP3- und AAC-Dateien in der Regel mit 256 oder sogar 320 KBit/s bei iTunes gespeichert – eine Qualitätsstufe, die man unterwegs normalerweise ohnehin nicht benötigt. Durch Runterrechnen der Dateien kann hier bis zu 50 Prozent des von der Musik belegten Speichers eingespart werden: Öffnen Sie dazu iTunes, wählen Sie das Gerät aus und klicken Sie auf „Übersicht“. Hier finden Sie unten im Fenster „Optionen“, wo Sie den Haken bei „Titel mit höherer Datenrate konvertieren in“ setzen. Im Dropdown-Menü wählen Sie nun „128 kBit/s“ und klicken anschließend auf „Synchronisieren“. Je geringer die Bitrate, desto kleiner der von den iTunes-Dateien beanspruchte Speicherplatz. Keine Sorge: Die Originaldateien in iTunes bleiben natürlich in hoher Qualität erhalten, der Klangunterschied ist jedoch für die meisten Menschen kaum wahrnehmbar, weshalb sich das Herunterrechnen gerade auf iPhones mit viel Musik lohnen kann.

iTunes Match verwenden: Alternativ haben Sie die Möglichkeit, iTunes Match bzw. iTunes in der Cloud (Link) zu nutzen: Dabei lädt iTunes Ihre gesamte Musikmediathek auf Apple-Server. Sie können die Songs dann auf das iPhone streamen oder bei Bedarf – etwa vor einer Flugreise – herunterladen. So bleibt der iPhone-Speicher frei. Allerdings kostet der Service 25 Euro im Jahr.

Apple Music, Spotify und Co. nutzen: Noch komfortabler ist der Einsatz eines Streaming-Dienstes wie Spotify (Link) oder Apple Music (Link). Auf diese Weise müssen Sie gar keine Musik mehr auf Ihrem iPhone speichern. Nachteil dieser Lösung: Die Datenmenge, die unterwegs verbraucht wird, ist relativ hoch, mit kleinen Flatrates kommt man da schnell ans Limit. Insofern kann es durchaus ratsam sein, weiterhin eine „Not-Playliste“ per iTunes-Sync auf dem iPhone bereitzuhalten.

Möglichkeit 2: Fotos in der Cloud auslagern

Ebenso wie Musik können auch Fotos und Videos in die Cloud ausgelagert werden. Ideal dafür ist der Dienst Dropbox (Link), der in der Basisversion 2Gigabyte Speicher hat, die sich aber durch verschiedene Maßnahmen kostenlos auf mehrere Gigabyte erweitern lassen (Link). Die Dropbox-App auf dem iPhone besitzt die Option, Fotos und Videos direkt vom iPhone auf die Dropbox zu laden (Einstellungen -> Kamera-Upload). Von dort aus werden die Daten auf alle anderen Rechner – etwa PC, Mac oder Tablet – synchronisiert. Das Praktische daran ist, dass Sie einstellen können, ob Fotos und Videos direkt per Mobilfunk hochgeladen werden sollen oder nur im WLAN. Per Mobilfunkverbindung findet dabei natürlich auch direkt eine Datensicherung statt. Damit wird zunächst kein iPhone-Speicherplatz gespart, denn die Fotos werden ja nur hochgeladen. Allerdings müssen Bilder, die sich bereits in der Cloud befinden, natürlich nicht mehr auf dem iPhone gespeichert werden: Per Dropbox können Sie sich also nicht nur den platzfressenden Bilder-Sync via iTunes sparen, um auf Ihre Fotos zuzugreifen – Sie können auch neu aufgenommene Bilder und Videos vom Gerät löschen, sobald sie in der Dropbox hochgeladen sind! Gerade beim iPhone 6s mit 4K-Video und 12-Megapixel-Kamera entlastet das den Speicher spürbar, sorgt für eine zuverlässige Sicherung der selbst erstellten Medien – und schafft Platz für andere Inhalte.

Möglichkeit 3: Ungenutzte Apps und Spiele löschen

Apps, insbesondere Spiele, sind echte Speicherfresser und haben je nachdem, wie tief sie ins System eingreifen, auch noch den Nachteil, das iPhone zu verlangsamen und an der Akkulaufzeit zu nagen.

Das Löschen von Apps ist unter iOS ein Kinderspiel und sorgt schnell für mehr freien Speicher.

Das Löschen von Apps ist unter iOS ein Kinderspiel und sorgt schnell für mehr freien Speicher.

Insofern ist es immer ratsam, nicht mehr oder nur sehr selten genutzte Apps vom iPhone zu entfernen. Halten Sie dafür das App-Icon gedrückt, bis es wackelt und links oben ein kleines „X“ erscheint. Wenn Sie dieses antippen, werden Sie gefragt, ob Sie die App vom iPhone entfernen wollen. Solange die Apps wackeln, können Sie sie löschen. Um den Löschprozess zu beenden, tippen Sie nur einmal auf den Home-Button und schon ist alles wieder normal verwendbar. Falls Sie eine App dann doch wieder brauchen sollten, können Sie sie einfach noch einmal aus dem AppStore laden – da Sie sie bereits gekauft haben, müssen diese natürlich nicht mehr bezahlt werden. Aber Vorsicht: Spielstände und Einstellungen können bei der App-Löschung verloren gehen – löschen Sie also nur, was Sie wirklich nicht mehr brauchen.

Möglichkeit 4: Speicherfresser gezielt aufspüren

Um gezielt herauszufinden, was eigentlich genau den Speicher auf dem iPhone verschwendet, können Sie einen einfachen Trick anwenden: Unter „Einstellungen -> Allgemein -> Speicher- und iCloud-Nutzung“ finden Sie eine Übersicht des auf dem Gerät und in der Cloud gebrauchten Speicherplatzes. Tippen Sie auf „Speicher verwalten“, zeigt Ihnen das iPhone genau an, welche Daten wie viel Platz auf Ihrem Gerät verschwenden.

B-Ware, iPhone

Die Anzeige des verwendeten App-Speichers zeigt genau, welche Apps Speicherplatzfresser sind.

Gerade Social-Media-Apps wie Facebook oder alternative Browser neigen zum Beispiel dazu, interne Caches anzulegen. Auch Chat-Programme wie WhatsApp, Telegram und nicht zuletzt iMessage speichern die Daten in eigenen Verzeichnissen, die abhängig von der Nutzung schnell viel Platz verbrauchen. Sichtbar wird diese Datenmenge, wenn Sie die App anklicken: So verschwendet die Facebook-App zum Beispiel fast 200 Megabyte an „Dokumente & Daten“. Los wird man diese Platzfresser, indem man, sofern verfügbar, innerhalb der App nach einer Möglichkeit sucht, den Cache zu löschen – das ist beispielsweise bei vielen Messengern der Fall. Gibt es diese Option nicht, hilft nur die Holzhammermethode: Tippen Sie auf „App löschen“ und entfernen Sie die ganze App samt aller Daten. Anschließend können Sie sie neu installieren, die Daten sind dann erst einmal weg. Alternativ lassen sich viele Dienste wie Facebook aber auch im Safari-Browser komfortabel nutzen. Das spart nicht nur Speicherplatz für die App, sondern verhindert auch, dass schlecht programmierte Software die Akkulaufzeit beeinflusst. Dienste wie Facebook, Twitter oder Google Plus funktionieren auch ohne eigene App im Browser hervorragend.

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