AVM: Das smarte Heim kann kommen

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Es gibt zahlreiche gute Gründe, warum AVMs Router-Hardware in Deutschland den Markt anführt. Mit dem Topmodell Fritz!Box 7490 kommt ein Router ins Haus, der keine Wünsche offen lässt und sich auch für Smart Home eignet. Unterstützt wird er unter anderem von der Fritz!Dect 200. Wir haben die beiden smarten Helfer getestet.

Erinnern Sie sich noch an diese Steckdosenschalter mit analoger Zeitschaltuhr, die automatisch Lampen und Lichter in Haus und Garten abschalten konnten? Die wurden gerne während des Urlaubs genutzt, um Einbrechern zu suggerieren, dass jemand zu Hause sei – um so einen Einbruch zu vermeiden. Heutzutage ist es nicht mehr nötig, eine komplizierte Eieruhr an der Steckdose zu programmieren: Die Steuerung übernimmt der heimische Router von AVM, gepaart mit einem Zubehörteil wie dem Fritz!Dect 200, mit dem jede beliebige Steckdose in das „Smart Home“-Konzept eingebunden werden kann. Das ist natürlich nicht nur im Urlaub zum Schutz vor Einbrechern sinnvoll. Ein leistungsstarker Router kann zusammen mit Smart-Home-Komponenten auch das alltägliche Leben erleichtern.

Die Fritz!Box 7490 lässt keine Wünsche offen

Router ist natürlich nicht gleich Router. Doch mit der Fritz!Box 7490 für den DSL-Anschluss (und dem ansonsten baugleichen Schwestermodell 6490 für den Kabelanschluss) liefert AVM die bislang wohl leistungsstärkste und vollständigste Router-Lösung auf dem Markt.

Fritz!Box 7490 Router

Fritz!Box-Power: Die 7490 sorgt für Highspeed in Ihrem Heimnetz – ob am ADSL- oder VDSL-Anschluss.

Der Router dient dabei längst nicht mehr nur der Herstellung und Verteilung einer Internetverbindung per WLAN: Er ist Dreh- und Angelpunkt der Heimautomatisierung, kann als NAS Daten speichern und als Telefonanlage Anrufe verwalten und beantworten, Faxe versenden und empfangen oder als Mediaserver Songs, Bilder und Videos an Smart-TVs und PCs im Netzwerk verteilen. Und als DECT-Basisstation koppelt die Fritz!Box bis zu sechs schnurlose Telefone. Dabei ist der Router ein echtes Kommunikationswunder: Netzwerkgeräte können sich per rasantem WLAN-ac oder Gigabit-Ethernet mit der Box verbinden, zudem erlauben zwei USB-3.0-Anschlüsse die Verwendung externer Festplatten oder anderer Datenträger.

USB-3.0-Anschlüsse machen die Fritz!Box 7490

Die leistungsstarken USB-3.0-Anschlüsse machen die Fritz!Box 7490 zur perfekten Multimediazentrale: Musik, Bilder und Filme sind überall sofort verfügbar.

Außerdem kann sie über den MyFritz!-Service bequem von unterwegs angesteuert und verwaltet werden. Der Clou ist allerdings die Heimautomatisierungsfunktion, die mit jeder Firmware-Version ausgefeilter wird. AVM ergänzt die Fritz!Box-Reihe zudem ständig durch Zubehör – etwa die smarte Steckdose Fritz!Dect 200.

Lesetipp der Redaktion: So aktivieren Sie die Kindersicherung der Fritz!Box.

Fritz!Dect 200: Die Steckdose für das 21. Jahrhundert

Die Dect 200 ermöglicht es, jede beliebige Steckdose im Haushalt „smart“ zu machen: Sie erlaubt nicht nur die manuelle oder automatisierte Steuerung des an der Steckdose angeschlossenen Geräts über die Fritz!Box, sondern misst nebenher auch Faktoren wie Raumtemperatur und Stromverbrauch an der Stromquelle.

Fritz!Dect 200 DECT-Taste Dect 200

Der Start mit Fritz!Dect 200 ist denkbar einfach: Durch Drücken der DECT-Taste Ihrer Fritz!Box 7490 melden Sie die intelligente Steckdose in Ihrem Heimnetz an.

Dazu muss sie einfach zwischen Steckdose und Endgerät – etwa eine Stehlampe – gesteckt werden. Anders als viele andere Smart-Home-Komponenten wird sie nicht per WLAN, sondern per DECT-Signal gesteuert, was den Vorteil hat, dass das WLAN nicht unnötig belastet wird. Zudem kann die Steckdose auf diese Weise bequem mit einem ebenfalls an der Fritz!Box angemeldeten Fritz!Fon-DECT-Telefon angesteuert werden, was den lästigen Umweg über das Router-Administrationsmenü erspart.

Die erste Einrichtung ist übrigens – wie bei den meisten Fritz!-Geräten – ein Kinderspiel: Fritz!Dect in die Steckdose stecken, binnen zwei Minuten die „DECT“-Taste am Router für 10 Sekunden gedrückt halten, schon steht die Verbindung dauerhaft, auch nach dem Umstecken der Fritz!Dect an eine andere Steckdose. Der smarte Steckeradapter kann sofort verwendet werden. Anschließend muss nur noch ein Gerät wie eine Lampe oder eine Stereoanlage eingesteckt werden. Praktisch dabei: Der Steckeradapter hält viel aus und kann 2.300 Watt Leistung und 10 Ampere Stromstärke verkraften – genug, um zum Beispiel auch einen Staubsauger zu schalten und zu messen.

Smart Home: Flexibel schalten und Stromfresser aufspüren

Einmal fertig eingerichtet, lässt sich das Gerät an der Fritz!Dect-Steckdose nun manuell oder per Zeitschaltung ein- und ausschalten. Die Programmiermöglichkeiten sind dabei erstaunlich flexibel: Neben verschiedenen Zeitintervallen gibt es die Option, Geräte nur an Wochentagen, über einen Countdown, anhand eines Kalenders oder zufällig ein- und auszuschalten. Bei Bedarf kann sogar der Sonnenauf- und Untergang als Schaltintervall eingerichtet werden.

Dect 200

Mit der Fritz!Dect 200 von AVM steuern Sie die Stromzufuhr angeschlossener Geräte und können deren Energieverbrauch messen, aufzeichnen und auswerten.

Und falls sich ein Gerät ohnehin im Stand-by befindet, kann der Fritz!-Steckeradapter es komplett vom Strom trennen, um Energie zu sparen. Apropos Energie: Im laufenden Betrieb misst der Steckeradapter ganz nebenbei und vollautomatisch den Stromverbrauch des angeschlossenen Geräts – auf diese Weise können Sie ganz einfach Geräte aufspüren, die einen unnötig hohen Stromverbrauch haben.

Fritz!Dect 200: Nahtlose Integration ins Fritz!Netzwerk

Bezeichnend für die Dect 200 ist – wie für alle Fritz!-Komponenten –, dass sie sich schnell und umstandslos in ein bestehendes Fritz!-Netzwerk einbinden lässt. Die Fritz!Box 7490 ist dabei die ideale Schaltzentrale, weil sie alle angeschlossenen Geräte zentral verwaltet und gleichzeitig als Hub dient – etwa um die Dect-Steckdose mit einem Dect-Telefon anzusteuern.

SmartHome AVM

All Ihre Telefone finden an der Fritz!Box 7490 von AVM Anschluss. Und Sie bleiben auch unterwegs jederzeit über Anrufe und Sprachnachrichten informiert.

Das Konzept ist dabei zentralistisch ausgelegt: Durch die große Bandbreite an Verbindungsmöglichkeiten der Fritz!Box wird diese zur Schaltzentrale für alle heimischen Netzwerkansprüche. Statt einer Vielzahl von einzelnen Geräten, die am Router angeschlossen sind, wird für die meisten Dinge nur noch der Router benötigt. Und auch der ist flexibel einsetzbar: So lassen sich zum Beispiel WLAN-Leistung und DECT-Leistung nach Bedarf automatisch reduzieren, um die bei WLAN ohnehin schon geringe Strahlenbelastung weiter zu verringern. Und dank der neuen Fritz!OS-Benutzeroberfläche (ab Version 6.50) sowie der Fritz!App können alle Funktionen natürlich auch per Smartphone eingerichtet und abgerufen werden.

Smart Home: Ein praktisches Team – mit kleinem Haken

Allerdings gibt es bei allem Lob auch einen kleinen Haken: Manche auf dem Router integrierten Funktionen wie die Fritz!NAS, der Fritz!Mediaserver oder die Faxfunktion sind nur unter Windows in vollem Umfang verwendbar. Mac- und Linux-Anwender können zwar auch alles über das Web-Interface steuern – bei der direkten Einbindung in die Betriebssystem-Oberfläche ist aber schnell Schluss. Auch Funktionen wie Apples TimeMachine sind auf der Fritz!NAS nicht möglich, weshalb in solchen Fällen eine zusätzliche NAS – etwa eine TimeCapsule oder eine Synology-NAS – zum Einsatz kommen muss. Auch die Unterstützung für Smartphones und Tablets (Link) könnte trotz aller Verbesserungen noch etwas flexibler und funktionaler werden. Von diesen kleinen Kritikpunkten abgesehen ist das Gespann Fritz!Box 7490 und Fritz!Dect 200 allerdings eine hervorragende Möglichkeit, die Heimautomatisierung voranzutreiben, ohne sich langwierig mit den Details der technischen Einrichtung herumzuschlagen. Zumal die inzwischen große Fritz!-Familie die Erweiterung jederzeit zu einem Kinderspiel macht.

Lesetipp der Redaktion: Normalerweise ist die Admin-Oberfläche eines Routers im heimischen Netzwerk unter der Standard-IP-Adresse 192.168.1.1 erreichbar. Leider klappt das nicht immer, etwa weil die IP-Adressen geändert wurden oder weil mehrere Router im Netz vorhanden sind. Mit der folgenden Anleitung funktioniert es trotzdem. …mehr