Severin Wurster im Test: Der perfekte Begleiter für die Fußball-EM

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Eine perfekt gebräunte Bratwurst ist der ideale Snack beim Fußball gucken. Einziges Problem: der Grill. Der muss nämlich beobachtet werden, was natürlich die Freude am Europameisterschaftsspiel empfindlich trübt. Zum Glück gibt es Severins Wurster, der ganz von selbst perfekte Bratwürste in fünf Minuten grillt.

Die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich steht vor der Tür, da will man natürlich kein Spiel verpassen. Gerne trifft man sich mit Freunden zum Rudelgucken in den eigenen vier Wänden oder im Garten, am liebsten bei dem, der den größten Flachbild-TV hat. Dummerweise gibt es dabei ein Problem: Der Mensch lebt nicht von Bier und Chips allein, manchmal muss etwas Herzhaftes her. Und da der Besitzer des größten Fernsehers nicht zwangsläufig passionierter Grillfan ist, versucht man dann in den Halbzeitpausen nervös einen Pizzaservice zu finden, der noch nicht völlig überlastet ist. Der klingelt garantiert genau dann, wenn das entscheidende Tor fällt. Das muss aber alles nicht sein: Mit dem Wurster von Severin kann man das Spiel unterbrechungsfrei verfolgen – und dabei jederzeit eine heiße, knackige Bratwurst knabbern.

Wurster: Heiße Bratwurst im Handumdrehen

Der Wurster ist eine Art Toaster für Bratwürste. So albern der Name, so interessant das Konzept: Statt wie ein Grill bei der Bratwurst-Zubereitung jede Menge Aufmerksamkeit zu verlangen, erlaubt der Wurster das Wegschauen, den konzentrierten Blick zum 60-Zoll-TV, um das Spiel zu verfolgen. Denn der Wurster ist in der Tat nichts anderes als ein Toaster. Man steckt bis zu zwei Bratwürste hinein, wählt zwischen den Programmen „dicke Wurst“ und „dünne Wurst“ und drückt anschließend den Hebel herunter. Die Würste verschwinden im Grill und nach 4,5 bis 5 Minuten springen sie knusprig braun wieder heraus, fertig für den Verzehr – einfacher geht es wohl kaum. Zumal die Wurst anschließend noch eine Zeit lang warm gehalten werden kann. Der Clou beim privaten Public-Viewing: Der Gastgeber kann einfach den Severin Wurster aufstellen, einen großen Stapel Bratwürste, Senf, Ketchup und einige Teller bereitstellen und die Gäste bereiten sich je nach Gusto schnell ihre eigene Bratwurst zu – das lästige Grillen entfällt also.

Wurster Severin

Europameisterschaft in Frankreich: Innerhalb von nur fünf Minuten kann man mit dem Wurster den perfekt knusprigen Snack zum spannenden Fußballspiel genießen.

Wurster: Absolut praxistauglich

Doch vor der Bratwurst-Orgie steht zunächst die Lieferung und Inbetriebnahme. Der Wurster kommt in einer wunderhübschen Holzkiste im Retro-Stil, die die sichere Lagerung des Geräts zwischen den Fußball-Meisterschaften im Keller erleichtert. Einmal aus der Kiste gepellt, muss das etwas sperrige Gerät dann nur noch zusammengesetzt werden, was sich auf den Einbau des Fettfängers beschränkt. Anschließend sollte der Wurster wie jedes neue Toast- und Elektrogrillgerät einmal leer durchlaufen, um Fabrikationsrückstände und damit verbundene Gerüche loszuwerden. Während der ersten Inbetriebnahme fällt die hervorragende Qualität des Geräts auf: Es ist komplett aus Metall gefertigt, einzig die Bedientasten, der Hebel und natürlich das kleine Display, das die Grillzeit anzeigt, sind aus Kunststoff. Der Wurster steht schwer und solide auf glatten Untergründen, allerdings soll laut Handbuch darauf geachtet werden, dass das Gerät rundum einen Meter Abstand zu Wänden und anderen Dingen hält, die durch Hitze beschädigt werden könnten. Denn der Wurster wird extrem heiß – was er auch muss, schließlich soll er ja selbst dicke Stadionwürste in fünf Minuten durchbraten.

Wurster

Aufgrund der von hochwertigen Edelstahl-Heizrohren umschlossenen Grillspiralen im Inneren des Wursters werden zwei Bratwürste gleichmäßig braun, ohne dass sie gewendet werden müssen.

Wurster: Beachten Sie die Wurstmaße

Einmal einsatzbereit, kann es auch schon losgehen: im Supermarkt schnell ein paar Thüringer gekauft und eingesetzt. Abhängig vom gewünschten Bräunungsgrad und den Maßen der Bratwurst muss das Programm „dicke Wurst“ oder „dünne Wurst“ gewählt werden. Das kann unerfahrene Wurster-Benutzer möglicherweise vor ein kleines Problem stellen, das den Einsatz eines Zollstocks zum Ausmessen des Wurstdurchmessers erfordert. Hier gibt das Handbuch aber einen klaren Hinweis: „Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um eine dünne oder dicke Wurst handelt, wählen Sie ruhig das Programm ‚dicke Wurst‘“. Gesagt, getan und die Thüringer (übrigens „dünne“ Bratwürste) eingelegt. Leider sind sie ein Stück zu lang für den Wurster und ragen oben heraus, was zur Folge hat, dass das Endstück nicht wirklich durchgegart ist. Von daher ist es empfehlenswert, klassische „kurze“ Bratwürste zu verwenden, wie man sie in jedem Supermarkt kaufen kann. Ein Blick ins Handbuch kann Wurster-Nutzer übrigens vor teuren Bratwurst-Fehlkäufen bewahren: Hier steht, dass die „minimale/maximale Wurstlänge“ 160 bis 220 mm beträgt, die Thüringer sind also tatsächlich zu lang. Da Bratwürste leider in aller Regel keine technischen Daten aufgedruckt haben, hilft nur der Griff zum Maßband im Supermarkt – eine etwas größere Flexibilität bezüglich der verwendeten Wurstware wäre beim Wurster also wünschenswert.

Wurster Bratwurst

Kinderleichte Bedienung: einfach zwei Bratwürste in die dafür vorgesehenen Schächte geben, je nach Wurstumfang das passende Programm auswählen und den Schieber nach unten drücken.

Wurster: Leckere Bratwurst in kürzester Zeit

Von diesem kleinen Mangel einmal abgesehen, ist es erstaunlich, wie zuverlässig der Wurster die vorgekochten Bratwürste in knusprige Snacks verwandelt. Nach dem Einlegen heizt das Gerät rund zwei Minuten vor, anschließend wird die Bratwurst gegrillt und das zuverlässig-lecker: Die Grilleinheit besteht aus einer Metallröhre, in der sich eine Heizspirale befindet. Die Wurst selbst liegt innerhalb dieser Heizspirale in einem eigenen Rundrost, wodurch sie sogar teilweise das typische Grillwurst-Muster vom Rost aufgeprägt bekommt. Das Ergebnis sind perfekt gebräunte Bratwürste, die keine Wünsche offenlassen.

Für die Reinigung lässt sich das Gerät übrigens mit wenigen Handgriffen zerlegen, wodurch das Saubermachen nach dem EM-Spiel kein Thema ist. Allerdings sollte man warten, bis der Wurster abgekühlt ist. Das anschließende Einsetzen insbesondere der Metallröhren ist nicht ganz ohne, mit etwas Übung aber problemlos zu bewältigen.

Wurster

Der Wurster liefert in unserem Test ein optimales Grillergebnis und die Zubereitung der Bratwurst ist unkomplizierter und schneller als in einer Pfanne oder auf dem Grill.

Fazit: Ein feiner Wurstgrill für Fußballfans – und alle, die Bratwurst lieben

Insgesamt kann der hervorragend verarbeitete und intelligent konstruierte Wurster in der Praxis überzeugen und trägt zu Recht den Titel „Kücheninnovation des Jahres 2016“. Sowohl als EM-Partygimmick oder als fest installiertes Küchengerät für Bratwurst-Fanatiker mit regelmäßigem Konsum macht er jederzeit eine gute Figur und lässt sich dank der soliden Holzkiste gut transportieren. Allerdings gibt es zwei Kritikpunkte: Einerseits stört die konzeptbedingt leider recht eingeschränkte Wahl der Bratwurstlänge und des Bratwursttyps. Andererseits wäre es beim Rudelgucken natürlich sinnvoll, wenn bei Bedarf mehr als zwei Würste gleichzeitig zubereitet werden könnten. Ansonsten überzeugt der Wurster auf ganzer Linie: Die solide, einfache Konstruktion verspricht bei der richtigen Pflege eine lange Lebensdauer. Die Bratwurst ist jederzeit perfekt gegrillt, ohne dass man den Blick lange vom packenden Fußballspiel abwenden muss.

Lesetipp der Redaktion: Wir verraten, wie Sie die EM in Frankreich bequem, kostenlos und legal über das Internet verfolgen können.