Für kleine Forscher: Mikroskopieren mit dem Smartphone

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Das Smartphone ist für viele Kinder bereits in der Grundschule der tägliche Begleiter, unabhängig davon, ob Eltern das gefällt. Mit dem ScienceX Smartscope hat Ravensburger ein Spielzeug im Angebot, das kindlichen Forschergeist und moderne Technik auf pfiffige Weise kombiniert.

Ravensburger verspricht, mit dem Smartscope jedes Smartphone mit eingebauter Kamera in ein (preiswertes) Mikroskop zu verwandeln.

ScienceX Smartscope: Vor dem Spaß kommt der Aufbau

Bevor der junge Forscher loslegen kann, muss das neue Mikroskop erst einmal zusammengebaut werden. Im Karton befindet sich reichlich Material dafür. Neben den Einzelteilen für das Mikroskop ist auch eine Grundausstattung für den Forscher eingepackt: Petrischale, Objektträger, Pipette und Pinzette – alles aus unzerbrechlichem Kunststoff. Außerdem gibt es eine Bauanleitung, die zugleich Anregung und Einführung in das Mikroskopieren ist.

Die Anleitung ist kindgerecht, die Zeichnungen für den Zusammenbau könnten indes noch etwas übersichtlicher sein. Ravensburger stuft das Smartscope für alle großen und kleinen Forscher ab 8 Jahren ein. Beim Zusammenbau werden aber die Eltern helfen müssen. Denn einige Teile sitzen etwas stramm und müssen mit Nachdruck in die entsprechenden Aussparungen geklippst werden. Am Ende ist der Gehäusedeckel mit der Unterkonstruktion zu verschrauben. Dazu liegt der Verpackung ein Kreuzschlitzdreher bei, der leider zu klein geraten ist. Ein 8-Jähriger wird kaum die Kraft aufbringen, damit eine feste Verbindung herzustellen. Wer das Smartscope verschenkt, muss zusätzlich noch drei Mikro-Batterien in den Warenkorb legen. Die gehören nicht zum Lieferumfang, sind aber für die Beleuchtungseinheit nötig. Dank LED-Technik produziert diese ein ganz erstaunlich helles Licht.

ScienceX Smartscope: Die Umwelt entdecken

Das Anleitungsbuch fordert die jungen Forscher dazu auf, gleich mit dem Experimentieren zu beginnen. Und das funktioniert tatsächlich überraschend einfach. Der zu untersuchende Gegenstand (Insekt, Wassertropfen, Münze, Sandkorn usw.) wird zunächst auf den Objektträger gelegt und dann in das Gerät geschoben. Je nachdem, was untersucht werden soll, muss der Nutzer auch die Beleuchtungseinheit einschalten.

Mit dem neuen Mikroskop von Ravensburger lässt sich jedes beliebige Objekt um bis zu 100mal vergrößern, ohne es vorher speziell präparieren zu müssen.

Mit dem neuen Mikroskop von Ravensburger lässt sich jedes beliebige Objekt um bis zu 100mal vergrößern, ohne es vorher speziell präparieren zu müssen.

Etwas fummelig (aber wahrscheinlich nur für die Hände von Erwachsenen) ist die genaue Ausrichtung des Smartphones. Dessen Kamera muss direkt auf die Aussparung auf dem Smartscope gelegt werden. Ist das geschafft, orientiert sich die Bedienung des Smartscopes am klassischen Mikroskop. Mittels Drehreglern kann der Objekttisch mitsamt Material in der Höhe verändert werden, um ein scharfes Bild zu erhalten. Gleich zwei Linsen aus Kunststoff sind im Bausatz enthalten, so dass der kleine Forscher die Wahl zwischen zwei Vergrößerungsfaktoren hat. Da alle wichtigen Bauteile aus stabilem Kunststoff gefertigt sind, steht auch einem Ausflug ins Freie nichts im Wege – zumindest, sofern das Smartphone sorgsam behandelt wird.

Apropos Smartphone: Das Smartscope funktioniert natürlich auch mit einem Tablet. Damit dieses gut auf dem Gerät aufliegt, muss allerdings eine kleine Erweiterung aus Karton aufgefaltet werden. Diese stützt dann das Tablet ab, damit beim Mikroskopieren nichts verrutscht.

Fazit: Ein sinnvolles Spielzeug

Ravensburger ist mit seinem Smartscope ein pfiffiges Spielzeug gelungen. Wie bei allen Experimentierkästen hängt die Langzeitmotivation aber vom Kind und dessen persönlichen Neigungen ab. Kids, die sich weder für Natur und Umwelt interessieren noch besonders wissbegierig sind, wird auch das Smartscope nicht in kleine Forscher verwandeln. In diesem Fall wird der Karton schnell das Schicksal anderer Experimentierkästen teilen und unbeachtet in der Ecke des Kinderzimmers liegen bleiben. Bei Kindern, die den ganzen Tag die sprichwörtlichen Löcher in den Bauch fragen, liegen Eltern und Großeltern mit der Anschaffung des Smartscopes allerdings genau richtig.