6 WLAN-Tipps: Mehr Reichweite, mehr Sicherheit, mehr Speed

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Samstagnachmittag, Getränke sind kaltgestellt, Freunde eingeladen, um den Bundesligastart via Internet live am Fernseher zu genießen, vielleicht ja sogar mit der „To Go“-Option eures Anbieters auf dem Balkon! Aber nein: Schlechter WLAN-Empfang, zu geringe Reichweite, mal wieder.

Sechs Tipps zur Optimierung eines jeden WLAN-Netzwerks.

Tipp 1: So finden Sie den perfekte Standort für Ihren Router

Der Router ist das Herzstück Ihres WLAN-Netzes. Daher sollten Sie bei der Positionierung ein paar einfache Punkte beachten. Viele User positionieren den Router direkt neben dem DSL-Anschluss. Praktisch, aber leider (in vielen Fällen) nicht effektiv. Der Router sollte immer in der Nähe Ihrer Empfangsgeräte positioniert werden. Möglichst in Sichtkontakt. Im Idealfall ist dies ein zentraler, erhöhter Punkt. Dicke Wände, stabile Decken und weite Entfernungen wirken sich ungünstig auf den WLAN-Empfang aus. Auch in der Nähe von elektrischen Geräten, wie schnurlosen Telefonen, Mikrowellen und Babyphones fühlt sich Ihr Router nicht wirklich „wohl“. Der Grund: Viele dieser Geräte arbeiten im 2,4- Gigahertz -Frequenzbereich. Dieser Bereich wird auch von den meisten WLAN-Routern verwendet. Deshalb kommt es hier schnell zu Störungen. Ebenfalls schlecht für Ihr WLAN ist alles, was Feuchtigkeit enthält. Dazu zählen mit feuchter Wäsche behangene Wäscheständer, Warmwasserspeicher, Aquarien und sehr große Blumentöpfe.

Bedenken Sie: Schon kleine Veränderungen des Router-Standortes können deutliche Auswirkungen auf die Signalstärke Ihres WLANs haben. Hier lohnt es sich mit verschiedenen Standorten zu experimentiere.

Tipp 2: So richten Sie die Antennen Ihres Routers richtig aus

Nicht nur der Standort Ihres Routers ist entscheidend, sondern auch die Ausrichtung der Antennen. Die gängigen Router verfügen über drei bewegliche Antennenstäbe – Hier geht’s zu denen, die CHIP als die besten gekürt hat. Für einen idealen WLAN-Empfang sollten Sie die Position der Antennen verändern und verschiedene Varianten ausprobieren. Bei der Ausrichtung der Antennen hat sich die Drei-Finger-Regel als ausgesprochen hilfreich erwiesen. Daumen nach oben, Zeigefinger nach vorn gestreckt, Mittelfinger zur Seite – so richten Sie die Antennen im Idealfall aus.

Tipp 3: So verstärken Sie Ihr WLAN-Signal

Dicke Betonwände, große Distanzen – da hat es jeder Router schwer. Dank WLAN-Repeatern und Powerline-Extendern können Sie das Funknetz aber auch problemlos im hintersten Zimmer Ihrer Wohnung oder sogar im Garten nutzen. Hier erklären wir Ihnen den Unterschied zwischen Repeater und Extender und stellen Ihnen die beliebtesten Modelle vor. Damit steht dem Multiple-HDTV-Streaming im Keller nichts mehr im Wege.

Tipp 4: So überprüfen Sie die Geschwindigkeit Ihrer DSL-Leitung

Der PC zeigt die volle Signalstärke Ihres WLAN an. Trotzdem scheint der Downloadbalken wie festgenagelt. Filme und Musik lassen sich gar nicht oder nur quälend langsam runterladen. Zeit für einen kostenlosen Speedtest. Mit nur einem Klick können Sie auf dieser Seite bequem Ihre Down- und Uploadgeschwindigkeiten überprüfen. Weichen die Messungen deutlich von ihrem gebuchten DSL-Vertrag ab? Dann sollten Sie den Test zu einem späteren Zeitpunkt wiederholen um die Testergebnisse zu verifizieren. Ist die DSL-Geschwindigkeit immer noch zu gering? Jetzt ist es an der Zeit den Support ihres Providers zu kontaktieren.

Tipp 5: So erhöhen Sie Ihre Sicherheit

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät: Deaktivieren Sie das WPS-PIN Verfahren! Hintergrund: Wi-Fi Protected Setup (WPS) ist ein Verfahren, das es erleichtert, eine WLAN-Verbindung aufzubauen. Dafür wird eine kurze Ziffernfolge, eine PIN, eingegeben. Bei manchen Routern ist das WPS-PIN Verfahren als Standard dauerhaft aktiviert. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie dieses Verfahren deaktivieren, denn die Ziffernfolge lässt sich errechnen. Ein Angreifer kann dann Ihr WLAN missbrauchen. Weitere nützliche Sicherheitstipps zum privaten WLAN-Einsatz finden Sie auf der Internetseite des BSI.

Tipp 6: So sparen Sie Strom (und Geld)

Ist WLAN-Funknetz 24-Stunden am Tag eingeschaltet? Warum eigentlich? Besonders in Privathaushalten wird das WLAN nachts oder auch tagsüber (während der üblichen Arbeitszeiten) gar nicht genutzt. Die meisten am Markt verfügbaren Geräte verfügen mittlerweile über intelligente Stromsparfunktionen. Dabei schaltet sich der Router zu einem vorher definierten Zeitpunkt aus. Nutzen Sie diese Funktion.

Hinweis: Die FRITZ!Box 7490 von AVM verfügt beispielsweise über die oben beschriebene „Nachtschaltung“. Eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie diese Zeitschaltung aktivieren, finden Sie auf der Internetseite des Herstellers.

Lesetipp der Redaktion: Normalerweise ist die Admin-Oberfläche eines Routers im heimischen Netzwerk unter der Standard-IP-Adresse 192.168.1.1 erreichbar. Leider klappt das nicht immer, etwa weil die IP-Adressen geändert wurden oder weil mehrere Router im Netz vorhanden sind. Mit der folgenden Anleitung funktioniert es trotzdem.