Kinderleicht: So kommt das Laptop-Bild auf den Fernseher

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So praktisch ein Laptop (aka Notebook) auch ist: Für den Filmabend oder die Fotoshow eignet sich ein großer Fernseher einfach besser. Zum Glück ist es ein Kinderspiel, moderne Laptops mit dem TV zu verbinden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Laptop-Inhalte am Fernseher genießen können – und zwar sowohl mit als auch ohne Kabel!

Spätestens seit dem Siegeszug von Videodiensten wie Netflix, Amazon Prime Instant Video oder Maxdome ist es en vogue, Filme und Serien direkt aus dem Internet zu streamen. Schaut man alleine, kann man sich dabei vielleicht noch mit dem Laptop-Monitor arrangieren, doch mit Freunden will man sich wohl kaum um das kleine Display scharen. Auch Fotos wirken auf dem großen TV im Wohnzimmer weitaus beeindruckender und für Spiele gilt dies freilich sowieso.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Laptop-Inhalte am Fernseher genießen können - und zwar sowohl mit als auch ohne Kabel!

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Laptop-Inhalte am Fernseher genießen können – und zwar sowohl mit als auch ohne Kabel!

Aus diesem Grund lohnt es sich, den Laptop direkt an den Fernseher zu klemmen. Der technische Aufwand ist dabei überschaubar und selbst die Kosten für zusätzliche Kabel oder andere Hardware halten sich in Grenzen. Wir zeigen Ihnen, wie es geht!

Laptop an TV anschließen: Der direkte Weg per Kabel

Die einfachste Möglichkeit, einen Laptop mit dem Fernseher zu verbinden, ist der direkte Anschluss per Kabel. So gut wie jeder Flachbildfernseher bietet mittlerweile einen passenden HDMI-Eingang. Verfügt der Laptop ebenfalls über einen HDMI-Anschluss, benötigen Sie lediglich ein passendes HDMI-Kabel, das – je nach Länge – schon für unter 10 Euro zu haben ist. Die Verbindung ist ein Kinderspiel: Stecken Sie die Kabel in die passenden Buchsen und schalten Sie am TV auf den passenden HDMI-Eingang, schon sehen Sie das Laptop-Bild auf dem TV.

Praktisch: Auch der Ton wird auf diesem Weg auf den Fernseher übertragen, sodass Sie gestreamte Videos, Musik oder auch DVDs und Blu-rays direkt abspielen können. Einige besonders dünne Laptops und vor allem die immer populäreren Windows-Tablets bieten aus Platzgründen keinen klassischen HDMI-Ausgang. In diesem Fall ist häufig wahlweise ein Mini-HDMI-Ausgang oder auch ein DisplayPort-Anschluss verbaut. Ersterer ist technisch faktisch identisch mit seinem großen Verwandten, Sie müssen lediglich ein Mini-HDMI-auf-HDMI-Kabel verwenden, welches ähnlich günstig zu haben ist.

Lesetipp der Redaktion: Mit Hilfe eines HDMI-Kabels können Sie moderne Laptops mit verschiedenen Endgeräten wie beispielsweise einem externen Monitor verbinden. Anleitung: Externen Monitor am Notebook anschließen (mit praxisnaher Video-Hilfe).

Sonderfall: Laptops mit DisplayPort-Anschluss

Etwas anders sieht es bei Laptops mit DisplayPort-Anschluss aus, die, ebenso wie Apples MacBooks, den modernen Anschluss nutzen, der anders als HDMI auch Auflösungen über FullHD unterstützt. Davon profitieren Sie allerdings nur, wenn Sie bereits einen 4K-fähigen Fernseher mit passendem DisplayPort-Anschluss im Wohnzimmer stehen haben. Für die gängigen FullHD-TVs benötigen Sie hingegen einen DisplayPort-auf-HDMI-Adapter, den es für rund 6 Euro im Handel gibt. Über diesen verbinden Sie den Laptop dann über ein herkömmliches HDMI-Kabel mit dem TV. Einige ältere Laptops verfügen noch nicht über einen HDMI-Ausgang und bieten stattdessen Anschlüsse für DVI-Kabel oder den noch älteren VGA-Standard. Da nur wenige Fernseher mit den entsprechenden Gegenstücken ausgestattet sind, müssen Sie hier zu passenden Adaptern greifen. Speziell VGA-auf-HDMI-Konvertierer sind aber vergleichsweise teuer. Ein Beispiel dafür ist der Ligawo VGA-zu-HDMI Converter, der das analoge Bild auf das digitale HDMI umrechnet. Ein Vorteil des rund 40 Euro teuren Geräts: Es bietet einen Audioeingang, über den Sie neben dem Bild auch den Ton des Laptops via HDMI zum TV schicken können – der VGA-Anschluss kann standardmäßig nämlich nur das Bild übertragen.

Feintuning per Treibersoftware

Wie Sie sehen, ist die Verbindung von TV und Laptop per Kabel erfreulich einfach. Abhängig von der Grafikkarte des Laptops kann es allerdings nötig sein, die Bildeinstellungen über die Treibersoftware ein wenig anzupassen. Neben der Helligkeit und der Farbanpassung ist es hier meist auch möglich, die Bildgröße und -position anzupassen. Zwar sorgen die meisten Laptops automatisch für die richtigen Bildeinstellungen, ein wenig Feintuning kann aber in der Regel nicht schaden. Meist erreichen Sie die entsprechenden Einstellungen per Rechtsklick auf den Desktop und Auswahl von „Auflösung“ sowie einem Klick auf „Erweitert“. Viele Grafiktreiber bieten auch eigene Einstellungsmenüs, die Sie über das Windows-Startmenü aufrufen können – die genauen Infos finden Sie im Handbuch Ihres Laptops oder beim technischen Support des Herstellers.

Praxistipp: Über die Tastenkombination „Windows-Taste + P“ blendet das System ein Menü ein, mit dem Sie wahlweise eine Spiegelung des Bildschirms, die Erweiterung des Windows-Desktops auf den Fernseher oder auch den Fernseher als alleinigen Bildschirm einstellen können.

Mehr Komfort: Laptop und Fernseher kabellos verbinden

Sie haben keine Lust auf Kabelsalat? Dann verbinden Sie Ihren Laptop doch einfach ohne Kabel mit dem Fernseher und streamen Sie die Bildschirminhalte per Funk. Besonders einfach funktioniert dies mit Laptops, die Intels Wireless Display (kurz „WiDi“) unterstützen. Laptops mit Intel Core i-Prozessoren ab der dritten Generation (Markstart Mitte 2012) sowie einem WLAN-Adapter von Intel oder Broadcom machen es möglich, den kompletten Bildschirminhalt mitsamt Ton auf einen WiDi-Empfänger zu übertragen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Laptop WiDi-fähig ist, installieren Sie das WiDi-Update-Tool, dass Sie auf der Intel-Homepage finden. Unterstützt Ihr Laptop die kabellose Übertragung auf den TV, führt Sie ein Assistent durch die Einrichtung von WiDi. Neben dem Laptop bedarf es dabei auch eines passenden Empfängers für Intel Wireless Display. Ein Beispiel dafür ist das rund 70 Euro teure Push2TV von Netgear. Der Adapter wird per HDMI an den Fernseher angeschlossen, anschließend übertragen Sie das Bild über WLAN vom Laptop zum WiDi-Adapter; die Einrichtung erfolgt dabei über die WiDi-Software. Einige Fernseher unterstützen die WiDi-Funktion bereits ab Werk, sodass Sie sich einen separaten Adapter sparen können.

Noch einfacher wird der Vorgang, wenn sowohl Fernseher als auch Laptop den offenen Übertragungsstandard MiraCast unterstützen. Dieser ermöglicht die direkte Verbindung von Laptop und TV ohne Umweg über einen Router, was für eine stabilere Bildübertragung sorgt. Viele aktuelle Smart TVs unterstützen MiraCast ab Werk, alternativ gibt es im Handel passende Adapter. Microsoft selbst bietet seit einiger Zeit einen MiraCast-Dongle an, der die kabellose Übertragung auch auf älteren Fernsehern nachrüstet. Ob Ihr Laptop MiraCast- kompatibel ist, finden Sie wahlweise direkt über den Hersteller oder mithilfe der Geräteliste heraus, die Sie hier finden. WiDi-fähige Laptops sind hier fein raus, da Intel den neueren MiraCast-Standard direkt in die Treiber integriert hat – die Verbindung erfolgt dann mit wenigen Klicks. Praktisch: Die drahtlose Übertragung funktioniert mittlerweile auch mit kopiergeschützten DVDs und Blu-rays. Wenn Ihr Laptop also ein Blu-ray-Laufwerk besitzt, können Sie die Filme per MiraCast oder WiDi drahtlos auf den Fernseher bringen.

Chromecast: Eine günstige Alternative von Google

Eine günstige Alternative zu WiDi und MiraCast liefert Googles Streaming-Stick Chromecast. Dieser bietet zwar keine 1-zu-1-Spiegelung des Laptop-Bildschirms an, überträgt aber zumindest Fotos, Musik, Videos und Webseiten vom Google-Browser Chrome auf den Fernseher. Der Chromecast wird per HDMI mit dem TV verbunden und empfängt Inhalte via WLAN-Verbindung. Die mangelnde Vielseitigkeit bei der Bildschirmübertragung macht der Chromecast durch seine Smartphone-Fähigkeiten wett. Mit kompatiblen Apps wie Netflix oder Google Play Music senden Sie Musik und Videos besonders komfortabel vom iPhone oder einem Android-Smartphone auf den Fernseher.

Lesetipp der Redaktion: Musik hören bei der Arbeit? Mit Computer und Stereoanlage ist das kein Problem. Doch gerade beim Laptop stört das Audiokabel massiv – hier eignen sich kabellose Lösungen deutlich besser, um die Mobilität zu gewährleisten. Zum Glück gibt es mit Bluetooth, AirPlay und DLNA verschiedene Möglichkeiten, Musik ohne lästige Stolperdrähte über die Stereoanlage zu hören. Ratgeber: Den Laptop mit der Stereoanlage verbinden.