Safari: Mit diesen 10 Tipps schützen Sie Ihre Privatsphäre

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Wer im Internet surft, der hinterlässt Spuren. Das weiß jeder Anwender. Und moderne Analysewerkzeuge kombinieren aus den verschiedenen Informationen rasch umfassende Profile. Wenn Sie beim Surfen mehr Privatsphäre unter iOS haben wollen, helfen Ihnen diese 10 Tipps weiter.

Das Sammeln von Informationen gehört schon immer zum Geschäft eines Kaufmanns. Wohl jeder Kunde freut sich, wenn sein Händler ihm etwas empfiehlt, das zu den eigenen Vorlieben passt. Das Sammeln von Daten gehört aber auch zum Kerngeschäft von Internetkonzernen und Unternehmen wie Apple, Facebook oder Microsoft. Wie der Händler um die Ecke wollen auch die Unternehmen Produkte und Dienste empfehlen. Aber während mein Fischhändler nicht weiß, was ich in der Apotheke nebenan gekauft habe, sieht das online schon anders aus.

iOS-Browser Safari: So schützen Sie Ihre Privatsphäre

Würde beispielsweise Apple alle Daten miteinander verknüpfen, die beim Surfen mit iPhone, MacBook oder iPad entstehen, ist der Weg bis zu einem umfassenden Nutzerprofil nicht mehr weit. Wenn Ihnen das nicht behagt, dann tun Sie aktiv etwas für mehr Privatsphäre.

Lesetipp der Redaktion: Wer im Internet surft, hinterlässt permanent Spuren: Besuchte Websites setzen Cookies, Webserver, soziale Netze und Werbeanbieter können verfolgen, wo Sie sich herumgetrieben haben. Wie Sie dennoch anonym surfen können, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Hinweis: Safari heisst der von Apple entwickelte Browser welcher auf dem iPhone im Rahmen von iOS vorinstalliert ist. Die Fotos in diesem Artikel zeigen die Safari-Einstellungen (iOS 10.0.2) auf einem iPhone 6.

Keine Vorschläge mehr

Es ist ohne Frage bequem, wenn der Browser direkt bei einer Suchanfrage Vorschläge unterbreitet. Allerdings übermitteln Sie die Anfrage an einen Server von Apple. Und verraten damit, wofür Sie sich interessieren.

iOS-Browser Safari: So schützen Sie Ihre PrivatsphäreDem bereiten Sie ein Ende, wenn Sie unter „Einstellungen, Safari“ die beiden Optionen „Vorschläge“ deaktivieren. Dann unterbreitet Apple Ihnen weder Ideen für Inhalte aus dem iTunes-Store, noch bekommen Sie ergänzende Vorschläge zum Suchbegriff.

Häufig besuchte Websites abschalten

Apple arrangiert auf der Safari-Startseite automatisch die Sites, die Sie am häufigsten aufgerufen haben. Natürlich ist diese Übersicht für jeden sichtbar, wenn Sie beispielsweise Ihr Telefon einmal aus der Hand legen.

Privatsphäre iPhone Einstellungen SafariUm dies zu verhindern, deaktivieren Sie „Häufig besuchte Websites“. Diesen Punkt erreichen Sie ebenfalls unter „Einstellungen, Safari“.

Alternative Suchmaschine verwenden

Ebenfalls in den Einstellungen von Safari finden Sie den Eintrag „Suchmaschine“. Damit wählen Sie aus, an welchen Dienst Ihre Anfrage weitergeleitet wird.

Privater Modus iOS Safari DuckDuckGoNutzen Sie DuckDuckGo. Die Betreiber versprechen, Ihre Aktivitäten nicht zu verfolgen und auszuwerten.

Standortdaten nicht übermitteln

Wenn Sie nicht wollen, dass Apple oder ein Sitebetreiber weiß, wo Sie sich aufhalten, deaktivieren Sie am besten den Zugriff auf die Standortdaten. Dazu müssen Sie in „Einstellungen“ den Bereich „Datenschutz“ aufrufen. Hier wählen Sie „Ortungsdienste“ aus. Im nachfolgenden Dialog klicken Sie „Safari“ und anschließend auf „Nie“.

VPN einsetzen

Wenn Sie ein VPN nutzen, surfen Sie über einen sogenannten Tunnel. Sie stellen dabei eine verschlüsselte Verbindung zu einem VPN-Server her. Erst dieser verbindet Sie dann mit der gewünschten Internetadresse. Dabei haben Sie auch die Wahl, eine individuelle IP-Adresse zu benutzen. Apples System ist für den Einsatz eines VPN vorbereitet. Sie finden im Internet zahlreiche Anbieter, die kostenfrei oder gegen Gebühr ein VPN und dann auch gleich ein Plug-in für iOS anbieten (z.B. Tunnelbear oder NordVPN)

Cookies deaktivieren

Mit einem Cookie wird Ihr System identifizierbar. Cookies werden im Hintergrund übertragen und übernehmen je nach Site unterschiedliche Aufgaben.

Privatsphäre iPhone Einstellungen SafariSo sorgen sie dafür, dass Sie sich auf einigen Websites nicht erneut anmelden müssen, wenn diese erneut besucht werden. In den Einstellungen von Safari können Sie „Cookies blockieren“ aktivieren.

Verlauf löschen

Über den Verlauf wird nachvollziehbar, welche Seiten Sie besucht haben. Wenn Sie nicht wollen, dass jeder, der Ihr Gerät in die Hände bekommt, diese Informationen sehen kann, dann nutzen Sie gelegentlich die Funktion „Verlauf und Websitedaten löschen“.

Privates surfen aktivieren

Wenn Sie die Funktion des privaten Surfens aktivieren, werden die Seiten nicht in den Verlauf aufgenommen. Außerdem unterbleibt das automatische Ausfüllen von Feldern, und Cookies können nicht zwischen anderen Tabs ausgetauscht werden.

Privat Surfen iPhone iOS Um eine private Sitzung zu starten, tippen Sie in der Fußzeile auf das Icon für einen neuen Tab und wählen danach „Privat“ aus.

Werbung deaktivieren

Im App-Store finden Sie eine ganze Reihe von Apps, die Werbebanner und Tracking-Codes deaktivieren. Von Safari direkt unterstützte Programme aktivieren Sie in den Einstellungen unter „Allgemein“. Unter „Inhalts-Blocker“ wird dann der gewünschte Blocker eingeschaltet.

Tracking deaktivieren

Um das Anlegen von Nutzerprofilen zu erschweren, können Sie das Tracking unter Safari deaktivieren. Allerdings haben Sie keine Garantie dafür, dass die Sites, die Sie besuchen, diese Option auch tatsächlich respektieren.

Privatsphäre iPhone Einstellungen SafariSie werden also unerwünschte Werbung damit nicht vollständig los, können die Überwachung aber einschränken. Dazu aktivieren Sie einfach „Kein Tracking“ in den „Einstellungen“.

Lesetipp der Redaktion: Die iPhone-Kamera ist bei ambitionierten Hobby- und sogar bei Profi-Fotografen beliebt: beste Bildqualität und immer dabei. Doch bislang gab es ein Manko: Fotos wurden nur als automatisch verbesserte JPEG-Dateien ausgegeben. Mit iOS 10 hat Apple das geändert. Fotografen können jetzt Fotos im RAW-Dateiformat schießen. Wir zeigen, wie es geht.