PC-Monitor reinigen: So erstrahlt der Bildschirm wieder in neuem Glanz

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Ein herzhaftes Niesen, eine vorschnelle Bewegung oder der nette Kollege, der den Bildschirm mit einem Touchscreen verwechselt, genügen. Im Laufe der Zeit werden Display (und Gehäuse) Ihres Desktop-PCs schmutzig und unansehnlich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Bildschirm Ihres Computers richtig reinigen.

Fingerabdrücke, Staub, Flecken. Es spielt keine Rolle, wie vorsichtig man ist. Früher oder später ist jeder Computerbildschirm verschmutzt und wirkt alles andere als appetitlich. Ein paar Minuten Zeit und die richtigen Werkzeuge genügen schon, um den Monitor Ihres PCs wieder in Schuss zu bringen.

Monitor reinigen

Mit unseren Tipps und Tricks können Sie Ihren Monitor in wenigen Minuten richtig reinigen. Zum Dank erstrahlt der Bildschirm wieder in neuem Glanz.

Monitor reinigen: Aber bitte ohne Strom

Grundsätzlich sollte der Monitor vor dem Reinigen ausgeschaltet sein und am besten auch vom Netz getrennt werden. Dabei geht es nicht nur um Ihre Sicherheit. Das Abschalten hat auch ganz praktische Gründe. Denn erst wenn das Display eines TFT-Monitors ausgekühlt ist, ist beispielsweise die feuchte Reinigung empfehlenswert. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Feuchtigkeit zu schnell verdunstet und das Reinigungsergebnis alles andere als optimal ist.

Wichtiger Hinweis: Über die Wechselwirkung von Wasser und elektrischem Strom müssen wir an dieser Stelle wohl keine weiteren Worte verlieren. Tun Sie sich also den Gefallen und schalten Sie das Gerät ab!

Lesetipp der Redaktion: Kennen Sie diese Situation? Nach einem längeren Telefonat ist das Display Ihres Smartphones mit fettigen Fingerabdrücken bedeckt. Diese unansehnlichen Abdrücke ziehen nicht nur Staub und Schmutz, sondern auch Keime und Bakterien magisch an. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Touchscreen Ihres Smartphones mit einfachen Mitteln wieder sauber und keimfrei bekommen.

Computerbildschirm richtig reinigen: Trocken abwischen

Groben Schmutz und Staub entfernen Sie am besten mit einem trockenen Tuch von Ihrem Computerbildschirm. Papiertaschentücher oder Küchenpapier scheinen naheliegend, wenn ein frischer Fleck schnell entfernt werden soll. Sie fusseln aber in der Praxis und verschmieren meist mehr, als sie im Endeffekt reinigen. Die im Drogeriemarkt erhältlichen Putz- oder Scheuerlappen sind ebenfalls weniger geeignet, um den Computerbildschirm zu reinigen. Gerade die Displays von TFT-Monitoren sind deutlich empfindlicher, als es zunächst den Anschein hat. Anders als bei einem Smartphone schützt hier keine dicke Glasschicht. Greifen Sie deshalb lieber zu einem Mikrofasertuch. Das kostet ein paar Cent mehr, ist aber viel weicher.

Monitor reinigen: Bei hartnäckigeren Flecken empfiehlt sich die feuchte Reinigung

Leicht angefeuchtet eignet sich das Mikrofasertuch perfekt dazu, hartnäckigeren Schmutz vom Monitor zu entfernen. Es muss und darf nicht richtig nass sein. Das ist zu riskant, weil Feuchtigkeit in das Innere des Geräts gelangen könnte. Nebelfeucht reicht in den meisten Fällen bereits aus, um Flecken abzuwischen.

Bildschirm reinigen: Feuchten Sie ein Mikrofasertuch mit ganz wenig Wasser an und reinigen Sie das Display ohne Druck.

Bildschirm reinigen: Feuchten Sie ein Mikrofasertuch mit ganz wenig Wasser an und reinigen Sie das Display ohne Druck.

Grundsätzlich sollten Sie mit so wenig Druck wie möglich arbeiten. Starker Druck kann auch bei sehr weichen Tüchern dazu führen, dass es auf den empfindlichen Displays zu Kratzern kommt oder sogar die Kristalle des LED-Displays beschädigt werden.

Wichtig: Vermeiden Sie beim Reinigen des Monitors den Einsatz von roher Gewalt. Wenn ein Fleck mit dem Mikrofasertuch nicht zu entfernen ist, versuchen Sie es lieber nochmal mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit.

Wichtig: Vermeiden Sie beim Reinigen des Monitors den Einsatz von roher Gewalt. Wenn ein Fleck mit dem Mikrofasertuch nicht zu entfernen ist, versuchen Sie es lieber nochmal mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit.

Wiederholen Sie im Zweifelsfall die Behandlung des Computerbildschirms noch einmal. Gehen Sie sachte mit dem komplizierten Stück Elektronik um. Regelmäßiges, aber sanftes Wischen dauert zwar länger, bringt aber den Glanz zurück.

Sollten danach immer noch Flecken zu sehen sein, muss chemische Unterstützung her. Ein handelsüblicher Glasreiniger kann eine Möglichkeit sein, aber nur, wenn er ohne Alkohol ist. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie etwas mehr Geld ausgeben und in einen speziellen Reiniger für Displays investieren.

Finger weg von alten Lappen. Hier können sich Schmutzreste verbergen, die das Display Ihres Monitors verkratzen.

Finger weg von alten Lappen. Hier können sich Schmutzreste verbergen, die das Display Ihres Monitors verkratzen.

Grundsätzlich wird niemals die Oberfläche direkt angesprüht. Schon allein, um das Risiko zu minimieren, dass doch Flüssigkeit in das Innere des Monitors gelangt. Sprühen Sie die Lösung auf ein weiches Tuch und wischen Sie damit die Flächen ab. Arbeiten Sie lieber in kurzen Zügen und kleinen Abschnitten, um die Restfeuchte mit dem trockenen Tuch zu entfernen. Manche Reiniger hinterlassen hässliche Schlieren, wenn Sie darauf vertrauen, dass die Flüssigkeit von selbst verdunstet.

Scharfe Reinigungsmittel sind beim Säubern des Bildschirms selbstverständlich ein Tabu.

Scharfe Reinigungsmittel sind beim Säubern des Bildschirms selbstverständlich ein Tabu.

Tabu sind generell Scheuermittel aller Art, Lösungsmittel, Alkohol oder Aceton. Die bereiten dem Gerät ein viel zu frühes Ende.

Verfärbungen am Gehäuse mit altem Hausmittel beseitigen

Der Monitor war eigentlich weiß, sieht aber inzwischen eher bernsteinfarben aus? Ein altes Hausmittel kann hier vielleicht weiterhelfen. Rasierschaum hat bei älteren Flecken auf Teppichboden und Läufern oft genug für wahre Wunder gesorgt. Die milde Seife dringt auch in Vertiefungen ein. Tragen Sie den Schaum auf, aber geben Sie acht, dass nichts davon in das Innere mit der Elektronik gelangt. Jetzt heißt es erst einmal abwarten. 10 Minuten sollten Sie dem Schaum Zeit geben, um seine Arbeit zu verrichten. Dann mit Küchenpapier entfernen und den Monitor noch einmal feucht abwischen. Falsch machen können Sie dabei nichts. Und falls danach die Verfärbungen immer noch vorhanden sind, riecht der Monitor wenigstens frisch.

PC-Gehäuse reinigen: Ritzen, Ecken und Kanten

Feiner Staub sammelt sich im Laufe der Zeit auch in den Vertiefungen des Gehäuses und gerade in den Ecken des Bildschirms. Hier kommt man mit einem Tuch nur sehr schlecht heran, weshalb Sie dem Staub besser mit einem feinen Pinsel zu Leibe rücken. Besonders kleine Pinsel, deren Borsten aber kräftig genug sind, finden Sie in Wartungs-Kits für viele Kaffeemaschinen. Sie können aber auch ein Wattestäbchen benutzen, um das Gehäuse des Computerbildschirms zu reinigen.

Nach ein paar Minuten Bildschirmpflege sieht Ihr Monitor wieder wie neu aus und bietet freie Sicht.

Lesetipp der Redaktion: Wir zeigen Ihnen, wie Sie einen externen Monitor an Ihr Notebook anschließen.