Mit einem Backofenthermometer zum perfekten Braten

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Die Grenze zwischen einem optimal gegarten Stück Fleisch und dem vernichtenden Urteil der Gäste „zu trocken“ ist dünn und beträgt oftmals nur wenige Minuten Garzeit. Mit einem Backofenthermometer erleichtern sich (nicht nur) Hobbyköche die Arbeit.

Der perfekte Sonntagsbraten hat außen eine schöne braune Kruste und ist im Kern noch zartrosa und saftig. Um diesen Garpunkt nicht zu verpassen, nehmen viele Hobbyköche das Fleisch zu schnell aus dem Ofen und schneiden es dann an einer (unauffälligen) Stelle an. Schade um das schöne Stück, denn jetzt entweicht der Bratensaft erst recht. Ein Braten- oder Backofenthermometer ist hier die viel bessere Alternative zum Anschnitt.

Die richtige Temperatur im Blick

Der Sensor des Thermometers misst die Kerntemperatur des Bratgutes und liefert diesen Wert zurück. Die optimale Temperatur ist dabei von der Fleischsorte abhängig: Roastbeef sollte eine Kerntemperatur von 58 °Celsius haben, dann ist es schön medium, Rinderbraten wird bei 80 bis 85 °Ceslius, Hühnchen bei 80 °Celsius perfekt.

Kinderleicht: Mit einem Backofenthermometer gelingen saftige Braten und tolle Gebäckspezialitäten wie von selbst.

Kinderleicht: Mit einem Backofenthermometer gelingen saftige Braten und tolle Gebäckspezialitäten wie von selbst.

Damit die Kerntemperatur richtig angezeigt wird, muss der Sensor des Thermometers natürlich auch im Kern des Bratens stecken. Achten Sie also bei der Anschaffung eines Backofenthermometers darauf, dass der Stab (auch als Dorn bezeichnet) lang genug ist, um den Mittelpunkt des Bratgutes zu erreichen.

Bewährte Klassiker – rein manuelle Thermometer

Seit Jahrzehnten sind klassische Backofenthermometer bewährt. Sie sind stabil gebaut und wartungsarm. Am Ende des Sensors sitzt unmittelbar die Temperaturanzeige. Die Backofenthermometer werden zu Beginn in das Gargut gesteckt und verbleiben die gesamte Garzeit über im Ofen. Um die Temperatur auch gut durch die geschlossene Ofentür ablesen zu können, muss die Anzeige ausreichend dimensioniert sein.

Bequem – die digitalen Varianten

Leichter abzulesen sind Geräte mit Digitalanzeige. Die funktionieren aber nur mit einer Batterie. Sie sollten also stets eine Reservebatterie im Hause haben, damit im Notfall auch nach Ladenschluss und am Wochenende gebraten werden kann. Digitale Backofenthermometer werden in zwei grundlegenden Bauformen angeboten.

Ein Backofenthermometer ist auch als Fleisch- oder Bratenthermometer bekannt. Es misst die sogenannte Kerntemperatur der Speise im Backofen.

Ein Backofenthermometer ist auch als Braten- oder Fleischthermometer bekannt. Das Backofenthermometer misst die Kerntemperatur der Speise im Backofen.

Sie haben die Wahl zwischen Modellen, die für eine schnelle Einzelmessung ausgelegt sind: Dazu wird die Sonde kurz in das Fleisch gesteckt und Sie erhalten das Ergebnis binnen Sekunden angezeigt. Die andere Bauform verbleibt, wie die rein manuellen Geräte, während des Garvorgangs im Backofen und liefert die Temperatur kontinuierlich zurück. Bei den Temperaturen im Inneren des Ofens würde jede Digitalanzeige schnell aus dem Tritt geraten oder der Kunststoff der Platinen schmelzen. Deswegen bestehen Bratenthermometer mit Digitalanzeige aus zwei getrennten Bausteinen: einer Anzeigeeinheit und einem Kabel. Die Anzeigeeinheit ist häufig mit einem Magneten ausgestattet, um an der Backofentür oder am Griff befestigt werden zu können. Die Daten werden vom Sensor über ein hitzebeständiges Kabel übermittelt. Dies sollte dünn genug sein, um problemlos durch die Dichtung der Tür zu passen. Bei Geräten, die in erster Linie für den Grill gedacht sind, ist das nicht immer der Fall. Dann schließt die Tür nicht richtig und Sie verschwenden Energie.

Richtig komfortabel wird es mit Modellen, die die Temperatur per Funk an einen externen Empfänger übermitteln, der dann etwa mit ins Wohnzimmer genommen werden kann. Funkempfang bedeutet dabei nicht, dass auf Kabel verzichtet werden kann. Vielmehr überträgt das Kabel die Werte an eine Sendeeinheit, die am Backofen befestigt oder daneben platziert wird. Von dort überträgt das Funksignal die Temperatur dann an den Empfänger.

Eine Variante dieser Bauform überträgt die Messwerte per Bluetooth an eine App für das Smartphone oder Tablet. Die digitalen Geräte besitzen in aller Regel eine Alarmfunktion. Der Koch kann damit Mindest- und Höchsttemperaturen definieren. Werden die Messwerte erreicht, erhält er einen akustischen Hinweis und kann dann entsprechend reagieren.

Luxus pur – wenn der Ofen ein Thermometer mitbringt

Ambitionierte Köche schwören indes auf Backofenthermometer, die bereits zur Ausstattung des Ofens selbst gehören. Dazu wird die Sonde direkt mit dem Ofen verbunden und die Kerntemperatur wird auf dem Display des Ofens angezeigt. So viel Luxus hat allerdings seinen Preis: Diese Deluxe-Öfen sind ab 1.000 Euro aufwärts erhältlich. Dagegen sind manuelle Thermometer bereits ab 10 Euro zu bekommen, Modelle mit Digitalanzeige oder Funk liegen zwischen 30 und 50 Euro. Eine Investition, die sich lohnt. Denn egal ob Geflügel, Wild, Rind oder Schwein: Die Speisen werden zart und bleiben saftig.

Neff bringt ein zuverlässiges Messverfahren aus der professionellen Gastronomie in die heimische Küche und ermöglicht durch zielgenaue Messung der Kerntemperatur ein individuelles und gradgenaues Garen von Fisch, Fleisch und Geflügel und Gerichten mit Knochen.

Neff bringt ein Messverfahren aus der professionellen Gastronomie in die heimische Küche und ermöglicht durch zielgenaue Messung der Kerntemperatur ein individuelles und gradgenaues Garen von Fisch, Fleisch und Geflügel und Gerichten mit Knochen.

Und wer mit der modernen Zubereitungsvariante des Niedrigtemperaturgarens experimentieren will, kommt um die Anschaffung eines solchen Thermometers ohnehin nicht herum, da die meisten Öfen bei Temperaturen unter 100 °Celsius nicht besonders exakt arbeiten.