Lavazza LM 600: Endlich frischer Kaffee!

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Mit der Lavazza A Modo Mio Minù LM 600 kommt Kaffeegenuss in die heimischen vier Wände. Die kompakte Kapselmaschine bereitet in kürzester Zeit wohlschmeckende Espressos und cremigen Milchschaum: die Zutaten für perfekten Latte Macchiato und Cappuccino.

Sie möchten mich nach Kaffee fragen? Nun, ich muss Ihnen zunächst einmal gestehen, dass ich Café-Americano-Trinker bin. Morgens koche ich mir eine dünne Plörre auf Dallmayr-Prodomo-Basis mit meiner guten alten Philips-Filterkaffeemaschine und kippe reichlich Zucker und Milch hinein. Wer die USA bereist hat, kennt diese Art von Kaffee: Für einen Dollar kann man sich dort in jeder 7Eleven-Filiale einen Halbliterbecher aus der Maschine eingießen, lauwarmes Wasser mit einem Hauch Kaffeearoma, mehr Erfrischungsgetränk denn Kaffee, der den Namen verdient hätte. Aber dafür, das verspreche ich Ihnen, garantiert herzschonend und damit meinem überbordenden Konsum absolut angemessen. Das heißt natürlich nicht, dass ich „echten“ Kaffee verschmähe. Stark gebrauten Espresso oder einen leckeren Latte aus dem Café um die Ecke oder beim Lieblingsitaliener mag ich natürlich gerne – allerdings ist es eher knifflig, den zu Hause zuzubereiten. Dachte ich zumindest, bis ich die Lavazza A Modo Mio Minù LM 600 in die Finger bekam.

Lavazza A Modo Mio Minù LM 600

Küche oder Büro? Mit ihrer kompakten Bauform lässt sich die Kapsel-Maschine A Modo Mio Minù LM 600 von Lavazza überall integrieren.

Lavazza LM 600: Kleine Maschine – große Leistung

Die kleine rote Kapselmaschine hat es in sich: Zum einen brüht sie Espresso aus den bekannten Lavazza-Kapseln, zum anderen besitzt sie einen kleinen Milchaufschäumer, mit dem sich Milch, nun ja, schäumen lässt. Das unterscheidet sie von einfacheren, ansonsten aber weitestgehend identischen Modellen wie der Lavazza Minù LM 500, die ohne Milchbehälter daherkommt. Die Lavazza LM 600 ist erstaunlich schnell aufgebaut: Nach dem Auspacken muss nur noch das Stromkabel angeschlossen und der Wasserbehälter befüllt werden.

Als Filterkaffeetrinker konsultierte ich erst einmal die kurze und anschauliche Schnellanleitung, um das Gerät dann in Betrieb zu nehmen: einschalten und warten, bis die LED durchgehend leuchtet. Dann wird eine der 12 in verschiedenen Geschmacksrichtungen beiliegenden Kaffeekapseln eingelegt und der Hebel auf der rechten Seite nach hinten gedrückt, um den Kaffee zu brühen. Die Tasse sollte man freilich nicht vergessen. Als Café-Americano-Trinker – Sie erinnern sich – besitze ich fast nur riesige Tassen, die allesamt nicht in das Gerät passen. Daher musste ich erst einmal in meinen Schränken wühlen, um eine passende, klassisch-kleine Kaffeetasse mit Unterteller zu finden. Hebel umgelegt, und schon quillt frischer Kaffee aus der kleinen Maschine. Man fühlt sich dabei wie ein Mini-Barista, zumal diese Technik ein genaues Dosieren der Kaffeestärke zulässt. Die Lavazza LM 600 stoppt selbstständig allerdings erst nach 110 Sekunden – und in dieser Zeit wird viel mehr Kaffee gebrüht, als in eine kleine Tasse hineinpasst. Um ein Überlaufen zu verhindern, gibt es den Stop&Go-Knopf: Mithilfe dieses Knopfes stoppen Sie die Maschine, sobald die gewünschte Menge an Kaffee erreicht ist.

Lavazza A Modo Mio Minù LM 600

Die Lavazza A Modo Mio Minù LM 600 punktet mit einem eingebauten Milchkocher mit Rühr- und Schaumfunktion, mit dem sich nicht nur Milchschaum, sondern auch Kakao zubereiten lässt.

Milch in wenigen Sekunden erhitzen und aufschäumen

Der eigentliche Clou der Lavazza A Modo Mio Minù LM 600 ist der eingebaute Milchkocher mit Rühr- und Schaumfunktion, mit dem sich nicht nur Milchschaum, sondern auch Kakao zubereiten lässt. Unten im soliden Metallbecher befindet sich ein kleines, rundes Plastikteil, das die Aufsätze zum Rühren bzw. Aufschäumen beinhaltet. Ich entscheide mich für den Aufschäumer, fülle kalte Milch aus dem Kühlschrank ein und drücke auf den Startknopf. Wenige Sekunden später habe ich eine große Portion warmen Milchschaum, wie er für Latte Macchiato oder Cappuccino benötigt wird. Den kann ich entweder direkt in die kleine Tasse mit dem Kaffee gießen – oder beides in ein größeres Gefäß, etwa ein Latte-Macchiato-Glas – umfüllen.

So weit, so einfach. Der Milchbecher ist durchgehend aus Metall und kein Verbundwerkstoff. Das innenliegende Aufschäumer-Rädchen wird magnetisch betrieben, das Erhitzen erfolgt über Induktion, wodurch das Gerät die Milch außerordentlich schnell erwärmt und aufschäumt. Der Becher kann deshalb auch für die Zubereitung von Kakao verwendet werden. Dazu müssen einfach Kakaopulver und Milch in den Becher gegeben werden, der glatte Plastikring sorgt dann für den Mischvorgang. Nach rund einer Minute ist eine große Tasse Kakao trinkfertig, womit sich das Gerät auch ideal für Haushalte mit Kindern eignet. Zumal die Reinigung kein Problem darstellt: kurz mit Wasser durchlaufen lassen oder einfach das Rädchen entnehmen und ab in die Spülmaschine. Wer wie ich große Hände hat, muss allerdings etwas fummeln, um an das Rädchen heranzukommen. Auch die Reinigung der anderen Teile ist kein Problem: Wassertank, Kapselhalter und Wasserauffangbehälter lassen sich leicht entnehmen und reinigen. Bei einer Verkalkung der Maschine kann sie einfach mit Kaffeemaschinen-Entkalker wieder freigespült werden.

Lavazza A Modo Mio Minù LM 600

Die Lavazza A Modo Mio Minù LM 600 ist in den Farben weiß, cyan und rot erhältlich.

Lavazza LM 600: Himmlischer Geschmack

Doch genug der technischen Details! Sie warten sicher bereits seit drei Absätzen darauf, dass ich berichte, wie der Kaffee denn nun schmeckt. Als Café-Americano-Trinker muss ich sagen, dass das, was aus den Kapseln kommt, ein ausgesprochen starkes Aroma hat. Das lässt sich natürlich über das Mischverhältnis Kaffee – Wasser – Milch genau an den eigenen Geschmack anpassen. Ich habe mir erst einmal eine Latte mit wenig Wasser und viel Milchschaum zubereitet und die war durchaus mit dem Kaffee vergleichbar, der in den Cafés der Kölner Innenstadt serviert wird. Der darauf folgende Cappuccino war ebenfalls ein Genuss und auch bei der Zubereitung eines Kakaos bewährte sich die kleine Maschine. Der Geschmack aller mit der Lavazza LM 600 zubereiteten Kaffees ist, das muss man einfach sagen, auf gutem Gastro-Niveau. Meine olle Filterkaffee-Jauche hat dagegen natürlich keine Chance, im Direktvergleich stellte ich dann auch gleich fest, wie dünn ich mir das Zeug tagtäglich mixe. Die Auswahl der Kaffeesorte ist für den Geschmack übrigens zweitrangig, das starke Aroma kommt durch das schnelle, heiße Aufbrühen, das Filterkaffee-Maschinen – ebenso wie viele Pad-Maschinen – nicht hinbekommen. Das Kapselsystem bewährt sich also, birgt aber ein Müllproblem. Immerhin: Meine Grundvermutung, dass der Kaffee teuer ist, wurde nicht bestätigt. Im Handel kostet die originale Lavazza-Kapsel je nach Packungsgröße und Sorte zwischen 26 und 50 Cent pro Tasse – im Vergleich zum Filterkaffee vom Discounter sicher recht teuer, im Vergleich zum Café um die Ecke allerdings ein echtes Schnäppchen.

Lavazza A Modo Mio Minù LM 600

Daumen hoch! Die kleine Lavazza A Modo Mio Minù LM 600 kann im Allyouneed Magazin-Test überzeugen.

Fazit: Eine gute, kleine Maschine für Wenigtrinker

Insgesamt konnte mich die kleine Lavazza LM 600 im Test überzeugen. Das Kapselsystem ist zwar nicht jedermanns Sache und auch die Lautstärke des Geräts könnte geringer sein. Ansonsten gibt es aber nichts auszusetzen: Die Bedienung ist simpel, die Reinigung ebenfalls. Der mit dem Gerät zubereitete Espresso kann als Basis für verschiedene Kaffeegetränke verwendet werden und schmeckt bei Einsatz der Originalkapseln schlicht und ergreifend hervorragend. Der eigentliche Clou des Geräts ist aber der Milchaufschäumer, mit dem sich nicht nur in kürzester Zeit warmer (oder kalter) Milchschaum herstellen, sondern auch ein Kakao anrühren lässt. Für Kaffeejunkies wie mich ist die Maschine allerdings nicht als Hauptgerät geeignet, da sie keine großen Tassen fasst und der zubereitete Kaffee eben doch sehr stark ist. Als Zweitgerät zur Filterkaffeemaschine für den gelegentlichen Genusskaffee ist sie aber bestens geeignet – und dürfte dank der kinderleichten Kakaofunktion auch Kinderherzen höher schlagen lassen.