Von der Tastatur bis zum Lüfter: Laptop reinigen

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Wo viel gearbeitet wird, ist Dreck allgegenwärtig. Bei Notebooks ist das nicht anders: Schon nach wenigen Tagen bilden Hautabrieb und Schmierfinger einen fiesen Film auf Gehäuse und Tastatur. Und mit zunehmendem Alter des Laptops wird der Anblick immer ekliger. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Laptop reinigen – ganz ohne Aufschrauben!


Das Notebook ist seit inzwischen fast 20 Jahren mein täglicher Begleiter. Mein erster Rechner dieser Art war allerdings kaum mit aktuellen Geräten vergleichbar: Der klotzige Pentium-Laptop von Compaq war mehr Schreibmaschine als alles andere. Erst Jahre später ersetzte ein modernes Apple iBook meinen klassischen Desktop-PC. Es folgten zahlreiche andere Apple-Notebooks, mal mit weißem Kunststoffgehäuse, mal aus Aluminium.

Laptop reinigen

Verdreckte Tastatur, fleckiges Display und ein verstaubter Lüfter: Notebooks verschmutzen im Alltag besonders schnell. Wie Sie Ihren Laptop reinigen, verrät Ihnen das Allyouneed Magazin in diesem Artikel.

Gemeinsam hatten sie alle – vom Compaq bis zum MacBook Pro – die Neigung, schnell zu verdrecken: Schmierige Oberflächen, staubige Displays und Lüfter sowie Krümel in der Tastatur waren und sind meine ständigen Begleiter. Damit bin ich aber nicht allein. Dass Notebooks Schmuddelkinder sind, liegt auch daran, dass sie eben viel herumgetragen werden. Der allgegenwärtige Schmutzfilm aus Hautabrieb, Handcreme, Lebensmittelresten und Staub ist nicht nur unappetitlich, sondern kann auch die Lebensdauer des Notebooks erheblich verkürzen. Von daher ist es angebracht, die Geräte von Zeit zu Zeit zu reinigen. Wenn man weiß, wie, ist das mit wenigen Handgriffen erledigt.

Los geht´s: Laptop reinigen

So geht´s: Laptop reinigen. Bevor Sie loslegen, sollten Sie Ihren Laptop zunächst ausschalten und vom Strom trennen. Fahren Sie das Notebook herunter und ziehen Sie das Stromkabel ab. Entnehmen Sie den Akku – allerdings nur dann, wenn das bei Ihrem Gerät umstandslos möglich ist! Diese Maßnahme dient der Sicherheit: Einerseits wird verhindert, dass das Gerät aus Versehen eingeschaltet wird. Andererseits wird Schäden vorgebeugt, die durch ins Gehäuse eindringende Feuchtigkeit (zum Beispiel von Reinigungstüchern oder –mitteln) verursacht werden können.

Schritt 1: So säubern Sie den Monitor Ihres Notebooks

Ich arbeite viel am Notebook, selbst dann, wenn ich krank bin. Bei einer Erkältung mit Husten und Schnupfen bildet der Monitor einen optimalen Tröpfchenfänger. Die Tröpfchen vermengen sich im Laufe der Zeit mit den sich auf dem Bildschirm ablagernden Staub- und Fettpartikeln zu einer ekligen Mischung.

Lesetipp der Redaktion: Schützen Sie sich vor Keimen und Bakterien auf dem Display Ihres Smartphones! In der Erkältungszeit ist besondere Sorgfalt geboten. Nach dem Niesen, Husten und Naseputzen sollten Sie sich immer gründlich die Hände waschen. Es wird dazu geraten, das Smartphone ein- bis zweimal die Woche zu desinfizieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Touchscreen Ihres Handys mit einfachen Mitteln wieder sauber und keimfrei bekommen.

Warten Sie nicht, bis der Durchblick fehlt, sondern versuchen Sie lieber gleich, den Schmutzfilm mithilfe eines Mikrofasertuchs trocken abzuwischen. Wenn das nicht hilft, können Sie das Tuch minimal anfeuchten. Mit dem nebelfeuchten Mikrofasertuch lässt sich der Schmutz in aller Regel wunderbar entfernen.

Laptop richtig reinigen

Das Display erfordert besondere Aufmerksamkeit, da es leicht zerkratzt und allergisch auf Reinigungsmittel reagiert.

Wichtig: Vermeiden Sie den Einsatz von scharfen Reinigungsmitteln am Monitor Ihres Laptops! Selbst Glasreiniger und Geschirrspülmittel können die empfindliche Beschichtung angreifen und den Monitor ruinieren. Bei Touch-Monitoren geht zudem oft auch die Anti-Fingerabdrucksschicht verloren!


Also: Bleiben Sie beim Mikrofasertuch und ganz wenig Wasser, das löst nach meiner Erfahrung jeden Alltagsdreck. Zum „Nachpolieren“ können Sie dann ein Brillenputztuch verwenden.

Notebook reinigen

Touch-Displays besitzen eine sehr empfindliche Schutzschicht gegen Fettabdrücke. Ein Mikrofasertuch ohne zusätzliche Reinigungsmittel sollte hier ausreichen.

Kleiner Praxistipp: Den Schmutz an den Rändern und in den Ecken des Bildschirms können Sie ganz einfach entfernen, indem Sie ein Wattestäbchen ins Mikrofasertuch stecken.

Schritt 2: So reinigen Sie die Tastatur Ihres Laptops

In Ratgebern im Netz ist immer wieder zu lesen, dass man die Tastatur oder die Tasten selbst zur Reinigung ausbauen soll. Das ist einerseits bei den allermeisten Notebooks nicht möglich, andererseits ist die anschließende Puzzle-Arbeit den Aufwand nicht wert! Wenn die Tastatur vor Dreck starrt und bereits einzelne Tasten klemmen, sollten Sie die Tastatur zunächst mit einem Tastatur-Staubsauger oder Druckluft-Spray grob reinigen.

Notebook reinigen Tastatur

Notebook richtig reinigen: So sollten Sie es natürlich nicht machen …

Achtung: Der Haushaltsstaubsauger ist dafür nicht geeignet, er kann Tasten aus der Verankerung reißen. Sicherlich möchten Sie nicht im Staubsaugerbeutel danach suchen müssen!

Anschließend sollten Sie ein feines Tuch, beispielsweise ein sauberes Spültuch,ganz leicht mit Reinigungsalkohol (Isopropanol 99,9%) einnebeln und damit vorsichtig, aber bestimmt über die Tastatur und das Touchpad wischen.

Bearbeiten Sie klemmende Tasten mit etwas mehr Alkohol solange, bis sie sich lösen. Der Alkohol entfernt den Dreck auch unter den Tasten höchst effektiv und hat gegenüber Wasser den Vorteil, dass Reste keine Schäden verursachen. Zudem verfliegt Alkohol anders als scharfes Lösungsmittel sofort, wodurch keine Rückstände im Laptop-Gehäuse verbleiben. Grobe Verschmutzungen, etwa Aufkleberreste, benötigen eventuell noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit. Hier ist der etwas großzügigere Gebrauch von Isopropanol-Alkohol hilfreich.

Schritt 3: So befreien Sie Ihr Notebook-Gehäuse von Fett und Nikotin

Wenn Sie beim Monitor wieder klar sehen und Sie die Tasten und das Touchpad Ihres Laptops wieder ordentlich bedienen können, sollten Sie sich um die Außenseite kümmern. Hier findet sich üblicherweise der gröbste Dreck, verursacht von all den Dingen, die halt so in einer Notebook-Tasche herumfliegen, über Fingerabrieb bis hin zu Nikotinspuren, Essensresten und Flecken aller Art. So entsteht ein hartnäckiger Schmutzpanzer, dem Sie von Zeit zu Zeit zu Leibe rücken sollten.

Das Notebook-Gehäuse ist der unempfindlichste Teil des Geräts. Benutzen Sie, wie zuvor bei Monitor und Tastatur, zunächst ein Mikrofasertuch. Reicht das nicht, ist auch hier Reinigungsalkohol das Mittel der Wahl. Achtung: Greifen Sie nur in Ausnahmefällen auf Küchenreiniger zurück. Der ist sehr scharf und sollte daher nur bei hartnäckigem Schmutz wie etwa einer gelblichen Nikotinschicht zum Einsatz kommen. Auch hier gilt: Das Tuch sollte maximal nebelfeucht sein. Wischen Sie Reste sofort mit einem sauberen Lappen weg und verwenden Sie das Fettlöser-Tuch später nicht mehr für den Monitor oder andere empfindliche Bauteile. Sicherheitshalber noch einmal der Hinweis: Fettlöser kann die Oberfläche von Kunststoff-Notebooks angreifen!

Schritt 4: So reinigen Sie Anschlüsse und Lüftungsschlitze Ihres Laptops

Zu guter Letzt sollten Sie sich um die Lüfter und die Anschlüsse Ihres Notebooks kümmern. Beide Bauteilgruppen sind bei der Reinigung besonders brisant: der Lüfter, weil er sich nicht drehen darf, die Anschlüsse, weil diese sehr eng sind und hier tunlichst keine Feuchtigkeit zurückbleiben sollte. Versuchen Sie es bei den Anschlüssen am besten mit einem mit Isopropanol getränkten Wattestäbchen. Groben Schmutz, zum Beispiel Haare und Flusen, können Sie vorher mit einer feinen Pinzette entfernen.

Lüfter Laptop reinigen

Hier muss der Fachmann ran: Massiv verstaubte Lüfter sollte nur ausbauen, wer sich damit auskennt.

Zur Reinigung des Lüfters wird oft empfohlen, diesen abzusaugen. Das Problem dabei: Durch das Saugen dreht sich der Lüfter. Da der darin enthaltene Elektromotor dadurch als Dynamo wirkt, kann es zu einem Spannungsaufbau kommen, der Teile auf dem Mainboard, etwa die Lüftersteuerung, beschädigt. Entfernen Sie grobe Staubflocken daher zunächst mit einer Pinzette. Anschließend kommt wieder die Druckluft-Dose zum Einsatz. Pusten Sie aber nicht direkt in die Schlitze, sonst dreht sich der Lüfter. Das vermeiden Sie, indem Sie in einem flachen Winkel über die Lüftungsschlitze pusten. Fettigen Schmutz und Verfärbungen entfernen Sie an dieser Stelle ebenfalls mit Reinigungsalkohol auf einem Mikrofasertuch oder einem Wattestäbchen. Anschließend können Sie den Akku wieder einsetzen und das Notebook starten.

Lesetipp der Redaktion: Der einfachste Weg, das Notebook mit dem Fernseher zu verbinden, ist das HDMI-Kabel. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Laptop richtig mit dem TV verbinden.



Fazit: Laptop reinigen

Insgesamt ist die Reinigung eines Notebooks, vor allem, wenn sie regelmäßig erfolgt, kein Problem. Mit Isopropanol, Mikrofasertuch, Wattestäbchen und einer Pinzette lässt sich fast jeder Dreck entfernen, ohne die empfindliche Elektronik Ihres Laptops zu beschädigen. Grobe Reinigungsmittel sollten nur in Ausnahmefällen zum Einsatz kommen. Insbesondere der Monitor ist sehr empfindlich, weshalb wir dazu raten, ein feuchtes Mikrofasertuch zu benutzen. Ich kontrolliere mein MacBook übrigens einmal in der Woche auf Verschmutzungen – und entferne diese sofort. So sorge ich dafür, dass dicke und damit schwer entfernbare Schmutzschichten gar nicht erst entstehen.

Lesetipp der Redaktion: Ein herzhaftes Niesen, eine vorschnelle Bewegung oder der nette Kollege, der den Bildschirm mit einem Touchscreen verwechselt, genügen. Im Laufe der Zeit werden Display (und Gehäuse) Ihres Desktop-PCs schmutzig und unansehnlich. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Monitor Ihres Computers richtig reinigen.

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