Keramikpfanne: Ein Kaufratgeber

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Fettfreies braten, gleichmäßige Hitzeverteilung, kratzfeste Beschichtung und lange Haltbarkeit: All das soll eine Keramikpfanne bieten. Doch tun sie das auch? Lesen Sie, was beim Kauf zu beachten ist.

Ich will gerade in das saftige, perfekt gebratene Stück Steak beißen, als mich ein großer schwarzer Fleck auf dem Fleisch plötzlich innehalten lässt. Als ich mir den Fleck genauer anschaue, erkenne ich schnell, worum es sich dabei handelt: um die Teflon-Beschichtung meiner Pfanne! Sehr lecker! Und tatsächlich: Ein Blick auf den Herd bestätigt meine Befürchtung: Furchen durchziehen die Schutzbeschichtung der Pfanne – für die damit ihr letztes Stündlein geschlagen hat.

Das alles geschah vor rund fünf Jahren und war der Grund dafür, dass ich erstmals nach Alternativen zu einer Standard-Pfanne mit Teflon-Beschichtung gesucht habe. Die Anforderungen dabei waren klar. Die neue Pfanne sollte folgende Eigenschaften aufweisen:

  • kratzfest (das vor allem!)
  • gleichmäßige Hitzeverteilung
  • Antihaft-Beschichtung für fettfreies Anbraten
  • hitzebeständig bis zu hohen Temperaturen
  • Haltbarkeit – wer will schon alle paar Monate eine neue Pfanne kaufen müssen!

Diese Anforderungen sorgten dafür, dass ich mich erstmals für den Kauf einer Keramikpfanne entschieden habe. Auch deshalb, weil viele Profi-Köche diese Pfannenarten für Privathaushalte empfehlen. So meint beispielsweise der TV-Koch Michael Horn: „Die sind nahezu kratzunempfindlich. Da ist es sogar mal erlaubt, mit der Gabel hereinzugehen.“

Ihre spezielle Versiegelung macht sie zu einem robusten Kochutensil: Keramikpfannen sind extrem unempfindlich, selbst metallische Küchenhelfer können ihnen nichts anhaben.

Ihre spezielle Versiegelung macht sie zu einem robusten Kochutensil: Keramikpfannen sind unempfindlich, selbst metallische Küchenhelfer können ihnen nichts anhaben.

Keramikpfannen bestehen nicht nur aus Keramik

Zunächst einmal muss man in Bezug auf Keramikpfannen mit zwei gängigen Irrtümern aufräumen. So besteht keineswegs die gesamte Keramikpfanne aus Keramik, sondern lediglich die Oberflächenbeschichtung. Die Pfannen selbst können zum Beispiel aus Aluminium oder aus Edelstahl gefertigt sein. Außerdem sind Keramikpfannen nicht zwangsläufig weiß – Keramikbeschichtungen gibt es auch in schwarz. Wer sich eine neue Keramikpfanne zulegen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Herstellern und Modellen. WMF, Bratmaxx, Rösle, Tefal, Medion und Kyocera: Fast jeder namhafte Hersteller führt Keramikpfannen in seinem Sortiment. Dazu kommen noch etliche Vertriebsmarken von Importeuren. Das sorgt dafür, dass man schnell den Überblick verliert, wenn man online nach interessanten Angeboten sucht.

Keramik Pfanne

Tefal: Die Pfannen der Serie Ceramiccontrol Induction gibt es mit einem Durchmesser von 20, 24, oder 28 cm. Darüber hinaus gehört eine Wokpfanne mit 28 cm Durchmesser zum Sortiment.

Keramikpfannen gibt in allen gängigen Größen (20, 24 und 28 cm Durchmesser). Sie sind für alle handelsüblichen Herdarten geeignet. Falls Sie einen Induktionsherd besitzen, müssen Sie ebenfalls nicht auf Keramik verzichten. Modelle mit ferromagnetischer Edelstahlplatte sind für Induktion geeignet – Pfannen mit Aluminium-Boden jedoch nicht!

Grundsätzlich gilt: Nicht jede Keramikpfanne ist per se hochwertig und empfehlenswert! So können sich die Qualität der Verarbeitung und des Pfannenbodens, die Kratzfestigkeit sowie die Hitzebeständigkeit von Modell zu Modell enorm unterscheiden. Sie sollten sich also nicht irgendeine Keramikpfanne kaufen, sondern lieber auf Modelle bewährter Markenhersteller zurückgreifen. Empfehlenswert sind beispielsweise die Modelle Tefal Ceramiccontrol und WMF Ceradur. In der unteren Preislage sind die Modelle von Bratmaxx sehr beliebt – allerdings dürfen Sie hier keine Top-Qualität erwarten.

Mein Tipp: Möchten Sie Ihre Pfanne auch in den erhitzten Backofen stellen können? Dann achten Sie darauf, dass Sie eine Keramikpfanne mit abnehmbarem oder hitzebeständigem Griff auswählen!

Keramik Pfanne

Tefal: Durch die Kombination der glatten Keramik-Versiegelung mit der hohen thermischen Leitfähigkeit kann überwiegend auf niedriger bis mittlerer Stufe gebraten werden. Dies spart Energie, Zeit und Geld.

Hochwertige Keramikpfannen bieten im Vergleich zu Teflon-Pfannen einen großen Vorteil. Die Beschichtung ist deutlich widerstandsfähiger und dadurch langlebiger. Trotzdem sollten Sie keine metallischen Pfannenwender verwenden, denn völlig unempfindlich ist auch eine Keramikoberfläche nicht!

Keramikpfanne: Bitte nicht in die Spülmaschine

Keramikpfannen sind in puncto Reinigung im wahrsten Sinne des Wortes sehr pflegeleicht. Sie können Bratrückstände einfach mit Wasser, Spülmittel und einem Schwamm entfernen. Zwar ist bei vielen Modellen angegeben, dass sie spülmaschinengeeignet seien, doch davon rate ich Ihnen ab. Aggressive Reiniger können die Beschichtung zerkratzen – deshalb lieber immer per Hand spülen!

Info: Trotz sorgfältiger Reinigung werden Sie es bei weißen Keramikpfannen nicht verhindern können, dass sich auf Dauer Verfärbungen bilden, die sich zwar nicht mehr entfernen lassen, gesundheitlich jedoch völlig unbedenklich sind. Wer sichtbare Verfärbungen vermeiden möchte, sollte sich Pfannen mit schwarzer Keramikbeschichtung kaufen.

 Keramik Pfanne reinigen

Mit der Partypfanne von Medion, welche mit einer Keramikbeschichtung versehen ist, werden Ihnen schnell und einfach viele Köstlichkeiten gelingen.

Fazit: Robust, hitzebeständig und perfekt für knusprige Bratergebnisse

Den Kauf meiner Keramikpfanne habe ich nie bereut, denn sie ist nach wie vor in der heimischen Küche im Einsatz – und hat inzwischen auch mehrere „Keramik-Geschwister“ bekommen. Die Pfannen sind zwar teurer als Modelle mit Teflon-Beschichtung, doch dafür sind sie langlebiger und zudem auch noch hitzebeständiger. Außerdem muss ich keine Angst mehr haben, meine Speisen ungewollt mit Kunststoff zu würzen!