Kein Internet? Das können Sie tun!

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Kein Internet – ein modernes Horrorszenario. Wenn die Internetverbindung ausfällt, ist das zwar ärgerlich, aber kein Grund zur Panik! Wir zeigen Ihnen, wie Sie Internetausfälle strategisch beheben können.



Endlich Feierabend, endlich Ruhe, endlich Zeit für Netflix. Doch aus dem entspannten Streaming-Abend auf der Couch scheint nichts zu werden: Der Bildschirm bleibt schwarz. Der Grund liegt nicht etwa darin, dass dem Anbieter die Filme und Serien ausgegangen wären. Es ist viel dramatischer: Das Internet ist tot. Doch das ist kein Grund zu verzagen! Mit der richtigen Strategie machen Sie Ihren Internetanschluss wieder fit.

Kein Internet: Problembereich eingrenzen

Funktioniert das Internet nicht, sollten Sie zunächst prüfen, woran es im Detail liegen kann. In aller Regel gibt es zwei Problemquellen: der Router, der die Internetverbindung in Ihrem Zuhause herstellt, oder aber der PC, auf dem das Internet nicht funktioniert. Falls kein Gerät in Ihrem Haushalt ins Internet kommt, sollten Sie als erstes Ihren Router überprüfen. Dabei beginnen Sie mit der Verkabelung: Ist das Kabel vom Router zur Telefon- bzw. Kabelbuchse korrekt eingesteckt und weist keine Knicke auf? Falls nicht, sollten Sie die Verkabelung neu durchführen und defekte Kabel ersetzen.

Kein Internet - Der Router gibt eine erste Auskunft

Die LED-Lampen am Router geben Auskunft darüber, ob alles in Ordnung ist.

Die meisten Router, etwa die beliebten Fritzboxen von AVM, teilen zudem über ihre LEDs mit, wenn etwas nicht stimmt. Blinkt beispielsweise die „Connect“-Anzeige, anstatt dauerhaft zu leuchten, kann der Router keine Verbindung mit dem Anbieter herstellen. Dauert dieser Zustand länger, können Sie die bewährte „Aus-und-wieder-an“-Methode probieren: Trennen Sie den Router vom Strom und warten Sie ein paar Minuten. Anschließend starten Sie ihn wieder und warten ab, ob eine Verbindung zustande kommt.

Wenn hardwaremäßig alles in Ordnung ist, führt der nächste Schritt in die Benutzeroberfläche des Routers. Rufen Sie dazu über einen Browser die Bedienoberfläche des Geräts auf. Wie das bei der FritzBox genau geht, erfahren Sie in unserer Anleitung: FritzBox Benutzeroberfläche aufrufen. Prüfen Sie hier den Verbindungsstatus Ihres Internetzugangs. Die entsprechenden Einstellungen finden Sie meistens in Menüs wie „Zugangsart“ oder „Internet“. Checken Sie hier, ob die Zugangsdaten für Ihren Anschluss korrekt eingetragen sind und passen Sie sie bei Bedarf an. Die Daten erhalten Sie vom Internetanbieter. Starten Sie den Router abschließend neu, um die korrekten Einstellungen zu übernehmen.

Router-Benutzeroberfläche

Prüfen Sie unbedingt, ob alle Router-Einstellungen korrekt sind.

Kein Internet: Probleme beim Internetanbieter

Sollte das alles keinen Erfolg bringen, handelt es sich wohl oder übel um ein Problem bei Ihrem Internetanbieter. In diesem Fall haben Sie nur noch die Möglichkeit, sich direkt an Ihren Anbieter zu wenden. Kontaktieren Sie die Supporthotline und teilen Ihre Probleme mit. Eventuell sind auch andere Kunden vom Internetausfall betroffen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, per Smartphone darauf zuzugreifen, sollten Sie bei einem Dienst wie AlleStörungen prüfen, ob andere Nutzer Probleme melden. Natürlich können Sie auch bei Ihren Nachbarn fragen, ob das Internet dort funktioniert. So oder so heißt es dann leider: Geduld ist angesagt.

AlleStörungen

Auf Seiten wie AlleStörungen.de können Sie checken, ob Ihr Internetanbieter gerade größere Probleme hat.

Kein Internet am PC: Das können Sie tun

Wenn der Internetzugang grundsätzlich funktioniert, Sie aber mit einem Windows-PC trotzdem nicht online kommen, geht die Problemanalyse hier weiter. Erster Ansatzpunkt ist dabei die Verbindung. Versuchen Sie zunächst, den PC per Ethernet-Kabel mit dem Router zu verbinden und checken Sie, ob das funktioniert. Ist das der Fall, stimmt etwas mit Ihrer WLAN-Konfiguration nicht. Prüfen Sie in den Netzwerkeinstellungen von Windows, ob die Verbindung zum Router korrekt hergestellt werden kann. Tipps und Tricks für die richtige Einrichtung von WLAN und besserem WLAN-Empfang finden Sie in unserem Ratgeber.

Bedenken Sie: Eine funktionierende WLAN-Verbindung bedeutet nicht zwangsläufig, dass Sie auch ins Internet kommen. Zwar wird WLAN oft mit dem Internetzugang assoziiert, das ist so aber nicht ganz richtig. Über ein drahtloses Netzwerk können nämlich auch „nur“ die Geräte im Haushalt miteinander kommunizieren. So könnte ein PC beispielsweise via WLAN Filme vom NAS-Laufwerk abspielen, obwohl er nicht ins Internet kommt. Checken Sie also in diesem Fall wie oben beschrieben, ob der Router eine funktionierende Internetverbindung aufbauen kann.

Die gute Nachricht: Windows bietet einen praktischen Assistenten, der bei Problemen mit dem Internetzugang helfen kann. Er führt eine Reihe von Diagnoseschritten durch und gibt Tipps zur Fehlerbehebung. Und nicht nur das: Gängige Schritte zur Wiederherstellung der Internetverbindung führt der Assistent vollautomatisch aus, etwa das Zurücksetzen der aktiven Netzwerkverbindungen.



Kein Internet: So starten Sie den Netzwerk-Assistenten unter Windows 10

  1. Öffnen Sie über das Startmenü die Einstellungen von Windows 10. Hier wechseln Sie in den Bereich „Netzwerk und Internet“.
  2. Klicken Sie im rechten Bereich „Status“ auf den Link „Netzwerkproblembehandlung“. Windows startet nun den Netzwerkdiagnose-Assistenten.
  3. Führen Sie die vom Assistenten angebotenen Schritte durch. Windows 10 prüft dabei diverse Quellen für fehlerhaftes Internet und versucht, die entsprechenden Probleme zu lösen. Findet das System keine Lösung, gibt es zumindest weitere Hinweise darauf, wie Sie bei der weiteren Analyse vorgehen können.
Windows 10 Netzwerkdiagnose

Windows bietet einen praktischen Assistenten, der beim Beheben von Problemen mit der Internetverbindung hilft.

So finden Sie den Assistenten für Netzwerkverbindungen unter Windows 7 und Windows 8.1

  1. Öffnen Sie über das Startmenü die Systemsteuerung von Windows.
  2. Wechseln Sie in das Menü „Netzwerk und Internet“. Hier klicken Sie auf „Netzwerk- und Freigabecenter“.
  3. In diesem Menü finden Sie den Link „Probleme beheben“. Klicken Sie diesen an und wählen Sie anschließend bei der Auswahl der Problematik den Punkt „Internetverbindungen“.
  4. Befolgen Sie nun einfach die Schritte des Assistenten. Falls Windows nicht selbst eine Lösung findet, gibt das System zumindest weitere Tipps, um die Internetverbindung zu reparieren.



Kein Internet: Softwarefehler als Ursache

Oft lassen sich die Probleme mit dem Internetzugang damit bereits beheben. Ist das nicht der Fall, gibt es noch eine andere mögliche Ursache: eine falsch konfigurierte Sicherheitssoftware. Haben Sie einen separaten Virenscanner bzw. eine Firewall-Software installiert, sollten Sie überprüfen, ob diese für die Probleme verantwortlich sind. Deaktivieren Sie dazu testweise Firewall und Echtzeit-Virenscanner und checken, ob der Zugang zum Internet wieder funktioniert. Ist dies der Fall, sollten Sie das entsprechende Programm deinstallieren und sich nach einer Alternative umsehen.

Sicherheitslösung

Vermeintliche Sicherheitslösungen wie Virenscanner oder Firewall-Programme können in der Praxis zu Problemen führen.

Generell gilt: Falls Sie den Ausfall des Internets mit einem bestimmten Ereignis – etwa der Installation eines neuen Programms oder eines größeren Updates – in Verbindung bringen können, sollten Sie versuchen, den vorherigen Zustand wiederherzustellen, das heißt, die entsprechende Installation rückgängig zu machen. Funktioniert das Netz danach wieder, müssen Sie lediglich darauf hoffen, dass die Entwickler eine korrigierte Version der neuen Software herausbringen.

Sie sehen: Mit der richtigen Strategie verliert der Internetausfall eine Menge seines Schreckens und der Streaming- oder Online-Zockabend ist gerettet!

Bilder: AVM

Lesetipp der Redaktion: Die FritzBox 7590 ist das aktuelle Flaggschiff im Router-Portfolio von AVM. Wie sich die FritzBox 7590 im Test schlägt, lesen Sie hier.