Katzen füttern: Darauf sollten Sie achten

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Katzen sind überaus reinliche Tiere und verfügen über einen perfekt ausgebildeten Geruchssinn. Was die zahmen Tiger als gut riechend empfinden, akzeptieren sie auch. Das gilt nicht nur für die Artgenossen und andere Tiere, sondern auch für ihre tägliche Nahrung. Worauf Sie beim Katzen füttern achten müssen, erfahren Sie hier.

Dass Katzen plötzlich ihr Futter ablehnen, ist absolut kein unbekanntes Phänomen – und nicht immer sind gleich gesundheitliche Probleme die Ursache. Lässt sich Ihre Katze nicht dazu bewegen, das angebotene Futter im Napf zu fressen, kann eine verunreinigte Futterschale die Ursache für ihren Appetitmangel sein. Eingetrocknete Nahrungsreste vom Vortag sorgen im Napf für übel riechende Düfte, die wohl zu Recht jedem Stubentiger den Appetit verderben. Um das zu vermeiden, sollten Sie beim Katzen füttern einige goldene Regeln befolgen.

Tipps für die richtige Fütterung

Die Ernährung spielt eine große Rolle für das Wohlbefinden Ihrer Katze. Gerade reine Hauskatzen sind voll auf ihren Besitzer angewiesen. Für das richtige Füttern sollten Sie hierauf besonders achten:

  • Ausgewogene Ernährung: Viele Katzenhalter füttern ihren wählerischen Mitbewohner gerne mit Nass- und Trockenfutter – eine gute Kombination, die gleichzeitig für genügend Wasserzufuhr und eine verringerte Zahnsteinbildung sorgt.
  • Regelmäßige Fütterungszeiten: Füttern Sie Ihre Katze zweimal täglich zu ungefähr gleichbleibenden Zeiten. Der Stubentiger wird sich schnell an den Rhythmus gewöhnen und sein Futter auch zu diesen Zeiten anfordern.
  • Futter bei Raumtemperatur servieren: Holen Sie das Katzenfutter etwas vor der Fütterung aus dem Kühlschrank. So ist es beim Servieren nicht zu kalt und beugt Magenbeschwerden vor.
  • Frisches Wasser: Sollte dauerhaft bereitstehen und zweimal täglich gewechselt werden. Die Wasserschüssel sollte nicht direkt neben dem Futternapf, sondern in einer getrennten, ruhigen Ecke in der Wohnung stehen.
  • Lassen Sie die Katze ungestört: In der freien Wildbahn lebende Katzen bringen ihre Beute immer erst in Sicherheit, bevor sie sie fressen – an diesem Verhalten orientieren sich auch Hauskatzen. Bieten Sie ihr einen ruhigen Platz, an dem sie ganz ungestört ihr Futter zu sich nehmen kann.

Katzen füttern mit dem richtigen Fressnapf

Fressnäpfe bestehen im Idealfall aus Porzellan, Keramik oder Edelstahl. Neben der guten Qualität der Materialien machen die glatten Oberflächen die Reinigung der Schalen kinderleicht. Weniger empfehlenswert sind Plastiknäpfe – sie bekommen mit der Zeit Risse, in denen sich Ablagerungen und Bakterien bilden können. Diese führen häufig nicht nur zu üblen Gerüchen, sondern können auch gesundheitsschädlich für den Stubentiger sein.

Katzen füttern: Der richtige Fressnapf

Futterschalen aus Porzellan, Keramik oder Edelstahl sind leicht zu reinigen und bergen ein geringeres Risiko, dass sich Essensreste ungesehen absetzen.

Bei der Auswahl des Napfes sollten Sie auf eine eher flache Form mit einer Randhöhe von maximal fünf Zentimetern achten. Diese Form verhindert, dass der Haustiger mit seinen empfindlichen Tasthaaren seitlich an den Rand des Napfs stößt. Eine rutschfeste Unterlage vermeidet das Verschieben der Futterschale während des Fressens. Sie vereinfacht auch die Reinigung der Umgebung der Futterschale – denn diese ist genauso wichtig wie die Reinigung des Futternapfs.

Nicht weniger wichtig: Das Trinkgefäß

Das Trinkgefäß sollte ähnlich wie der Fressnapf aus Keramik oder Edelstahl bestehen. Somit ist auch hier eine gute und einfache Reinigung der Schale gewährleistet. Empfehlenswert ist es, den Tieren an mehreren unterschiedlichen Stellen in der Wohnung und nicht unmittelbar neben dem Futterplatz stets frei zugängliche Trinkstellen anzubieten. Auch Trinkbrunnen stehen bei manchen Katzen hoch im Kurs und eignen sich für Miezen als ideale Trinkquelle.
Übrigens: Die Wasserschale steht im idealsten Fall nicht im Nahbereich des Futters, sondern an einer anderen ruhigen Stelle in der Wohnung.

Katzen füttern: Der richtige Standort für den Futternapf

Neben der Sauberkeit des Futternapfs spielt auch der Standort des Futters eine entscheidende Rolle und beeinflusst das Fressverhalten der Katze erheblich. Damit Ihre Katze gemütlich und in Ruhe fressen kann, sollten Sie ihr einen geschützten sowie sauberen Futterplatz zur Verfügung stellen. Dieser sollte sich nicht unmittelbar in der Nähe des Katzenklos oder der Heizung befinden. Ein gutes Plätzchen dagegen bietet eine kleine, ruhige Ecke in der Küche – hier ist der Tiger ungestört und trotzdem mitten unter seinen Besitzern.

Katzen füttern: Der richtige Standort

Bieten Sie Ihrem Stubentiger einen möglichst ruhigen Futterplatz.

Nach der Fütterung: Die korrekte Napfreinigung

Die regelmäßige Reinigung der Futter- und Wassernäpfe ist unentbehrlich: Gerade durch warme Sommertemperaturen oder durch Heizungsluft können schnell Schimmelporen oder andere gesundheitsgefährdende Bakterien entstehen, die das Immunsystem des Vierbeiners schwächen. Die Näpfe sollten Sie daher zweimal täglich, im Idealfall nach jeder Mahlzeit reinigen.
Je nach Material können Sie die Näpfe in der Spülmaschine waschen. Temperaturen über 60 Grad töten die meisten Keime und Bakterien automatisch ab. Ist der Futternapf nicht spülmaschinengeeignet, reinigen Sie ihn mit heißem Wasser und gewöhnlichem Geschirrspülmittel von Hand. Zusätzlichen Hygieneschutz bieten haustierfreundliche Desinfektionsmittel, die circa alle zwei Wochen aufgetragen werden.

Andauernde Nahrungsverweigerung

Wenn Ihre Katze ihr Futter nicht mehr zu sich nehmen möchte, ist nicht immer ein verunreinigter Futternapf die Ursache. Nimmt Ihre Katze länger als einen Tag keine Nahrung zu sich, ist das Aufsuchen eines Tierarztes zu empfehlen. Mögliche Ursachen für Fressunlust sind beispielsweise Nierenprobleme, kranke Zähne oder geänderte Lebensbedingungen.

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Redaktion: Sarah Neumann