Apple iPhone X im Langzeit-Test

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Unser iPhone X Test: Mit dem iPhone X hat Apple sein erfolgreiches Smartphone runderneuert. Doch lohnt sich der hohe Preis im Vergleich zum iPhone 8 und der Android-Konkurrenz? Wir haben das Edel-iPhone über zwei Monate auf Herz und Nieren getestet und geben die Antwort.

Auf dem Herbstevent 2017 sorgte Apple für gehöriges Aufsehen: Zum zehnjährigen Jubiläum des iPhone kündigte Apple neben dem iPhone 8 im gewohnten Design auch das iPhone X an. Mit einem runderneuerten Design, einem bislang einzigartigen Display und moderner 3D-Gesichtskamera soll das iPhone X Maßstäbe setzen. Zumindest preislich setzte Apple ein Ausrufezeichen: Über 1.000 Euro kostet schon das „kleine“ Modell mit 64 Gigabyte internem Speicher, ein Upgrade auf 256 GB ist noch einmal deutlich teurer.

Ist das Edel-iPhone den horrenden Preis wert? Ich habe den Langzeit-Test des iPhone X gemacht und bin der Frage auf den Grund gegangen. Rund drei Monate hat mich das X im Alltag begleitet. Ob es mich überzeugen konnte, verrät der ausführliche Testbericht zum iPhone X.

Das neue Design

Dass Apple mit dem iPhone X ein neues Kapitel aufschlägt, wird schon beim ersten Kontakt klar. Das X kommt in einem ganz neuen Design, bei dem das Display nur noch von einem minimalen Rahmen umgeben ist. Der ikonische Home-Button – seit der Premiere 2007 fester Bestandteil der Apple-Handys – ist ersatzlos verschwunden. Stattdessen erstreckt sich das nagelneue AMOLED-Display fast über die komplette Frontseite des Smartphones.

Warum nicht die ganze Front? Nun, weil die Apple-Designer die mittlerweile berühmt-berüchtigte „Notch“ in das Display integriert haben. Dabei handelt es sich um eine Kerbe am oberen Rand des Bildschirms, in der Apple unter anderem die TrueDepth-Kamera (s. unten) untergebracht hat. Links und rechts erstreckt sich das Display bis zum Rand, während es in der Mitte ein Stück weit eingeschnitten ist. Funktional bietet das keine wirklichen Vorteile, optisch setzt sich das iPhone X aber von der hauseigenen wie externen Konkurrenz ab.

iPhone X Notch

Die als Notch bezeichnete Display-Aussparung ist das auffälligste Merkmal des iPhone X.

Der Großteil der iPhone-Apps wurde bereits vor Erscheinen des Luxus-iPhones für das Notch-Display optimiert. Negativbeispiele wie Googles Inbox-App gibt es aber immer noch. Dass Apple das Notch-Design beibehalten will, zeigt die Tatsache, dass neue Apps nur noch in den App Store dürfen, wenn die Entwickler eine Anpassung an das iPhone-X-Display vorgenommen haben.

Größentechnisch liegt das iPhone X ziemlich genau zwischen den nahen Verwandten iPhone 8 und iPhone 8 Plus. Für mich persönlich ist das rund 5,8 Zoll breite Display ein Sweetspot und nahezu optimal. Schade nur, dass das X mit über 170 Gramm vergleichsweise schwer in der Hand liegt. Da liegt es ansonsten gut: Apple setzt beim iPhone X auf eine Kombination aus Metall und Glas und trifft damit genau meinen Nerv. Das iPhone X fühlt sich so hochwertig an, wie kein iPhone davor – und das heißt schon etwas. Schade, dass die Eleganz des jüngsten Apple-Sprösslings bei ungeschickten Naturen wie mir schnellstmöglich in einer sicheren Hülle verschwinden sollte. Diverse Fall-Tests bei YouTube zeigen, dass das iPhone X nicht ganz unanfällig für Fallschäden ist.

iPhone X Rückseite

Die Glasrückseite des iPhone X ist absolut hochwertig und erlaubt das kabellose Aufladen des Smartphones.

Wie schon das iPhone 7 ist auch das iPhone X staub- und wassergeschützt nach dem IP67-Standard. Es übersteht damit problemlos ein kurzes Wasserbad ohne Schäden. Nach wie vor vermisse ich persönlich einen Klinkenausgang für Kopfhörer, der aber vermutlich nie wieder im iPhone Einzug halten wird. Immerhin: Wer keinen Lightning- oder Bluetooth-Kopfhörer zur Hand hat, kann dank beigelegtem Adapter trotzdem einen alten Klinkenhörer am iPhone X verwenden.

Das AMOLED-Display

Das Display ist eine der größten Neuerungen des iPhone X und hat einen gesonderten Abschnitt verdient. Apple setzt erstmals auf ein AMOLED-Display, das bei Konkurrenten wie Samsung, Google oder OnePlus schon seit Jahren zum guten Smartphone-Ton gehört. AMOLED-Displays punkten vor allem mit einer perfekten Schwarzdarstellung. Wo LCDs, wie sie in allen iPhones bis zum aktuellen iPhone 8 verbaut sind, immer vollständig beleuchtet sind, schalten AMOLEDs schwarze Bildpunkte einfach ab, was einen grandiosen Kontrast ohne Grauschleier ermöglicht.

iPhone X Display

Das AMOLED-Display ist ein Highlight des iPhone X.

Das von Samsung gefertigte Display des iPhone X leidet dabei nicht unter den Problemen, die schlechtere AMOLED-Panels plagen. So ist die maximale Helligkeit mehr als ausreichend, um das iPhone X auch in der prallen Sonne zu nutzen, zudem wirken Farben weder überzeichnet noch bleichen sie schnell bei seitlicher Betrachtung aus. Kurzum: Das Display des iPhone ist nicht nur aufgrund der Notch ein echter Hingucker. Nur wenige Smartphones können mit der Qualität des iPhone-X-Bildschirms mithalten, etwa das Samsung Galaxy S9 oder das OnePlus 5T. Vor allem Videos machen – für Smartphone-Verhältnisse – eine erstaunlich gute Figur. Nicht ohne Grund ist das iPhone X eines der wenigen Geräte, das von Streaming-Darling Netflix für die HDR-Wiedergabe zertifiziert wurde.

iPhone X Test: Die Bedienung

Der fehlende Home-Button dürfte nicht nur bei mir für Stirnrunzeln sorgen: Wie zum Geier bediene ich das iPhone X? Tatsächlich müssen sich iPhone-Kenner umgewöhnen: Zwar läuft auf dem iPhone X mit iOS 11 die gleiche Softwareversion, die auch auf dem iPhone 8 und (per Update) vielen Vorgängern zum Einsatz kommt, trotzdem hat sich die Bedienung grundlegend verändert. Gesten sind ab sofort Trumpf! Die komplette Navigation des iPhone X ist auf Wischbewegungen ausgelegt.

iPhone X ohne Home-Button

Gleiches iOS, neue Bedienung: Der wegfallende Home-Button erfordert Eingewöhnungszeit.

Ein paar Beispiele: Eine Bewegung vom unteren Bildrand nach oben führt auf den Homescreen, ein längerer Wisch in den App-Switcher. Das Actioncenter mit den wichtigsten Einstellungen öffnen wir per Wischer von der oberen rechten Ecke, während die linke Seite zu den Benachrichtigungen führt.

Lesetipp der Redaktion: Die vielen Funktionen des zentralen Knopfes werden beim iPhone X jetzt per Gesten gesteuert. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten iPhone X Gesten.

Tatsächlich dauerte es bei mir rund drei Tage, bis ich mich wirklich flüssig und sicher auf dem iPhone X bewegte – alte Angewohnheiten sind hartnäckig. Nach der Umgewöhnung fühle ich mich aber wohl mit der Bedienung des iPhone X. Trotzdem muss ich ehrlich sagen: Ganz so intuitiv wie bei früheren Modellen aus Cupertino klappt die Navigation nicht. Ob das für alle Käufer des iPhone X gilt, kann ich freilich nicht sagen. Es ist aber davon auszugehen, dass künftige iPhones das Bedienkonzept übernehmen bzw. es mit neuen iOS-Versionen ausweiten. Letztlich ist alles eine Frage der Gewöhnung. Angesichts der radikalen Neuausrichtung des iPhone X ist Apple der Schritt Richtung Gestensteuerung meiner Meinung nach gelungen.

Ach ja, natürlich beherrscht das iPhone X auch die Druck-Erkennung Force Touch und … Siri. Apples digitale Assistentin konnte mich im direkten Vergleich mit den Alternativen von Google und Amazon nie uneingeschränkt überzeugen – und daran hat auch das iPhone X nichts geändert. Wer Siri dennoch gerne nutzt, erreicht sie über einen Knopf auf der rechten Seite des Gehäuses.

iPhone X Siri

Natürlich ist auch Siri wieder mit an Bord.

Akkulaufzeit und Performance des iPhone X

Wie von Apple gewohnt, steckt im iPhone X mit A11 Bionic ein runderneuerter Prozessor. Und der macht ordentlich Dampf. Mit insgesamt sechs Kernen ist der A11 in jeder Situation rasend schnell und bringt grafisch aufwendige Spiele ebenso ruckelfrei auf den Bildschirm wie die neuen Augmented Reality Apps. Der Namenszusatz „Bionic“ deutet es schon an: Das iPhone X (genau wie das iPhone 8 und iPhone 8 Plus) lagert viele Berechnungen auf eine Art künstliche Intelligenz aus, etwa die Gesichtserkennung Face-ID (s. unten). Wie schnell das iPhone X ist, verrät der Benchmark Geekbench 4. Hier kommt das Edel-iPhone auf über 10.000 Punkte und liegt damit sogar fast gleichauf mit dem großen iPad Pro.

iPhone X Test: Geekbench

Das iPhone X ist schnell. SEHR schnell. Es gibt aber nur wenige Apps, die davon Gebrauch machen.

Auch die Basisdisziplinen wie das Surfen in LTE und WLAN-Netzen, Bluetooth-Verbindungen (im aktuellen Bluetooth 5.0-Standard) sowie das klassische Telefonieren meistert das iPhone X wie erwartet mit Bravour.

Trotz der brachialen Leistung ist es Apple gelungen, die Akkulaufzeit des iPhone X im Vergleich zu den Vorgängern zu verlängern. In der Praxis war es nie ein Problem, über mindestens einen vollen Tag zu kommen, meist waren selbst zwei Tage abseits des Ladekabels drin.

iPhone X auf Qi-Station

Zum Aufladen kann das neue iPhone einfach auf eine Qi-Station gelegt werden.

Genau genommen ist das Ladekabel gar nicht nötig, denn Apple hat dem iPhone endlich die Möglichkeit zum kabellosen Aufladen spendiert. Erfreulicherweise haben die Entwickler aus Cupertino dabei auf den etablierten Qi-Standard gesetzt, der bereits in unzähligen Zubehörvarianten zum Einsatz kommt. In meinem Test konnte ich das iPhone X selbst mit einem 2012 für das Google Nexus 4 erworbenen Qi-Lader von Philips mit Strom versorgen. Den Luxus, mein Smartphone einfach auf eine Matte zu legen und mit neuer Akkuenergie zu versorgen, habe ich lange vermisst. Nicht nur für iPhone-Fans ist das kabellose Laden eine willkommene Neuerung in der aktuellen iPhone-Generation (auch das iPhone 8 beherrscht den Qi-Standard).

TrueDepth-Kamera, Face-ID und Animojis

Neben dem neuen Design bietet das iPhone X eine komplett neue Frontkamera, die Apple als TrueDepth-Kamera bewirbt. Tatsächlich handelt es sich dabei nicht einfach um eine verbesserte Selfie-Knipse: Apple hat eine komplexe Gesichtserkennung in das iPhone X integriert. Die Technologie scannt das Gesicht der Benutzer dreidimensional und speichert die Daten verschlüsselt auf dem iPhone – laut Apple verlassen die Daten das Smartphone zu keinem Zeitpunkt. Der Grund für den Gesichts-Scan heißt „Face-ID“. Die Gesichtserkennung im iPhone X ersetzt den Fingerabdrucksensor, der bislang zur Entsperrung des iPhone fungierte. Um das iPhone X zu entsperren, gespeicherte Passwörter in Apps abzurufen oder auch eine Zahlung im App Store zu verifizieren, reicht ein kurzer Blick in die Frontkamera. Sobald das Smartphone seinen Benutzer erkennt, gibt es das „Okay“ für die jeweilige Aktion.

Und wie funktioniert Face-ID in der Praxis? Um es kurz zu machen: erstaunlich gut. Trotz anfänglicher Skepsis gewöhnte ich mich schon nach wenigen Tagen an das Entsperren per Konterfei. Das liegt vor allem daran, dass Face-ID selbst in vollständiger Dunkelheit funktioniert und sich auch von Sonnenbrillen und sogar Karnevalskostümen nicht irritieren lässt. Die Erkennung ist flott genug, um den Bedienungsfluss nicht zu stören. Durch den 3D-Scan lässt sich die Technologie auch nicht durch Fotos überlisten – ja, ich habe es probiert. Apple verspricht, dass die Erkennung mit der Zeit immer besser wird, weil das System mehr Eigenarten des Gesichts erkennt. Tatsächlich funktionierte Face-ID nach einigen Tagen besser als direkt nach der (in wenigen Sekunden erledigten) Einrichtung.

Perfekt ist Face-ID allerdings leider noch nicht. Gelegentlich ließ mich das System nicht rein, wenn ich beispielsweise „seitlich“ auf das Display schaute, etwa beim entspannten Netflix-gucken auf dem Sofa. Hier ist dann die Eingabe eines Codes vonnöten, was nicht schön, aber auch kein Beinbruch ist. Im Gegenzug funktioniert Face-ID, wo Touch-ID scheitert, beispielsweise beim Tragen von Handschuhen im Winter. Liegt das iPhone X flach auf dem Schreibtisch, ist das Entsperren zudem nicht ganz so komfortabel wie beim Vorgänger Touch-ID. Trotzdem: Die Premiere von Face-ID im iPhone X ist gelungen. Schon beim „ersten Versuch“ arbeitet die Technologie so zuverlässig, dass wir das bewährte Touch-ID bereits nach wenigen Tagen nicht mehr vermissen.

Doch Face-ID ist nicht der einzige Clou der TrueDepth-Kamera. Der 3D-Scan bietet auch die Möglichkeit, Gesichtsbewegungen in Echtzeit zu erkennen und in Apps zu übertragen. Apple demonstriert die Funktion mit den sogenannten Animojis. Dabei handelt es sich um Comicfiguren, die die Gesichtszüge der Benutzer 1-zu-1 von der Kamera ablesen und abspeichern. Das Ergebnis ist vor allem beim ersten Kontakt faszinierend: Ob Animoji-Affe, Alien oder … animierter Misthaufen (ja, richtig gelesen!), die Mimik der Animojis spiegelt meine eigene verblüffend genau wider. Selbst Details wie hochgezogene Augenbrauen überträgt die Kamera auf die animierten Gegenstücke. Per Animoji lassen sich kurze Videos inklusive Sprachnachrichten aufnehmen und an Freunde verschicken. Am besten funktioniert das über den Apple-Messenger iMessage, doch auch via WhatsApp und Co. lassen sich die selbstanimierten Videos verschicken.

iPhone X Animoji

Die Animojis sind neben einem netten Gag auch eine Demonstration von Apples Frontkamera-Technologie.

Ja, Animojis sind in erster Linie eine Spielerei, deren Reiz – zumindest bei mir – nach anfänglichem Spaß recht schnell verflog. Aber sie sind auch eine hervorragende Demonstration für die technischen Finessen der TrueDepth-Kamera und des A11-Prozessors im iPhone X. Die millimetergenaue Erkennung selbst feinster Gesten ist schlichtweg beeindruckend. Auch App-Entwickler dürfen auf die Funktionen der Kamera zugreifen, beispielsweise zur Steuerung von Inhalten per Gesichtsbewegung. Noch ist die Auswahl an entsprechenden Apps übersichtlich, auf lange Sicht dürfte sich das aber ändern.

iPhone X Test: Kamera und Videoqualität

Nicht nur für die Frontkamera des iPhone X verspricht Apple beste Kameratechnik, auch die Foto-Knipse soll sich auf Topniveau bewegen. Die rückseitige Kamera des iPhone X ist dieselbe, die auch im parallel erscheinenden iPhone 8 Plus steckt. Wie das größere der beiden Standardmodelle bietet das iPhone X daher ein Dual-Kamera-System, bei dem die zweite Linse einen optischen Zoom um den Faktor 2 bietet. Das erweist sich im Alltag oft als Hilfe, um entfernte Objekte ohne den sonst üblichen Pixelmatsch zu vergrößern.

Apple-typisch liefern beide Kameras des iPhone X fast durchgehend hervorragende Ergebnisse. Besonders bei guten Lichtverhältnissen liegen Farben, Kontraste und Schärfe auf einem hervorragenden Niveau. Lediglich bei schummerigen Lichtverhältnissen kann das iPhone X nicht ganz mit den besten Kamera-Kontrahenten aus dem Android-Lager mithalten. Vor allem das Google Pixel 2 produziert bei wenig Licht deutlich weniger rauschige Bilder als das iPhone X. Das ist allerdings Jammern auf höchstem Niveau: In den meisten Situationen gelingen Low-Light-Fotos auch mit dem iPhone in ordentlicher Qualität. Über alle Zweifel erhaben ist Apples TrueTone-Blitz, der Hauttöne in dunklen Räumen realistisch und ohne Überstrahlen ablichtet.

Skyline Köln - aufgenommen mit dem iPhone X

Das iPhone X fängt die meisten Bildsituationen auch bei schwierigem Licht gut ein.

Videos nimmt das iPhone X auf Wunsch in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde auf. Der Bildstabilisator macht dabei einen sehr guten Job, sodass die Videoclips mit hoher Qualität punkten. Selbst Aufnahmen eines Live-Konzerts überzeugen mich im Test nicht nur durch ein gutes Bild, sondern auch durch tolle Soundqualität.

Alles in allem gehört das iPhone X wie erwartet zu den besten Kamera-Smartphones 2018. Im Dauertest hatte ich nur selten das Verlangen, meine DSLR auszupacken, um Szenen schöner einzufangen. Lediglich bei der Low-Light-Fotografie kann das iPhone nicht ganz mit der Konkurrenz mithalten.

Der iPhone X Test: Das Fazit

Man kann es sich vermutlich schon denken: Das iPhone X hat uns im Test nahezu uneingeschränkt überzeugt. Das überarbeitete Design überzeugt beim ersten Kontakt, die Verarbeitung ist Apple-typisch grandios und auch die Alltagsleistung begeistert auf ganzer Linie. Hinzu kommen technische Verbesserungen wie das hervorragende AMOLED-Display, die top Akkulaufzeit und die beeindruckenden Fähigkeiten der TrueDepth-Kamera. Kurzum: Das iPhone X ist das beste iPhone aller Zeiten.

Allerdings hat das auch seinen Preis: Nicht nur im Vergleich zur Konkurrenz, sondern auch zur Apple-internen Alternative fällt der Aufpreis des iPhone X deftig aus. Das iPhone 8 wirkt in Sachen Display und Design im direkten Vergleich zwar altbacken, teilt im Inneren aber viele Eigenschaften mit dem X: der A11-Prozessor ist ebenso der gleiche wie die hervorragende Hauptkamera, es lässt sich ebenso kabellos aufladen und dürfte genauso lange mit aktuellen iOS-Versionen versorgt werden wie das iPhone X.

Ich habe das iPhone X in diesem Test diverse Male als „Edel-iPhone“ bezeichnet – und genau das ist es auch. Es liefert das Beste, was Apple in Sachen Smartphones zu bieten hat, kostet dafür auch entsprechend. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, erhält ein in nahezu jeder Hinsicht hochwertiges Smartphone, das der Konkurrenz zwar nicht in allen, aber doch in sehr vielen Punkten voraus ist. Mir persönlich wird es schwerfallen, das Gerät nach der Testphase wieder abzugeben und zu einem Vorgängermodell zurückzukehren. Apple hat mit dem iPhone X mal wieder etwas geschafft, was irgendwie nur Apple kann: Sie haben in mir einen „Will-ich-haben“-Reflex für etwas ausgelöst, das ich anfangs eher belächelt habe. Ich werde Face-ID vermissen. Und verdammt: Ich werde vermutlich sogar die Animojis vermissen…

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