iPhone 7: Das iPhone ohne klassischen Kopfhöreranschluss

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Die Gerüchteküche brodelt ordentlich. So wie immer, wenn Apple kurz davor steht, ein neues Gerät zu präsentieren. Und sollten die Gerüchte zutreffen, dann wird das neue iPhone 7 ohne den bekannten Kopfhöreranschluss auskommen müssen. Die Nutzer laufen bereits Sturm.

Ein iPhone ohne die bewährte kleine Buchse? Das ist keine Katastrophe und es gibt sogar gute Gründe, diesen alten Zopf abzuschneiden.

iPhone 7 Kopfhörer

Gerüchteküche: Das iPhone 7 wird ohne Klinkenstecker erscheinen und stattdessen auf die flexiblere Lightning-Schnittstelle setzen.

Der kleine Klinkenstecker im Format 3,5 Millimeter ist eine liebgewonnene Tradition. Er begleitet uns, seitdem Sony vor vielen Jahrzehnten den ersten Walkman vorstellte. Endlich war es möglich, unterwegs Musik zu hören. Eine Revolution. Und seitdem schleppen Hardwarehersteller den Anschluss mit sich herum. Er befindet sich an MP3-Playern, Smartphones und Notebooks. Und nun streicht Apple diesen Anschluss mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an seinem neuen iPhone?

iPhone 7

Das iPhone 7 ist übrigens nicht das siebte Modell in Apples iPhone-Familie. Das iPhone 6S (hier im Bild) und das iPhone 6S Plus reihen sich bei fortlaufender Zählung an elfter und zwölfter Stelle der Modellreihe ein.

iPhone 7: Endlich weg mit dem Klinkenstecker!

Eines ist sicher: Aus Sicht vieler Anwender macht Apple einen Fehler. Die Ingenieure aus Cupertino ignorieren die Bedürfnisse ihrer Kunden und wollen am iPhone 7 den Kopfhöreranschluss entfernen? Warum nur?

Dafür gibt es durchaus gute Gründe:

  • Die Entwicklung zu immer schmaleren Gehäusen und Geräten, die weniger auftragen und weniger wiegen, ist ungebrochen. Die Buchse für den Klinkenstecker setzt hier aber Grenzen, da der Anschluss nicht verkleinert werden kann.
  • Was hineingesteckt wird, braucht im Geräteinneren Platz, der den Ingenieuren dann nicht zur Verfügung stehen kann. Sicher gibt es in Cupertino bereits Ideen, den gewonnenen Raum noch sinnvoller zu nutzen.
  • Eine verhältnismäßig große Öffnung an der Gehäuseseite lässt Staub und Schmutz leichter eindringen. Das gilt auch für Wasser. Es ist unwahrscheinlich, dass Apple ein völlig wasserdichtes iPhone präsentieren wird, aber ohne die Buchse könnte es deutlich widerstandsfähiger werden.
  • Die von Apple entwickelte Lightning-Schnittstelle bietet mehr Möglichkeiten. Digital-Analog-Umwandler könnten die Soundqualität verbessern und für einen angenehmeren Klang sorgen, als es am 3,5-Millimeter-Anschluss technisch möglich ist. Per Lightning können „intelligente“ Kopfhörer zum Noise Cancelling Strom beziehen, um den Sound zu verbessern.

Lesetipp der Redaktion: Mit dem Mute bietet Teufel einen Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (Noise Cancelling) an. Diese sorgt dafür, dass der größte Teil der Umgebungsgeräusche durch Gegenschall eliminiert wird. Wir haben den Kopfhörer in der Kölner Innenstadt getestet.

Allen Stürmen in Nutzerforen zum Trotz wäre Apple mit dem Streichen der Kopfhörerbuchse technologisch dort, wo das Unternehmen hingehört: ganz weit vorn.

iPhone 7: Der Kopfhöreranschluss ist nicht unverzichtbar!

Klare Sache: Der klassische Kopfhöreranschluss ist verbreitet, beliebt und bleibt praktisch. Kunden können bedenkenlos ins Regal greifen und sich je nach Budget einen entsprechenden Kopfhörer kaufen. Unverzichtbar ist der Anschluss jedoch nicht: Die Musik kann auch kabellos per Bluetooth an einen Kopfhörer übertragen werden. Und schließlich hat Apple ja mit Beats einen Hersteller sehr guter Geräte übernommen. Vielleicht legt Apple dem iPhone 7 auch EarPods bei, die per Bluetooth funktionieren? Angenehmer Nebeneffekt wäre das Ende des doch sehr nervigen Kabelsalats, über den sich wohl jeder Nutzer regelmäßig ärgert.

Teufel Airy iPhone 7

Der Kopfhörerbranche bereitet ein iPhone ohne Klinkenstecker sicherlich keine Kopfschmerzen. Kabellose Bluetooth-Kopfhörer (hier der Teufel Airy) gehören seit Langem zum Portfolio der Hersteller.

Natürlich ist es praktisch, im Auto das iPhone einfach per Kopfhöreranschluss mit dem Autoradio zu verbinden. Aber auch das ist eine vom Aussterben bedrohte Technologie. Die Automobilindustrie liefert ihre Modelle mit immer ausgefeilteren Entertainment-Systemen aus. Und die funktionieren per Bluetooth oder unterstützen sogar Apples CarPlay.

iPhone 7 ohne Klinkenstecker

Der Fidelio M2L von Philips ist der erste Kopfhörer von WOOX Innovations – und einer der ersten auf dem Markt –, der über eine direkte digitale Verbindung zu iOS-Geräten direkt über den Lightning-Anschluss verfügt.

Und hat Apple in der Vergangenheit eine Schnittstelle eingestampft, hat die Zubehörindustrie stets geantwortet. Kunden, die nicht vollständig auf Lightning umstellen wollen oder keine Lust dazu haben, sich einen Kopfhörer mit Bluetooth zu kaufen, werden zu einem Adapter greifen können. Das ist nicht elegant, wird aber seinen Zweck erfüllen. Es besteht also kein Grund zur Entrüstung. Der Wegfall der Kopfhörerschnittstelle wäre technologisch konsequent und bietet Chancen auf neue Funktionen des iPhones. Und wer nicht sofort umsteigen will, muss das sicherlich nicht.