iCloud-Backup für iPhone & iPad erstellen

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Apples iCloud-Backup ist eine ausgesprochen praktische Möglichkeit, die Daten von iPhone oder iPad zu sichern. Die Einrichtung ist ein Kinderspiel.



Ja, ich gebe es zu: Die Cloud war mir lange Zeit suspekt. Ich machte meine iPhone-Backups lieber via iTunes auf dem Mac oder PC. Allerdings ist das ein elendes Geraffel. Zunächst muss das iPhone an dem Computer angeschlossen werden, dann musste ich iTunes starten. Je nach Einstellung erstellt iTunes dann automatisch ein Backup, was ich aber nicht wollte, weil es zeitaufwendig ist. Insofern hieß es jedes Mal noch, das iPhone in iTunes auszuwählen und im Reiter „Übersicht“ ein manuelles Backup anzustoßen. Das war nicht nur nervig, sondern belegte auch unnötig viel Speicherplatz auf dem Rechner, der bei Macs ja nicht eben preiswert ist.

Besseres Backup mit der iCloud

Trotz meiner Cloud-Skepsis bin ich deshalb irgendwann umgestiegen. Apples iCloud-Backup ist einfach zu komfortabel, um es nicht zu nutzen. Zumal es völlig automatisch vonstattengeht, sobald das iPhone (oder iPad) am Strom hängt und eine WLAN-Verbindung hat. Die fünf Gigabyte Gratis-Speicher in Apples iCloud-Service reichen dabei meist für ein bis zwei Geräte, auch, weil zum Beispiel Apps oder Musik nicht gesichert werden. Diese Medien können beim Zurücklesen vom Rechner beziehungsweise aus der Cloud eingespielt werden. Aus Platzgründen beschränkt sich das iCloud-Backup auf die Einstellungen und die selbst erstellten Daten des Devices.

iCloud-Backup: Gleich mehrere Vorteile

Die Vorteile der iCloud-Backup-Variante liegen deutlich auf der Hand: Das Backup ist im Zweifel immer so aktuell wie der letzte Ladevorgang. Einmal eingerichtet, benötigt es keine weiteren Aktionen des Anwenders. Und falls das iPhone verschwindet oder defekt ist, bleiben alle Daten erhalten. Das iCloud-Backup hat auch enorme Vorteile beim Umzug auf ein neues iPhone-Modell oder ein Austauschgerät. Bei der Einrichtung können Sie direkt im Apple-Store das Backup auf Ihrem neuen Gerät einspielen und es so sofort in Betrieb nehmen. Sie sehen: Die Cloud hat mächtige Vorteile, und bei Apple sind die Sorgen bezüglich des Datenschutzes auch relativ gering, da Apple in der Cloud besonderen Wert auf Verschlüsselung und Datensicherheit legt.

Lesetipp der Redaktion: Wenn Sie keinen Wert auf das praktische iCloud-Backup Ihres iPhones legen, können Sie ganz klassisch iTunes-Backups erstellen.


iCloud-Backup einrichten: So geht’s

Um ein iCloud-Backup einzurichten, müssen Sie folgende Schritte durchführen:

  1. Öffnen Sie zunächst die Einstellungen des iPhones (oder iPads) und tippen Sie oben auf Ihren Namen.
  2. Wählen Sie jetzt den Menüpunkt „iCloud“.
  3. Hier finden Sie eine Liste aller Apps und Systemfunktionen, die die iCloud nutzen. Wählen Sie „iCloud-Backup“. Falls hier schon „Ein“ steht, ist die Funktion bereits aktiviert.
  4. Steht neben „iCloud-Backup“ hingegen „Aus“, müssen Sie die Funktion noch aktivieren. Tippen Sie den Menüpunkt an …
  5. … und aktivieren Sie den Schalter „iCloud-Backup“. Das iPhone meldet jetzt, dass die automatische iTunes-Backup-Funktion zugunsten des iCloud-Backups deaktiviert wird. Bestätigen Sie mit „OK“.
  6. Tippen Sie auf „Backup jetzt erstellen“, um sofort ein Backup zu machen. Das iPhone sollte dazu in einem WLAN eingeloggt und idealerweise mit dem Stromnetz verbunden sein.
  7. Das Backup findet im Hintergrund statt. Sobald es abgeschlossen ist, sehen Sie hier das „letzte erfolgreiche Backup“ samt der Uhrzeit. Das war es auch schon: Sie können die Einstellungs-App schließen. Ab sofort sichert sich das iPhone regelmäßig selbst.
iCloud-Backup

iCloud-Backup: Je nach Datenmenge im iPhone und der Geschwindigkeit des Internet-Anschlusses kann das Backup einige Minuten in Anspruch nehmen.

Achtung, iCloud-Speicher verwalten!

So komfortabel und praktisch das iCloud-Backup ist, es hat einen großen Haken: Wenn Ihr Device besonders viele eigene Daten enthält oder Sie mehrere Geräte in der Cloud sichern möchten, kann der von Apple kostenlos vergebene Speicherplatz schnell eng werden. Besonders dann, wenn Sie die iCloud zum Beispiel noch als Dropbox-Ersatz oder zum Austausch von Daten zwischen Mac/PC und iOS-Systemen verwenden. In einem solchen Fall sollten Sie entweder einen Speicherplan abschließen – 50 Gigabyte kosten 99 Cent im Monat – oder nachsehen, ob es alte Backups alter Geräte gibt, die Sie löschen können. Ihren iCloud-Speicher verwalten Sie wie folgt:

  1. Öffnen Sie wie im vorhergehenden Workshop beschrieben auf dem iPhone die iCloud-Einstellungen. Hier finden Sie die Option „Speicher verwalten“. Tippen Sie diese an.
  2. Das iPhone zeigt Ihnen jetzt die Speicherbelegung in der iCloud mit dem zugehörigen Dienst an.
  3. Wählen Sie den Eintrag „Backups“, wenn dieser besonders groß ist. Alte Backups wachsen oft, zudem wird für jedes Gerät – auch Austauschgeräte – ein neues Backup angelegt.
  4. Sie sehen jetzt, von welchen Geräten noch Backups in der Cloud liegen. Falls Sie eines der Geräte nicht mehr haben, können Sie es antippen.
  5. Wählen Sie „Backup löschen“, um das Backup zu entfernen und iCloud-Speicher freizumachen.
  6. Bestätigen Sie die Eingabe mit „Deaktivieren & Löschen“.
iCloud-Speicher verwalten

iCloud-Speicher: Hier sehen Sie Schritt 1 unserer Anleitung: Sie können den iCloud-Speicher bequem verwalten.



Besser ein iCloud-Abo abschließen

Damit die iCloud-Backups nicht exorbitant wachsen, sollten Sie regelmäßig Fotos und Videos von Ihrem iPhone löschen beziehungsweise auf den PC oder Mac übertragen. Ich empfehle jedoch das Abschließen eines iCloud-Abos mit mindestens 50 Gigabyte, um Platzproblemen grundsätzlich vorzubeugen. Inzwischen habe ich den 200-Gigabyte-Plan abgeschlossen, der knapp 36 Euro im Jahr kostet. Da ich noch viele andere Daten in der iCloud ablege, ist das ein durchaus vertretbarer Posten. Das iCloud-Backup will ich auf jeden Fall nicht mehr missen.