Hauswasserautomaten: clevere Bewässerungssysteme

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Wasser ist nicht nur kostbar, sondern auch teuer ‒ umso mehr lohnt es sich, die Wasserverteilung in Haus und Garten möglichst effizient zu gestalten. Hauswasserautomaten können dabei eine hervorragende Hilfe sein. Wir zeigen, was die praktischen Helfer leisten und stellen Ihnen vier Modelle von Gardena vor.

Sommerzeit ist Gartenzeit ‒ doch so schön ein eigener Garten auch sein mag, so wichtig ist es, für eine ausreichende Bewässerung zu sorgen. Wenn die nächste Hitzewelle Rasen, Blumen und Hecken ordentlich dursten lässt, muss mit dem Schlauch nachgeholfen werden. Natürlich können Sie die Bewässerung Ihres Gartens mit Trinkwasser vornehmen, doch das hat gleich mehrere Nachteile. Der größte ist natürlich der Preis: Pro Kubikmeter (also 1.000 Liter) Wasser verlangen die städtischen Wasserwerke je nach Bundesland bis zu zwei Euro, außerdem steigt der Wasserpreis von Jahr zu Jahr zwischen 0,5 und 1 Prozent. Schon für einen durchschnittlich großen Garten werden je nach Begrünung schnell einige hundert Liter Wasser für eine ordentliche Bewässerung benötigt, was sich auf der Jahresrechnung als großer Posten bemerkbar macht.

Hauswasserautomat: Sommerzeit ist Gartenzeit ‒ doch so schön ein eigener Garten auch sein mag, so wichtig ist es, für eine ausreichende Bewässerung zu sorgen.

Sommerzeit ist Gartenzeit ‒ doch so schön ein eigener Garten auch sein mag, so wichtig
ist es, für eine ausreichende Bewässerung zu sorgen.

Schon ökonomisch ist es also sinnvoll, sich nach einer alternativen Bewässerungslösung umzuschauen, um den Garten zu bewässern oder die Toilettenspülung zu versorgen. Doch auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit ist es mehr als vernünftig, anstelle von kostbarem Trinkwasser gesammeltes Regen-, Brauch- oder Grundwasser zu nutzen. Hauswasserautomaten helfen dabei und sorgen damit nicht nur für mehr Komfort in Haus und Garten, sondern sparen auf Dauer auch viel Geld ein.

Hauswasserautomat: Gartenpumpe deluxe

Hauswasserautomaten machen es besonders einfach, vorhandene Wasserreservate für die Bewässerung in Haus und Garten zu nutzen. Ob es sich dabei um einen Brunnen, eine Zisterne oder eine Regenwassertonne handelt: Mit einem Hauswasserautomaten leiten Sie das Wasser dorthin, wo Sie es benötigen. Moderne Modelle fördern Wasser aus einer Tiefe von bis zu 9 Metern und pumpen es über Höhenunterschiede von bis zu 55 Metern. Vor dem Kauf sollten Sie vor allem darauf achten, woher das Wasser kommt. Bei Grundwasserbrunnen, deren Wasserspiegel in mehr als 10 Metern Tiefe liegt, schaffen Hauswasserautomaten die Wasserförderung im Alleingang nicht; hier können Sie sich mit einer Tauchdruckpumpe behelfen.

Hauswasserautomat: Wasser ist schon jetzt ein teurer Rohstoff. Sparsam damit umzugehen, ist daher sinnvoll, schont die Umwelt und entlastet den Geldbeutel.

Wasser ist schon jetzt ein teurer Rohstoff. Sparsam damit umzugehen, ist daher sinnvoll, schont die Umwelt und entlastet den Geldbeutel.

In funktioneller Hinsicht sind Hauswasserautomaten der klassischen Jet-Wasserpumpe ähnlich, bieten aber einen entscheidenden Vorteil: Sie schalten sich automatisch ein, sobald man Wasser benötigt. Wird die Entnahmestelle geschlossen, schaltet sich auch der Hauswasserautomat automatisch wieder aus. So ist sichergestellt, dass kein Strom vergeudet wird. Die Automaten sorgen zudem für einen konstanten Wasserdruck, sodass direkt nach dem Aufdrehen mit hoher Leistung gewässert werden kann. Mit anderen Worten: Egal, ob Sie einen Schlauch, einen Wasserhahn oder ein komplexes Bewässerungssystem per Hauswasserautomat versorgen, Sie werden keinen Unterschied zur Wasserversorgung direkt aus der Leitung bemerken.

Hauswasserautomat Gardena

Eine gute Wahl für die Brauchwassernutzung sowohl im Haus als auch im Garten ist der Allrounder Gardena Comfort Hauswasserautomat 5000/5E LCD.

Hauswasserautomaten eignen sich aber nicht nur für die Bewässerung des Gartens. Moderne Modelle sind auch dafür ausgelegt, kleinere Wassermengen für den Haushalt zu liefern. So lässt sich zum Beispiel die Toilette ‒ und damit eine der größten Wasserverbraucher ‒ mit Wasser aus einem Hauswasserautomaten ansteuern. Wird das Brauchwasser entsprechend aufbereitet, können die Automaten sogar das Wasser für die Waschmaschine liefern. In solchen Szenarien ist zwar der Installationsaufwand höher, mittelfristig amortisiert sich die Investition aber über die Wasserrechnung.

Hauswasserautomat oder Hauswasserwerk?

Neben Hauswasserautomaten sind auch Hauswasserwerke eine Möglichkeit, Haus und Garten mit Wasser zu versorgen. Der wesentliche Unterschied: Ein Hauswasserwerk speichert das Wasser in einem Tank zwischen, während der Hauswasserautomat es erst bei Bedarf aus einem Reservat pumpt. Hauswasserwerke erzeugen zur Verteilung des Wassers durch Luft oder ein anderes Gas einen konstanten Druck, die Pumpe springt nur dann an, wenn der Tank wieder befüllt wird. Besonders bei kleinen Wassermengen sind die Hauswasserwerke damit im Betrieb üblicherweise leiser als Hauswasserautomaten, was sie vor allem für den Gebrauch im Haus prädestiniert.

Sollen hingegen große Mengen an Wasser über einen kontinuierlichen Zeitraum verteilt werden ‒ also etwa bei der Bewässerung des Gartens ‒ ist ein Hauswasserautomat in der Regel die bessere Wahl. Das gilt vor allem dann, wenn die Wasserquelle konstant verfügbar ist, etwa bei einem Brunnen. Ein weiterer Vorteil der Hauswasserautomaten ist ihr hoher Grad an Mobilität. Durch das vergleichsweise geringe Gewicht (je nach Modell zwischen ca. 7 und 15 Kilogramm) lassen sie sich meist problemlos zum gewünschten Einsatzort transportieren und sorgen so für Flexibilität. Wollen Sie etwa einen Teich oder den Pool im Garten leer pumpen, ist das mit einem Hauswasserautomaten im Nu erledigt. Andererseits besteht natürlich die Möglichkeit, das Gerät fest an einer Stelle zu installieren.

Preislich sind die Unterschiede zwischen Hauswasserautomaten und Hauswasserwerken eher gering, auch die technischen Daten in Sachen Fördermenge sind vergleichbar. Ein Vorteil der Hauswasserautomaten ist vor allem der standardmäßig höhere Anfangsdruck. Außerdem gelten Hauswasserwerke im Vergleich zu Hauswasserautomaten als wartungsintensiver, was vor allem an der Technik des Druckbehälters liegt.

Gardena: Hauswasserautomaten im Vergleich

Die Gartenspezialisten von Gardena bieten eine breite Palette an Hauswasserautomaten an, die wohl jeden Bedarf abdecken dürften. Welches Modell für Sie das richtige ist, hängt dabei vor allem von der benötigten Wassermenge ab. Besonders große Gärten lassen sich mit dem Premiummodell 6000/6E LCD Inox versorgen, das bis zu 6.000 Liter Wasser pro Stunde fördert und mit einem Maximaldruck von 5,5 bar auch bei mehreren Entnahmestellen für ausreichenden Wasserdruck sorgt. Das Inox-Pumpgehäuse arbeitet zudem besonders leise, sodass der Hauswasserautomat auch für den Einsatz im Haus geeignet ist.

Hauswasserautomat Gardena

Gardena 5000/5E LCD: Die Jetpumpe mit 1.300 Watt Leistung pumpt bis zu 5.000 Liter Wasser pro Stunde schnell und zuverlässig selbst über mehrere Stockwerke.

Wenn die Lautstärke eine untergeordnete Rolle spielt und Sie auch mit weniger Wasser auskommen, können Sie mit den Modellen Gardena 4000/5E (bis zu 4.000 Liter pro Stunde) bzw. 5000/5E LCD (bis 5.000 Liter Wasser pro Stunde) Geld sparen. Die drei Hauswasserautomat-Modelle bieten jeweils zwei Ausgänge für eine flexiblere Wasserverteilung, einen Tragegriff für den mobilen Einsatz sowie einen integrierten Schutz vor Überhitzung und Trockenlauf, sodass auch bei längerem Nichtgebrauch keine Probleme auftreten. Als günstigsten Hauswasserautomaten hat Gardena das Modell 3500/4E für rund 190 Euro im Programm. Dieser liefert zwar „nur“ 3.500 Liter Wasser pro Stunde und verfügt über einen statt zwei Ausgänge, für kleinere Gärten bietet er aber einen preiswerten Einstieg in die automatische Brauchwasserverteilung.

Dank eines integrierten Kleinmengenprogramms sind sämtliche Modelle von Gardena in der Lage, auch kleine Mengen Wasser abzugeben, wie es etwa bei Toilettenspülungen, Waschmaschinen oder der Tropfbewässerung im Garten erforderlich ist. Besonders ältere Hauswasserautomaten neigten dazu, die Pumpe abzuschalten, wenn die angeforderte Wassermenge zu gering ist; die Gardena-Modelle haben dieses Problem nicht.

Praktisch: Über einen an der Pumpe angebrachten QR-Code lässt sich bei allen Gardena-Hauswasserautomaten jederzeit mit dem Smartphone eine Anleitung abrufen, die wichtige Informationen zur Bedienung und Wartung der Pumpen liefert. Die beiden Topmodelle 5000/5E und 6000/6E bieten zudem ein LCD-Display, das Tipps zur Bedienung liefert und mögliche Fehler beim Pumpvorgang anzeigt. Die beiden kleineren Modelle verzichten zwar auf diesen Luxus, bieten aber immerhin LED-Anzeigen, die Infos zum Zustand der Automaten liefern.

Ratgeber-Video: Inbetriebnahme und Installation eines Gardena-Hauswasserautomaten.

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