Handarbeit: Die manuelle Kaffeezubereitung liegt wieder voll im Trend

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Kaffee ist und bleibt das Lieblingsgetränk der Deutschen: Im vergangenen Jahr konsumierten sie durchschnittlich 162 Liter des aromatischen Heißgetränks. Besonders angesagt ist derzeit wieder die Kaffezubereitung von Hand.

So avanciert der manuell gebrühte Filterkaffee aktuell in vielen Metropolen zum absoluten Trendgetränk. Neben dem altbewährten Klassiker, dem Handfilter, gibt es eine Vielzahl weiterer Methoden, Kaffee in Handarbeit zuzubereiten.

Tipp der Redaktion: Wer mehr rund um Kaffee und Trends entdecken möchte, sollte sich den 1. Oktober 2016 vormerken. Dann feiert ganz Deutschland bereits zum 11. Mal den „Tag des Kaffees“. Erstmalig findet der Ehrentag in diesem Jahr zusammen mit dem neu geschaffenen „International Coffee Day“ statt. Damit bekommt Kaffee über die Grenzen Deutschlands hinaus weltweit einen eigenen Feiertag.

Manuelle Kaffeezubereitung liegt voll im Trend

Klassisch: Handfilter
Der Handfilter, 1908 von Frau Melitta Bentz erfunden, ist der Klassiker unter den manuellen Brühmethoden. Die Anwendung ist sehr unkompliziert: Der Porzellanfilter wird auf eine Kanne oder Tasse gesetzt, ein Kaffeefilter eingelegt, mittelfein gemahlener Kaffee eingefüllt und heißes Wasser aufgegossen. Der frische Kaffee fließt langsam in die Kanne bzw. Tasse. Er schmeckt besonders mild, da das Filterpapier Fette und Öle zurückhält.

Handfilter Kaffee

Schon gewusst? Kaffee ist mit Abstand das meist getrunkene Getränk in Deutschland. Der Pro-Kopf-Konsum lag im Jahr 2015 bei 162 Litern.

Exotisch: Phin-Filter
Das Pendant zum deutschen Handfilter ist in Vietnam der Phin-Filter. Hierbei handelt es sich um ein Behältnis aus Aluminium, das, wie der Handfilter, auf eine Tasse oder Kanne gesetzt wird. Man benötigt jedoch keinen Papierfilter, da sich im Boden des Aluminiumbehälters Löcher befinden, durch die der frische Kaffee langsam hinauströpfelt. Ein Stempel verhindert das Aufwirbeln des Kaffeepulvers beim Eingießen des heißen Wassers.

Angesagt: Cold Brew und Cold Drip
Cold Brew und Cold Drip gehören auch im Jahr 2016 auf die Liste der angesagten Kaffeegetränke. Das Ergebnis der beiden Zubereitungsmethoden, bei denen mit kaltem Wasser gearbeitet wird, ist ein besonders aromatisches, mildes Kaffeekonzentrat. Beim Cold Brew werden Wasser und gemahlener Kaffee miteinander vermischt und das Konzentrat nach einer Ruhephase von mindestens 12 Stunden gefiltert. Beim Cold Drip hingegen wird das Kaffeepulver im Laufe mehrerer Stunden im sogenannten „Cold Dripper“ langsam mit Wasser beträufelt und sofort gefiltert. Das Kaffeekonzentrat kann nach Belieben mit heißem oder kaltem Wasser verdünnt und weiter verfeinert werden. Durch die Zugabe von Eiswürfeln entsteht  im Handumdrehen ein erfrischender Kaffee-Drink.

Cold Brew Cold Drip Kaffee

Schon gewusst? Der deutsche Kaffeemarkt ist der drittgrößte der Welt. Lediglich in den USA und in Brasilien wird mehr Kaffee konsumiert als in Deutschland.

Praktisch: AeroPress
Sollte „AeroPress“ auf der Karte einer Coffee Bar stehen, ist damit Filterkaffee gemeint, hergestellt mithilfe eines Brühzylinders aus Kunststoff, der unten mit einem dünnen Filterpapier verschlossen ist. Es wird zunächst Kaffeepulver und anschließend heißes Wasser hineingegeben und das Ganze umgerührt. Nach einer kurzen Extraktionszeit wird das Wasser mit einem Presskolben durch das Kaffeepulver gedrückt. Der fertige Kaffee fließt direkt in die Tasse.

Aero Press Kaffee

Schon gewusst? Kaffee wird in über 70 Ländern rund um den Globus angebaut. Die drei wichtigsten Kaffeeanbauländer für den deutschen Kaffeemarkt sind Brasilien, Vietnam und Honduras.

Traditionell: Karlsbader Kanne
Für Kaffeeliebhaber, die gern auf einen Papierfilter verzichten, bietet sich die klassische Karlsbader Kanne aus Porzellan an. Der grob gemahlene Kaffee wird in das sogenannte Doppelsieb gegeben, darauf der Wasserverteiler gesetzt und langsam Wasser eingegossen bis es vollständig durchgelaufen ist. Praktisch: Nach Abnahme des Siebs und des Wasserverteilers kann man den Kaffee direkt in der Karlsbader Kanne servieren.

Schon gewusst? Am 1. Oktober 2016 ist wieder der „Tag des Kaffees“, dann wird das beliebte Heißgetränk bereits zum elften Mal gefeiert.

Schon gewusst? Am 1. Oktober 2016 ist wieder der „Tag des Kaffees“, dann wird das beliebte Heißgetränk bereits zum elften Mal gefeiert.

Experimentell: Siphon
Der Siphon erinnert optisch an ein Utensil aus dem Chemiebaukasten. Ganz falsch ist diese Assoziationauch nicht, denn bei der Siphon-Methode macht man sich die physikalischen Gesetze des Vakuums zunutze. An einer Haltevorrichtung sind zwei Glasbehälter montiert, die über ein dünnes Röhrchen miteinander verbunden sind. Im unteren Gefäß befindet sich Wasser, im oberen gemahlener Röstkaffee. Durch Erhitzen des Wassers mit einer Flamme bildet sich Dampf, der das Wasser in die obere Glaskugel drückt, wo es sich mit dem Kaffeepulver vermengt. Stoppt man die Wärmezufuhr, wird esmithilfe von Unterdruck wieder abgesaugt, das Kaffeepulver bleibt als Kaffeesatz zurück. Das Ergebnis: ein sehr reiner und aromatischer Kaffee.

Historisch: Ibrik
Mit dem Ibrik, einem kleinen metallenen Kännchen mit langen Griff, wird traditionell der türkische Kaffee zubereitet. Hierfür wird pulverfein gemahlener Kaffee und die gleiche Menge Zucker mit Wasser bis zu dreimal aufgekocht. Die Beigabe von Gewürzen wie Kardamom und Zimt verleiht dem Kaffee eine ganz besondere Geschmacksnote.

Ibrik Kaffee

Schon gewusst? Im Jahr 2015 besaßen 84,6 Prozent der deutschen Haushalte mindestens eine Kaffeemaschine. 61,8 Prozent hatten eine Filterkaffeemaschine, knapp ein Drittel (32,5 Prozent) nutzten Pad- oder Kapselmaschinen und 13,1 Prozent einen Vollautomaten (Mehrfachnennungen möglich) / Quelle: Statistisches Bundesamt).

Hintergrund: Über den „Tag des Kaffees“

Am 1. Oktober 2016 ist wieder der „Tag des Kaffees“, dann wird das beliebte Heißgetränk bereits zum elften Mal gefeiert. In diesem Jahr findet der Ehrentag erstmals sogar weltweit statt, zusammen mit dem neu geschaffenen „International Coffee Day“. Bei zahlreichen Veranstaltungen können Kaffeeliebhaber am „Tag des Kaffees“ bundesweit die Vielfalt der aromatischen Bohne entdecken und einen Blick hinter die Kulissen der Kaffeewelt werfen.

Tag des Kaffees

Schon gewusst? Insgesamt finden mehr als 260 Aktionen am Ehrentag des Kaffees statt.

Von der Nordseeinsel Sylt bis in den Süden der Republik, von Bocholt in Nordrhein-Westfalen bis nach Cottbus feiern rund 100 Unternehmen das beliebte Heißgetränk. Sogar auf Mallorca, der Urlaubsinsel Nummer eins der Deutschen, wird der „Tag des Kaffees“ zelebriert. Auf dem Programm stehen Live-Röstungen, Kaffeeverkostungen oder ein „Tag der offenen Rösterei“. Aber auch Kaffeeseminare, Gewinnspiele oder Aktionsangebote werden von teilnehmenden Unternehmen angeboten. Wer eine Veranstaltung in seiner Nähe besuchen möchte, kann sich auf der Website zum „Tag des Kaffees“ informieren. Dort zeigt eine interaktive Deutschlandkarte allen interessierten Kaffeeliebhabern welche Aktionen wo zu finden sind: tag-des-kaffees.de/aktionen.

Quelle: Deutscher Kaffeeverband/Pressemitteilung
Copyright: istockPhotos/Deutscher Kaffeeverband