Grillrost reinigen – So funktioniert’s bei jedem Grill

0

Die Sonne gewinnt endlich die Überhand und für die meisten Deutschen heißt das: Die Grillsaison hat begonnen und der Balkon, die Terrasse oder der Garten wird zum Outdoor-Küchenplatz. Grillen ist gesellig und schmackhaft zugleich – zumindest, so lange man beisammensitzt. Kaum ist die Glut aber erloschen und der letzte Teller abgeräumt, wartet die vermutlich unangenehmste Seite des BBQs auf den Koch: das Grillrost reinigen.



Das Grillrost zu reinigen erfordert besondere Aufmerksamkeit. Eine schmierige Kruste aus Fett, Öl, Speiseresten und Ruß kann sich nämlich hartnäckig auf den metallenen Streben festbrennen. Das sieht nicht nur unappetitlich aus, sondern kann beim nächsten BBQ-Abend auch ganz schön stören. Wer seinen Grill liebt und lange Freude daran haben möchte, hält ihn mit ein paar einfachen Tricks sauber. Mit den passenden Mitteln lassen sich die groben Verschmutzungen leicht entfernen und mancher Dreck von vornherein vermeiden. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Grillrost im Handumdrehen wieder sauber bekommen!

Grillrost reinigen: Schritt für Schritt

Wer seinen Grill regelmäßig putzt, kann sich einigen Ärger und Frust ersparen. Wenn Sie nach jeder Nutzung eine kleine Grundreinigung vornehmen, haben eingebrannte Reste keine Chance und Sie länger Freude an Ihrem Gerät!

Grundsätzlich sollten Sie immer wie folgt Ihr Grillrost reinigen:

  1. Nach dem Grillen den Gasgrill noch einmal voll aufdrehen und von Speiseresten freibrennen oder mit der glühenden Kohle noch einmal Hitze erzeugen, die den gleichen Effekt hat.
  2. Asche, Kohle und Speisereste mit einer Metallbürste vom Rost fegen.
  3. Abgekühlten Rost mit einem feuchten Tuch abwischen.
Grillrost reinigen mit Metallbürste.

Asche, Kohle und Speisereste können meist leicht mit einer Metallbürste vom Rost gefegt werden. Danach das Rost mit einem feuchten Tuch abwischen.

Nach dem Grillen ist vor dem Grillen

Ist das letzte Stück Fleisch vom Rost, die letzte Wurst auf dem Teller und der letzte Veggie-Spieß in veganer Marinade verspeist, sollten Sie den Grill auf die höchste Stufe drehen und den Deckel schließen. Die hohen Temperaturen sorgen dafür, dass der Schmutz im Grill verbrannt wird. Nicht wundern, in den ersten Minuten kann es zu einer starken Rauchentwicklung kommen. Reduziert sich der Rauch, ist das ein Zeichen dafür, dass die Speisereste verkohlt und der Grill vom Schmutz freigebrannt ist.



Die zurückbleibende Asche können Sie anschließend mit einer Grillbürste oder einem Handfeger vom Rost entfernen. Erst, wenn der Rost vollständig abgekühlt ist, sollten Sie ihn mit einem feuchten Tuch abwischen.

Starke Vorbereitung: Grillrost richtig imprägnieren

Bevor Sie Grillgut auf den Rost legen, können Sie das Metall imprägnieren, um ein Festkleben zu vermeiden. Das erspart Ihnen im Nachgang nicht nur einiges an Putzaufwand, sondern ist häufig auch besser für das empfindliche Grillgut.

Grillrost reinigen nach dem Imprägnieren.

Mit der Stärke einer Kartoffel oder mit Fett und Öl lässt sich das Grillrost gut imprägnieren. So bleibt weniger am Rost kleben, das macht das Grillrost reinigen leichter.

Verwenden Sie hierfür eine halbe Kartoffel, die Sie zuvor über dem Grill ein wenig erwärmt haben. Mit der Knolle können Sie nun über den Rost streichen. Die in der Kartoffel enthaltene Stärke sorgt dafür, dass sich das Grillgut leicht vom Rost lösen lässt und keine Hinterlassenschaften kleben bleiben. Für diejenigen, die Gemüse partout nicht in der Nähe ihres Grills haben wollen, eignet sich der Griff zu Öl oder Fett. Reiben Sie damit den Rost auf gleiche Weise ein. Der Effekt ist ähnlich und es setzen sich weniger Rückstände auf dem Metall fest.

Mit diesen Mitteln können Sie Ihr Grillrost reinigen

Wer am Ende der Grillsaison oder bei häufiger Nutzung seinen Grill nicht richtig reinigt, den erwartet beim nächsten Angrillen ein Anblick, der einem den Appetit und vor allem die Lust auf das Grillen verderben kann. Deshalb gilt: Auch wenn es lästig ist, sollten Sie Ihren Grill gründlich reinigen, bevor Sie ihn in den Winterschlaf schicken. Es braucht kein Arsenal an Luxus-Putzmitteln, um einen Grillrost von der hartnäckigen Kruste aus Marinade, Fett und Asche zu befreien. Sie benötigen lediglich diese 5 Dinge, um ihn in neuem Glanz erstrahlen zu lassen:



  1. Handfeger zum Entfernen von Asche- und Kohleresten
  2. Handschuhe
  3. Eimer, Wasser und Seife (einzeln und in Kombination) und eventuell ein Backofenreiniger
  4. Schwamm und Drahtbürste oder Metallschwämmchen zum Lösen von Verkrustungen und Angebranntem
  5. Schaber zum Entfernen von Fett und Verkrustungen

Ein verschmutzter Grill sieht nicht nur unappetitlich aus, die Reste von vergangenen Grillabenden mindern außerdem den Geschmack kommender Mahlzeiten und sind ungesund. Das Gemisch aus Fett, Gewürzen und Aschepartikeln, das sich seit der letzten Party in eine schwarze Kruste verwandelt hat, sollte unbedingt entfernt werden, bevor Sie die neue Grillsaison einläuten.

Bei sehr starken Verschmutzungen, die sich nicht mit Wasser, Seife und Schwamm lösen lassen, kann ein Backofenreiniger helfen. Der Rost wird mit dem Produkt eingesprüht, bevor er für einige Stunden in einer verschlossenen Plastiktüte verschwindet. Nach der Einwirkzeit lassen sich auch harte Rückstände ganz einfach mit Wasser und Schwamm entfernen. Beim Öffnen der Plastiktüte aber bitte nicht tief einatmen und unbedingt Handschuhe anziehen: Die ätzenden Stoffe des Reinigungsmittels sind gesundheitsschädlich.

Grillrost reinigen mit Drahtbürste.

Drahtbürste oder Metallschwämmchen eignen sich ideal zum Grillrost reinigen und Lösen von Verkrustungen und Angebranntem auf dem Grillrost.

Grillrost reinigen: Alternativen zur Chemiekeule

Klar, es ist praktisch, einfach ein Produkt auf den verschmutzten Grillrost zu sprühen, und die Wunder der Chemie die lästigen Schrubb- und Reinigungsarbeiten erledigen zu lassen – doch wollen wir wirklich von einem Metallrost essen, auf dem unaussprechliche Giftstoffe ihr Unwesen getrieben haben? Gesund ist das sicherlich nicht. Im Hinblick auf Ihre Gesundheit und für das grüne Gewissen haben wir für Sie an dieser Stelle eine Reihe von umweltschonenden Reinigungsmethoden für Ihren Grillrost zusammengestellt:

  • In die Zeitung vom Vortag lässt sich nicht nur Fisch super einwickeln, sondern auch ein Grillrost! Nach dem Abkühlen den Rost in feuchtes Zeitungspapier wickeln und beiseitelegen. Nach ein paar Stunden in der nassen Lektüre weichen die Verkrustungen auf und lassen sich mit Schwamm und Seifenlauge ganz einfach entfernen.
  • Ist keine Zeitung zur Hand, kann der Rost alternativ eine Nacht auf einer Rasenfläche verbringen: Tau und Feuchtigkeit weichen groben Schmutz auf und erleichtern das anschließende Reinigen.
  • Asche zu Asche: Ein feuchter, in etwas feine Asche getauchter Lappen hilft beim Lösen von Schmutz. Mit dem Aschebrei wird der Rost abgeschmirgelt, bis sich die Verkrustungen lösen. Die Reste werden mit Wasser abgespült und schon erstrahlt der Rost in neuem Glanz. Diese Methode funktioniert am besten, wenn Holzkohle zum Grillen verwendet wurde.
  • Wer weder Drahtbürste noch Metallschwamm zur Hand hat, kann zerknüllte Alufolie zum Reinigen des Rosts verwenden. Festgebrannte Fleisch- und Fettreste lassen sich mit der Folie ganz einfach vom Grillrost abreiben.



Grill ist nicht gleich Grill: Besonderheiten beim Grillrost reinigen

Der Grill ist der Porsche des Gartenbesitzers, das Pendant zu Muttis geliebter Küchenmaschine und der Grund für viele endlose Diskussionen über das richtige Zubereiten des Grillguts. Und so lockt die Grillsaison so manchen Kochmuffel aus dem Hobbykeller ans Tageslicht. Mit Grillzange und Anzünder bewaffnet, kann Mann sich fühlen wie ein echter Kerl – doch das Grillrost reinigen lässt so manchen Grillprofi ratlos zurück.

Ob hochmoderner Elektrogrill, wahrgewordener Männertraum in der XXL-Gas-Version oder der Holzkohlegrill aus der Schnäppchenecke des Baumarkts – sie alle haben eines gemeinsam: Ist die letzte Wurst verdrückt, müssen die Spuren der Grillsause wieder beseitigt werden. Die Methode des Ausbrennens (siehe oben) ist dabei die schonendste und einfachste Art der Reinigung, ganz gleich, welchen Grill Sie verwenden. Dies dauert in der Regel zwischen 20 bis 30 Minuten. Bei allen Grills ist es wichtig, dass mit der weiteren Reinigung erst begonnen wird, wenn das Gerät vollständig abgekühlt ist.

Grillrost reinigen mit der Ausbrennen-Methode.

Die Methode des Ausbrennens ist die schonendste und einfachste Art der Reinigung für jede Art von Grill. Dies dauert in der Regel zwischen 20 bis 30 Minuten.

Über Geschmack lässt sich super streiten, vor allem, wenn es ums Grillen geht: Viele schwören auf den einzig wahren Geschmack, den ein Holzkohlegrill hervorbringt und nehmen dafür einen aufwendigen Reinigungsprozess in Kauf. Gas- und Elektrogrills sind deutlich pflegeleichter als Holzkohlegrills: Gibt es bei Elektro- und Gasgrills häufig Auffangwannen für Fett, Marinade und Co., die sich leicht säubern lassen, haben die Bestandteile eines Kohlegrills in der Spülmaschine nichts zu suchen. Doch auch der Rost eines Holzkohlegrills lässt sich mit den oben genannten Hilfsmitteln problemlos reinigen.



So haben Sie mehr von Ihrer Kohle

Um das Grillrost reinigen von Holzkohlegrills zu erleichtern, kann man den Boden des Kohlebehälters mit Alufolie auslegen. Zum einen lässt sich diese nach dem Grillen ganz einfach zusammenrollen und die Asche kann so kinderleicht entfernt werden, zum anderen verbessert die Folie dank Hitzereflektion die Wärmeentwicklung im Grill. Damit das funktioniert, müssen für die Luftzirkulation ein paar Löcher in die Folie gestochen werden (diese dürfen nicht so groß sein, dass die Asche hindurchfällt).

Große Kohlestücke können beim nächsten Grillen noch einmal verwendet werden. Sammeln Sie diese also vorsichtig aus der Asche heraus und lagern Sie sie separat. Die Asche selbst muss ebenfalls nicht im Müll landen: Sie eignet sich hervorragend als Dünger für das Blumenbeet.

Weitere Ratgeber und Tipps finden Sie hier: