Ratgeber: Welche Holzarten eignen sich für Gartenmöbel?

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Noch mimt der Sommer den obligatorischen Partygast, der sich stets mit einiger Verspätung am Ort des Geschehens blicken lässt. Bis es soweit ist und der Sommer mit gutem Wetter für gute Laune sorgt, haben Sie allerdings noch die Gelegenheit sich nach schönen neuen Gartenmöbeln umzusehen.

In diesem Jahr erfreuen sich Holzmöbel wieder besonderer Beliebtheit. Aus diesem Grund stellen wir einige der gefragtesten Holzarten vor, und prüfen ob sich diese für den Außenbereich- und damit als Gartenmöbel eignen.

Gartenmöbel Holz

Traditionelle Handwerkskunst: Gartenmöbel aus Holz stehen für Natürlichkeit, Wertigkeit, Robustheit, Gemütlichkeit und Eleganz.

Gartenmöbel aus Eiche

Eine seit jeher bei uns beheimatete Holzart ist die Eiche. Sie ist eines der beständigsten und widerstandsfähigsten heimischen Hölzer. Im Hausbau verwendete Elemente aus Eichenholz, wie Balken oder Treppengeländer, überdauern oft mehrere hundert Jahre. Im Außenbereich macht das Holz gegen Witterung und Insektenbefall ebenfalls eine gute Figur. Obwohl Eiche nicht behandelt werden muss, ist eine Oberflächenbehandlung dennoch empfehlenswert, damit das Holz trotz Witterung seine edel anmutende Oberfläche beibehält. Durch Witterung erhält das Holz eine gräuliche Patina.

Gartentisch Eiche

Massives Eichenholz ist für den Außeneinsatz bestens geeignet. Es ist extrem robust und hält auch Witterung stand.

Gartenmöbel aus Akazie

Vergleichbar mit dem Holz der Eiche ist das der Robinie, hierzulande meist Akazie genannt. Kleiner Exkurs: Robinien und Akazien sind verschiedene Baumarten, die Akazie kommt in unseren Breitengeraden, abgesehen von botanischen Einrichtungen, gar nicht vor. Der ähnliche Blattaufbau sowie die lateinische Bezeichnung „Pseudoacacia“ heimsten der Robinie im Laufe der Jahrzehnte eine Scheinidentität ein, die sich hartnäckig hält.

Holzmöbel Garten

Sie lieben warme Farben und natürliche Materialien? Dann sind Holzgartenmöbel die richtige Wahl für Ihre Terrasse oder Ihren Balkon.

Das Robinienholz zählt ebenfalls zu den Harthölzern und ist seit wenigen hundert Jahren in Europa beheimatet. Ursprünglich stammt der Baum aus den südöstlichen Staaten der USA und wurde im 18. Jahrhundert in Europa aufgeforstet. Das Holz des Laubbaumes ist überaus robust und kann im behandelten, wie auch im unbehandelten Zustand draußen eingesetzt werden. Unbehandelt hat es eine hellbraune Färbung und dunkelt mit der Zeit nach. Wird das Holz geölt, erhält es einen haselnussbraunen Farbton. Robinie ist ein sehr hartes, festes Holz und auch im unbehandelten Zustand extrem Witterungsbeständig. Dieses Holz ist bestens für Möbel im Außenbereich geeignet.

Gartenmöbel aus Fichte und Kiefer

Ebenfalls ein heimisches Holz ist die Fichte. Als weicher Nadelbaum hat sie jedoch gegenüber Robinien- und Eichenholz einen entscheidenden Nachteil: Unbehandelt sind Nadelhölzer nicht für den Außeneinsatz zu empfehlen. Wegen seines hellen, freundlichen Erscheinungsbildes, vor allem aber aufgrund des niedrigen Preises für Fichte, ist das Holz dennoch nicht unbeliebt. Mit entsprechender Oberflächenversiegelung kann Fichte im Garten verwendet werden. Die Pflege sollte jährlich erneuert werden. Selbiges gilt für die Kiefer, welche ähnliche Eigenschaften wie die Fichte aufweist.

Gartenmöbel aus Holz

Hand aufs Herz: Was gibt es Schöneres, als im Sommer gemütliche Stunden im eigenen Garten zu verbringen?

Gartenmöbel aus Teakholz

Exotischer, da nicht heimisch, ist Teakholz. Das dunkelbraune, unverwüstliche Holz ist in Südostasien beheimatet und für das Klima in unseren Breitengraden bestens gewappnet. Daher kann es das ganze Jahr im Außenbereich bleiben. Auch Frost und Nässe sind für das Holz kein Problem. Charakteristisch ist seine schwarze Maserung. Die Oberfläche erhält mit der Zeit eine silbrige Patina, eine Oberflächenbehandlung ist nicht erforderlich. Der Haken: Teakholz ist nicht immer verfügbar und hat einen stolzen Preis. Außerdem ist es ökologisch nicht so unbedenklich wie die heimischen Hölzer. Durch die weiten Transportwege und durch teilweise illegale Rodung werden die sehr guten Materialeigenschaften des Baumes relativiert.

Fazit: Laubbäume haben die Nase vorn

Wenn es um Gartenmöbel geht, haben Laubbäume gegenüber Nadelbäumen klar die Nase vorn. Holzarten die von Natur aus weniger für die Herstellung von Outdoor-Möbeln geeignet sind, erfordern einiges an Pflege. Wer gerne ein wenig Beschäftigung im Garten hat, muss davor nicht zurückschrecken. Alle andern sind mit dem Holz von Laubbäumen wie der Robinie (die falsche Akazie) oder der Eiche bestens bedient. Diese haben gegenüber tropischem Holz außerdem den Vorteil, dass sie mit einer nachhaltigen Lebensweise vereinbar sind.

Hinweis: Wenn es um Gartenmöbel geht, haben Laubbäume gegenüber Nadelbäumen klar die Nase vorn.

Wenn es um Gartenmöbel geht, haben Laubbäume gegenüber Nadelbäumen klar die Nase vorn.

Tipp: Besuchen Sie die Anton Doll Holzmanufaktur

Wer nun Lust hat sich in Sachen Outdoor-Möbel und Holzmöbel inspirieren zu lassen, der findet bei der Anton Doll Holzmanufaktur garantiert das ein oder andere Objekt der Begierde. Beispielsweise einen eleganten Esstisch aus massiver Eiche oder einen bequemen und formschönen Eichenholz-Hocker.

Anton Doll Holzmanufaktur

Blick in die Werkstatt: Die Möbellinie der Anton Doll Holzmanufaktur umfasst neben Tischen und Hockern auch Schneidebretter aus Holz und Hocker aus Massivholz.

Wer ist die Anton Doll Holzmanufaktur?

Die Anton Doll Holzmanufaktur betrachtet das Schreinerhandwerk als Kunst. Jeder Schritt des nachhaltigen Herstellungsprozesses wird gewissenhaft kontrolliert. Die Grundvoraussetzung aller Entwürfe ist die Verwendung hochwertiger Materialien, beginnend bei der Verarbeitung von Massivholz aus nachhaltigem Anbau, bis hin zur Oberflächenbehandlung mit schadstofffreien Öl und Wachsen. …mehr

Lesetipp der Redaktion: Das Hobeln ist eine traditionelle Alternative zum Abschleifen. Besonders dort, wo die Holzmaserung hervorgehoben werden soll, kann die althergebrachte Methode deutliche Vorteile bringen. Doch wie wird richtig gehobelt? Ein Ratgeber.

Quelle/Fotos: Anton Doll Holzmanufaktur/TrendXPress/Fotolia