Gartenblumen: Bambus, Nelken oder doch besser Zypressen?

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Ein Garten ohne Blumen ist wie ein heißes Bad ohne Schaum – irgendetwas fehlt. Bunte Gartenblumen verzaubern den Garten erst in eine Wohlfühloase. Nur: Welche Blumen eignen sich für welchen Garten? Und wann ist für welche Pflanze die optimale Jahreszeit? Gar nicht so einfach, hier den Überblick zu behalten, oder?

Ein eigener Garten ist und bleibt mein großer Traum. Bis dahin begnüge ich mich aber mit meinem kleinen Balkon hoch über den Dächern im rheinischen Land. Denn auch hier blühen an jeder Ecke Gartenblumen und Kräuter. Ob ein großer Garten auf dem Lande, ein hübscher Hinterhof, eine Dachterrasse oder eben der kleine Balkon in der Stadt – Blumen verzaubern jeden Standort in ein kleines Gartenparadies.

Gartenblumen

Gartenblumen verwandeln jeden Ort in eine kleine Wohlfühloase.

Es kann jedoch so einiges schiefgehen im Umgang mit Gartenpflanzen: Manche sind nicht winterhart, die einen brauchen wenig Wasser, manche mögen den Schatten, andere wiederum die Sonne. Ein Garten ist wie ein Kindergarten: Jeder möchte seine eigenen Vorlieben durchsetzen und sieht traurig aus, wenn man sich nicht ausreichend um ihn kümmert. Daher ist es wichtig, sich vor dem Bepflanzen schon über Standort und Co. Gedanken zu machen. Doch zunächst klären wir ein paar Begriffe.

Winterhart – welche Gartenblume ist das schon?

Schnee, Kälte, Eis und blühende Pflanzen – das passt auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammen. Stimmt auch, im Winter ist es karg, die wenigsten Pflanzen blühen, der Garten wirkt meist trostlos. Doch gibt es Gartenpflanzen, die den Winter draußen vor Ihrem Haus wunderbar überstehen, sogenannte winterharte Pflanzen. Der Name erinnert an den Spruch „Nur die Harten kommen in den Garten“ – so ist es auch bei den Pflanzen. Aber welche Pflanzen sind denn nun winterhart? Gibt es auch bunte Blumen mit dieser Eigenschaft? Immergrüne Sträucher gehören definitiv zu den winterharten Pflanzen, beispielsweise Rhododendron oder Buchsbäume sowie wintergrüne Gräser, die den nötigen Farbtupfer in den Garten bringen, etwa Seggen oder die Stacheldrahtpflanze.

Winterharte Gartenblumen

Winterharte Gartenblumen wie immergrüne Sträucher und wintergrüne Gräser überstehen auch die kalte Jahreszeit problemlos.

Hier ein paar weitere winterharte Pflanzen, die die kalte Jahreszeit problemlos draußen überstehen, und die ich persönlich sehr schön finde:

  • Heidekraut
  • Bambus
  • Christrosen
  • Farne
  • Zwergflieder
  • Zwergtannen
  • Japanische Eibe
  • Zypressen
  • Zaubernuss
  • Winterjasmin
  • Stiefmütterchen

und viele mehr.

Tipp: Gartenblumen im Winter vor der Kälte schützen

Um Gartenblumen und Pflanzen in Töpfen vor Bodenfrost zu schützen, ist es sinnvoll, die Kübel auf eine Styroporplatte zu stellen. Das hält die Kälte vor allem von den Wurzeln ab. Zusätzlich kann man die Kübel mit Kokos- oder Schilfmatten umwickeln, um die Pflanze vor der Kälte zu schützen. Schnürt man noch ein buntes Band drum herum, wird das Ganze zu einem echten Hingucker.

Welche Gartenblumen sind typische Sonnenanbeter?

Ich hatte einst eine kleine Palme. Als die Tage wärmer wurden, habe ich sie voller Vorfreude nach draußen gestellt, um meinem Balkon ein wenig Leben einzuhauchen. In den ersten Tagen ging es der kleinen Pflanze noch gut. Doch nach und nach wurden ihre Blätter gelb und letztendlich hat sie mir ihren neuen Standort nicht verziehen. Recherchen haben ergeben, dass diese Palmpflanze Sonnenlicht verabscheut. Genau wie die kleine Palme lieben auch viele andere Pflanzen eine schattige Umgebung. Daneben gibt es wahre Sonnenanbeter unter den Blumen, die das direkte Licht der Sonne auf ihren Blättern brauchen, um zu wachsen und zu gedeihen.

Gartenblumen mit viel Sonnenlicht

Unter den Gartenblumen gibt es auch wahre Sonnenanbeter, die das direkte Sonnenlicht brauchen, um zu wachsen und zu gedeihen.

Im Folgenden eine Liste mit meinen liebsten Sommerblumen, die Sie in Ihrem Garten an einem sonnigen Flecken pflanzen können:

  • Sonnenblume
  • Lavendel
  • Chrysanthemen
  • Tomaten
  • Rosmarin
  • Geranien
  • Glockenblumen
  • Edelweiß
  • Nelken
  • Fingerhut
  • Margeriten
  • Rittersporn
  • Enzian

und viele mehr.

Auf einen Blick: Welche Gartenblume wann und wo pflanzen?

Jetzt wissen Sie, welche von den genannten Pflanzen die Sonne lieben und wer den Winter übersteht. Nachfolgend finden Sie eine Tabelle, in der Sie die wichtigsten Informationen über die genannten Blumen auf einen Blick erhalten:

Infografik Gartenblumen

Diese Tabelle verrät Ihnen auf einen Blick, welche Gartenblumen Sie am besten wann und wo pflanzen.

An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen, dass die genannten Faktoren immer abhängig sind von der jeweiligen Blumensorte. Je nach Sorte kann es daher zu Abweichungen von der Tabelle kommen.

Lesetipp der Redaktion: Bevor es mit dem Einpflanzen der Blumen losgehen kann, bedarf ein schöner Garten häufig auch einer guten und sorgfältigen Planung. Nützliche Tipps rund um Gartengestaltung, Kosten und Co. erfahren Sie bei uns.

Pflegehinweise für Gartenblumen

  • Richtig wässern: Jede Gartenblume hat ihre eigenen Vorlieben, was das Wässern angeht. Manche mögen es richtig nass um sich herum, für andere gibt es nichts Schlimmeres, als mit den Füßen im Wasser zu stehen. Wie viel Sie gießen müssen, hängt also immer von der jeweiligen Pflanze ab. Übrigens: Leitungswasser ist für Gartenblumen nicht gut geeignet, da es sehr kalkhaltig ist. Das beste Blumenwasser ist der Regen, den Sie ganz einfach in einer Regentonne auffangen und zum Gießen verwenden können. Das ist nicht nur nachhaltig, sondern auch besser für die Blumen.
  • Richtig düngen: Zu düngen hat im Allgemeinen einen miesen Ruf, gibt man der Pflanze doch unnatürliche Stoffe in den Nährboden hinzu. Aber diese zusätzlichen Nährstoffe regen das Wachstum der Pflanze erst an und sorgen für eine höhere Widerstandsfähigkeit, sodass Sie länger etwas von Ihren Pflanzen haben. Eine Mischung aus Phosphor, Kalium, Stickstoff und Magnesium ist der Vitamin-Cocktail schlechthin, doch nicht jedes Substrat ist gleichermaßen mit diesen Elementen angereichert. Aber Achtung: Zu viel Dünger schadet der Pflanze, die richtige Mischung macht’s. Wer auf kein chemisches Produkt zurückgreifen möchte, der nimmt einfach den alten Kaffeesatz – Kaffee wirkt als ganz natürlicher Dünger.
  • Was tun bei Läusen? Keine Panik! Läuse sind zwar ungebetene Gartengäste und können Ihren Pflanzen schaden, aber mit einfachen Tricks schafft man sich die kleinen Viecher wieder vom Leibe. Vor allem bei Erntepflanzen wie Kräutern oder Obstbäumen sollte man zunächst auf die Chemiekeule verzichten. Hausmittel sind beispielsweise Brennnesselsud, Tabaksud oder Seifenlauge, achten Sie aber darauf, dass Sie das Substrat vorher gut abdecken. Übrigens: Blattläuse sind eine wichtige Nahrungsquelle für Käfer und Vögel – vielleicht nimmt Ihnen das den Schrecken vor den kleinen Biestern.
Gartenblumen und die richtige Pflege

Die richtige Pflege von Gartenblumen ist für ihr Wachstum und eine lange Lebensdauer essenziell.

Jetzt kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Ist Ihr Garten immer noch ein trostloser Fleck Natur? Dann nichts wie raus ins grüne Reich, jetzt ist die beste Zeit zum Anpflanzen. Ich werde direkt einmal den Fingerhut auf meinem Balkon aussäen – und Sie?

Tipps für die Gartengestaltung: