Fritz!Box: So aktivieren Sie die Kindersicherung

0

Der Faszination des Internets können sich selbst Erwachsene kaum erwehren. Umso schwerer haben es Kinder und Jugendliche, den Geboten ihrer Eltern in Sachen Onlinenutzung zu folgen. Mit der Kindersicherung Ihrer Fritz!Box retten Sie den Familienfrieden.

Wer wie lange, welche Webseiten und Dienste nutzen darf, ist in vielen Familien ein permanenter Streitpunkt zwischen Eltern und Kindern. In erster Linie ist das sicherlich eher ein pädagogisches Problem, weniger eines der Technik. Wenn aber alle Diskussionen nicht helfen, kann die Kindersicherung den Argumenten der Eltern zusätzliches Gewicht verleihen.

Das leistet die Kindersicherung der Fritz!Box

AVM hat allen aktuellen Modellen seiner erfolgreichen Fritz!Box-Reihe einen Filter spendiert. Er setzt an zwei Stellen an. Zum einen legen Eltern exakt fest, zu welchen Zeiten das Internet genutzt werden kann. Besteht der Verdacht, dass der Junior nachts online zockt, kann der Zugang deaktiviert werden. Die Sperre arbeitet auf Geräteebene. Zum anderen lassen sich Listen mit erlaubten Internetseiten anlegen. Ist eine Domain darin nicht enthalten, wird gar nicht erst die Verbindung hergestellt. Das kann besonders zum Schutze der kleinsten Nutzer sinnvoll sein. Auch der umgekehrte Ansatz ist möglich: Erlaubt wird der Zugriff auf alle Inhalte mit Ausnahme von ausdrücklich genannten Adressen (Blacklist).

Hinweis: AVM entwickelt die Firmware seiner Boxen stets weiter. Da dies häufig auch die Administrationsoberfläche betrifft, ist es möglich, dass die von uns beschriebenen Schritte zur Einrichtung der Kindersicherung nicht genauso von Ihnen an Ihrer Fritz!Box durchgeführt werden können.

Fritz!Box: Kindersicherung aktivieren und deaktivieren

Je nachdem, auf welchem Stand die Firmware Ihrer Fritz!Box ist, finden Sie die „Kindersicherung” als eigenständigen Eintrag in der linken Menüleiste. Die aktuellsten Versionen der Firmware bieten über ein eigenes Register „Kindersicherung” unter „Internet, Filter” die Optionen an. In diesem Abschnitt listet die Fritz!Box alle bereits bekannten Geräte auf, also sämtliche Computer, Smartphones oder Tablets, die bereits mit dem Router verbunden sind.

AVM hat allen aktuellen Modellen seiner erfolgreichen Fritz!Box-Reihe einen Filter spendiert.

Praktisch: AVM hat allen aktuellen Modellen seiner erfolgreichen Fritz!Box-Reihe einen Filter spendiert.

Um die Sicherung für eines der Geräte zu aktivieren, klicken Sie auf „Zugangsregeln aktiv”. Bei neueren Versionen der Firmware suchen Sie das gewünschte Zugangsprofil aus. Um die Beschränkung wieder aufzuheben, aktivieren Sie die Option erneut.

Fritz!Box Kindersicherung: Nutzungsdauer einschränken – mit einem Profil

Die aktuellen Versionen der Firmware organisieren die Einstellungen für die Kindersicherung in Form von Profilen. Ein Profil enthält Angaben darüber, wann das Internet genutzt werden darf, welche Dienste der Nutzer verwenden kann und ob der Zugriff auf bestimmte Seiten verboten ist. Sobald das Profil einmal angelegt ist, kann es beliebig vielen Geräten zugewiesen werden. Wechseln Sie aus dem Bereich „Kindersicherung“ in das Register „Zugangsprofile”. Mit einem Klick legen Sie ein neues Profil an, dem Sie einen Namen zuweisen, zum Beispiel „Kids”. Auf dieser Bildschirmseite sind alle Optionen enthalten, die die Nutzer älterer Firmware-Versionen unter den Zugangsregeln finden. Unter „Zeitbeschränkung” müssen Sie zuerst die Option „eingeschränkt” aktivieren. Durch Klicken und Ziehen legen Sie die erlaubten bzw. eingeschränkten Zeiten fest. Das Gerät kann sich danach nur noch innerhalb der erlaubten Zeiten mit dem Internet verbinden.4

Die aktuellen Versionen der Fritz!Box-Firmware organisieren die Einstellungen für die Kindersicherung in Form von Profilen.

Die aktuellen Versionen der Fritz!Box-Firmware organisieren die Einstellungen für die Kindersicherung in Form von Profilen.

Sie haben außerdem die Möglichkeit, zusätzlich ein bestimmtes Zeitbudget festzulegen. So kann sich das Gerät zwar zur angegebenen Zeit mit dem Internet verbinden, aber nur bis zur maximal eingetragenen Dauer! Am Ende speichern Sie nun die Beschränkungen.

Fritz!Box Kindersicherung: Webseiten sperren oder erlauben

Gerade die jüngsten Internetnutzer surfen besser nur auf Seiten, die von den Eltern ausdrücklich freigegeben worden sind. Die Fritz!Box kann sowohl Whitelists (Adressen von ausdrücklich erlaubten Sites) als auch Blacklists (gesperrte Angebote) verwalten. Die Sperrung von Adressen dient als Ergänzung zur zeitlichen Beschränkung, kann aber auch als einziges Filterkriterium genutzt werden. Um den Filter zu setzen, aktivieren Sie die Option „Internetseiten filtern”. Anschließend entscheiden Sie, ob Sie eine Whitelist oder eine Blacklist anlegen wollen. Die Listen erreichen Sie direkt über den jeweiligen Link in der Zeile bzw. den eigenen Eintrag „Listen” in der oberen Navigation.

In den Dialogen tragen Sie die Adressen der Seiten ein (ohne „https:“), die Sie erlauben oder sperren möchten. Einzelne Einträge trennen Sie durch eines oder mehrere Leerzeichen. Wurde eine Hauptdomain eingetragen, gilt die Sperrung (bzw. Erlaubnis) auch für Subdomains oder untergeordnete Pfade. Der Eintrag „xyz.de” umfasst also auch „download.xyz.de” oder „xyz.de/download”.

Haben Sie dagegen einen Ordner angegeben, dann umfasst der Schutz exakt dieses Verzeichnis sowie darunter angelegte Ordner (xyz.de/download sperrt auch xyz.de/download/produkt). Andere Verzeichnisse oder Subdomains sind von der Einschränkung nicht betroffen. Sie haben die Option, Ihre individuell erstellte Liste um Seiten zu erweitern, die von der Bundesprüfstelle als jugendgefährdend eingestuft werden.

Fritz!Box Kindersicherung: Dienste bzw. Programme verbieten

Im gleichen Dialog zur Internetfilterung befindet sich auch der Abschnitt zum Sperren von Netzwerkanwendungen. Aus dem Listenfeld können Sie alle Dienste auswählen, die von dem Gerät nicht verwendet werden dürfen (zum Beispiel Filesharing). Die umfassendste Einschränkung besteht im generellen Verbot mit Ausnahme von Mailen und Surfen. Dieser Filter sperrt die von den Diensten üblicherweise genutzten Portnummern. In den meisten Fällen stellt dies einen wirksamen Schutz dar. Allerdings gibt es auch Programme, die solche Sperren unterlaufen. Entweder, indem sie eher ungewohnte Ports einsetzen oder aber dem Nutzer die Option einräumen, den Port frei zu wählen.

Die Kindersicherung für die Fritz!Box ist sehr umfangreich und leistet gute Dienste. Dennoch kann sie keinen 100-prozentigen Schutz bieten, sodass regelmäßige Gespräche von Eltern mit ihren Kindern über deren Internetverhalten unerlässlich bleiben.