Fisch grillen – So geht’s richtig | Die besten Tipps und Tricks

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Wer sagt eigentlich, dass immer nur Fleisch auf den Grill darf? Wie wäre es zur Abwechslung denn mal mit Fisch grillen? Im Urlaub am Meer, da schmeckt er doch auch unwiderstehlich und kann mit einem Steak oder der beliebten Bratwurst locker in Konkurrenz treten. Doch nicht nur unter der Sonne im Süden schmeckt Fisch vom Grill. Holen Sie sich ein Stück Urlaub nach Hause und versuchen Sie es mal!



Doch bevor Sie den Fisch nun auf den Gas-, Holzkohle- oder unter den Backofengrill legen, gilt es, ein paar Dinge zu beachten. Wir verraten Ihnen, wie Sie den Fisch am besten vorbereiten, ob Sie ihn besser am Stück, als Filet oder Spieß zubereiten sollten und was Sie sonst noch beim Grillen von Fisch beachten müssen.

Gegrillter Fisch – besonders gesund

Was wäre ein Sommer ohne regelmäßiges Grillen? Ob im Garten, auf dem Balkon, im öffentlichen Park oder im Backofen – diese Art der Essenszubereitung weckt in uns ein Gefühl von Urlaub, Entspannung und Entschleunigung.

Gesund ist das nicht, warnen die Fachleute. Die Deutschen essen ohnehin zu viel Fleisch und gegrillt kommen ungesunde Marinaden und fettige Fleischstücke noch vermehrt zum Verzehr.
Gegen Fisch grillen haben sie hingegen gar nichts einzuwenden – wenn er richtig zubereitet wird. Denn Fisch ist gesund, enthält viele Omega-3-Fettsäuren, wenig Fett und muss nicht in ungesunde und salzige Marinaden eingelegt werden.

Fisch grillen – ab auf den Rost

Was prinzipiell für Fisch gilt, ist erst recht wichtig, wenn er gegrillt werden soll: Der Fisch muss frisch sein und sollte möglichst am gleichen Tag von der Theke auf den Rost wandern. Bis dahin muss er gut gekühlt gelagert werden.

Da gegarter Fisch weich wird und auseinanderfallen kann, eignen sich zum Grillen vor allem Arten, die ein festes Fleisch haben und fettreich sind. Dazu gehören zum Beispiel Forelle, Dorade, Lachs und Wolfsbarsch. Diese dürfen sogar direkt auf den Rost. Ölen Sie dafür sowohl Fisch als auch Rost sehr gut ein, sonst bleibt er kleben.
Im Handel finden Sie spezielle Grillkörbe, in denen Sie Ihren Fisch auch mühelos wenden können. Sollten Sie nur ein Filet auf den Grill legen wollen, lassen Sie die – eventuell entschuppte – Haut dran. Die hält das Fischfleisch saftig und sorgt für eine bessere Haftung.

Fisch grillen mit Grillkorb.

Damit der Fisch nicht am Grillrost kleben bleibt, sollten Fisch und Rost vorher gut eingeölt werden. Zum Fisch grillen eignen sich spezielle Grillkörbe, in denen sich der Fisch mühelos wenden lässt.



Die kleinen Helferlein, um Fisch zu grillen

Sie mögen Ihren Fisch nicht im Ganzen grillen? Dann machen Sie doch kleine „Essensgeschenke“ daraus und packen ihn in Alufolie. Diese Methode ist aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz unumstritten, aber noch immer sehr beliebt. Da die Salze der Marinaden Partikel aus der Folie lösen können, die in den Fisch übergehen, sollten Sie auf Gewürze möglichst verzichten.
Ölen Sie auch die Alufolie unbedingt gut ein, damit der Fisch nicht kleben bleibt. Mit einem Schuss Weißwein, Zitronen und Lauchzwiebeln sorgen Sie beim Garen für einen besonders guten Geschmack.

Auch Meeresfrüchte sind nicht nur ausgesprochen gesund, sondern lassen sich auf dem Grill optimal zubereiten. Leider sind sie sehr klein und können durch den Rost rutschen. Das verhindern Sie, indem Sie sie aufspießen. Im Fachhandel finden Sie Grillspieße, mit denen Ihnen keine Garnele mehr entwischen kann.

Filets können auch in sogenannten Grillschalen garen. Vorteil: Die Schale nimmt einen Teil der Hitze auf, dadurch bleibt das Fleisch schön zart und saftig. Nachteil: Die typischen Grill-Aromen erreichen den Fisch nicht mehr so gut. Legen Sie daher auf Marinaden und Kräuter besonderen Wert. Wer aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen auf Alufolie oder Aluschalen verzichten möchte, kann Edelstahlschalen nutzen, die natürlich wiederverwendbar sind.

Fisch grillen in Alufolie.

Zum Fisch grillen eignet sich Alufolie. Diese sollte hierbei gut eingeölt werden, damit der Fisch nicht kleben bleibt.

Auch Grillkörbe sind eine gute Sache, um das Grillgut beisammenzuhalten, zum Beispiel für Gemüsestücke, die als Beilage dienen können. Außerdem ist es ratsam, einen Pfannenwender parat zu haben, mit dem sich Fisch besser wenden lässt als mit einer Grillzange. Ein Fleischthermometer kann für das Fisch grillen zweckentfremdet werden und gibt zusätzlich Auskunft über die Kerntemperatur des Grillguts, um den optimalen Garzeitpunkt abzupassen.

Pur oder mariniert – die Koch-Fantasie kennt keine Grenzen

Gegrillter Fisch braucht nicht viel, denn er entwickelt ein unvergleichliches Aroma. Pur auf den Grill und nach der Bratzeit mit etwas Salz und Olivenöl genossen – das ist kulinarischer Hochgenuss.
Wer seinen Fisch marinieren möchte, kann seiner Fantasie freien Lauf lassen, sollte dafür aber mindestens zwei bis drei Stunden Vorlauf einplanen, damit die Marinade schön einziehen kann. Schneiden Sie dafür einen ganzen Fisch an jeder Seite zwei- bis dreimal ein. Grundlage einer Marinade sind üblicherweise Öl, Gewürze und Kräuter. Für Fisch eignen sich Rosmarin und Thymian gut, sie geben beim Grillen einen angenehmen Geschmack ab und verbrennen nicht so schnell.

Ganze Fische können Sie mit frischen Kräutern und Knoblauch füllen, die vorher ebenfalls ein paar Stunden abgedeckt im Kühlschrank einziehen sollten. Verzichten Sie möglichst auf Salz und Säuren in der Marinade, weil Salz dem Fischfleisch Wasser entzieht und Säure den Zerfallprozess fördert. Dennoch kann man in den Bauch des Fisches eine Scheibe unbehandelter Zitrone legen, von wo aus sie einen herrlich frischen Geschmack abgibt.

Ebenso sollten Sie keine Kräuter verwenden, die schnell anbrennen können, wie beispielsweise Basilikum. Wählen Sie aus, was gerade Saison hat und experimentieren Sie ein bisschen nach Lust und Laune. Beim Grillen gilt: Alles kann, nichts muss!

Fisch grillen mit Kräutern.

Fische können mit frischen Kräutern und Knoblauch gefüllt werden und sollten dann einige Stunden abgedeckt im Kühlschrank ziehen.

Wird der Fisch auch während des Grillens weiterhin mit Marinade bestrichen, macht ihn das besonders knusprig und aromatisch. Der Rost kann zwar vorab gereinigt werden, es ist aber nicht zwingend erforderlich. Rückstände verhindern, dass der Fisch kleben bleibt und geben ein schönes Aroma, das in das Fischfleisch einzieht.
Vor dem Servieren kann der Fisch außerdem noch einmal abschließend mit Hilfe eines Kräuterbüschels mit Öl eingerieben werden – lecker!


Fisch grillen – Wie geht es richtig?

Ganz wichtig ist der Hinweis, dass Fisch weniger Hitze verträgt und schneller gart als Fleisch. Das hängt mit der unterschiedlichen Konsistenz zusammen. Wenn Sie gleichzeitig Fleisch und Fisch grillen, sollten Sie das bei der Zubereitungszeit bedenken und den Fisch etwas später auf den Rost geben. Bringen Sie, sofern er verstellbar ist, den Rost möglichst weit entfernt von der direkten Hitzequelle an.

Ob Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill: Das Ergebnis kann auf allen drei hervorragend gelingen. Entscheidend ist, dass der Grillmeister die Temperatur gut steuert. Ideal für Fisch sind Temperaturen zwischen 100°C und 150°C. Ein Fleischthermometer hilft dabei, den optimalen Garzeitpunkt von 55°C bis 60°C Kerntemperatur beim Fisch punktgenau zu erwischen.

Wie lange ein Fisch oder ein Filet auf dem Grill liegen muss, hängt von seiner Dicke ab. Für einen Zentimeter Fleischdicke rechnet man etwa 6 bis 8 Minuten, zwei Zentimeter brauchen 8 bis 10 Minuten. Zum Grillen ganzer Fische sind in der Regel 10 Minuten nötig, große Garnelen benötigen mit Schale 5 bis 6, ohne 3 bis 4 Minuten.
Wer mag, kann den Fisch auch auf dem Rost auf Zitronenscheiben betten oder die Zitrusfrucht halbiert mit der Schnittfläche auf den Rost danebenlegen. Dadurch karamellisiert der Fruchtzucker und verleiht dem ausgepressten Saft eine ganz eigene Note.

Wichtig, wenn Sie den Fisch mariniert haben oder beim Grillen noch mit Öl nachbestreichen wollen: Es sollte kein Fett in die Glut tropfen, denn der Rauch, der dabei entsteht, ist gesundheitsschädlich. Tupfen Sie den Fisch gegebenenfalls einfach etwas ab.

Fisch grillen mit Zitrone.

Legt man eine halbierte Zitrone mit der Schnittfläche auf das Rost, karamellisiert der Saft. Tröpfelt man diesen über den Fisch, verleiht ihm das eine ganz besondere Note.

Fisch grillen – Holzkohle, Gas oder Backofen

Egal ob Sie Ihren Fisch im Backofen oder aber auf dem Holz- bzw. Gasgrill grillen: die Vor- und Zubereitung unterscheiden sich kaum. Grillfans schwören natürlich auf den ganz besonderen Geschmack, der durch die Zubereitung auf Holzkohle entsteht. Hier wird der Grillzeitpunkt durch die Kohle bestimmt. Sie sollte, um den Fisch nicht zu sehr auszutrocknen, schon etwas am Verglühen sein.
Im Backofen und Gasgrill können Sie die Temperatur sehr gut im Auge behalten und gegebenenfalls etwas herunterregeln.

Grundsätzlich ist es ratsam, öfter nachzuschauen, ob der Fisch nicht verbrennt oder zu trocken wird, gerade, wenn man noch nicht viel Übung hat. Zum Test eine Rouladen-Nadel in die dickste Stelle pieksen, nach 10 Sekunden rausziehen und an die Lippen halten (Vorsicht: hierbei können Sie sich verbrennen): Ist das Metall spürbar warm, ist der Fisch gar. Da bei Elektroherden der Grill oben angebracht ist, wird der Fisch am besten auf ein vorgeheiztes Backblech gelegt, um von Anfang an von beiden Seiten Hitze zu bekommen und dementsprechend gleichmäßig gegrillt zu werden. Wenn Sie den Fisch dabei in Alufolie wickeln, bleibt er besonders saftig.

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