Die 5 häufigsten Einrichtungsfehler

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Für viele stellt das Einrichten des eigenen Zuhauses eine große Herausforderung dar. Damit zwischen Umzugskartons und Farbeimern erst gar keine Verzweiflung aufkommen kann, finden Sie hier die häufigsten Einrichtungsfehler – und viel wichtiger: Tipps, wie Sie sie vermeiden können!


Endlich: Sie haben die Traumwohnung gefunden, die Habseligkeiten sind gepackt und der Möbelwagen ist bestellt – doch beim Auspacken der Kisten und Einräumen des neuen Domizils kommt kein Gefühl von Wohnlichkeit auf. An den folgenden Fehlern beim Einrichten kann es liegen.

Die Top 5 Einrichtungsfehler

Zunächst einmal: Tief durchatmen! Ein gemütliches Heim entsteht nicht von einem Tag auf den anderen. Das Einrichten des eigenen Zuhauses benötigt Zeit und ist ein stetiger Prozess. Und das gilt nicht nur für den Umzug in eine neue Wohnung, sondern auch für kleinere Renovierungs- oder Umräumprojekte. Denn den Charakter und individuellen Charme eines gemütlichen Zuhauses bedingen nicht nur die Möbel, die darin stehen, sondern vor allem die persönlichen Spuren seiner Bewohner, die sich über die Jahre ansammeln: Souvenirs aus dem Urlaub, Erinnerungsstücke und Fotos machen jedes Zuhause zu etwas Besonderem. Doch hier kommen wir direkt zu dem ersten großen Einrichtungsfehler:

Einrichtungsfehler Nr. 1: Zu viel Deko

Sie lassen Räume nicht nur schnell ramschig wirken, sie bescheren uns auch mehr Arbeit als nötig: Deko- und Wohnaccessoires! Zugegeben, eine Wohnung ohne Erinnerungsstücke, Vasen, Kerzen und ähnliches entwickelt keine Persönlichkeit. Aber zu viel Krimskrams, Kitsch und Klimbim wirken schnell unordentlich und ziehen unnötigen Staub an. Setzen Sie bei der Auswahl der Deko auf wenige, aber dafür hochwertige und geschmackvoll inszenierte Stücke. Damit sparen Sie nicht nur Zeit beim Putzen, sondern sorgen gleichzeitig für eine stilvolle Wohnatmosphäre.

Tipp zum Arrangieren von Accessoires: In gerader Stückzahl gruppiert, wirken Gegenstände häufig seltsam. Stellen Sie jedoch eine ungerade Anzahl an Dekoobjekten nebeneinander, ist das Ergebnis gleich viel harmonischer.


Einrichtungsfehler Nr. 2: Zu wenig Licht

Anders als in Sachen Deko gilt hier: lieber zu viel als zu wenig! Ein häufiger Einrichtungsfehler ist die Anzahl an Lampen in einem Raum. Wer sich beispielsweise auf nur eine Deckenleuchte beschränkt, sorgt dafür, dass sich das Zimmer optisch zusammenzieht. Um ungemütliches Deckenlicht zu vermeiden, sollte die Deckenlampe nicht mittig und weit oben, sondern in einer Zimmerecke und eher tief angebracht werden. Mehrere, im Raum verteilte Lichtquellen leuchten diesen ideal aus und ermöglichen je nach Bedarf verschiedene Lichtstimmungen.

Einrichtungsfehler Falsche Beleuchtung

Kleine Lichtquellen mit indirektem oder gedämpftem Licht spenden dem Raum mehr Tiefe und können einzelne Wohnbereiche voneinander separieren.

Ein Mix aus Decken-, Steh-, Wand- und Tischleuchten sorgt für die richtige Beleuchtung bei jedem Anlass. Während am Arbeitsplatz ein helles Licht benötigt wird, darf es abends mit gedimmter Beleuchtung gemütlicher werden. Kleine Lichtquellen mit indirektem oder gedämpftem Licht spenden dem Raum mehr Tiefe und können – geschickt platziert – einzelne Wohnbereiche voneinander separieren.

Lesetipp der Redaktion: Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie Ihr Licht gekonnt in Szene setzen in unserem Ratgeber zur indirekten Beleuchtung.

Einrichtungsfehler Nr. 3: Alles aus einem Guss

Was im Möbelhaus ganz nett aussehen mag, wirkt in den eigenen vier Wänden schnell ideenlos und langweilig. Kaufen Sie alle Möbel aus einer Serie, stellen Sie zwar sicher, dass alles miteinander harmoniert, doch dürfen Sie sich dann nicht wundern, wenn das Zuhause langweilig und unpersönlich erscheint. Der Mix aus alten und neuen Möbeln, Erbstücken und Trendteilen in Kombination mit persönlichen Erinnerungsstücken und Designhighlights prägt den individuellen Charakter eines Raumes und sagt viel über seine Bewohner aus.

Einrichtungsfehler Nr. 4: Alles an der Wand platzieren

Besonders bei kleinen Räumen neigen wir automatisch dazu, all unsere Möbel an die Wände zu stellen, um den Platz in der Raummitte optimal zu nutzen – ein häufiger Einrichtungsfehler, der oft das Gegenteil bewirkt.
Doch auch bei großen Räumen sollten Sie nicht alle Möbel an den Wänden platzieren, da diese durch zu viel Freiraum in der Raummitte schnell ungastlich wirken.

Einrichtungsfehler - Alle Möbel an der Wand platzieren

Platzieren Sie nicht alle Möbel an der Wand. Das wirkt schnell ungastlich.

Wer kreativ wird und seine Möbel im Raum aufstellt, lockert das Gesamtbild auf und lässt das Zimmer interessanter erscheinen. Am besten funktioniert dieser Trick mit Tischen, Sesseln oder anderen Sitzmöbeln. Sideboards und Regale können als Raumtrenner verwendet werden und frei im Raum stehend verschiedene Wohnbereiche optisch begrenzen.

Einrichtungsfehler Nr. 5: Unstrukturierte Räume, unproportionierte Möbel

Räume, die mehrere Funktionen erfüllen sollen, sind besonders knifflig einzurichten. Werden beispielsweise Wohnen und Essen oder Schlafen und Arbeiten miteinander kombiniert, wirkt der Mehrzweckraum schnell wie ein unordentlicher Mix unzusammenhängender Stile. Hier hilft es, mit Teppichen, Licht, Deko und einzelnen Möbelstücken die Bereiche optisch voneinander zu trennen. Wird auf diese Weise eine sichtbare Struktur geschaffen, wirkt der Raum direkt aufgeräumter. Stimmen Sie auch die Möbel auf die Größe des Raumes ab. Während ein einzelner Sessel in einem großen Raum verloren wirkt, lässt die XXL-Liegewiese eine begrenzte Quadratmeterzahl unnötig schrumpfen.


Typische Problemräume: Küche, Bad und Flur

Diese Top 5 der häufigsten Einrichtungsfehler lassen sich auf jeden Raum anwenden – doch gibt es beim Einrichten ein paar Räume, die uns vor besondere Herausforderungen stellen. Allen voran die Küche, das Bad und der Eingangsbereich. Deshalb wollen wir auf diese drei Räume ein besonderes Augenmerk legen.

Einrichtungsfehler in der Küche

Zu wenig Stauraum, zu volle Arbeitsflächen und schlecht platzierte Elektrogeräte: Eine Küche einzurichten ist nichts für schwache Nerven. Kommen dann auch noch ein problematischer Grundriss und heimtückisch gelegte Anschlüsse hinzu, werfen viele schnell das Handtuch und wenden sich an einen Küchenexperten. Dieses Geld kann jedoch oft gespart werden.

Lesetipp der Redaktion: Sie haben wenig Stauraum in Ihrer Küche? Wir geben praktische Tipps, um eine kleine Küche einzurichten.

Ideale Ablaufplanung

Die Anordnung von Küchenschränken, Elektrogeräten und Arbeitsflächen ist das A und O der Küchenplanung! Wenn Sie Küchengeräte zu hoch oder zu niedrig unterbringen, ärgern Sie sich jahrelang darüber. Deshalb sollte bei der Planung genau bedacht werden, wo Backofen, Mikrowelle und Geschirrspüler ihren Platz finden, bevor sich Knie oder Rücken bemerkbar machen. Und wenn wir gerade bei der Anordnung der Küchengeräte sind: Der Kühlschrank hat neben Herd oder Backofen nichts zu suchen, denn die Wärme von Herdplatten und Ofen erhöhen die Stromkosten für den Eisschrank unnötig.

Eine vollgestellte Arbeitsfläche in der Küche ist ein No-Go

Küchengeräte, die nicht täglich benutzt werden, haben auf der Arbeitsfläche nichts zu suchen.

Bei der Ablaufplanung in der Küche gilt zudem: Kein Arbeitsweg sollte länger als zwei Schritte sein! Wer mit heißen Töpfen durch die halbe Küche laufen muss und dabei gegen Schranktüren stößt, wird das Kochen schnell dem Lieferservice überlassen. Damit die Küchenarbeit funktioniert, sollten Herd, Spüle und Arbeitsfläche entsprechend der Zubereitungsabläufe arrangiert werden.

Die Sache mit dem Stauraum

Stauraum kann es in der Küche nicht genug geben, schließlich wollen Töpfe, Geschirr, Vorräte und Kochbücher griffbereit untergebracht werden.

  • Natürlich ist es praktisch, wenn man das Küchenchaos hinter geschlossenen Schranktüren verstecken kann. Doch setzen Sie nur auf geschlossene Schränke in der Küche, müssen Sie diese für jedes Glas oder jeden Teller öffnen, was ebenfalls nicht ideal ist. Planen Sie daher auch offene Regale ein, die einen schnellen Zugriff ermöglichen. Toller Nebeneffekt: Offene Stauraum-Lösungen lassen eine Küche optisch größer wirken. Stellen Sie aber nur die Dinge in Regale, die im Alltag tatsächlich benötigt werden, da die Küche ansonsten schnell unordentlich wirkt. Die Gewürzsammlung oder das Waffeleisen sind im Schrank besser aufgehoben.
  • Küchengeräte, die nicht täglich benutzt werden, haben auf der Arbeitsfläche nichts zu suchen. Je nach Gebrauchshäufigkeit können sie getrost im Schrank oder in der Abstellkammer untergebracht werden. So entstehen sofort mehr Platz und optische Ruhe.
  • Damit die Besteckschublade nicht überquillt, können Schneebesen, Suppenkelle usw. dekorativ und platzsparend an einer Küchenleiste aufgehängt werden.

Einrichtungsfehler im Flur

Der Flur ist der erste Raum, den wir oder unsere Besucher beim Betreten der Wohnung zu Gesicht bekommen. Entsprechend unangenehm sind chaotische Schuhberge, übervolle Garderoben und herumfliegende Kleinigkeiten. Stauraum und Aufbewahrungsmöglichkeiten sind für Flur und Eingangsbereich also essenziell. Schuhschränke, eine Kleiderstange und ein hübscher Korb für Mützen und Schals sind schon einmal die halbe Miete. Wer sich dann auch noch diszipliniert, ausschließlich die Jacken aufzuhängen, die gerade benötigt werden – der Daunen-Schneeanzug darf den Sommer gern im Keller verbringen – kann vor seinem nächsten Besuch mit einem Vorzeige-Flur prahlen.


Einrichtungsfehler im Bad

Ist Ihr Bad auch geprägt von halbvollen Duschgelflaschen, einer bunten Sammlung flauschiger Handtücher und Deko? Und dann wundern Sie sich, warum sich dort keine Wohlfühlstimmung einstellt? Komisch! Auch im Badezimmer gilt: Weniger ist mehr! Nur die Produkte, die regelmäßig verwendet werden, haben sich einen Platz außerhalb des Schranks verdient. Mehr als zwei Handtücher pro Person sind nicht nötig und auch bei der Deko darf sich auf ein Minimum beschränkt werden. Wem all die Tuben und Flaschen von Shampoo, Lotion und Co. zu bunt sind, kann die Produkte in einheitlich designte Pumpflaschen umfüllen. So entsteht ganz schnell ein harmonisches, ruhiges Bild, das zur Entspannung im Bad beiträgt.

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