Welcher Camping-Typ bin ich?

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Zelt und Isomatte, Wohnmobil und Vorzelt oder doch lieber ein mobiles Haus? Es gibt viele Möglichkeiten, einen Campingurlaub zu er- und überleben. Und jede Möglichkeit hat ihre eigenen Vorzüge. Hier erfahren Sie, was den jeweiligen Camping-Typ ausmacht und warum Glamping sogar die letzten Zeltmuffel überzeugt.



Ich liebe Camping. Ich bin damit groß geworden. Meine Favoriten sind ganz klar Zelt und Isomatte. Ich liebe die Berge, das Wandern und das spontane Übernachten. Nichts ist schöner, als in den frühen Morgenstunden den Reißverschluss des Zeltes aufzuziehen und direkt einen Blick auf den See oder die Berge um mich herum zu werfen. Dass es da nachts manchmal ganz schön kalt und unbequem werden kann, macht dieser Moment am Morgen wieder wett.

Aber gut, Zelt und Isomatte rufen nicht bei jedem Fernweh und Urlaubsstimmung hervor, und ganz ehrlich, manchmal werfe ich den Luxuscampern nebenan auch mal neidische Blicke zu. Wie gut, dass die Campingindustrie sich einiges hat einfallen lassen, sodass jeder Camping-Typ auf seine Kosten kommt.

Welcher Camping-Typ sind Sie?

Vor einem Campingurlaub sollten Sie sich sehr gut überlegen, welcher Typ Sie eigentlich sind: Mögen Sie das Spontane oder planen Sie lieber jeden Stopp? Sind Sie gern ganz nah an der Natur oder brauchen Sie auch mal Abstand von Mücken, Spinnen und Co.? Schlafen Sie gerne bequem oder könnten Sie sogar auf einer Holzpritsche übernachten? Haben Sie Panik vor Ameisen oder kennen Sie sich bestens mit Insektenmitteln aus? Möchten Sie nachts den Sternenhimmel sehen oder tragen Sie lieber eine Schlafmaske? Und kennen Sie sich mit Campingkochern und Instant-Coffee aus oder bevorzugen Sie einen echten Espresso?

Camping-Typ: Der spontane Backpacker – Ein Zelt, eine Matte und ein Schlafsack

Ohne zu tief in die Klischee-Schublade greifen zu wollen, aber so stellt man sich wohl den typischen Backpacker vor: Er ist Mitte zwanzig, wandert mit Rucksack, Zelt und Isomatte bewaffnet querfeldein durch die Welt und schläft dort, wo es ihm am besten gefällt. Dieser Camping-Typ kommt mit dem allernötigsten aus. Deswegen braucht er auch nur Zelt, Isomatte und Schlafsack. Ein Instant-Coffee am Morgen ist das höchste der Gefühle. Und mit den Mücken hat er dank Moskitonetz und Zitruskerzen Frieden geschlossen. Damit aber alle Dinge gut verstaut sind, ist ein passender und bequemer Rucksack sehr wichtig. Wie Sie diesen finden, erfahren Sie in unserem Rucksack-Guide.

Camping-Typ: Spontane Backpacker

Der spontane Backpacker ist flexibel und kommt mit der allernötigsten Ausrüstung aus.

Der Vorteil dieses Camping-Typs: Sie sind sehr flexibel und bleiben spontan, kein überflüssiger Schnickschnack hindert Sie an der schnellen Weiterreise. Ein Wurfzelt beispielsweise ist in zwei Sekunden auf- und wieder abgebaut. Allerdings müssen Sie auch einiges an Komfort einbüßen: Kälte, harte Böden, ungebetene Gäste in Form von Insekten, nasse Zeltwände und Geräusche aus allen Richtungen.

Mit der richtigen Ausrüstung wird das Zelten in freier Natur aber zum kuscheligen Outdoor-Erlebnis. Mit einem Lagerfeuer geht man gegen die Kälte an, während eine aufblasbare Isomatte dafür sorgt, dass man weich liegt. Insekten hält man sich mit den richtigen Mitteln vom Leib und die Geräusche aus allen Richtungen dämmt man einfach mit Ohropax – und schon haben Sie das perfekte Zelterlebnis.

Lesetipp der Redaktion: Sie waren noch nicht oft Campen und sind sich unsicher was Sie alles mitnehmen müssen? Mit unserem Guide und der Checkliste sind Sie bestens vorbereitet für einen unvergesslichen Campingausflug.



Camping-Typ: Der flexible Vielpacker – Mit dem Wohnwagen durch die Welt

Das altbekannte Bild vom spießigen Camper in seinem Wohnwagen hat sich gewandelt. Es sind nicht mehr die großelterlichen Generationen, die mit Bierbauch und Leopardenleggings in ihrem mit Gartenzwergen überfüllten Vorgarten hocken und den Grill voller Würstchen direkt neben der Flimmerkiste stehen haben, in der gerade ein Spiel vom BVB übertragen wird.

In den letzten Jahren ist der Trend zum Urlaub auf vier Rädern gestiegen. Wer sich mit dem harten Boden im Zelt gar nicht anfreunden kann, der ist mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil besser beraten. Das eigene Haus auf vier Rädern erfreut sich schon seit vielen Jahren sehr großer Beliebtheit und bietet selbstredend mehr Komfort als ein spartanisches Zelt.

Camping-Typ: Flexible Vielpacker

Der große Vorteil beim Campen mit dem Wohnwagen ist, dass man einpacken kann worauf man gerade Lust hat: Platz ist in der Regel genug da.

Eine eigene Tür, ein richtiges Bett und Vorhänge sorgen für etwas mehr Privatsphäre und Luxus nicht nur beim Schlafen. Viele Wohnwagen und Wohnmobile sind mit kleinen Küchenzeilen und Bädern ausgestattet. Ein weiterer Vorteil ist der große Stauraum. Beim Camping hat man bereits mit Zelt und Schlafsack genug zu schleppen. Im Wohnmobil lassen sich zudem noch Fahrräder, Strandsachen, Spielzeug und vieles mehr unterbringen. Daher ist es vor allem für Familien und Urlauber mit Haustieren bestens geeignet.

Doch auch hier sollten Sie sich die Nachteile anschauen: Zwar sind Sie vor Ort mit einem fahrbaren Untersatz sehr flexibel, aber irgendwann werden die Straßen zu schmalen Trampelpfaden. Hier kommt nur der spartanische Backpacker weiter. Außerdem ist die Anreise mit einem Wohnmobil sehr beschwerlich. Campingurlaub in Holland ist locker an einem Wochenende zu meistern, aber mit dem Wohnmobil bis nach Kroatien zu fahren, das dauert schon sehr lange.

Camping-Typ: Für Campingmuffel – Das mobile Haus

Seien wir mal ehrlich: Wo hört Camping eigentlich auf? Viele Plätze bieten ihren Kunden mittlerweile auch mobile Häuser an. Die sehen aus wie eingerichtete Container und bieten dem Urlauber alles, was er braucht. Da ich mich selbst zum Typ „Zelt und Matte reichen aus“ zähle, ist das mobile Haus für mich kein Camping mehr.

Camping-Typ: Das mobile Haus für Campingmuffel

Beim Camping in mobilen Häusern brauchen Sie sich keine Gedanken um die Wetterlage zu machen. Hierbei haben Sie es immer trocken und warm.

Aber sicherlich bietet es jede Menge Vorteile und ist vor allem für Familien geeignet, die gerne am gleichen Ort bleiben. Hier muss nicht erst wie beim Zelt oder Wohnwagen alles vor der Weiterfahrt gut verstaut werden. Die mobilen Häuser auf Campingplätzen sind eigentlich nichts anderes als Bungalows. Der Vorteil: Sie sind absolut wintertauglich und auch bei schlechtem Wetter kann man sich darin bestens beschäftigen. In einem kleinen Wurfzelt sieht das schon anders aus.


Camping-Typ: Der Luxus-Camper – Highlife auf dem Glampingplatz

Glamping – also ein Mix aus Glamour und Camping – ist ziemlich in Mode gekommen. Obwohl Glamour und Camping eigentlich ein Widerspruch in sich ist. Eigentlich, denn Campen mit Stil ist möglich und überzeugt auch den letzten Campingmuffel. Die Unterkünfte aus dieser Kategorie können sich echt sehen lassen. Hier wird nämlich an nichts gespart: Glamper können sich über Luxus pur mitten in der Natur freuen.

Camping-Typ: Der Glamper

Das Glamping verspricht Luxus pur! Diese Art des Luxus-Campen ist etwas für diejenigen, die eigentlich gar nicht auf Campen stehen.

Der Trend stammt übrigens aus den USA und richtet sich vor allem an zahlungskräftige Kunden, die in ihrem Urlaub Natur erleben, aber gleichzeitig auf keinen Komfort verzichten möchten. Übernachtet wird hier nicht nur in luxuriösen, beheizten Zelten und Wohnmobilen, sondern auch in Baumhäusern, Bullis, Grotten, Safarizelten, Tipis oder Jurten. Der Vorteil: Sie müssen Ihre Unterkunft nicht erst mitbringen, wie der Wohnmobilnomade oder der Backpacker, Sie können Ihre Grotte direkt beziehen. Noch ein Vorteil: Glamping ist zu jeder Jahreszeit möglich. Während der Zeltfan auf die warmen Nächte im Sommer angewiesen ist, kann der Glamper auch getrost in einem Iglu übernachten.

Ob eine glamouröse Baumhausübernachtung oder eine windige Nacht an der holländischen Küste. Fakt ist: Alle Camping-Typen wollen raus in die Natur, die eigenen vier Wände verlassen und etwas Anderes erleben – und das alles im eigenen Tempo, ohne vorgegebene Essens- und Ruhezeiten. Zeit also, endlich mal wieder den Rucksack zu packen und ein paar Nächte im Zelt zu verbringen. Oder, was würden Sie bevorzugen?

Weitere Tipps und Ratgeber für den Campingurlaub: