Die richtige Hautpflege vor und nach der Rasur

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Wenn Sie sich häufig rasieren, kennen Sie sicher das Problem: Nach der Rasur fühlt sich die Haut nicht nur rau und trocken an, oft ist sie außerdem gerötet oder es entstehen kleine Pickel. Manchmal hat man sich auch noch kleinere Schnittwunden zugezogen, die ordentlich brennen. Daher ist es besonders wichtig, dass Sie Ihre Haut vor und nach der Rasur richtig pflegen. Worauf es dabei ankommt, lesen Sie in diesem Artikel.



Ob Bart, Beine oder Intimbereich – sämtliche Körperzonen werden heutzutage enthaart. Neben hygienischen Gründen ist hier auch die Ästhetik von tragender Bedeutung. Galt Körperbehaarung früher noch als modisch, kann es heute nicht jugendlich genug sein. Worauf Sie bei der Hautpflege vor und nach der Rasur achten sollten, lesen Sie nun.

Hautpflege bei der Bartrasur

Kaum eine Körperregion spielt beim Thema Rasieren eine so große Rolle wie das Gesicht. Grund dafür ist, dass dies die wohl sichtbarste behaarte Körperstelle ist und nicht selten täglich enthaart werden muss. Am gesündesten für die Haut ist es natürlich, wenn Sie sich einen kurzen Bart stehen lassen und diesen höchstens ab und zu trimmen. Möchten Sie auf eine glatte Gesichtshaut nicht verzichten, sollten Sie sich diese Pflegehinweise zu Herzen nehmen.

Die Vorbereitung der Bartrasur

Bereiten Sie Ihre Haut entsprechend vor, ehe Sie mit der Rasur Ihres Bartes beginnen. Am besten ist es, wenn Sie Ihre Gesichtshaut mit warmem Wasser und einer hautneutralen Seife waschen. Dabei entfernen Sie Talg und Schmutz, die sich im Rasierapparat ansiedeln könnten und somit eine perfekte Grundlage für Bakterien bieten würden. Haben Sie Gesicht und Hals gereinigt, sollten Sie die Haut mit einem sauberen Handtuch abtupfen, aber nicht trockenreiben. Das Reiben würde die Haut nur zusätzlich belasten.

Hautpflege-vor-und-nach-der-Rasur: Gesicht mit klarem Wasser waschen

Vor der Bartrasur sollten Sie Ihr Gesicht mit warmem Wasser und einer hautneutralen Seife waschen. Dabei entfernen Sie Talg und Schmutz, die zu Entzündungen führen könnten.

Verzichten Sie auf das gründliche Waschen, werden sich die Mikroben spätestens bei der übernächsten Rasur in Ihrer aufgerauten Haut ansiedeln und für Entzündungen sorgen. Leider bietet auch die regelmäßige Reinigung des Rasierers keine hundertprozentige Sicherheit.

Lesetipps der Redaktion: Aber Sie können vor allem die Lebensdauer Ihres Rasierapparates durch eine regelmäßige Reinigung verlängern. Wie Sie Ihren Rasierer richtig reinigen, erfahren Sie von uns.

Noch besser ist es, wenn Sie die Rasur gleich unter der Dusche vornehmen. Das warme Wasser öffnet die Poren und macht das Entfernen der Härchen weniger schmerzhaft. Zudem werden die Stoppeln dabei aufgeweicht, was den Effekt noch verstärkt. Unter der Dusche können Sie sich übrigens nicht nur mit Systemrasierern enthaaren, sondern auch mit wasserdichten Elektrorasierern. Der Braun Cooltec CT 4 S zum Beispiel verfügt über eine Wet&Dry-Technologie, die es Ihnen ermöglicht, sowohl nass als auch trocken zu rasieren.


Aber Achtung: Nicht jeder Rasierer, der als Wet&Dry gekennzeichnet ist, eignet sich tatsächlich für die Rasur unter fließendem Wasser. Manche Modelle lassen sich einfach nur auf eingenässter Haut und mit Rasierschaum anwenden. Informieren Sie sich also vorher immer beim Hersteller, welche Funktionen Ihr Apparat bietet.

Die Nachbereitung der Bartrasur

Nach der Bartrasur sollten Sie Ihr Gesicht mit kühlem, klarem Wasser vorsichtig abwaschen und es dann mit dem Handtuch nur trockentupfen. Nun haben Sie verschiedene Möglichkeiten, Ihre Haut zu pflegen. Ist Ihre Haut etwas robuster, können Sie zu einem klärenden Aftershave greifen. Der im Rasierwasser enthaltene Alkohol wirkt entzündungshemmend und erfrischt Sie nachhaltig. Zudem werden eventuelle Mikroverletzungen geschlossen und die Haut vor Umwelteinflüssen geschützt.

Für sensiblere Haut ist das Aftershave meist jedoch zu scharf. Greifen Sie daher besser zu After Shave Fluids, die eine kühlende Wirkung haben. Besonders wertvolle Inhaltsstoffe sind Allantoin, Kamille und Algenextrakte. Alternativ können Sie auch einen hautberuhigenden Balsam benutzen. Anschließend tragen Sie eine feuchtigkeitsspendende Tagescreme auf. Hierbei sollten Sie auf Aloe vera und Lotusextrakt achten. Wählen Sie aber keinesfalls eine reichhaltige, fettende Creme, da diese schnell zu Hautunreinheiten führt. Haben Sie vor, nach der Bartrasur in die Sonne zu gehen, entscheiden Sie sich am besten für eine Hautcreme mit UV-Schutz.

Hautpflege-vor-und-nach-der-Rasur: Die richtige Gesichtscreme

Nach dem Rasieren Ihres Bartes müssen Sie Ihrer Haut Feuchtigkeit zurückgeben. Wählen Sie deshalb eine Tagescreme. Am besten Sie setzen auf Aloe vera und Lotusextrakt.

Übrigens: Verwenden Sie Parfüms nicht direkt nach der Rasur, sondern erst, wenn sich die Haut wieder etwas beruhigt hat.

Pflegemaßnahmen bei der Intimrasur

Fast keine Rasur gestaltet sich so schwierig wie die des Intimbereiches. Frau und Mann ärgern sich gleichermaßen über Rasurbrand und ein unangenehmes Jucken nach der Rasur. Doch wenn Sie ein paar Tipps beachten, wird Ihre Haut weniger angegriffen.

Zunächst gilt es, lange Härchen mit einem Trimmer zu kürzen. Die maximale Wuchslänge sollte einen Zentimeter betragen. Sind die Haare länger, verstopft nicht nur der Rasierer schneller, sondern die Rasur erfolgt auch wesentlich ungleichmäßiger.

Gönnen Sie Ihrem Intimbereich nach der Rasur einige Tage Ruhe. Ein tägliches Rasieren bewirkt nämlich keine glatte Haut, sondern vielmehr Rasierpickelchen. So ist die Intimzone zwar nicht täglich enthaart, aber die Haut viel gesünder. Wünschen Sie sich eine dauerhaftere Lösung, empfehlen wir Ihnen einen Epilierer. Mit diesem bleiben Sie bis zu vier Wochen haarfrei.

Lesetipp der Redaktion: Ein Epilierer ist eine gute Alternative zum Rasierer. Welcher Epilierer der Beste ist und wie die Epilation richtig funktioniert, verraten wir in unserem Ratgeber „Alles rund um den Epilierer„.


Auch sollten Sie die Klingen Ihres Systemrasierers regelmäßig erneuern oder den Scherkopf des Ladyshavers oder Elektrorasierers austauschen. Stumpfe Klingen schneiden die Härchen nicht ab, sondern reißen sie ungleichmäßig heraus, was ebenfalls zu Hautreizungen führt. Rasieren Sie zudem immer in Wuchsrichtung. Zwar müssen Sie dann mehrmals über die Stellen fahren, doch Ihre Haut wird geschont.

Nach der Rasur spülen Sie den Intimbereich mit kaltem Wasser ab und tupfen die Haut trocken. Die Pflegehinweise unterscheiden sich nicht von denen der Bartrasur. Allerdings gibt es noch einen Geheimtipp: Die Achselregion und der Intimbereich lassen sich gut mit etwas Babypuder einstäuben. Das hilft nicht nur vor Schweißbildung und das damit verbundene Hautbrennen, sondern pflegt die Haut auch nachhaltig.
Zudem sollten Sie keine enge Unterwäsche aus synthetischen Materialien tragen. Damit wird die Hautatmung erschwert und die Bakterienbildung begünstigt. Legen Sie Wert auf Bio-Baumwolle und luftige Stoffe.

Pflege beim Rasieren der Beine

Behandeln Sie Ihre Beine vor der Rasur mit einem Peeling. Die kleinen Kügelchen sorgen dafür, dass abgestorbene Hautschüppchen entfernt werden und die Haut gut durchblutet wird. Die Rasur an den Beinen erfolgt idealerweise von den Fußgelenken aufwärts. Sind Sie an den Knien angelangt, sollten Sie sehr vorsichtig sein. Winkeln Sie beim Rasieren der Knie keinesfalls die Beine an, , da Sie sonst Verletzungen riskieren. Führen Sie den Rasierer langsam um die Knie herum und fahren Sie dann am Oberschenkel entlang.

Hautpflege-vor-und-nach-der-Rasur: Glatte Beine

Vor der Beinrasur hilft ein Peeling Ihre abgestorbenen Hautschüppchen schonend zu entfernen.

Auch Ihre Beine sollten Sie am besten nass rasieren. Nehmen Sie ein hautschonendes Rasiergel oder einen Rasierschaum zur Hilfe, denn diese richten die Härchen auf. Manche Rasierer wie der Venus Breeze haben sogar integrierte Rasiergelkissen mit botanischen Ölen, sodass die Haut schon während der Rasur gepflegt wird.

Statt Ihre Beine zu rasieren oder zu epilieren, können Sie auch eine Enthaarungscreme anwenden. Diese tragen Sie mit dem beigelieferten Spatel dünn auf und lassen sie zwischen drei und zehn Minuten einwirken – je nach Hersteller. Anschließend entfernen Sie die Creme samt Härchen mit dem Spatel entgegen der Wuchsrichtung. Lassen Sie die Enthaarungscreme keinesfalls länger einwirken, als auf der Packungsbeilage empfohlen wird. Ich war dabei selbst schon einmal etwas schludrig und musste mich dann über brennende Beine ärgern.

Pflegen Sie Ihre Beine genau wie die anderen Körperregionen anschließend mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen und Cremes. Tragen Sie keine engen Hosen unmittelbar nach der Rasur und lassen Sie die Haut zunächst mindestens eine Viertelstunde lang atmen, bevor Sie sich anziehen.

Schritt für Schritt zum haarfreien, entspannten Hautbild

Wenn Sie diese Pflegehinweise gewissenhaft beachten, werden Sie sich zukünftig nicht mehr über Rasurbrand ärgern. Rasieren Sie Ihre Haut immer trocken und ärgern sich bereits seit längerem über Entzündungen und Rötungen, sollten Sie es einmal mit einer Nassrasur versuchen. Rasieren Sie am liebsten elektrisch, empfehlen wir Ihnen einen Rasierer mit Kühlfunktion. Die Kühlung sorgt für eine geringere Belastung der Haut.

Wollen Sie sich einen neuen Rasierer kaufen? Wir helfen Ihnen dabei, den richtigen Rasierapparat für Sie zu finden und stellen Ihnen die Testsieger vor.

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