Das perfekte Blumenbeet anlegen

0

Egal ob Blumenbeete, Gemüsebeete oder Kräuterbeete: Beete sorgen für Farbe im Garten. Wie Sie ein Blumenbeet anlegen, das zu jeder Jahreszeit blühen, erklärt Ihnen unsere Gartenexpertin Schritt für Schritt.


Blumenbeete – Die Auswahl der Pflanzen

Im riesigen Angebot der Blütenpflanzen können Sie für ein Blumenbeet aus folgenden Gruppen auswählen:

  • Ein- und zweijährige Blumen, die nach der Blüte vom Beet geräumt werden. Die meisten blühen von Juni bis in den Spätsommer und wünschen einen sonnigen Platz mit lockerem, humosem Boden.
  • Mehrjährige Stauden, deren Triebe im Herbst einziehen, im Frühjahr aber wieder neu austreiben. Bei guter Pflege blühen sie von Jahr zu Jahr prächtiger, müssen aber alle paar Jahre geteilt und verjüngt werden. Hier gibt es viele Blütenschönheiten für die unterschiedlichsten Standorte – für Sonne wie Schatten sowie für trockene, humose oder feuchte Böden.
  • Halbsträucher und Blütensträucher, wie Lavendel oder Rosen, deren verholzte Triebe auch im Winter sichtbar bleiben. Auch hier sollte man unbedingt die Ansprüche der Pflanzen berücksichtigen, damit sie nicht verkümmern. So wünschen z.B. Rhododendren halbschattige Plätze in leicht saurem und feuchtem Boden, während Lavendel volle Sonne und einen trockenen, leicht kalkhaltigen Boden bevorzugt.

Gehen Sie bei der Auswahl Ihrer Pflanzen unbedingt in dieser Reihenfolge vor:

  1. Schritt: Zum Standort passende Blütenpflanzen auswählen. In diesem Auswahlraster bleiben alle Pflanzen, deren Wünsche an Licht, Boden und Feuchtigkeit im künftigen Beet erfüllt werden. Aus dieser Gruppe wählen Sie nun ihre Pflanzen nach folgenden Kriterien.
  2. Schritt: Blütenpflanzen in den gewünschten Farben auswählen. Ganz gleich, ob das Beet ein-, zwei- oder dreifarbig, Ton-in-Ton oder kunterbunt sein soll, zum Gestalten bleiben immer noch viele Pflanzen erhalten. Denn von den meisten Gartenblumen gibt es Sorten in den unterschiedlichsten Farben. Es lohnt sich also wirklich, der Pflanzenwahl viel Zeit zu widmen.
  3. Schritt: Pflanzen mit unterschiedlichen Blütezeiten auswählen, damit es im Beet von Frühjahr bis in den Spätherbst blüht.
  4. Schritt: Pflanzen mit unterschiedlichen Wuchshöhen auswählen.

Unser Tipp: Planung ist alles! Ganz nach Wunsch kann ein Blumenbeet natürlich auch mit den Jahreszeiten die Farbigkeit wechseln, so dass es im Frühjahr Weiß, Gelb und Blau zeigt, mit der Rosenblüte dann Rosa, Rot, Blau und Violett überwiegen, während im Spätsommer und Herbst dann Gelb, Purpur und Violett die Regie übernehmen.

Blumenbeet anlegen: Pflanzen auswählen

Je nach Jahreszeit wechseln viele Pflanzen ihre Farben.

Den Pflanzplan erstellen

Der Aufbau des Beetes hängt von seiner Umgebung ab. So sollte man freistehende Inselbeete, die rundum einsehbar sind, mit einer kegelförmigen Silhouette gestalten. Dies gelingt, indem man die höchsten Pflanzen in die Mitte setzt, während ringsum Pflanzen platziert werden, deren Wuchshöhe zunehmend abfällt. An den Beetrand kommen also immer die niedrigsten Gewächse.

Lehnt sich das Blumenbeet hingegen an eine Hecke, Mauer oder Gehölzgruppe an, sollten die Konturen des Beets nach hinten langsam ansteigen, das heißt: höchste Pflanzen nach hinten, niedrigste nach vorne.

Verteilen Sie dazwischen die restlichen Pflanzen so, dass die Farben in den einzelnen Blütezeiten harmonieren, Blütenformen und –größen jedoch variieren. Dann sehen die Beete besonders reizvoll aus und man kann beim Betrachten des Blumenbeets alle Blüten unverstellt genießen.

Unser Tipp: Besonders reizvoll werden Blumenbeete, wenn Sie Akzente oder Pflanzen einplanen, die langfristig dekorativ sind und der Optik rund ums Jahr Halt geben. Beliebt sind z.B. Buchskugeln, bepflanzte Obelisken, Vogeltränken, Skulpturen oder öfter-blühende Rosen.


Vom Plan zur Wirklichkeit

Die beste Zeit für das Bepflanzen eines Blumenbeets sind Frühjahr oder Herbst. Bevor es jedoch ans Einpflanzen geht, sollte das Beet tiefgründig gelockert und sorgfältig von Unkräutern und Steinen befreit sein. Arbeiten Sie dann gleichmäßig Kompost in den Boden ein und ziehen Sie ihn mit dem Rechen glatt ab. Dann legt man die Stauden nach Plan aus. Der Vorteil: Dadurch lässt sich so manche Pflanze noch gefälliger platzieren.

Wer bei einer Frühjahrspflanzung eine Kombination mit Sommerblumen geplant hat, sollte diese nicht aussäen, sondern als vorgezogene Jungpflanzen einsetzen. Bei einer Aussaat ins Beet bestünde die Gefahr, dass die heranwachsenden Stauden die zarten Keimlinge behindern.
Erst jetzt kommen die Pflanzen in die Erde, werden dort leicht angedrückt und weich, aber reichlich angegossen.

Unser Tipp: Von Frühlingsblühern wie Tulpen oder Narzissen pflanzt man die Zwiebeln im Spätsommer/Herbst. Setzen Sie diese immer in den Mittel- oder Hintergrund des Beetes. Dann wird nach dem Verblühen ihr unschönes Laub und die Leerstellen, die sie nach dem Einziehen hinterlassen, von den Blumen davor überdeckt.

Gemüsebeete

Um den Boden des Gemüsebeets über Jahre fruchtbar zu erhalten und nicht einseitig auszulaugen, hilft eine abwechslungsreiche Bepflanzung. Dies will aber gut geplant sein. Am besten erstellt man deshalb schon im Winter oder zeitigen Frühjahr einen Anbauplan – entweder nach dem Prinzip der Fruchtfolge oder für eine Mischkultur.

Bei der Fruchtfolge unterteilen Sie das Beet in drei Teile oder legen drei Beete an. In die erste Sektion setzt man die Starkzehrer, die hohe Nährstoffmengen benötigen. Dazu zählen vor allem Fruchtgemüse wie Tomaten, Zucchini, Paprika, Kopfkohl usw. Die zweite Fläche bepflanzt man mit Mittelzehrern wie Bohnen, Salate, Möhren, Rettich, Zwiebeln usw., während die dritte Abteilung für Schwachzehrer wie Erbsen, Kräuter, Radieschen oder Feldsalat reserviert ist.

Auf diesen Flächen wechselt nun jährlich der Anbau. Im Folgejahr wandern die Starkzehrer auf die Fläche der Mittelzehrer, die Mittelzehrer auf das Beet der Schwachzehrer und letztere auf den Bereich der Starkzehrer. Das hat auch den Vorteil, dass man während des Jahres die Starkzehrer regelmäßig düngen kann, ohne dass die Schwachzehrer überdüngt werden.

Wer sich hingegen beim Anlegen des Gemüsebeets für die Mischkultur entscheidet, kombiniert unterschiedliche Arten, die besonders gut harmonieren. Dabei muss man nicht in Reihen pflanzen, sondern kann auf Lücken setzen, so dass auf der gleichen Fläche wesentlich mehr angebaut werden kann. Auch hier ist eine gründliche Planung nötig, denn es sollten nur Gemüsearten kombiniert werden, die sich gegenseitig fördern.

Tipp: Wer bei der Planung mit Gemüse von kurzer Kulturzeit startet, kann doppelte Mengen ernten. Kopfsalat, Radieschen und Kohlrabi sind z.B. eine bewährte Mischkultur und bereits nach 8 Wochen erntereif. Ab Mitte Juni steht das Beet dann ein zweites Mal, z.B. für Bohnen, Brokkoli und Tomaten, zur Verfügung.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Ein Gemüsebeet anlegen

  1. Wählen Sie für das Beet einen warmen, geschützten, vollsonnigen Platz.
  2. Die Länge des Beetes ist beliebig. Seine Breite sollte jedoch 1,2 m nicht überschreiten, damit es von zwei Seiten aus mühelos zu bearbeiten ist.
  3. Unterteilen Sie lange Beete durch mindestens 30 cm breite Holzbretter oder Steinplatten, dann kann man auch bei Feuchtigkeit sauberen Fußes pflanzen, pflegen und ernten.
  4. Der beste Zeitpunkt, ein Gemüsebeet anzulegen, ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr.
  5. Stecken Sie die Beetfläche ab. Damit die Kanten schnurgerade verlaufen, spannen Sie eine Pflanzleine als Orientierungshilfe.
  6. Entfernen Sie mit dem Spaten die Rasensoden (sie werden kompostiert) und stechen Sie dann den Boden zwei Spaten tief um.
  7. Dabei Unkraut, Wurzeln und Steine entfernen sowie die Erde gut lockern und Kompost einarbeiten.
  8. Beete für Starkzehrer erhalten zusätzlich organischen Volldünger.
  9. Die Beetoberfläche mit dem Rechen glätten.
  10. Eine Einfassung um das Beet verhindert, dass Erde abgeschwemmt wird und Gräser und Unkraut schnell hineinwuchern. Möglich sind z.B. Buchs, Holzbretter, senkrecht eingesteckte Ziegelsteine oder Dachziegel, kleine Palisaden oder niedrige Weidenflechtzäune.

Tipp: Gleich doppelt hilfreich ist ein Schneckenzaun, weil er als Beeteinfassung fungiert und zugleich gefräßige Schnecken fernhält.

Blumenbeet anlegen: Die Pflanzen schützen

Idealerweise werden Gartenpflanzen vor Schädlingen wie Schnecken geschützt.

Säen und Bepflanzen

Orientieren Sie sich an Ihrem Anbauplan. Wer statt zu säen Jungpflanzen ins Beet setzt, kann früher ernten. Nicht alle Gemüsepflanzen sind jedoch vorgezogen erhältlich. Rettich, Radieschen, Möhren und anderes Wurzelgemüse, aber auch Bohnen und Erbsen muss man direkt ins Beet aussäen.

Reihensaat: Wurzelgemüse sät man – wie übrigens fast alle anderen Gemüse und Salate – in Reihen aus. Dazu spannt man eine Pflanzleine und zieht an ihr entlang eine etwa 2 cm tiefe Rille. Die Samen mit etwas Abstand hineinlegen, mit Erde bedecken, diese andrücken und alles mit weicher Brause angießen. Sobald die Keimlinge erscheinen, entfernt man die, die zu dicht stehen.

Horstsaat: Bei Erbsen und Stangenbohnen zieht man für deren größere Samen eine 3 cm tiefe Rille um die Kletterhilfe und legt dort etwa fünf Körner hinein. Dann die Aussaat mit Erde abdecken und angießen.

Jungpflanzen: Diese sollte man nicht in verklebten, regennassen Boden setzen. Hilfreich beim Einpflanzen der zarten Wurzelballen ist eine Pflanzkelle oder ein Pflanzholz, mit dem man die Pflanzlöcher vorbohrt. Die Setzlinge einpflanzen, Erde leicht andrücken und alles weich angießen. Ob Aussaat oder Pflanzung, achten Sie jeweils auf die richtigen Abstände zwischen den Pflanzen und den Reihen. Die Angaben finden Sie auf den Samentütchen. Wer Jungpflanzen kauft, muss diese Information notfalls erfragen.

Tipp: Hilfreich für Anfänger sind sogenannte Saatbänder. Hier sind die Samen bereits im richtigen Abstand fixiert. Einfach das Saatband mit der angegebenen Seite nach unten in die vorgezogene Saatrille legen, alles mit Erde abdecken und weich angießen.


Kräuterbeete

Kräuter sind ein vielfältiges Völkchen. Was sie verbindet, sind die köstlichen Blattaromen oder Blüten, die Gerichte so unvergleichlich bereichern. Ansonsten findet man bei ihnen alle botanischen Lebensformen. Da gibt es Einjährige (wie Dill oder Borretsch), Zweijährige (z.B. Petersilie oder Kümmel) und Mehrjährige, wie Stauden (z.B. Schnittlauch oder Minzen), Halbsträucher (z.B. Salbei und Lavendel) oder Gehölze (wie Rosmarin). Fast alle wollen jedoch eines: lockeren Boden, Sonne und Wärme – Bedingungen also, die ein windgeschütztes sonniges Fensterbrett problemlos bietet.

Das Kräuter-Minibeet am Fensterbrett

Um ein Kräuter-Minibeet anzulegen, füllen Sie einfach Balkonkästen mit Kräuter-Erde und Kräutern Ihrer Wahl. Ist Platz für mehrere Kästen, kann man diese mit unterschiedlichen Sortimenten bepflanzen, wie Standardküchenkräutern (Petersilie, Schnittlauch, Dill, Bohnenkraut, Estragon, Zitronenmelisse), Kräutern für die asiatische Küche (Koriander, Zitronengras, Chili, Thai-Basilikum, rotlaubige Perilla/Shiso) oder köstlichen Minzen (Englische Grüne Minze, Orangenminze, Erdbeerminze, Poleiminze, Bananenminze).

Tipp: Bunte Pflanzkästen bringen farbigen Pep in die Kräuterbeete am Fensterbrett. Aber nicht vergessen, die Kästen sicher zu befestigen und Untersetzer für das Gießwasser anzubringen! Für Reiselustige oder Gießmuffel stehen Bewässerungskästen mit Wasserspeicher zur Verfügung, in die man nur gelegentlich Wasser nachfüllen muss.

Kräuterbeet anlegen auf Balkon und Terrasse

Hier lassen sich Kräuter auch auf Stellagen, in großen Ampeln oder Hochbeeten sehr dekorativ zusammenbringen. Die Vorteile sind vielfältig: der Weg in die Küche ist nicht weit, Schnecken haben kaum eine Chance und der Sitzplatz wird in aromatische Düfte gehüllt. Wer für die Pflanz-Ensembles dann noch buntlaubige Sorten wählt, wie z.B. bei Salbei, Thymian, Basilikum oder Zitronenmelisse, kann das Kräuter-Ensemble auch optisch zu einem Hingucker gestalten.

Besonders dekorative Platzsparer sind Rund-Etageren (Blumentreppen), die sich als Kreissegment bestens in eine Ecke einfügen, in Zweierkombination im Halbkreis an der Wand entlang Platz für ein Topfgärtchen bieten oder im Viererverbund einen wunderschönen runden Blickfang bilden.

Tipp: Geben Sie dem Kräutergärtlein einen sonnigen, aber windgeschützten Platz. Um Staunässe zu verhindern, sollten Hochbeete wie Gefäße über einen Wasserablauf verfügen. Damit ablaufendes Gießwasser nicht die Nachbarn verärgert, stellt man die Hochbeete in eine flache Wanne und sichert Töpfe mit Untersetzern.

Garten anlegen: Kräuterbeet pflanzen

Kräuterbeete sind nicht nur dekorativ, sondern sorgen auch immer für eine frische Note im Essen.

Kräuterbeet anlegen im Garten

Der ideale Platz ist sonnig und windgeschützt und liegt z. B. vor der Terrasse oder zumindest in Hausnähe, damit der Gang zum Ernten nicht zu weit ist. Da Kräuter oft kleinblättrig und kleinblütig sind, sollte man den Beeten einen Rahmen geben, der ihnen Ordnung und Struktur verleiht. Niedrige Buchshecken sind dabei der Klassiker und bereiten den Pflanzen zugleich ein geschütztes Wohlfühlklima. Aber auch kompakt wachsende Kräuter wie Thymian, Schnittlauch oder Lavendel eignen sich als Beet-Einfassungen.

Nach dem Muster historischer Gärten werden Kräuterbeete gerne in Viererformationen mit einem Wegekreuz dazwischen angelegt. Generell können sie sich aber jedem sonnigen Platz anpassen, also auch rund oder länglich sein. Wenn möglich sollten Sie das Beet jedoch unterteilen. Denn dann kann man den Boden in den einzelnen Segmenten den speziellen Pflanzenwünschen anpassen. Mediterrane Kräuter lieben ihn eher trocken und kalkhaltig, während Minzen, Zitronenmelisse, Schnittlauch, Dill, Liebstöckel oder Borretsch eine nährstoffreiche, humose und leicht feuchte Erde bevorzugen.

Tipp: Wer früh ernten möchte, pflanzt im April oder Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, gekaufte oder am Fensterbrett vorgezogene Kräuter. Zuvor das Beet tiefgründig lockern und Unkraut entfernen. Dann die Pflanzen nach ihrer späteren Wuchshöhe gestaffelt einsetzen, so dass die hohen nach hinten, die niedrigeren nach vorne ins Beet kommen, und alles weich angießen. Basilikum, Lorbeer und Rosmarin sind davon ausgenommen. Sie gedeihen bei uns am besten in Gefäßen und werden mit dem Topf als Blickfang ins Beet gestellt.

Weitere Tipps für die Gartengestaltung gibt es hier: