Darauf sollten Sie beim Kauf einer Eismaschine achten

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Leckeres Speiseeis selber machen? Mit einer Eismaschine ist das kein Problem! Doch beim Kauf gibt es zahlreiche Tücken und Stolperfallen. Wir haben für Sie das große Angebot an Eismaschinen durchforstet und sagen Ihnen, wie Sie das optimale Gerät für Ihre Zwecke finden.

Der Sommer neigt sich zwar dem Ende, doch frisches, selbst gemachtes Speiseeis ist auch in der übrigen Zeit des Jahres eine leckere Abwechslung und ein erfrischender Nachtisch. Eine Eismaschine ermöglicht jederzeit die Herstellung und den Genuss der eigenen Lieblingssorte. Doch vor dem Kauf sollten Interessenten einiges beachten, damit der Eistraum nicht zum Ärgernis wird.

Zunächst einmal müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass die Zubereitung der gewünschten Eissorte eine gewisse Planung voraussetzt. Mal eben schnell ein Eis machen ist technisch nicht möglich, da die Herstellung lecker-luftigen Speiseeises eine Weile dauert: Sie müssen die Zutaten anrühren und in die Maschine geben, anschließend muss das Eis von der Maschine in Bewegung gehalten und gleichzeitig tiefgekühlt werden, um es locker und cremig zu halten und Luft unterzumischen. Das ständige Rühren ist wichtig, denn sonst würden die Zutaten zu einem festen, kristallartigen Eisblock gefrieren, etwa so wie eine Suppe, die Sie einfach in die Tiefkühltruhe legen.

Eismaschine: Mit oder ohne Kompressor?

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Eismaschinen: Geräte mit Kühlkompressor und Geräte ohne eigene Kühlung. Während Eismaschinen ohne eigenen Kompressor auf eine Tiefkühltruhe angewiesen sind, können Eismaschinen mit eigener Kühlung völlig autark arbeiten. Geräte ohne Kompressor lassen sich einfach mit der Kälte des Tiefkühlfachs verwenden und sind dementsprechend deutlich kleiner und handlicher.

Unold 48818 Schuhbeck: Bis zu 1,5 Liter köstliche Eiscreme stellt sie in Rekordzeit her und zwar ohne lästiges Vorgefrieren im Kühlschrank.

Unold 48818 Schuhbeck: Bis zu 1,5 Liter köstliche Eiscreme stellt sie in Rekordzeit her und zwar ohne lästiges Vorgefrieren im Kühlschrank.

Das Funktionsprinzip beider Gerätetypen ist dabei recht simpel: Die ungekühlte Eismasse wird zugegeben, danach wird gerührt, bis leckeres Speiseeis entsteht. Während Kompressorgeräte die Kälte selbst erzeugen, müssen passiv gekühlte Maschinen vorher mehrere Stunden im Tiefkühlfach liegen, denn sie sammeln zunächst die Kälte mittels fest verbautem Kühlakku in einem doppelwandigen Behälter. Anschließend wird die Eismasse eingefüllt und gleichzeitig gerührt und gekühlt, bis das Speiseeis entsteht, was – ein ordentlich gekühltes Eisgerät vorausgesetzt – rund 20 bis 40 Minuten dauert.

Eismaschine: Groß, sperrig und schnell – oder lieber einfach?

Ganz anders die Kompressorgeräte: Sie funktionieren im Prinzip wie die professionellen Maschinen, die auch Eishersteller einsetzen, egal ob in der Industrie oder in der Eisdiele um die Ecke, sind allerdings kleiner. Wobei „kleiner“ relativ ist: Eine Kücheneismaschine mit Kompressor kann durchaus die Maße eines Küchengrills oder einer Mikrowelle haben.

Eine passive Eismaschine wie die Tristar YM-2603 ist bereits für unter 20 Euro zu haben. Voraussetzung für den Betrieb ist aber ein großes Tiefkühlfach und viel Zeit.

Eine passive Eismaschine wie die Tristar YM-2603 ist bereits für unter 20 Euro zu haben. Voraussetzung für den Betrieb ist aber ein großes Tiefkühlfach und viel Zeit.

Trotzdem sind sie für Eisliebhaber möglicherweise die bessere Alternative, denn eine gute Kompressormaschine kann binnen einer halben Stunde aus dem Zutaten-Sud ein leckeres Speiseeis zubereiten. Und obwohl sie vergleichsweise teuer, sperrig und laut sind und darüber hinaus reichlich Strom verbrauchen, sind die Kompressormaschinen wegen des deutlich geringeren Vorlaufs eine wesentlich bessere Wahl für alle Eisfreunde, die regelmäßig eigenes Speiseeis zubereiten wollen. Passive Geräte sind hingegen eher für Gelegenheitsgenießer geeignet.

Eismaschine: Auf die Behältergröße achten

Wichtig für die Kaufentscheidung ist natürlich auch das Fassungsvermögen der Eismaschine: Hier sollte man nicht zu geizig sein. Wer in einem Single-Haushalt lebt und von Zeit zu Zeit gerne mal ein selbstgemachtes Eis für sich und einen Freund zubereiten möchte, ist sicherlich mit kleinen Maschinen mit 0,6 Litern Fassungsvermögen ausreichend bedient. Familien oder Schleckermäuler, die ihre Gäste regelmäßig mit süßer Kühlung verwöhnen möchten, sollten aber mindestens zur 1,5-Liter-Maschine greifen. Natürlich erlauben größere Maschinen auch die Produktion kleinerer Eismengen. Wichtig ist, dass man die Rohmasse in einem angemessenen Verhältnis zum Fassungsvermögen der Maschine zubereitet: Wasser dehnt sich beim Gefrieren um rund 10 % aus, was bedeutet, dass die Rohmenge an Zutaten geringer sein muss als die letztlich geplante Menge an Eis. Und dass das Fassungsvermögen der Maschine nur mit ein wenig Kopfrechnen voll ausgenutzt werden kann.

Eismaschine: Dauer der Zubereitung berücksichtigen

Weitere zu berücksichtigende Faktoren für eine versierte Kaufentscheidung sind die Bedienung sowie die Reinigung: Wie anspruchsvoll ist es, mit dem Gerät ein Eis zu produzieren? Und wie schwierig ist die anschließende Reinigung?

Eismaschine

Eine Eismaschine ermöglicht die Herstellung der eigenen Lieblingssorte. Vor dem Kauf sollten Interessenten einiges beachten, damit der Eistraum nicht zum Ärgernis wird.

Schließlich werden Küchengeräte in aller Regel gekauft, weil man sie benutzen möchte – wenn das Gerät überkomplex ist oder nach jedem Einsatz stundenlange Reinigungsarbeiten nach sich zieht, wird es schnell ungenutzt im Regal verstauben.

Eismaschine: Zubereitungsdauer und Motorleistung einbeziehen

Natürlich sind auch die Zubereitungsdauer sowie die Motorleistung Faktoren, auf die es beim Eismaschinenkauf ankommt: Gerade passiv gekühlte Eismaschinen sind hier deutlich im Hintertreffen, denn billige Geräte sind kaum in der Lage, die Eismasse anständig zu rühren. Eismaschinen mit eigenem Kompressor sind wesentlich empfehlenswerter, allerdings sollten diese von Markenherstellern stammen. Das gleiche gilt für die Zubereitungszeit: Passiv gekühlte Eismaschinen benötigen mehrere Stunden, bis der Kühlakku die nötige Temperatur erreicht hat, um mit der Eisproduktion beginnen zu können, während Maschinen mit eigener Kühlfunktion hier deutlich schneller arbeiten.

Eismaschine: Was möchte ich zahlen?

Kleine passiv gekühlte Eismaschinen wie etwa die Tristar YM-2603 sind bereits für unter 20 Euro zu haben, während aktive Geräte wie die Unold 48818 mit aktiver Kühlung eher einen unteren dreistelligen Betrag kosten. Selbst günstige Kompressorgeräte wie die Speiseeismaschine von Exido sind mit rund 140 Euro nicht günstig, weshalb sich die Eiszubereitung natürlich, Zutaten einberechnet, irgendwann amortisieren sollte.

Aufgrund der vergleichsweise hohen Preise für Kompressormaschinen ist es für Einsteiger grundsätzlich empfehlenswert, erst einmal auf ein passives Gerät zu setzen, um zu prüfen, ob die Eismaschine auch langfristig Freude bereitet oder nach zwei Durchläufen im Küchenschrank verstaubt.

Lesetipp der Redaktion: Draußen strahlt die Sonne, da bekommt man doch direkt Appetit auf ein herrlich leckeres Eis. Das gibt es heute aber mal nicht aus der Lieblings-Eisdiele, sondern hausgemacht. Und zwar mit der Klarstein Vanilla Sky Eismaschine. Wie gut die sich in der Praxis schlägt, zeigt der Eismaschinen-Test unseres Allyouneed Magazin-Autors.