Brother MFC-J985DW: Der Office-Alleskönner

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Mit dem MFC-J985DW ergänzt Brother sein Segment der Premium-Multifunktionsgeräte für den Office- und Heimbereich. Mit eingebautem Faxgerät, Scanner mit Dokumenteinzug, WLAN und Netzwerkschnittstelle fügt sich der Drucker nahtlos in jede Büroumgebung ein – und ersetzt eine ganze Reihe von Geräten.

Vorbei die Zeiten, in denen Drucker lästig per USB-Kabel mit dem Rechner verbunden werden mussten. In denen ein separates Faxgerät und ein zusätzlicher Scanner für die Dokumentverwaltung benötigt wurden. Wie viele andere Brother-Multifunktionsgeräte beherrscht auch der MFC-J985DW die Einbindung per WLAN ins heimische Netzwerk. Dabei ist der Drucker ein wahres Office-Multitalent: Er druckt mit einer Auflösung von bis zu 6.000 x 1.200 DPI und scannt Dokumente und Fotos mit bis zu 19.200 x 19.200 DPI.

Brother MFC-J985DW Drucker Test

Sein Funktionsumfang, seine zahlreichen Schnittstellen und das platzsparende Design machen den MFC-J985DW zum idealen Multifunktionsgerät für Ihr Zuhause oder das Homeoffice.

Die integrierte automatische Dokumentzufuhr (ADF) erlaubt es, bis zu zwanzig Blatt auf einmal einzuscannen, gespeichert wird auf Wunsch direkt als PDF auf einem USB-Stick. Alternativ können Sie Dokumente auch direkt durch die Telefonleitung per Fax versenden. Der normale Flachbettscanner digitalisiert zudem problemlos analoges Bildmaterial oder größere Dokumente. Via Airprint und Google-Print ist es außerdem möglich,direkt von iPhone, iPad oder Android aus zu drucken. Wenn der Drucker via WLAN auf das Internet zugreifen kann, erlaubt er das Drucken und Scannen auf verschiedenen Cloud-Diensten wie Dropbox, Google Drive oder Evernote. Die Bedienung erfolgt komfortabel über den integrierten Touch-Screen oder die auf CD mitgelieferte Brother-Software für Windows und MacOS. Mac-Nutzer müssen diese nicht einmal installieren: Der Drucker wird, sobald er im Netzwerk ist, automatisch erkannt und kann genutzt werden.

Der Brother MFC-J985DW glänzt als Office-Wunder

Insofern ist der MFC-J985DW also ein kompaktes Office-Wunder. Den Mehrwert gegenüber älteren Vertretern der Gattung Brother-Multifunktionsgerät muss man allerdings mit der Lupe suchen. Selbst mein uralter Brother MFC-490CW, Baujahr 2009 und noch immer in Betrieb, was für Brothers Langzeit-Qualitäten spricht, besitzt einen nahezu identischen Funktionsumfang. Er scannt, druckt, faxt und kopiert, auch per WLAN oder Ethernet, genau wie der deutlich hochpreisigere moderne Brother J985DW. Echte Unterschiede finden sich, außer im Design, vor allem in den Spezifikationen.

Brother MFC-J985DW

Der Brother MFC-J985DW erfüllt höchste Umweltstandards und ist mit dem „Blauen Engel“ und dem „Energy Star“ ausgezeichnet.

Die Auflösungswerte des modernen Druckers sind natürlich deutlich besser, in der Praxis aber irrelevant: Dokumente werden in aller Regel platzsparend mit 200–300 DPI direkt ins PDF gescannt und auch beim Druck schert sich in aller Regel niemand mehr um DPI-Werte. Wo liegt also der Mehrwert des neuen Geräts? Nun: Da ist zum einen der Arbeitsspeicher. Mit 128 MB ist der Brother MFC-J985DW deutlich üppiger ausgestattet als Vorgängergeräte oder preiswertere Geschwister aus dem Brother-Portfolio. Mehr RAM bedeutet, dass der integrierte Printserver mehr Aufträge speichern kann und dass der Scan, insbesondere bei vielen Dokumenten per ADF, flott von der Hand geht. Das prädestiniert ihn für den Einsatz in kleinen Büros mit mehreren Mitarbeitern, die viel drucken.

Der Brother MFC-J985DW punktet als sparsamer Tintenstrahler

Der Brother MFC-J985DW hat gegenüber seinen Mitbewerbern und vielen anderen Modellen aus dem Hause Brother einen entscheidenden Vorteil: Er ist ausgesprochen sparsam in Sachen Tinte und damit eine echte Alternative zu einem Farblaserdrucker. Brother spricht von 2.400 Seiten in Schwarzweiß und 1.200 Seiten in Farbe, allerdings handelt es sich dabei um Normseiten. In der Praxis ist der Verbrauch natürlich gegebenenfalls höher. Praktisch dabei: Die Tintenpatronen schwarz, cyan, magenta und gelb können bei Bedarf separat ausgetauscht werden, womit sich die Druckkosten zusätzlich reduzieren. Anders als bei vielen Tintenstrahlern liegen zudem vollwertige Tintenpatronen als „Starter-Set“ bei. Im Gegensatz zu anderen Herstellern spart Brother an dieser Stelle also nicht unnötig. Das ist gut, denn mit einer UVP von 26 Euro für die schwarze Patrone und 15 Euro pro Farbpatrone sind die Patronen für den J985DW nicht sonderlich preiswert; ein komplettes Set kostet damit 71 Euro.

Brother MFC-J985DW

Kopieren, scannen und faxen Sie mehrseitige Dokumente ganz einfach über den automatischen 20-Blatt-Vorlageneinzug (ADF).

Ärgerlich: Anders als bei vielen älteren Brother-Modellen sind die Patronen jetzt mit einem „Sicherheitschip“ ausgestattet. Günstige Drittanbieter-Produkte, wie ich sie bei meinem alten 490CW nutze, sind daher derzeit nicht am Markt. Allerdings ist das kein Brother-spezifisches Problem. Inzwischen versuchen alle Hersteller, ihre Tinte exklusiv zu verkaufen und Drittanbieter aus dem Markt zu drängen. Das Argument der Hersteller ist zumeist, dass nur die Original-Tinte die gewünschten Druckergebnisse bringt und dass der Drucker Schaden nehmen könnte. In der Praxis ist das aber eher selten der Fall.

Solider Drucker mit problemloser Bedienung

Von der Tinte abgesehen gibt es allerdings nichts zu meckern. Der Brother J985DW ist solide verarbeitet und das kompakte Gehäuse mit 42,0 x 17,2 x 34,1 Zentimetern so groß, wie es gerade eben für den gebotenen Funktionsumfang sein muss. Die Papierkassette fasst alle gängigen Papierformate und bis zu 100 Blatt in klassischer 80g-pro-Quadratmeter-Qualität. Zusätzlich kann auf Fotopapier zugegriffen werden.

Brother Drucker Test

Praktische Sache: Mit dem automatischen Duplexdruck inklusive Broschürendruck-Funktion können Sie Papier ganz leicht beidseitig bedrucken.

Praktisch ist der integrierte Duplex-Druck: Auf Wunsch wird auch die Rückseite eines Blatts bedruckt. Allerdings fehlt die Duplex-Scanfunktion. Wer zum Beispiel Steuerbescheide scannen will, muss diese ganz regulär einmal von vorne und einmal von hinten scannen.

Steuerung per Touchscreen

Die Bedienung des J985DW geht dank des relativ großen Touchscreens deutlich leichter von der Hand, als es bei älteren Geräten der Fall ist. Vor allem die WLAN-Einrichtung – auf meinem alten 490CW ein lästiger Vorgang – ist schnell erledigt.

Brother MFC-J985DW

Sie bedienen den Brother MFC-J985DW über das nutzerfreundliche 6,8-cm-Touchscreen-Farbdisplay mit einfacher und intuitiver Menüführung.

Wie vom Smartphone gewohnt, reicht es, das WLAN auszuwählen und das Passwort einzugeben, schon ist der Drucker mit dem Netzwerk und dem Internet verbunden und kann von allen Rechnern im Büro- oder Heimnetz aus verwendet werden. Und er behält, im Gegensatz zu so manch anderem Gerät, diese Einstellungen auch dann bei, wenn er vom Stromnetz getrennt wird.

Über den Touchscreen kann der Drucker auch komplett gesteuert werden, etwa um Bilder von einer SD-Karte oder einem USB-Stick direkt ohne Rechner zu drucken. Zudem besteht die Möglichkeit, Dokumente direkt auf USB-Sticks zu scannen, was im Zweifel ein Einschalten des Rechners spart. Automatisches Ablegen eines Scans auf einem Cloud-Dienst oder einem Netzwerk-Volume sind ebenfalls möglich, allerdings nicht global, sondern abhängig vom einzelnen Scanvorgang. Praktisch: Scannt man direkt am Gerät, stellt es sich nach jedem Vorgang auf die sinnvolle Standardeinstellung Farbe und 200 DPI zurück – das mag zunächst störend klingen, verhindert aber zuverlässig, dass unnötig große Dateien angelegt werden. Gescannt werden kann natürlich auch direkt ins PDF-Format.

Schneller Drucker und Kopierer

Und der Druck an sich? Konzeptbedingt ist der Textdruck natürlich sehr flott. Eine Seite Text wird in weniger als 15 Sekunden ausgespuckt – inklusive Übermittlung des Druckauftrags per WLAN. Druckt man mehrere Seiten in einem Auftrag, erhöht sich die Druckrate auf bis zu 30 Seiten pro Minute, was relativ schnell ist. Natürlich dauert der Fotodruck deutlich länger. Ein auf DIN-A4-Normalpapier ausgedrucktes Foto benötigt rund 80 Sekunden vom Klick auf „Drucken“ bis zum Ergebnis. Immerhin: Das Druckbild kann sich sehen lassen. Auf Fotopapier wird tatsächlich Fotoqualität erreicht und selbst auf Normalpapier wirkt der Druck weder körnig, noch gibt es Relikte oder Stufenbildung.

Der Clou: Das Gerät kommt sogar mit dickem 300g/qm-Papier klar! Obwohl kein dedizierter Fotodrucker, bietet der Brother J985DW im Zusammenspiel mit seiner Originaltinte damit durchaus brauchbaren Fotodruck – und spart damit möglicherweise neben Fax, Kopierer und Scanner einen zusätzlichen Fotodrucker ein. Allerdings sollte spezielles Fotopapier verwendet werden, um das Maximum aus den Bildern herauszuholen.

Fazit: Der Brother MFC-J985DW überzeugt

Im Test überzeugt der Brother MFC-J985DW auf ganzer Linie. Als praktischer Helfer zu Hause oder im kleinen Büro ersetzt er gleich mehrere Geräte. Er ist leicht bedienbar und besitzt alle nötigen Funktionen, um den Büroalltag zu erleichtern. Durch den stromsparenden Standby-Betrieb muss er zudem nicht abgeschaltet werden und ist damit jederzeit einsatzbereit – ob mit oder ohne Rechner. Praktisch ist auch die Möglichkeit, direkt von Mobilgeräten zu drucken und Scans auf Cloud-Speichern abzulegen. Das Druckbild ist ohne Tadel, die Geschwindigkeit könnte allerdings höher sein. Etwas ärgerlich ist der hohe Preis von Tinten-Sets und die Nichtverfügbarkeit von Drittanbieter-Patronen. Das vorhandene Material allerdings nutzt der Drucker mit maximaler Effizienz, wodurch die Druckkosten pro Seite im Rahmen bleiben.