Oberbetten und Bettwäsche waschen: So geht’s

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Im hektischen Alltag vergessen wir oft, neben unserer Kleidung auch unsere Bettwäsche regelmäßig zu wechseln. Schnell sind einige Wochen vergangen und es wird höchste Zeit. Auch die Bettdecke und das Kissen sollten regelmäßig gereinigt werden. Wie Sie das anstellen und wie oft Sie Ihre Bettwäsche waschen sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

Wenn es Ihnen geht wie mir, dann haben Sie weder genügend Zeit noch Platz, um die Bettwäsche und die Oberbetten allzu häufig zu waschen. Vor allem im Winter stellt sich dies als echtes Problem dar, da das Bettzeug nicht in der Sonne getrocknet werden kann, sondern in der Wohnung aufgehängt werden muss. Einen Wäschetrockner kann sich ja schließlich nicht jeder leisten. Dennoch ist es wichtig, dass Sie Ihr Bettzeug regelmäßig austauschen. Warum das so ist und worauf es sonst noch bei der Reinigung von Oberbetten und Bettbezug ankommt, erkläre ich Ihnen jetzt.

Bettwäsche waschen - aber wie?

Wie wasche ich meine Bettwäsche richtig? Welche Temperatur eignet sich für Satin-Bettwäsche? Wie pflege ich Daunenkissen? Das Allyouneed Magazin hat die richtigen Antworten.

Wie oft sollte ich meine Bettwäsche waschen?

Bei Bettzeug müssen Sie zwischen Inlets (Bettdecke/Oberbett und Kissen) sowie Bettwäsche (Laken title=“Bettlaken“ und Bettbezug) unterscheiden. Letztere wird in Hotels wöchentlich gewechselt und gewaschen, im Haushalt empfiehlt sich eine Reinigung des Lakens und Bettbezuges alle zwei bis vier Wochen. Lüften Sie die Matratze und das Bettzeug jedes Mal, wenn Sie die Bettwäsche waschen. Am besten hängen Sie Bettdecke und Kissen für eine Weile an die frische Luft, um Staub und Gerüche loszuwerden.

Bettwäsche waschen - Wie häufig?

Wie oft Sie Ihre Bettwäsche waschen müssen, hängt unter anderem von Ihren individuellen Schlafgewohnheiten ab.

Die Inlets hingegen können Sie natürlich nicht so oft waschen, sonst würden Sie ja andauernd ohne Decke und Kissen dastehen. Allerdings sollten Sie das Bettzeug wenigstens einmal im Jahr zur Reinigung bringen oder in einer großen Trommel im Waschsalon selbst waschen. Oberbett und Kopfkissen müssen anschließend aber unbedingt im Trockner getrocknet werden, da sich sonst Schimmel im Füllmaterial bildet.

Wenn Sie Hausstauballergiker sind, ist es ratsam, Decke, Kissen und Bettwäsche noch öfter zu reinigen. Die Inlets sollten Sie alle drei Monate bei mindestens 60° Celsius waschen, die Bettwäsche jede Woche. Achten Sie bereits beim Kauf darauf, dass das Bettzeug diese Waschtemperatur aushält. Ob Sie Synthetikinlets oder Daunenoberbetten wählen, ist dabei nicht von Belang. Zudem sollten Sie die Matratze mit einem speziellen Schutzbezug (Encasing) beziehen, der Staub zurückhält und Milben nicht in Kontakt mit ihrer Nahrung, den Hautschuppen, kommen lässt.

Auch wenn Sie erkältet sind oder beim Schlafen viel schwitzen, empfehlen wir Ihnen, die Inlets sowie die Bettwäsche häufiger zu waschen. Dabei gelten dieselben Regeln wie für Hausstauballergiker. Allerdings sollten Sie die Bezüge besser zweimal pro Woche wechseln.

Haben Sie oder Ihr Kind Kopfläuse, so sollten Sie die Bettwäsche am Tag der Behandlung mit Läuseshampoo und einem Nissenkamm bei einer Waschtemperatur von mindestens 60° Celsius waschen. Bei besonders starkem Lausbefall ist es auch ratsam, die Inlets zu reinigen. Bei Filzläusen hingegen sollten Sie die Bettwäsche täglich wechseln. Legen Sie Textilien, die Sie nicht so heiß waschen können, in einem dicht verschlossenen Plastiksack für zwei Tage in die Tiefkühltruhe (bei mindestens minus 10° Celsius), um die Läuse abzutöten.

Checkliste Bettwäsche waschen

  • Bettwäsche alle zwei bis vier Wochen wechseln (Allergiker wöchentlich)
  • Decke und Kissen einmal im Jahr waschen und elektrisch trocknen (Allergiker alle drei Monate bei min. 60° Celsius)
  • Bei Erkältung oder vermehrtem Schwitzen Bettzeug öfter wechseln
  • Bei Lausbefall Bettwäsche täglich wechseln
  • Ein Encasing schützt vor Milben und Staub

Federbetten waschen: So geht’s

Federbetten oder Daunenkissen sollten Sie besonders schonend waschen. Suchen Sie dafür am besten einen Waschsalon auf, da es dort Maschinen mit viel Fassungsvermögen gibt. Die großen Trommeln sorgen dafür, dass das Bettzeug sorgfältig durchgespült wird und so möglichst sauber wird. Das beste Ergebnis erzielen Sie, wenn Sie Kissen und Decke einzeln waschen.

Als Waschmittel für Daunenbetten empfehlen wir Woll- oder Feinwaschmittel. Grund dafür ist, dass Wolle genau wie Federn das Faserprotein Keratin enthält. Dieses steckt übrigens auch im menschlichen Haar. Im Handel erhalten Sie auch Spezialwaschmittel, das optimal auf die Bedürfnisse der sanften Federn abgestimmt ist. Verzichten Sie jedoch auf Weichspüler und Bleiche, denn diese Mittel greifen die Daunen stark an.

Die richtige Waschtemperatur entnehmen Sie bitte dem angenähten Pflegeetikett, da diese variieren kann. In der Regel empfiehlt sich der Schon- oder Wollwaschgang mit einer Höchsttemperatur von 60° Celsius. Verfügt Ihre Waschmaschine über ein spezielles Daunenwaschprogramm, können Sie auch dieses wählen. Nach dem Waschen sollten Sie noch einen Spülgang starten, um das Waschmittel restlos zu entfernen. Wählen Sie zudem den niedrigsten Schleudergang, um die Federn davor zu schützen, abzubrechen.

Bettwäsche waschen die Wäschezeichen

Auf dem eingenähten Etikett jeder Bettwäsche befinden sich nützliche Pflegehinweise (Waschsymbole, Wäschezeichen).

Besonders wichtig beim Waschen von Federbettwäsche ist der Trockenvorgang. Verzichten Sie darauf, die Oberbetten in der Sonne zu trocknen, da dies zu lange dauern würde. Legen Sie Decke und Kissen in einzelne Trockner und geben Sie noch je einen sauberen Tennisball zum Bettzeug hinzu. Dieser sorgt dafür, dass die Federn gleichmäßig in den Inlets verteilt werden. Nach dem Trockengang schütteln Sie das Bettzeug locker auf und prüfen, ob es noch feucht ist. Nehmen Sie es erst dann mit nach Hause, wenn es vollständig getrocknet ist.

Checkliste Bettzeug waschen

  • Federdecke und Kissen einzeln im Waschsalon waschen
  • Woll- oder Feinwaschmittel wählen, auf Bleiche und Weichspüler verzichten
  • Nach dem Waschen noch einmal spülen und niedrig schleudern
  • Bettzeug nur im Trockner trocknen

Praxis: So wäscht man Bettwäsche richtig

Das wohl beliebteste Bettwäschematerial ist Microfaser. Dieses ist weich und pflegeleicht. Zudem ist es atmungsaktiv, hält aber im Winter schön warm. Auch für Menschen, die stark schwitzen, ist Microfaser-Bettwäsche ideal geeignet, denn sie transportiert Feuchtigkeit vom Körper weg. Da das dichte Gewebe weder Milben noch Milbenkot durchlässt, ist das Material auch die richtige Wahl für Hausstauballergiker.

Die Reinigung von Microfaser-Bettwäsche ist relativ simpel, da sie bei hohen Temperaturen gewaschen werden kann. Je nach Fabrikat ist eine Waschtemperatur der Bettwäsche von bis zu 90° Celsius möglich. Doch auch hier entnehmen Sie die entsprechenden Hinweise bitte dem Pflegeetikett des Bettbezuges. Bevor Sie die Bettwäsche das erste Mal benutzen, sollten Sie diese in der Waschmaschine waschen. Dabei entfernen Sie Farbrückstände und eventuelle Verschmutzungen, die auf dem Transportweg in die Verpackung gelangen können.

Am besten waschen Sie den Bettbezug separat, was alleine schon aus Platzgründen in der Trommel notwendig ist. Wenn Sie diese zu voll beladen, wird die Wäsche nicht ausreichend gereinigt. Zudem neigt Microfaser-Bettwäsche dazu, zu fusseln, was sich dann auf die anderen Wäschestücke überträgt. Verzichten Sie auch hier auf Weichspüler, denn dieser beeinträchtigt die Atmungsfähigkeit des Stoffes.

Satin-Bettwäsche darf meist nicht allzu heiß gewaschen werden. Ist sie aus Kunstfasern gefertigt, verträgt sie nur Waschtemperaturen von 30 bis maximal 40° Celsius. Stoffe aus Baumwolle hingegen können manchmal bis zu 60° Celsius vertragen. Der Trockner stellt wie auch bei Microfaser-Bettwäsche meist kein Problem dar, doch auch hier lohnt ein Blick aufs Pflegeetikett. Dennoch sollten Sie Ihre Bettwäsche generell im Sommer auf dem Wäscheständer trocknen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre Stromrechnung.

Checkliste Microfaser- und Satin-Bettwäsche waschen

  • Microfaser-Bettwäsche eignet sich für fast alle Zwecke
  • Microfaser-Bettwäsche kann meist heiß gewaschen werden
  • Wäschestücke separat waschen
  • Satin-Bettwäsche nur bei niedrigen Temperaturen waschen
  • Bettwäsche auf dem Ständer trocknen statt im Wäschetrockner
  • Immer auf Weichspüler verzichten

Wäschezeichen: Textilkennzeichnung von Bettwäsche

Bestimmt haben Sie sich auch schon einmal gefragt, was die Pflegesymbole (Wäschezeichen) auf dem Etikett an Ihrer Bettwäsche eigentlich bedeuten. Nun möchte ich Ihnen erklären, was dahinter steckt. Bei Textilien wie Bettwäsche finden Sie auf dem Pflegeetikett verschiedene Symbole. Diese beziehen sich auf das Waschen, Bleichen, Trocknen, Bügeln und die chemische oder Spezial-Reinigung. Anhand des Etiketts erfahren Sie die richtige Waschtemperatur sowie das optimale Programm beziehungsweise die richtige Einstellung an der Maschine für den Bettbezug.

Die Wäschezeichen für das Waschen der Bettwäsche werden mit einer stilisierten, trapezförmigen Waschschüssel dargestellt. Finden Sie eine Zahl in der Mitte, so ist dies die optimale Waschtemperatur. Ein Hand-Symbol hingegen empfiehlt die Handwäsche. Waschen Sie den Bettbezug dennoch in der Waschmaschine, müssen Sie mit Qualitätseinbußen rechnen. Befindet sich unterhalb der stilisierten Waschschüssel ein Strich, so bedeutet dies, dass das Bettzeug im Schonwaschgang und bei der angegebenen Temperatur gewaschen werden sollte. Eine durchgestrichene Schüssel bedeutet: „nicht waschen“.

Bettwäsche waschen: Die Pflegesymbole

Wäschezeichen-Infografik: Alle Pflegesymbole sind mit einfachen Erklärungen versehen.

Der Wäschetrockner wird durch ein Quadrat mit einem Kreis in der Mitte dargestellt. Ein Punkt in der Mitte bedeutet „mäßig heiß trocknen“, zwei Punkte bedeuten „heiß trocknen“ und ein durchgestrichenes Quadrat heißt: „nicht trocknen“. Das stilisierte Bügeleisen steht für das Bügeln. Ein Punkt bedeutet „nicht heiß bügeln“, zwei Punkte „mäßig heiß bügeln“, drei Punkte „heiß bügeln“. Ist das Bügeleisen durchgestrichen, ist der Bettbezug bügelfrei, muss oder darf also nicht gebügelt werden.

Generell können alle Textilien mit Chlor gebleicht werden, sofern sich auf dem Pflegeetikett kein durchgestrichenes Dreieck befindet. Ein Kreis mit dem Buchstaben F oben rechts bedeutet, dass die Bettwäsche in die Spezialreinigung gegeben werden muss. Die allgemeine chemische Reinigung wird durch einen Kreis mit einem großen P in der Mitte repräsentiert. Der durchgestrichene Kreis bedeutet „keine chemische Reinigung möglich“.

Lesetipp der Redaktion: Die Mietpreise in den Metropolen kennen derzeit nur eine Richtung: nach oben. Moderne Städter und Studenten, die sich Innenstadtlagen noch leisten wollen, müssen nicht selten auf wenigen Quadratmetern leben. Kleiderschrank, Nachttisch, Bett, Regale – wir zeigen, wie Sie ein kleines Schlafzimmer trotz Platzmangel optimal und gemütlich einrichten können.

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