Badbeleuchtung: Mit diesen Badleuchten sorgen Sie für gutes Licht im Bad

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Sicher haben Sie es schon erlebt, dass Sie das Haus verlassen, zufällig Ihr Spiegelbild in einer Scheibe sehen und denken: „Das sah doch im Badezimmer ganz anders aus?“ Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass Sie die falschen Badleuchten verwenden. In diesem Artikel erfahren Sie, welches Leuchtmittel, welche Helligkeit und welche Lichtfarbe sich am besten für die verschiedenen Bereiche des Badezimmers eignen. Darüber hinaus geben wir Ihnen ein paar Tipps für eine stimmungsvolle Badbeleuchtung.



Sie kennen das: Die Badleuchte über der Badewanne ist zu grell, das Licht am Spiegel zu dunkel. Und die Farbtemperatur stimmt auch irgendwie nicht so richtig. Jede Lichtfarbe löst beim Menschen unterschiedliche Empfindungen aus, außerdem ist man mal mehr, mal weniger wach, wenn man das Bad betritt. Ist das Licht zu dunkel, kommt man nicht so richtig in Fahrt, ist es hingegen zu hell, fühlt man sich wie unter Schock. In diesem Artikel werde ich mit Ihnen gemeinsam die optimale Beleuchtungssituation für Ihr Badezimmer finden.

Vorschriften für die Badbeleuchtung

Wenn Sie ein Haus bauen oder Ihr Bad sanieren, müssen Sie ein paar Richtlinien hinsichtlich der Beleuchtung berücksichtigen. Das Badezimmer ist ein Feuchtraum und erfordert höchste Vorsicht beim Umgang mit Elektrizität. Wie die Vorschriften im Detail aussehen, können Sie der DIN VDE 0100 Teil 701 entnehmen. Auch Ihr Elektrofachbetrieb wird Ihnen weiterhelfen.

Generell sollten Badezimmerleuchten nur mit Schutzkleinspannung bis 12 Volt betrieben werden, da das Risiko eines elektrischen Schlags somit minimiert wird. In einem Radius von 60 Zentimetern um sämtliche Waschbereiche herum ist die vor Spritzwasser geschützte Schutzklasse IP 44 oder höher zu empfehlen.

Bis zu 2,25 Meter oberhalb der Dusch- oder Badewannenkante wird hingegen empfohlen, Leuchten mit der Schutzklasse IP 65 zu verwenden, die zusätzlich vor Strahlwasser geschützt sind. In kleinen Bädern sollten diese Kennzeichnung am besten alle verwendeten Leuchten tragen. Achten Sie zudem darauf, sämtliche Steckdosen in Feuchträumen mit Schutzklappen zu versehen, sodass die Kontakte nicht unnötig frei liegen.

Welche Badleuchten eignet sich für welchen Badbereich?

Achten Sie beim Leuchtmittelkauf darauf, dass Sie nur energiesparende Lampen erwerben. Die alte Glühbirne hat schließlich längst ausgedient. Alternativen stellen Halogen- und LED-Lampen dar, wobei letztere eigentlich die bessere Variante sind. Halogenlampen sparen zwar gegenüber einer Glühlampe einiges an Energie ein, sind aber längst nicht so sparsam wie die Leuchtdioden (LED).

Badbeleuchtung: Die Spiegelleuchten

Achten Sie beim Leuchtmittelkauf darauf, dass Sie nur energiesparende Lampen erwerben. Greifen Sie zu Halogen- und LED-Lampen

Lesetipp der Redaktion: Worin genau besteht denn der Unterschied zwischen der veralteten Glühbirne und der energiesparenden LED-Lampe? Wir verraten Ihnen mehr über die verschiedenen Leuchtmittel und ihre jeweilige Verwendung.

Zudem nehmen LEDs nur wenig Platz ein, können in sämtlichen Lichtfarben betrieben werden und sind enorm langlebig (zwischen 15.000 und 25.000 Stunden). Auch die Lichtwirkung ist wesentlich angenehmer. Nicht zuletzt lassen sich LED-Lampen flexibel einsetzen und designen. Wie viel Strom Sie beim Umstieg von Halogen auf LED sparen, lesen Sie hier: Kosten senken, Geld sparen: 10 Stromspartipps für das Badezimmer.


Eine weitere Möglichkeit für die Badezimmerbeleuchtung sind Leuchtstofflampen. Diese arbeiten ebenfalls sehr effizient und haben eine ungefähre Lebensdauer von 6.000 bis 8.000 Stunden. Allerdings kann es sein, dass die Badleuchte nach dem Einschalten eine Weile unangenehm flackert, bis sich das Gas gleichmäßig entzündet hat. Insofern eignen sich diese Lampen eher für Gruppenwaschräume, in denen das Licht dauerhaft brennt und nicht mehrmals an- und wieder ausgeschaltet wird.

Generell sollten Sie die Leuchtmittel für Ihr Badezimmer nach der Farbtemperatur (in Kelvin angegeben) und der abgegebenen Strahlungsleistung oder Lichtstromstärke (in Lumen angegeben) auswählen. Die Farbtemperatur oder „Lichtfarbe“ entscheidet über das Gefühl, das der Lichtschein in Ihnen hervorruft, während die Lichtstromstärke darüber bestimmt, wie hell die Lampe strahlt.

Gemütliche Beleuchtung im Bad schaffen

Die Farbtemperatur oder „Lichtfarbe“ entscheidet über das Gefühl, das der Lichtschein in Ihnen hervorruft, während die Lichtstromstärke darüber bestimmt, wie hell die Lampe strahlt.

Die Wattzahl hingegen spielt hinsichtlich des Stromsparens eine Rolle, sagt aber nichts über die Helligkeit der Lampe aus, sofern verschiedene Leuchtmittel zum Einsatz kommen. Eine moderne LED-Lampe leuchtet mit 10 Watt genauso hell wie eine alte Glühlampe mit 60 Watt.

Badbeleuchtung für den Spiegelschrank

Die Spiegelleuchte ist für uns die wohl wichtigste Lampe im Bad. Hier ist zumeist ein Zonenlicht zu finden, also ein Licht, das senkrecht von oben nach unten abgegeben wird. So kommt das Licht genau dort an, wo es gebraucht wird. Die Spiegellampe muss viel leisten, denn sie darf weder Schatten werfen noch den natürlichen Hautton verfälschen. Alternativ können Sie zwei Wandlampen links und rechts vom Spiegel anbringen.

Badbeleuchtung: Die passenden Wandleuchten

Als Spiegellicht können Sie auch einfach zwei Wandlampen rechts und links vom Spiegel aufhängen. Sieht gut aus und sorgt für das richtige Licht.

Im Rasier- und Schminkbereich sollten Sie auf neutralweißes Licht setzen, das Ihr Gesicht optimal ausleuchtet. Dieser Farbton liegt im Bereich von 3.300 bis 5.300 Kelvin und wird auch als „sachliche Beleuchtung“ bezeichnet. Optimal sind hier 4.500 Kelvin. Um die nötige Helligkeit zu erzeugen, empfehlen wir Ihnen, Leuchtmittel zu kaufen, die eine Lichtstromstärke von etwa 1.800 Lumen besitzen.


Die richtige Deckenlampe fürs Badezimmer

Als Deckenleuchte empfiehlt sich ein diffuses Licht, das das Badezimmer großzügig und sanft ausleuchtet. Dies erzeugen Sie mittels einer speziellen, milchigen Abdeckung. Setzen Sie auch hier neutralweißes Licht ein, allerdings sollte dies etwas mehr Lumen aufweisen, da ein größerer Bereich ausgeleuchtet werden muss. Hier können es ruhig je nach Badgröße zwischen 4.000 und 8.000 Lumen sein. Es kommt natürlich auch immer darauf an, wie hell Sie es persönlich am liebsten haben. Wenn Sie ein Bad ohne Tageslichteinfall besitzen, muss die Beleuchtung entsprechend angepasst werden. Die Farbtemperatur sollte dieselbe bleiben, die Lumenzahl allerdings erhöht werden.

Die beste Badbeleuchtung über der Dusche

Wenn Sie aus dem Bett gestiegen sind und sich ins Badezimmer geschleppt haben, benötigen Sie erst einmal einen Frische-Kick. Den holen Sie sich am besten bei einer schönen Wechseldusche. Lichttechnisch werden Sie dabei am besten unterstützt, wenn Sie auch hier auf einen neutralweißen Ton setzen (etwa 3.800 Kelvin).

Badbeleuchtung: Spots an der Decke für ein schönes Licht

Mit mehreren LED-Spots an der Decke ist Ihre Dusche optimal ausgeleuchtet.

Ich persönlich bevorzuge eine Kombination aus mehreren LED-Spots, da die Dusche somit gut ausgeleuchtet ist und der zielgerichtete Lichteinfall meine Konzentration für den kommenden Tag fördert. Die Badleuchten sollten insgesamt einen Wert von 580 Lumen erreichen – das ist für die Körperreinigung völlig ausreichend.

Die richtige Badleuchte über und in der Badewanne

Kommen wir zum Heiligsten des Badezimmers: die Badewanne. Diese ist Erholungsort, Wellness- und Aromatherapie-Oase sowie Lese-Bereich in einem. Hier können wir uns einmal richtig entspannen und den Alltagsstress loslassen. Wozu sollte ich mich hier also konzentrieren müssen? Richtig: Ein neutralweißes Licht ist fehl am Platz.

Stattdessen können die Badezimmerleuchten hier ruhig in den warmweißen Bereich abgleiten. Der Lichtbereich von 1.000 bis 3.000 Kelvin schafft Vertrauen und sorgt für Behaglichkeit. Allerdings sind die niedrigeren Werte eher für das Wohnzimmer als fürs Bad geeignet. Über der Badewanne sollten es schon etwa 2.500 bis 3.000 Kelvin sein.


Falls keine separate Badewannenbeleuchtung möglich ist, können Sie die Lichtfarbe der Badlampe an der Decke ruhig etwas wärmer gestalten. Achten Sie nur darauf, dass das Licht nicht zu sehr von dem der Spiegelleuchte abweicht, da es sonst zu unangenehmen Kombinationen bei der Morgenroutine kommt. Alternativ können Sie einen Dimmer in den Lichtschalter einbauen, sodass sich die Helligkeit der Badezimmerlampen einfach manuell herunterfahren lässt.

Wenn Sie in der Wanne gerne lesen, empfiehlt sich die Installation von breitstrahlenden Downlights. Ihr Licht ist diffus und äußerst angenehm, sodass Sie selbst beim Blick direkt in die Badleuchte nicht geblendet werden.

Kerzen als Badbeleuchtung

Wenn Sie es mal richtig gemütlich haben wollen, reichen zwischendurch auch mal nur ein paar Kerzen für die passende Badbeleuchtung.

Spezial-Tipp zur Badezimmerbeleuchtung

Wer es besonders spannend mag, kann in die Badewanne auch Unterwasserlichter integrieren. Diese sind mit einem Farbwechsler-System ausgestattet und lassen sich mittels Fernbedienung individuell einstellen. Die wasserfesten Stimmungslichter werden mit Batterien betrieben und einfach in die Wanne gelegt. Sie können die Lichter außerdem für Ihren Pool oder Teich sowie zur Wohnraumakzentuierung verwenden.

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