8 Hausmittel für die Backofenreinigung

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Wer kennt es nicht: Der Backofen ist so schwarz, dass man sich schon schämt, ihn zu benutzen. Vielleicht hat man aber auch einen alten Ofen geschenkt bekommen oder günstig gebraucht gekauft. Und den alten Schmutz will man natürlich schnellstmöglich entfernen. Wenn Sie gerade keinen passenden Reiniger parat haben oder den Backofen auf umweltschonende Weise säubern möchten, können Sie eines der folgenden 8 Hausmittel anwenden.

Ganz ehrlich: Ich reinige meinen Backofen vielleicht einmal im Jahr. Das ist natürlich nicht genug und in dieser Zeit sammelt sich auch eine Menge Schmutz an. Besser ist es, wenn Sie Ihren Ofen öfter reinigen und dabei umweltschonende Hausmittel verwenden. Dann können Sie auf aggressive chemische Backofenreiniger verzichten und sparen außerdem eine Menge Kraft und Nerven. Welche Hausmittel sich zum Reinigen des Backofens bewährt haben und was es mit der ominösen Selbstreinigungsfunktion beim Backofen auf sich hat, lesen Sie nun.

Was taugt die Selbstreinigungsfunktion beim Backofen?

Viele moderne Backöfen verfügen heute über eine Selbstreinigungsfunktion. Diese wird im Fachjargon Pyrolyse genannt und funktioniert ausschließlich über Hitze. Doch was taugt die Selbstreinigung wirklich und wie funktioniert sie?

Die Selbstreinigungsfunktion des Backofens sollten Sie immer dann aktivieren, wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Ofen dreckig ist. Je nach Verschmutzungsgrad können Sie dabei verschiedene Einstellungen vornehmen. Aktivieren Sie die Pyrolyse, heizt das Ofenrohr auf bis zu 600 Grad Celsius auf. Dabei verbrennen sämtliche Schmutzpartikel und bleiben als Asche auf dem Boden zurück, die Sie nach dem Abkühlen einfach wegfegen.

Um die Selbstreinigung zu starten, müssen Sie nichts weiter tun, als hitzeempfindliche Gegenstände zuvor aus dem Ofenrohr zu entnehmen. Dazu zählen der Ofenrost und weitere Elemente aus Edelstahl oder Aluminium. Lediglich speziell für diesen Zweck angefertigte Bleche können mit extremer Hitze gereinigt werden. Die Pyrolyse nimmt etwa drei Stunden Zeit in Anspruch.

Zu den Vorteilen der Backofen-Selbstreinigung gehören die einfache Handhabung, der Verzicht auf Chemikalien und eine verbesserte Wärmedämmung des gesamten Ofens. Allerdings ist die Pyrolyse nicht wirklich umweltfreundlich, da dabei Unmengen an Energie verbraucht werden. Das schlägt sich am Ende auch auf der Stromrechnung nieder. Zudem sind Backöfen, die mit einer derartigen Funktion ausgestattet sind, um rund 300 Euro teurer als herkömmliche Modelle.

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Backofen mit Pyrolyse bei Allyouneed

So reinigen Sie den Backofenrost

Wenn Sie die Selbstreinigungsfunktion aktiviert haben, bleibt die Frage, wie Sie nun Ihren Backofenrost reinigen sollen. Dafür können Sie natürlich herkömmlichen Backofenreiniger verwenden. Dieser ist allerdings nicht billig und belastet außerdem die Umwelt. Besser ist es, wenn Sie den Rost über Nacht in eine Schüssel mit heißem Wasser und Spülmittel legen.

Backofen-reinigen-Backroste-reinigen

Mit Wasser und Spülmittel bringen Sie Ihre Backofenroste über Nacht wieder zum Glänzen.

Auf diese Weise lassen sich Essensreste und Ruß einfach entfernen. Allerdings sollten Sie diese Methode mindestens einmal im Monat und jeweils bei starken Verschmutzungen anwenden. Ansonsten bleibt Ihnen nur noch der Griff zu Backofenreiniger oder Edelstahlschwamm.

Zitrone: Die Wunderwaffe bei der Backofenreinigung

Zitrone hat bereits beim Edelstahl-Spülbecken gute Dienste geleistet, da sie kalklösende Eigenschaften besitzt. Aber auch zum Entfernen von Schmutz im Backofen kann sie erfolgreich eingesetzt werden. Um das Ofenrohr mit Zitronensaft zu reinigen, gehen Sie wie folgt vor:

Backofen-reinigen-mit Zitronensäure

Sie können Ihren Backofen ganz einfach mit Zitronensäure reinigen.

  1. Nehmen Sie eine kleine Schale und füllen Sie sie zur Hälfte mit Zitronensaft (etwa 100 Milliliter). Das kann frischer Saft sein oder Zitronensaftkonzentrat aus der Plastikflasche.
  2. Geben Sie einen kleinen Schuss Leitungswasser hinzu und rühren Sie die Lösung um.
  3. Schütten Sie die Flüssigkeit in ein tiefes Backblech und stellen Sie dieses in den Ofen.
  4. Erhitzen Sie den Backofen auf 120 Grad Unterhitze.
  5. Sobald das Zitronenwasser verdunstet ist, nehmen Sie ein feuchtes Tuch und wischen damit über die Verschmutzungen, die sich nun leicht entfernen lassen.

Backofen reinigen mit Soda oder Natron

Genauso umweltschonend reinigen Sie Ihren Backofen mit handelsüblichem Soda. Soda ist die Allzweckwaffe bei sämtlichen Verschmutzungen, die im Haushalt so anfallen und leistet auch hier gute Dienste. Die korrekte Bezeichnung von Soda ist Natriumhydrogencarbonat, ein anderer Trivialname ist Natron. Dieses wird auch zur Herstellung von Backpulver verwendet, welches sich ebenso gut zur Backofenreinigung eignet. So bekommen Sie Ihren Ofen mit Soda oder Natron wieder sauber:

  1. Geben Sie eine Tasse voll Sodapulver in eine Schüssel oder eine Sprühflasche und füllen Sie etwas Wasser hinein. Je weniger Wasser Sie verwenden, umso stärker ist die Reinigungswirkung. Allerdings sollte sich die Mischung noch gut durchschütteln oder -rühren lassen und gegebenenfalls sprühfähig sein.
  2. Tragen Sie die Soda-Lösung auf den Backofenrost und im Backofeninnenraum großzügig auf. Verwenden Sie keine Sprühflasche, nehmen Sie hierzu einfach einen festen Schwamm.
  3. Lassen Sie die Mischung etwa 20 Minuten – nach Bedarf auch etwas länger – einwirken. Das Sodawasser sollte aber nicht komplett eintrocknen, da sich der Schmutz sonst wieder schwieriger entfernen lässt.
  4. Nach Ablauf der Einwirkdauer entfernen Sie das Pulver samt Schmutz mit einem feuchten Lappen. Spülen Sie diesen immer wieder aus, da Sie sonst den Dreck nur verreiben, statt ihn zu entfernen.

Backofen reinigen mit Backpulver und Essig

Alternativ können Sie zur Backofenreinigung auch eine Mischung aus Backpulver und Essigessenz verwenden (zur Not tut’s auch haushaltsüblicher Essig). So funktioniert es:

  1. Geben Sie 100 Milliliter Essigessenz in ein Glas.
  2. Füllen Sie das Glas mit einem Päckchen Backpulver auf. Vorsicht: Die Mischung wird stark schäumen.
  3. Schütten Sie die Flüssigkeit in ein tiefes Backblech und stellen Sie dieses in den Ofen.
  4. Stellen Sie den Ofen auf 150 Grad.
  5. Sobald die Flüssigkeit verdampft ist (dies dürfte nach einer Dreiviertelstunde der Fall sein), können Sie den Ofen öffnen.
  6. Wischen Sie den Schmutz mit einem feuchten Tuch ab – vergessen Sie aber nicht, das Tuch regelmäßig auszuwaschen.

Salz eignet sich gut zum Backofen reinigen

Selbst wenn Sie einen total verdreckten Backofen haben, müssen Sie nicht zur chemischen Keule greifen. Zur Reinigung genügt einfaches Salz. Dieses hat eigentlich jeder im Haus und ist äußerst günstig erhältlich. Salz ist äußerst effektiv bei der Ofenreinigung und löst selbst hartnäckige Verschmutzungen zuverlässig auf. So reinigen Sie das Ofenrohr mit Salz:

  1. Streuen sie eine ein Zentimeter dicke Schicht Salz auf den Boden des Ofens. Dieser sollte komplett bedeckt sein. Wenn Sie zudem ein Backblech reinigen wollen, bedecken Sie auch dieses dick mit Salz.
  2. Stellen Sie den Ofen auf 100 Grad Unterhitze und warten Sie eine halbe Stunde.
  3. Kehren Sie das Salz vorsichtig heraus. Achten Sie darauf, dass die Körner nicht in die Ritze zwischen Ofen und Tür fallen, da es sonst ganz schön knirscht (ich habe das einmal erlebt und mich sehr darüber geärgert).
  4. Sobald Sie das Salz restlos entfernt haben, sollten Sie die Innenwände und das Blech noch einmal mit einem feuchten Lappen auswischen.

Rasierschaum: Ein ungewöhnliches Mittel, um den Backofen zu reinigen

Dies ist eine weitere Methode, um einen komplett eingebrannten Backofen wieder zum Glänzen zu bringen. Sie brauchen lediglich handelsüblichen Rasierschaum und etwas Muskelschmalz. So geht’s:

Backofen-reinigen-Mit Rasierschaum

Wenn Siie Ihren Backofen mit Rasierschaum gereinigt haben, benutzen Sie viel Wasser und einen Schwam um die Reste zu entfernen

  1. Sprühen Sie den Rasierschaum großzügig auf den Schmutz. Verwenden Sie kein Rasiergel, sondern nur Schaum.
  2. Lassen Sie den Schaum eine Viertelstunde lang einwirken.
  3. Schrubben Sie den Dreck mit einem Schwamm weg. Ist die weiche Seite nicht stark genug, verwenden Sie die harte oder wechseln zum Edelstahlschwamm.
  4. Wiederholen Sie den Vorgang bei Bedarf. Denken Sie aber daran, den Rasierschaum danach gründlich mit viel Wasser zu entfernen, da sich sonst beim nächsten Anschalten im Ofen ein unangenehmer Geruch entwickelt.

So reinigen Sie Ihren Backofen mit Wasser

Man glaubt es kaum, aber selbst Leitungswasser kann den Backofen in altem Glanz erstrahlen lassen. Diese Methode sollten Sie immer dann anwenden, wenn Sie frische Flecken entfernen möchten, denn sie ist maximal umweltschonend und günstig. So geht’s:

  1. Am wichtigsten ist, dass Sie die Reinigung mit Wasser unmittelbar nach Gebrauch des Ofens vornehmen. Zu diesem Zeitpunkt enthält er noch Restwärme und die Flecken sind noch nicht richtig eingetrocknet.
  2. Stellen Sie eine hitzebeständige Schale mit Wasser in den Ofen und schließen Sie die Ofentür.
  3. Warten Sie nun ab, bis der Backofen komplett abgekühlt ist.
  4. Nun können Sie den losen Schmutz mit einem feuchten Schwamm einfach abwischen.

Mit Spülmittel lässt sich der Backofen gut reinigen

Auch wenn es sich um hartnäckigere Flecken handelt, funktioniert die zuletzt genannte Methode, Sie müssen einfach nur etwas Spülmittel ins Wasser hinzugeben. So gehen Sie dabei vor:

  1. Stellen Sie eine Schale mit Wasser und einem Schuss Spülmittel in den Ofen.
  2. Schalten Sie den Ofen an und wählen Sie 100 Grad Unterhitze.
  3. Lassen Sie die Flüssigkeit verdunsten und öffnen Sie erst dann die Ofentür.
  4. Wischen Sie die Reste wie gehabt mit einem feuchten Tuch ab.

Lesetipp der Redaktion: Mit Hausmitteln wie Zitronen, Soda oder Essig lässt sich nicht nur der Backofen kinderleicht reinigen. Sie eignen sich auf wunderbar zum Teppich reinigen oder für die Polstereinigung.

Wie oft sollte ich den Backofen reinigen?

Wenn Sie sich an einem dauerhaft sauberen Backofen erfreuen möchten, sollten Sie diesen alle zwei bis maximal drei Monate reinigen. Gehen Sie dabei gründlich vor und säubern Sie auch alle Gegenstände, die Sie im Ofenrohr verwenden. Auf diese Weise schonen Sie den Energieverbrauch und schützen den Ofen vor bleibendem Schmutz.