B-Ware-Handy: Das Samsung Galaxy S8 im Test

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Mein altes Smartphone gibt so langsam den Geist auf. Der Akku blinkt ständig in Rot, die Lautsprecher funktionieren nur bei Sonnenschein und in punkto Schnelligkeit hat das mobile Gerät bei weitem keinen Orden verdient. Also ist es Zeit für ein neues Handy. Mein Budget ist allerdings begrenzt und ganz ehrlich – ich würde keine 500 Euro für ein Smartphone ausgeben. Bei meiner Recherche bin ich über das Thema B-Ware-Handy gestolpert. Die Skepsis war natürlich groß. Aber dann habe ich es einfach mal getestet. Und das sind meine Erfahrungen.

Ich kann mich noch gut an die alten Alcatels und Nokias um die Jahrtausendwende erinnern. Die dicken Handys mit den großen Antennen, die einfach unzerstörbar waren. Snake war damals für mich das höchste aller Gefühle, an Fotos oder Internet war gar nicht zu denken. Doch wie es nun einmal so ist: Die Technologie entwickelt sich weiter und mit ihr natürlich die Ansprüche. So auch bei mir. Mittlerweile bin auch ich beim Smartphone angekommen, stoße aber bereits an meine Grenzen. Als Instagram-Fan brauche ich eine gute Kamera, es muss alles schnell gehen, der Akku soll lange halten und optisch soll das Gerät auch etwas hermachen.

Da ich in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit einem Handy von Samsung gemacht habe, war für mich schnell klar, dass es wieder ein Samsung werden soll. Nur: Das Budget ist klein, die Preise sind hoch. Und da ich keine Jutebeutel mit aufgedruckten Dollarzeichen im Keller horte, wollte ich mich vom Samsung Galaxy S8 auch direkt wieder verabschieden. Doch dann habe ich das Gerät auf dem Allyouneed Marktplatz gesehen und es dort direkt als B-Ware-Handy bestellt. Wobei – „direkt“ ist übertrieben. Ich bin von Grund auf erstmal skeptisch und hinterfrage vieles, bevor ich eine Entscheidung treffe.

Das B-Ware Smartphone sieht aus wie neu

Das bestellte B-Ware Handy wurde in einem einwandfreien technischen Zustand geliefert.

Als ich den Preis des Samsung Galaxy S8 gesehen habe war ich überzeugt davon, dass ich die Katze im Sack kaufen würde. Denn der Normalpreis ist deutlich höher. Wie kann also ein Handy, das normalerweise 800 Euro kostet, auf einmal so viel günstiger sein? Einen Haken muss es da doch geben, irgendetwas ist mit Sicherheit bereits kaputt, das Display gesprungen, der Akku zehn Jahre alt oder das Ladekabel defekt. Und B-Ware klingt ja erstmal nach keiner guten Qualität, oder?

Was bedeutet B-Ware?

Zunächst einmal möchte ich den Ruf der B-Ware etwas aufpolieren: Alles, was man normalerweise als B-Ware bestellt, ist in einem einwandfreien technischen Zustand. Sollte dies aus irgendeinem Grund nicht der Fall sein, können Sie die B-Ware innerhalb der genannten Frist zurücksenden. Wenn also doch einmal ein schwarzes Schaf dabei sein sollte, bleiben Sie nicht auf der Bestellung sitzen, sondern können Ihren Anspruch geltend machen. So weit, so gut.

Aber warum werden Produkte überhaupt als B-Ware angeboten? Weil es keinen Grund gibt, diese Artikel nicht zu verkaufen. Zur B-Ware gehören beispielsweise Produkte, die vom Kunden zurückgesendet wurden und bei denen die Verpackung somit nicht mehr in einwandfreiem Zustand ist. Aber ganz ehrlich? Wer braucht schon einen tadellosen Karton? Auch Artikel, die bereits auf Messen ausgestellt wurden, werden als B-Ware weiterverkauft. Das Produkt ist zwar schon durch einige Hände gegangen, es funktioniert aber einwandfrei. Und so ist es auch bei dem B-Ware Handy, das ich bestellt habe.

Bestellung eines B-Ware Handys

Anhand der Etiketten der Smartphone-Verpackung sieht man, dass die Verpackung bereits einmal geöffnet wurde.

Lesetipp der Redaktion: Sie wollen noch mehr über das Thema B-Ware erfahren? Wir verraten Ihnen mehr zum Kauf von B-Ware bei Allyouneed.com und wie Sie ein absolutes Schnäppchen machen.

B-Ware-Produkttest: Handy mit top Leistung für wenig Geld

Selbst die Verpackung ist bei dem B-Ware-Handy bis auf ein paar Kratzer auf der Außenverpackung in tadellosem Zustand. An den Etiketten erkennt man, dass der Karton schon einmal geöffnet worden ist. Das Gerät an sich springt mir aber glänzend entgegen, die Schutzfolie wirft ein paar Blasen, wurde also schon einmal entfernt und wieder aufs Display geklebt und auf der Handy-Rückseite sieht man ein paar Fingerabdrücke. Einmal drüber gewischt, ist dieser optische Knick aber beseitigt. Kurzum: Das Handy ist komplett neu. Sämtliches Zubehör wie Kopfhörer, Ladegerät und USB-Adapter sind vorhanden.

Die Schutzfolie vom B-Ware Handy wirft Blasen

Die Schutzfolie von dem B-Ware Samsung Galaxy S8 wirft bereits ein paar Blasen. Doch unter der Folie ist das Handy-Display makellos.

B-Ware Smartphone Samsung Galaxy S8: Optisch ein Hingucker

Die SIM-Karte ist schnell eingelegt und schon kann es losgehen. Das Handy ist schön schmal und die nicht mehr ganz so neue Edge-Technologie ist wirklich beeindruckend. Die Ecken sind abgerundet und an den Seiten ist fast kein Rand vorhanden, sodass sich der 5,8-Zoll-Screen komplett über das Handy ausdehnt. Eine Home-Taste sucht man daher vergebens. Dafür reichte der Platz nicht, denn das Display geht bis zum untersten Rand des Handys.

Nur eine Nano SIM-Karte passt in das Samsung Galaxy S8

Für das Samsung Galaxy S8 benötigen Sie eine Nano SIM-Karte. Zusätzlich können Sie den Speicher mit einer microSD-Karte um bis zu 256 GB erweitern.

Was mich überrascht hat: Der Home-Button ist unsichtbar in das Display integriert. Man kann also auch über diesen Button das Handy aktivieren und muss nicht über den Seiten-Button gehen. Allerdings habe ich ein paar Versuche gebraucht, bis ich den Home-Button beim Samsung gefunden habe. Optisch gebe ich dem Gerät definitiv die volle Punktzahl. Es macht allein schon Spaß, das Handy in der Hand zu halten und anzuschauen.

Hochglanz-Fotografie vom B-Ware Handy

Aber es gibt natürlich noch weitere Vorteile. Als erstes habe ich die Kamera ausgetestet, immerhin bin ich ein kleiner Foto-Junkie und brauche eine gute Handykamera, um unterwegs schöne Fotos zu machen. Und was soll ich sagen, die kleine Linse kann locker mit meiner Spiegelreflexkamera mithalten. Das Samsung macht mit seinen 12 Megapixeln und einer lichtstarken F1.7 erstklassige Fotos. Zudem gibt es zahlreiche Einstellungen, die man im Fotomodus vornehmen kann, beispielsweise Zeitlupen, tolle Filter wie bei Instagram, lustige Masken oder den Bixby-Assistenten, der Produkte oder Sehenswürdigkeiten automatisch erkennt. Ein nettes Spielzeug – ob man das wirklich braucht, sei dahingestellt.

Leichte Bedienung des Samsung Galaxy S8

Beeindruckt hat mich auch die Schnelligkeit des B-Ware-Smartphones. Es reagiert sehr sensibel auf jede Berührung, bei meinem alten Handy musste ich des Öfteren auf die App drücken, bis sich überhaupt etwas getan hat. Die Akkulebensdauer wird auf etwa neun Stunden geschätzt, was mich nicht vom Sockel haut. Denn dass ein Smartphone einen ganzen Tag ohne Strom übersteht, ist mittlerweile Standard. Da könnte man mehr erwarten. Nachdem ich es einen ganzen Tag lang benutzt hatte, musste ich das Samsung jedoch nachts nicht aufladen und selbst am nächsten Tag hatte ich noch ausreichend Akku. Natürlich kommt es darauf an, wie viel man mit dem Handy rumspielt. Bei mir hält sich das in Grenzen und daher bin ich zwei ganze Tage ausgekommen ohne zusätzliches Laden. Der Nachteil ist jedoch, dass der Akku nicht wirklich austauschbar ist.

Das B-Ware Handy funktioniert einwandfrei

Alle Funktionen des bestellten B-Ware-Handys funktionieren technisch einwandfrei.

Ziemlich cool finde ich auch die automatische Gesichtserkennung. Innerhalb weniger Millisekunden erkennt das Handy mein Gesicht und entsperrt sich automatisch. Was die Sicherheit angeht, habe ich so meine Zweifel, weil ich denke, dass man die Gesichtserkennung leicht austricksen kann. Allerdings habe ich es selbst mit einem Foto von mir getestet. Das Handy hat sich nicht entsperrt, allerdings ist von einigen Anwendern zu lesen, dass sie damit die Entsperrung austricksen konnten.

Zusätzlich kann ich das B-Ware Smartphone noch per Fingerabdruck sichern. Der Sensor für den Finger befindet sich allerdings auf der Rückseite. Das hat mich anfangs etwas verwirrt, weil er bei meinem alten Handy auf der Vorderseite war. Aber ganz ehrlich: Hinten ist der Sensor viel bequemer und natürlicher für die Hand. Allerdings musste ich mich erst daran gewöhnen, da direkt neben dem Sensor die Kamera liegt und ich öfters mal die Kamera erwischt habe und nicht den Sensor. Wenn das Handy auf dem Tisch liegt, ist es von Nachteil, dass der Sensor sich auf der Rückseite befindet. Außerdem sendet das Smartphone bei Benutzung des Sensors oft die Nachricht, dass der gesamte Sensor benutzt werden muss. Kein leichtes Unterfangen also.

Fazit: Wer will, kann mit B-Ware-Handys richtig viel Geld sparen

Mit dem B-Ware-Handy habe ich ein tolles Smartphone ergattert, das genau meinen Ansprüchen entspricht. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem Thema B-Ware bin ich nun davon überzeugt, dass dies eine tolle Möglichkeit ist, um wirklich Geld zu sparen. Ich habe ein Viertel des ursprünglichen Preises ausgegeben, profitiere aber trotzdem von einem neuen und aktuellen Produkt. Der Mega-Bildschirm mit den abgerundeten Ecken und die tolle Fotoqualität begeistern mich.

Keine Angst vor dem B-Ware Handy Kauf

Das Samsung Galaxy S8 bietet eine Vielzahl an neuen und innovativen Features – von BixBy, über Gesichtserkennung bis hin zu IP681 Wasser- und Staubschutz.

Außerdem ist das Handy sehr robust. Denjenigen, die als iPhone-Nutzer schon einmal Erfahrung mit der Spider-App gemacht sein, sei versichert: Das Display des Samsung geht nicht so leicht kaputt. Und das Gute: Es gibt eine Gewährleistung von 12 Monaten. B-Ware-Handys kann ich also jedem empfehlen, für den ein Low-Budget-Handy nicht genug, das Portemonnaie aber nicht ohne Ende gefüllt ist.

Lesetipp der Redaktion: Sie können nicht nur bei dem Kauf eines B-Ware Handys sehr viel Geld sparen. B-Ware Produkte gibt es in allen Sortimenten. Hier finden Sie unsere Tests zu einer B-Ware Espresso Maschine oder einem B-Ware Saugroboter.