Auna DiscoStar: Krachbüchse mit zuschaltbarem Jellyball-LED-Lichteffekt

0

2 Unlimited trifft auf Snap!, „No Limits“ auf „Rhythm is a Dancer“. Mit dem DiscoStar von Auna können Sie Zuhause Ihre eigene 90er-Jahre-Hit-Mix-Party feiern, inklusive coolem Voice-over per Mikrofon und Automatik-Discokugel-Lichtspiel. Wir haben den 2.1-Bluetooth-Lautsprecher in der Praxis getestet.

Mit dem Auna DiscoStar begibt man sich auf eine Zeitreise in die frühen 90er. „Alf“ und „Eine schrecklich nette Familie“ liefen im Fernsehen, „Manta, Manta“ mit Til Schweiger und Tina Ruland im Kino. David Hasselhoff („Looking für Freedom“), Snap! („Rhythm is a Dancer“) und Matthias Reim („Verdammt, ich lieb Dich“) eroberten die Charts. Und erinnern Sie sich noch an Buffalos und Baggy Pants?

Auna DiscoStar Bluetooth Lautsprecher Test

2 Unlimited trifft auf Snap!: Unser Redakteur hat den DiscoStar von Auna dem ultimativen 90er-Jahre-Hit-Mix-Test unterzogen.

Bluetooth-Lautsprecher: 90er-Jahre-Optik trifft auf USB-Anschluss

Im 13,5 x 44 x 22,5 Zentimeter großen Retro-Gehäuse des 2.1-Bluetooth-Lautsprechers mit Plastik-Kristall-Krönchen („Jellyball“) sitzen zwei grasgrüne Plastik-Speaker. Vorne gibt es zwei Bedienelement-Blöcke: Ähnlich wie Opas Stereoanlage enthält der obere ganz klassisch zwei Drehregler und zwei 6,3-mm-Klinkenstecker. Der untere verfügt über eine LCD-Anzeige sowie einige winzige Knöpfchen und Drehregler, so wie ein preiswerter Radiowecker aus den 90ern. Rechts daneben befinden wir uns plötzlich in der Gegenwart, denn neben dem SD-Kartensteckplatz gibt es hier einen USB-Eingang, einen Aux-Anschluss und einen USB-Stromstecker mit Mini-USB.

Auna DiscoStar

Die Anschlüsse des Auna DiscoStars: 1 x USB-Port, 1 x Mini-USB-5V-Port, 1 x SD/MMC-Speicherkarten-Slot, 1 x 3,5mm-Klinken-AUX-Eingang, 2 x 6,3mm-Klinken-Mikrofoneingang.

Der Auna DiscoStar besitzt einen Akku und kann mit dem mitgelieferten Kabel an jedem USB-Anschluss geladen werden. Kurz: Der Auna DiscoStar wirkt wie die Antithese zum minimalistischen Design, das heutzutage üblich ist.

Lesetipp der Redaktion: Tragbare Bluetooth-Lautsprecher gibt es wie Sand am Meer. Doch Medions Lifebeat E65111 ist anders: Mit schickem Retro-Design und gutem Klang überzeugt er nicht nur Mobilnutzer, sondern alle, die Wert auf gute Musikqualität per Bluetooth legen.

Auna DiscoStar: Krachbox mit Spaßfaktor

Doch wofür der ganze Aufwand? Was kann der Auna DiscoStar, was andere Bluetooth-Lautsprecher nicht können? Nun: Die Mikrofonanschlüsse und die Kristallkugel oben auf dem Gerät legen im Zusammenspiel mit dem Namen „DiscoStar“ die Vermutung nahe, dass der Bluetooth-Speaker von Auna Disco-Feeling aufkommen lassen soll. Und tatsächlich: Das mitgelieferte Mikrofon erlaubt es, Voice-overs über die Musik einzusprechen, die gerade per Bluetooth, USB oder SD-Karte gespielt wird. Ein Regler ist für die Lautstärke des Mikrofons bestimmt, der zweite für einen wirklich discomäßigen Echo-Effekt.

Auna Bluetooth Lautsprecher Test

Auna DiscoStar: Für die Musikwiedergabe sind jeweils ein 7,6 cm (3″)-Hochtöner und ein 7,6 cm (3″)-Mitteltöner an der Vorderseite verbaut. Der 10 cm (4″)-Tieftöner sorgt für den nötigen Tiefgang.

Die unteren Bedienelemente erlauben die Steuerung eingelegter Medien. Und UKW-Radioempfang hat das Teil auch. Alles in allem ist der DiscoStar also eine kleine Disco für zu Hause oder unterwegs, was dem Gerät einen ganz eigenen Charme gibt. Ich möchte es natürlich sofort ausprobieren!

2 Unlimited: Eurodance – und ab die Post!

Irgendwo tief in meiner iTunes-Mediathek gibt es einen kleinen Giftschrank, bestehend aus Eurodance-Stücken der 90er. Dune, 2 Unlimited, Rollergirl, dieses Zeug halt, das ich seinerzeit schon schrecklich fand, das aber aus nostalgischen Gründen oder auf Partys dann doch hier und da wieder zum Einsatz kommt. Schnell auf das iPhone synchronisieren, den DiscoStar per Bluetooth koppeln, LED-Leuchtkugel über den separaten Schalter anschmeißen. Und schon geht die Post ab! Während die Bässe der Kirmesmusik ballern, wirft die Leuchtkugel bunte Lichtreflexe an die Wand, leider völlig unabhängig von der gespielten Musik. Das tut meiner Freude am DiscoStar aber keinen Abbruch. Die recht hellen und in dunklen Räumen weitreichenden Lichteffekte sind auf Dance-Stücke optimiert und die zufällige Blinkerei suggeriert zumindest, irgendwie zum Eurodance zu passen – ich fühle mich augenblicklich wie vor 25 Jahren am Autoscooter.

Auna DiscoStar: Brauchbarer Klang sorgt für großen Party-Spaß

Wohnzimmer, Partykeller, Gartenanlage. Der DiscoStar macht seinem Namen alle Ehre und verwandelt jede noch so öde Örtlichkeit in eine lichtdurchströmte Tanzfläche. Der Klang des Auna DiscoStars ist dabei durchaus akzeptabel – und vor allem laut. Der 3“-Hochtöner, der 3″-Mitteltöner und der 4“-Tieftöner am Gerät liefern im Zusammenspiel mit dem riesigen Resonanzraum zuverlässig ab.

Natürlich kann man den Klang nicht mit dem einer High-End-Stereoanlage vergleichen, aber für den Party-Spaß, für den der DiscoStar vorgesehen ist, reicht er voll und ganz aus. Wichtig ist allerdings zu wissen, dass es insgesamt fünf Möglichkeiten gibt, den Ton einzustellen: Am Gerät selbst befinden sich ein Lautstärkeregler sowie ein Drehregler für den Bass, hinzu kommt eine separate Regelung via Fernbedienung. Und dann sind da noch Bluetooth-Lautstärkeregler des Smartphones und natürlich der hier verbaute Software-Equalizer.

Alle vier sind separat einstellbar, wodurch für optimale Klangqualität ein wenig herumgespielt werden muss. Doch nach wenigen Handgriffen klingt „No Limits“ von 2 Unlimited („No no, no no no no, no no no no, no no there’s no limit!”), als käme es direkt aus einem Lautsprecher beim Autoscooter auf der Kirmes. Der Gag ist nun die coole Voice-over-Funktion: Schneller und schneller geht die wilde Fahrt – und nochmal rückwärts! Ich halte mir die Nase zu, um wie ein Kirmesverkäufer zu klingen, das ist lustig. Wer Instrumentalversionen auflegt, kann per Voice-over auch selber singen. Für echtes Karaoke braucht man natürlich eine Karaoke-DVD mit eingeblendetem Text – das leistet das Auna-Gerät leider nicht.

Radio, SD-Card und USB durchwachsen

Nicht ganz so spaßig ist das Abspielen von Musik via SD-Card oder USB. Es gibt nur vier Schalter für die Steuerung am Gerät und keine vernünftige Anzeige, womit es zum Glücksspiel wird, Musik direkt von einem solchen Medium auszuwählen. Einfacher gestaltet es sich mit der mitgelieferten Fernbedienung, die auch die Smartphone-Wiedergabe steuern kann. Die Einstellung des Radiosenders erinnert – Thema Zeitreise – an einfache Radiowecker aus analogen Zeiten. Wer daran Spaß hat, kann die Funktion nutzen, ich empfehle jedoch dringend, Musik und Radioprogramm via Bluetooth einzuspielen.

Fazit zum Auna DiscoStar: Er hält, was er verspricht

Insgesamt hält der Auna DiscoStar, was er verspricht: Er liefert soliden Sound zum kleinen Preis und bietet mit den Jellyball-Lichteffekten und der Voice-over-Funktion das Potenzial, der große Star auf kleinen Partys zu werden.

Auna DiscoStar Jellyball

Der zuschaltbare Jellyball-Lichteffekt des DiscoStars holt mit seinen 9 LEDs im RGB-Farbspektrum alles aus jeder Gesangsperformance heraus.

Praktisch ist natürlich auch der eingebaute Akku, dessen Kapazität sich ebenfalls sehen lassen kann. So ist das Gerät zum Beispiel im Kinderzimmer, auf Grillpartys oder im Wohnmobil eine praktische Ergänzung, obwohl es leider nicht gegen Feuchtigkeit geschützt ist. Das Design ist sicherlich nicht jedermanns Sache, kann aber im Zweifel noch als „ironisch“ oder „trendy“ durchgehen. Für Freunde des Kirmes-Charmes der frühen 90er ist der DiscoStar aber auf jeden Fall der Star, da bin ich mir sicher!

Lesetipp der Redaktion: Bluetooth-Boxen sind eine feine Sache, um Musik vom Smartphone zu hören – für den tagtäglichen Gebrauch taugen sie mangels Reichweite und eigenem Musik-Player wenig. Diese Lücke schließt das Internetradio Auna Connect 150 BK, das sich ideal für Studentenappartement, Gartenlaube, Küche oder Arbeitszimmer eignet.